2022 - Grafikkarten, Raytracing-Luxus und verstrahlte Preise
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2022 - Grafikkarten, Raytracing-Luxus und verstrahlte Preise

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Raytracing zählt für Phil zu den Enttäuschungen 2022 - doch warum?

2022 - Grafikkarten, Raytracing-Luxus und verstrahlte Preise

Und ja, Raytracing zählt für mich zu den Enttäuschungen 2022. Ein bisschen Herumspielen mit den Raytracing-Effekten hat mir durchaus Spaß bereitet, insbesondere der technische Hintergrund und die verschiedenen, teils sehr interessanten und cleveren Optimierungsansätze. Allerdings habe ich nach ein wenig Herumprobieren privat darauf verzichtet - selbst mit einer RTX 3080 Ti, DLSS und nur 1440p sind mir die Kosten für die strahlende Pracht in praktisch allen Fällen zu hoch. Und das, obwohl ich Grafikkarten im Gegensatz zu den allermeisten Spielern gar nicht kaufen muss, sondern als Arbeitsmittel aus dem PCGH-Fundus leihen kann. Und die Kosten und die (Gegen-)Werte, die man aus diesen Kosten als Spieler schöpfen kann, sind ein weiterer Punkt, der mir 2022 sauer aufstößt.

Raytracing zählt für mich zu den Enttäuschungen 2022.Bevor ich missverstanden werde: Ich bin kein Raytracing-Hasser, im Prinzip sogar Befürworter. Allerdings glaube ich, dass sich die Technik auch auf organischem Wege, sprich, nach und nach über die Zeit entwickelt hätte. Ein guter Hinweis etwa ist die Unreal Engine 5, die im Mai 2020 angekündigt wurde, sich zu dem Zeitpunkt aber schon seit mehr als zwei Jahren in Entwicklung befand, also wahrscheinlich schon vor dem Release von Nvidias RTX-GPUs die Absicht oder zumindest Idee hatte, auf die Raytracing-Beleuchtung Lumen zu setzen. Nvidia hat den Zeitpunkt meines Erachtens allerdings sehr geschickt genutzt, die Entwicklung anzustoßen, ihren Ruf des technischen Vorreiters zu erneuern und sich das Engagement durch technikaffine Gamer vergolden zu lassen - wie praktisch, wenn die Spieler für die Research-und-Developement-Kosten aufkommen, "It just works".

Obendrein kann die strahlende Pracht dazu dienen, sich als elitärer PC-Master-Gamer von dem Konsolen-Plebs abzusetzen. Raytracing als Status-Symbol, die strahlende PC-Raytracing-Rolex gegen den Casio-Konsolen-Wecker des Gaming-Pöbels. Ich weiß selbst, wie verlockend es ist, anderen die Spiele, die man spielt, in voller Pracht vorzuhalten - dass dabei trotz fetter High-End-Hardware eventuell nur 3 Fps auf der Uhr stehen, muss ja niemand wissen. Bei vielen Screenshots, die ich privat und professionell mache, drehe ich Grafik und Auflösung weit auf - oft deutlich weiter, als ich es privat beim Spielen tun würde. Ich erfreue mich an hübscher Grafik, ich mag fortschrittliche Technik. Und ich bin nach all den Jahren noch immer ein Fan des PCs und von PC-Spielen, eine Passion, die ich gern mit anderen teilen möchte.

Doch insbesondere in letzter Zeit habe ich den Eindruck, als verkomme die Technik und die Grafik und das Raytracing auf dem PC immer mehr zum Mittel eines einzelnen Zwecks: Nämlich teure High-End-Grafikkarten zu verkaufen, für welche die besagte Grafikpracht dann gar noch zusätzlich erschaffen werden muss. Wobei "it just works!" ganz, ganz offensichtlich nicht wirklich zutrifft - nehmen Sie nur einmal die ganzen noch nicht erschienenen Raytracing-Updates für bereits veröffentlichte Spiele ins Visier und die vielfältigen Probleme, die es in Titeln mit Raytracing-Support so gibt. Wozu brauche ich etwa eine RTX 4090, wenn beispielsweise in The Callisto Protocol die CPU-Last bei zugeschaltetem Raytracing in größeren Gebieten die Bildraten auf unter 60 Fps drückt, mir so den Spielspaß verdirbt und die Grafikkarte nur zu drei Vierteln auslastet? Wozu, wenn das Raytracing in The Witcher 3 so kaputt ist, dass es schlechter aussieht und schlechter läuft als auf einem fünf Jahre alten Mittelklasse-Rechner?

Natürlich hat Nvidia auf diese Frage eine Antwort - und zugegeben, könnte ich nicht auf der Arbeit mit fetten GPUs herumspielen, wäre ich eventuell genügend davon angetan, selbst eine fette RTX-4000er-GPU zu begehren: Sie machen ganz einfach ihre eigenen Spiele und Demos, in die sie so viel Raytracing buttern, dass nicht nur die Konkurrenz komplett unter der Last zusammenbricht, sondern auch sämtliche Karten aus dem eigenen Sortiment aus den letzten Löchern pfeifen. "Schaut her, welch ruckelige Pracht! Und die nächste Nvidia-Techdemo kommt mit noch mehr Raytracing, dafür könnt ihr dann auch eine RTX 5090 gebrauchen!" Natürlich sind Nvidias Raytracing-Demonstrationen prachtvoll und technisch interessant - ich habe etwa die technischen Infos zu Portal RTX oder zuvor Minecraft RTX geradezu verschlungen. Aber diese Demos sind auch so etwas wie eine eigene Welt, extra erschaffen, um die aktuell ansonsten oft brachliegenden Fähigkeiten der noch jungen Hardware auszuschöpfen.

Portal RTX als Nvidias neueste Raytracing-Demonstration - Prachtvoll und interessant, doch in einer eigenen Welt gefangen. Quelle: PC Games Hardware Portal RTX als Nvidias neueste Raytracing-Demonstration - Prachtvoll und interessant, doch in einer eigenen Welt gefangen.

Ist das noch PC-Gaming oder schon verschrobene Extravaganz? Natürlich lassen sich auch Spiele-Hersteller lobbyieren, um die Hardware ins rechte Licht zu rücken; dies machen sowohl Nvidia als auch AMD, doch auch hier ist das eigentliche Spiel nicht für die Fähigkeiten der Oberhammer-High-End-Schlachtschiffe ausgelegt, sondern für den kleinsten gemeinsamen Hardware-Nenner: Die Konsolen und - noch oft genug - gar die letzte Generation der Daddelkisten. Alles Weitere ist im Grunde schmückendes Beiwerk, ganz gleich, wie schön es strahlt. Dass Fortnite nun die Unreal Engine 5(.1) und die Lumen-Beleuchtung der Engine nutzt, wird Raytracing bezüglich Adaption und Verbreitung wohl weiter bringen als jede noch so funkelnde RTX-Techdemo, an der man sich schnell satt gesehen hat.

Und wozu das Ganze? Ich habe den Eindruck, dass Raytracing in vielen Belangen allem voran als Motivator für technikbegeisterte Spieler dienen soll, um die gesalzenen Grafikkarten-Preise zu rechtfertigen, auf dass sie insbesondere - doch nicht ausschließlich - Nvidia weiterhin die hohen Margen einbringen, an die sie und ihre Investoren sich zu Zeiten des Krypto-Rausches gewöhnt haben. Und auch Investoren reagieren tendenziell eher allergisch auf die Ankündigung, nun müsse man allesamt die Gürtel enger schnallen. Wieso die verärgern, wenn man stattdessen den Gamern tiefer in die Taschen greifen und sie davon überzeugen kann, dass sie dafür eben einen umso elitäreren Luxus genießen, in Besonderheit schwelgen können. Es ist der alte Trick mit dem Luxus, dem strahlenden Schein. Luxus ist eine Art kollektiver Wahrnehmungsverschiebung. Etwas wird mehr Wert zugemessen, als die Funktionalität oder der Nutzen daraus tatsächlich hergibt. Es ist eine Art Wert (v)ermessende Luxation. Das ist im Übrigen die medizinische Bezeichnung für eine Verrenkung (von lat: luxare).

Wo also sind die Grafikkarten für die Masse?Ich sehe Raytracing - zumindest in aktueller Form - zu weiten Teilen als Verkaufsargument für überteuerte High-End-Grafikkarten. Ist Raytracing die Zukunft? Wahrscheinlich schon, aber es ist eben immer noch Zukunft. Wie damals schon, zu Zeiten der ersten RTX-GPU. Immerhin erreichen wir im absoluten High-End-Segment langsam Leistungsbereiche, in denen sich Raytracing bei flüssigen Bildraten überhaupt einsetzen lässt - mit starker Unterstützung durch diverse Optimierungen, Upsampling und interpolierten Frames, versteht sich. Noch ein, zwei, drei Generationen, dann ist Raytracing wohl endgültig angekommen. Doch eben auch in der Mittelklasse. Dann wird wieder die Frage aufkommen, wie und womit sich luxusverwöhnte PC-Gamer von der breiten Masse absetzen wollen und welchen neuen Technik-Hype die Hersteller entfachen werden, um dem Luxusanspruch gerecht zu werden und den Geldsegen aufrechtzuerhalten.

Überhaupt, die Preise - da könnte ich ja ein ganzes Fass aufmachen. Ich fühle mich ehrlich gesagt mehr oder weniger universell von den Herstellern veräppelt. Und weil ich bisher insbesondere über Nvidia geschimpft habe, bekommt nun zur Abwechslung einmal AMD den Vortritt: Wer zum Henker hat sich den Preis der RX 7900 XT ausgedacht? Ob einer Ersparnis von rund 100 Euro gegenüber einer RX 7900 XTX kann man jawohl beinahe schon davon ausgehen, dass die kleinere Radeon im Prinzip nur dazu dienen soll, Interessenten stattdessen zur XTX greifen zu lassen und so einen weiteren Aufpreis aufzudrücken. Wer mit halbwegs klarem Verstand und auch nur tendenziell trübem Durchblick würde denn angesichts des geringen Preis- aber gewichtigen Leistungsunterschieds sowie besserer Speicherausstattung zur RX 7900 XT greifen?

Die Radeon RX 7900 XTX und XT: Nur ein UVP-Unterschied von 100 Euro. Quelle: PC Games Hardware Die Radeon RX 7900 XTX und XT: Nur ein UVP-Unterschied von 100 Euro.

AMD leiert aufrüstwilligen Spielern also vielleicht nochmals offensichtlicher Geld aus den Taschen, als es Nvidia mit der mittlerweile ja schon berühmt-berüchtigt unattraktiven RTX 4080 der Fall ist. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden. Ich kann verstehen, dass einige PC-Gamer angesichts der stetig himmelsstrebenden Kosten mit einer Anschaffung einer Konsole liebäugeln und sich von PC-Gaming abwenden. Und vielleicht kümmert die Grafikkartenhersteller eine bröckelnde PC-Mittelklasse nicht weiter, wenn gut betuchte PC-Gamer entsprechend höhere Preise zahlen und die Ausfälle tragen - allerdings stammt die Hardware in den Konsolen von AMD, zumindest Nvidia sollte einer solchen Entwicklung vielleicht nicht ganz gleichgültig gegenüberstehen. Wo also sind die Grafikkarten für die Masse? Oder überlassen wir das jetzt Intel?

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  1. Seite 1 Mein Spielejahr 2022 - Die Up und Downs von Phil
  2. Seite 2 2022 - Das Jahr der Meh-Releases und gebrochenen Versprechen.
  3. Seite 3 2022 - Grafikkarten, Raytracing-Luxus und verstrahlte Preise
  4. Seite 4 2022 - Mein Jahr in Games
  5. Seite 5 2023 and beyond - Quo vadis, PC-Gaming?
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nightslaver Lötkolbengott/-göttin
        Danke für den Kolumne [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen].
        Wirklich ein sehr schöner, wenn auch leider nicht in allen Entwicklungen in 2022, Rückblick auf das Jahr.
        Kann ich in vielen der von dir angesprochenen Punkte d'accord gehen.

        Noch vorneweg, falls du evt. Lust hättest, entspannt glegentlich mal die eine oder andere Mission in Darktide zu laufen, oder auch "Bußen" für die Klassen machen zu wollen, kannst du mich gerne auf Steam adden (selber Nick, selbes Portrait wie hier) oder auch per PN und ich adde dich, ohne, oder auch mit Voice Chat, wäre mir beides recht und möglich.

        Natürlich aber auch nur wenn du das willst und Lust hast, mit der "treuen Leserschaft", deiner immer sehr wilkommenen Tests und Kolumnen, evt. mal unverfänglich undverpflichtend und ohne dir "auf den Sack" gehen zu wollen , im Auftrag des Imperators, entspannt Darktide zu zocken.

        In diesen Sinne Phil und bevor ich noch zum einen oder anderen Punkt, aus deiner Kolumne, mehr von meinen "eigenen Senf zum besten gebe", wünsche ich dir schon mal, auf jeden Fall, einen guten und gesunden Rutsch nach 2023 und da dann auch hoffentlich wieder viele tolle Test und Artikel von dir, zum lesen.

        Zitat

        Dying Light 2 macht nicht viel anders als der Vorgänger, den ich kurz vor Release des zweiten Teils tatsächlich durchgespielt habe. Allzu lange konnte mich das Zombie-Open-World-Gehüpfe daher nicht fesseln, ich hatte aber zumindest zeitweise meinen Spaß.
        Keine Ahnung, aber Dying Light 2 konnte mich irgendwie überhaupt nicht begeistern, dafür schaue ich allerdings bei State of Decay 2 nach wie vor recht regelmäßig rein und spiele meine Truppe aus Überlebenden weiter.

        Auch weil "Undead Labs" dort, seit 2 Jahren, inzwischen vorbildlich zeigt, nach dem ehr recht durchwachsenen und zurecht harsch kritisierten Start des zweiten Teils, damals zu Release, wie man einen Titel mit konstanter Pflege, mit freien Content Updates und einer inzwischen wirklich ordentlichen Kommunikation, mit der eigenen Community, am Leben halten kann und mich auch diese Kombination, aus immer bessere Überlebende, für die eigene Gemeinschaft, zu finden, besseres Gear sammeln, neue Anführer Boni freischalten und damit dann auf einer neuen Karte starten (inzwischen 5 verschiedene) und gegen immer fiesere, da härtere, Zombies (höherer SG) sehr motiviert.

        Ich hoffe und würde mich freuen, das wir 2023 endlich dann auch Neuigkeiten zum Teil 3 bekommen, der in Entwicklung ist und nach den Erfolgen von Teil 1 und 2 wohl auch deutlich mehr Budget von MS bekommt, als die Vorgänger und somit hoffentlich viele der Ideen und Dinge umsetzt, die die Entwickler bisher oft, Budget bedingt, nicht leisten konnten (wie ein richtiger vollwertiger Coop), sowie auch Ideen und Wünsche aus der Community realisiert.

        Zitat

        Sei es wegen Design-Schnitzern wie bei der versaubeutelten Total-War-3-Kampagne...
        Ganz ehrlich Phil, bei Warhammer 3 verstehe ich nicht so ganz wie es CA geschaft hat, von Warhammer 2 zu Warhammer 3, den selben Fehler, in Bezug auf die Kampagne, quasi direkt nochmal neu zu begehen.

        Schon die Vortex Kampagne in Teil 2 war massiv unbeliebt und schaffte es nie, auch nur ansatzweise, in die Nähe der Beliebtheit der großen "Moral Empires Kampagne" zu kommen, nachdem diese released wurde.
        Irgendwo hatte CA dazu auch einmal Daten veröffentlich, wonach 89% aller gespielten Kampagnen in Warhammer 2, "Mortal Empires" waren und die Vortex Kampagne gerade einam auf 11% der gespielten Spiele gekommen ist.

        Was macht man dann also bei Teil 3, als Lehre daraus?
        Richtig, man baut wieder eine eigene Kampagne um Ursun dazu und gibt dieser wieder recht nervtötende Mechaniken.

        Wenn man wenigstens noch alternativ den Spielern angebtoten hätte die Karte auch direkt mit einem simplen Eroberungssieg Ziel (ohne Ursun) spielen / starten zu können.
        Aber nein, dazu muss man immer erst die Ursungeschichte durchspielen und dann im Anschluss (etwa 80-120 Runden), darf man, wenn man dann überhaupt noch motiviert ist (wo die meisten wohl mit, "nö Danke keine Lust mehr", abgeschaltet haben), auf Eroberung spielen.

        Entsprechend war Warhammer 3, bis zum Release der großen "Immortal Empires" Kampagne Beta, auch bereits drei bis vier Wochen, nach Release, von den Spielerzahlen, fast komplett tot (1-2 mal Ursun-Kampagne durch, aus) und kam erst mit der großen "Immortal Empires" Kampagne wieder etwas Leben rein (auch wenn jetzt auch wieder viele darauf warten, dass viele der "Beta-Probleme" von "Immortal Empires" behoben werden und frischer Content / DLCs für kommt.

        Entsprechend aber wird auch Warhammer 3, in Bezug auf die eigens für ertellte Ursun-Kampagne, das gleiche Schicksal ereilen, wie schon die Vortex Kampagne, in Warhammer 2.
        Sie wird kaum jemand je nochmal wieder spielen.

        Im Grunde irgendwo damit völlig verschwendete Enticklungsenergie (mit dieser Art von Umsetzung der Kampagne um Ursun), die man auch genauso gut direkt in ein besseres und fertigeres Erlebnis der "Immortal Empires" Kampagne hätte investieren können.

        Zitat

        Doch insbesondere in letzter Zeit habe ich den Eindruck, als verkomme die Technik und die Grafik und das Raytracing auf dem PC immer mehr zum Mittel eines einzelnen Zwecks: Nämlich teure High-End-Grafikkarten zu verkaufen, für welche die besagte Grafikpracht dann gar noch zusätzlich erschaffen werden muss.
        ...
        Ist das noch PC-Gaming oder schon verschrobene Extravaganz? Natürlich lassen sich auch Spiele-Hersteller lobbyieren, um die Hardware ins rechte Licht zu rücken; dies machen sowohl Nvidia als auch AMD, doch auch hier ist das eigentliche Spiel nicht für die Fähigkeiten der Oberhammer-High-End-Schlachtschiffe ausgelegt, sondern für den kleinsten gemeinsamen Hardware-Nenner: Die Konsolen und - noch oft genug - gar die letzte Generation der Daddelkisten. Alles Weitere ist im Grunde schmückendes Beiwerk, ganz gleich, wie schön es strahlt.
        Könnte man meinen, wenn es nur den High-End Bereich treffen würde, aber selbst im Einstiegssegment, der Gaming-Mittelklasse, ist es inzwischen preislich völlig absurd und da ist Raytracing so und so kein "großes" Thema.

        Wenn eine RTX 4070Ti im Januar für 980 Euro kommt, die RTX4060Ti vermutlich auch um die 800 Euro plus, ist nicht mehr nur die Raytracing-Oberklasse "verschrobene Extravaganz", sondern inzwischen bald schon das gesamte Gaming am PC, wo man sich bald, nur für den Preis einer Mittelklasse Karte, bereits beim Zahnarzt 3-4 Beißer genauso gut eine Goldkrone von verpassen lassen könnte, die länger hält als jede Karte.

        Zitat

        Ich sehe Raytracing - zumindest in aktueller Form - zu weiten Teilen als Verkaufsargument für überteuerte High-End-Grafikkarten. Ist Raytracing die Zukunft? Wahrscheinlich schon, aber es ist eben immer noch Zukunft.
        Im Gegensatz zu Physx auf der GPU, dürfte Raytracing sicher bessere Chancen haben sich langfristig und breitflächig durchzusetzen, aber wie aktuell, bei den Preisen, für akzeptable 4k und 8k Monitore und der notwendigen Rohlseitung der Karten dafür, ist das halt nichts was im Moment eine breite Masse erreichen kann, oder bei den momentanen Prognosen, für den Markt, auch nur in näherer Zukunft.

        Dazu läuft es auf, viel zu teuren, Mittelklasse Karten, ohne extrem harte Kompromisse und niedrige Auflösungen (FullHD), zu schlecht und sind Oberklassekarten einfach viel zu teuer, vor allen vor dem Hintergrund das auch neben den Preisen, der Energiekonsum der Karten, bei der Entwicklung der Energiekosten, in den letzten 2 Jahren, ehr abschreckend ist.

        Ich teile da also deine Ansichten, zur langfristigen Entwicklung bei Raytracing.

        Zitat

        Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden. Ich kann verstehen, dass einige PC-Gamer angesichts der stetig himmelsstrebenden Kosten mit einer Anschaffung einer Konsole liebäugeln und sich von PC-Gaming abwenden.
        Dito, hatte ich ja schon eingangs was zu gechrieben.
        Kamen vor 2-3 Jahren noch so kurzsichtige Kommentare, auf die absurd steigenden Preise, wie "dann kauf keine 2080, wenn du sie dir nicht leisten kannst / willst, die 2060 kostet ja nur 450 Euro" (ebenso ein damals schon völlig absurder Preis, für eine Karte, die keine 2 weitere Jahre zuvor im Bereich um 250 bis 320 Euro debütierte).

        Können die selben "Kasperköpfe" heute ihr "bescheuertes Argument", von damals, nur noch als Servierte nach dem Essen benutzen, wo selbst 3060 lange Zeit um die 600-700 Euro rumschwirten und die 4060 vermutlich ebenso nicht unter 600 Euro kommen wird.

        Als ich vor 3 1/2 Jahren die aktuelle RTX2060 Super gekauft habe, übergangsweise, weil die 980Ti nicht mehr wollte und damals, Custom mit 469 Euro, was fast noch ein "guter Deal" war, mit etwas mehr Leistung und 2GB mehr VRAM, gegenüber der 980Ti, bei ca. 50-70Watt weniger Verbauch, dachte ich nicht das sie, damals Crypto Boom seis gedankt, mal 3 1/2 Jahre im PC bleiben wird und eigentlich möchte ich sie inzwischen los werden.
        Weil die fehlende Leistung, trotz "nur" FullHD (jaja, ich bin Dinosaurier diesbezüglich), in einigen Spielen, mich inzwischen auch stört.

        Leider nur bleibt ja fast nur, ohne Erwägung einer Konsole, in den sauren Apfel zu beißen und für ein relativ spürbares Plus bei der Leistung und moderat mehr VRAM um die 1000 Euro auf den Tisch zu packen für entweder RTX4070Ti, oder Radeon 7900XT, wenn man auch sein 850W Netzteil nicht gleich am besten noch mit austauschen möchte und beim Preis der Karte völlig "schmerzbefreit" ist.

        Absurd, mehr fällt mir dazu ehrlich nicht mehr ein...

        Zitat

        Oder überlassen wir das jetzt Intel?
        Scheinbar will AMD und Nvidia das, anders ist es momentan fast, mit dem eingeschlagenen Kurs, nicht mehr interpretierbar.
        Intel selbst hatte sich dazu ja schon geäußert, die eigene Marktnische im Bereich von 180-250W Karten zu sehen und bei Karten die P/L-technisch preislich attraktiv sein sollen und wenn dann allem vorran die Treiber besser wären / würden, könnte Intel damit durchaus punkten, weil es den Nerv vieler Spieler / Käufer aktuell genau treffen würde.

        Zitat

        Ich habe nach einer gewissen (und mehrfach begonnenen) Einspielzeit das etwas unterbewerte Mad Max für mich entdeckt, das ich hin und wieder spiele.
        Kann dem eigentlich nur zustimmen.
        Die Story ist etwas aprupt zuende, als sie gefühlt gerade so richtig in Fahrt kommt, aber in Punkto genereller Stimmung im Spiel und Grafikstil und auch dem Gameplay, ist es eine wirklich gute spielerische Adaption der Filme geworden (gerade gegenüber der ersten drei, Fury Road fand ich persönlich auch ehr mäh, nicht so toll, aber glücklicherweise diente der Film dem Spiel auch weniger als direkte Vorlage für).

        Besonders die Umsetzung der Autokämpfe hat mir dabei im Spiel sehr gut gefallen, lies dieses "Mad Max" Feeling gut rüberkommen und war, neben dem upgraden des eigenen Wagens (ein sogar mal recht gutes System allgemein, was nicht nur Upgrades kannte bis man irgendwann am Ende, wie sonst üblich, einfach das Beste hatte, sondern mehrere Optionen mit validen Vor- und Nachteilen bot), recht spaßig.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Und allgemein kann man ja leider nicht oft / immer von Spielen sagen, die zu und in ähnlichen Zeiträumen wie (neue) Filme, zu einem Frenchise, rauskommen, dass sie auch als Spiel gut sind, oder auch nur so halb etwas taugen, aber Mad Max ist dahingehend definitiv einer der besseren Titel, die "trotz Filmvorlage / Lizenz" unerhaltsam und ordentlich umgesetzt sind und mich dann entsprechend auch rund 60h gut unterhalten konnte.

        Entsprechend würde ich gerne auch einen Teil 2 zu sehen wollen, von Avalanche Studios.
        Aber scheinbar steht der (leider) nicht (auf absehbare Zeit) auf dem Program.

        Zitat

        Und wenn ich ein wenig mehr geistige Herausforderung möchte, spiele ich eins der Paradox-Strategiespiele, darunter Stellaris, Crusader Kings 3 oder aktuell bevorzugt Victoria 3.
        Crusader Kings 3 entwickelt sich wirklich gut, seit Release und ich bin schon gespannt auf die nächsten großen DLCs.

        Bei Victoria 3 sehe ich eine gute Basis, aber noch viele Baustellen und notwendige Pflege, dann könnte es auch ein richtig guter Nachfolger zu Victoria 2 werden.
        Aktuell ist der Release, meiner persönlichen Meinung nach, gerade im Vergleich zu Crusader Kings 3, doch mehr durchwachsen und weniger "rund" gewesen.

        Bei Stellaris bin ich momentan, nach Patch 3.6 und der überarbeiteten Raumkampfbalance, völlig zwigespalten, ob ich die Änderungen mögen, oder fast schon hassen soll und dort lieber den Zustand vor Patch 3.6 zurück hätte.
        Aber zumindest die neu dazugekommen Galaxietypen sind fein (das Wagenrad mag ich sehr) und ich mag das sie die Aufstiegspfade (Biologisch, Roboter, Psi und nun neu Cyborg) jetzt von den Ascension Perks (teilweise), in die Traditionsbäume, verlegt haben.

        Das gibt endlich etwas mehr Raum andere Ascension Perks zu picken und nicht so sehr immer das selbe zu nehmen, weil 2 von 8 Perks bereits durch den Aufstieg belegt sind, welcher im Grunde ja immer gewählt wird.

        Etwas entäuscht bin ich aber das es wohl bei "Imperator: Rome" nach 2021 angekündigten Einstellung, mit vorbehalt, 2022 und somit wohl auch künftig, nicht mehr weitergehen wird.
        Dabei war das Spiel nach Patch 2.0 grundsätzlich endlich wirklich an dem Punkt angekommen wo es vom Zustand zufriedenstellend wurde und man sich über weiteren Content gefreut hätte.
        So ist, abseits des lateinischen und helenistischen Raums, leider wenig Motivation, welcher, zumindest bis Einstellung 2021, noch einige DLC-Pflege erfahren hat.
        Im keltischen, germanischen, spanischen, persischen und indischen Raum aber merkt man halt sehr stark, das es da an gezielten Content zu fehlt und sich das Gameplay daher noch ehr recht "rudimentär" anfühlt.
      • Von Nightslaver Lötkolbengott/-göttin
        Danke für den Kolumne [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen].
        Wirklich ein sehr schöner, wenn auch leider nicht in allen Entwicklungen in 2022, Rückblick auf das Jahr.
        Kann ich in vielen der von dir angesprochenen Punkte d'accord gehen.

        Noch vorneweg, falls du evt. Lust hättest, entspannt glegentlich mal die eine oder andere Mission in Darktide zu laufen, oder auch "Bußen" für die Klassen machen zu wollen, kannst du mich gerne auf Steam adden (selber Nick, selbes Portrait wie hier) oder auch per PN und ich adde dich, ohne, oder auch mit Voice Chat, wäre mir beides recht und möglich.

        Natürlich aber auch nur wenn du das willst und Lust hast, mit der "treuen Leserschaft", deiner immer sehr wilkommenen Tests und Kolumnen, evt. mal unverfänglich undverpflichtend und ohne dir "auf den Sack" gehen zu wollen , im Auftrag des Imperators, entspannt Darktide zu zocken.

        In diesen Sinne Phil und bevor ich noch zum einen oder anderen Punkt, aus deiner Kolumne, mehr von meinen "eigenen Senf zum besten gebe", wünsche ich dir schon mal, auf jeden Fall, einen guten und gesunden Rutsch nach 2023 und da dann auch hoffentlich wieder viele tolle Test und Artikel von dir, zum lesen.

        Zitat

        Dying Light 2 macht nicht viel anders als der Vorgänger, den ich kurz vor Release des zweiten Teils tatsächlich durchgespielt habe. Allzu lange konnte mich das Zombie-Open-World-Gehüpfe daher nicht fesseln, ich hatte aber zumindest zeitweise meinen Spaß.
        Keine Ahnung, aber Dying Light 2 konnte mich irgendwie überhaupt nicht begeistern, dafür schaue ich allerdings bei State of Decay 2 nach wie vor recht regelmäßig rein und spiele meine Truppe aus Überlebenden weiter.

        Auch weil "Undead Labs" dort, seit 2 Jahren, inzwischen vorbildlich zeigt, nach dem ehr recht durchwachsenen und zurecht harsch kritisierten Start des zweiten Teils, damals zu Release, wie man einen Titel mit konstanter Pflege, mit freien Content Updates und einer inzwischen wirklich ordentlichen Kommunikation, mit der eigenen Community, am Leben halten kann und mich auch diese Kombination, aus immer bessere Überlebende, für die eigene Gemeinschaft, zu finden, besseres Gear sammeln, neue Anführer Boni freischalten und damit dann auf einer neuen Karte starten (inzwischen 5 verschiedene) und gegen immer fiesere, da härtere, Zombies (höherer SG) sehr motiviert.

        Ich hoffe und würde mich freuen, das wir 2023 endlich dann auch Neuigkeiten zum Teil 3 bekommen, der in Entwicklung ist und nach den Erfolgen von Teil 1 und 2 wohl auch deutlich mehr Budget von MS bekommt, als die Vorgänger und somit hoffentlich viele der Ideen und Dinge umsetzt, die die Entwickler bisher oft, Budget bedingt, nicht leisten konnten (wie ein richtiger vollwertiger Coop), sowie auch Ideen und Wünsche aus der Community realisiert.

        Zitat

        Sei es wegen Design-Schnitzern wie bei der versaubeutelten Total-War-3-Kampagne...
        Ganz ehrlich Phil, bei Warhammer 3 verstehe ich nicht so ganz wie es CA geschaft hat, von Warhammer 2 zu Warhammer 3, den selben Fehler, in Bezug auf die Kampagne, quasi direkt nochmal neu zu begehen.

        Schon die Vortex Kampagne in Teil 2 war massiv unbeliebt und schaffte es nie, auch nur ansatzweise, in die Nähe der Beliebtheit der großen "Moral Empires Kampagne" zu kommen, nachdem diese released wurde.
        Irgendwo hatte CA dazu auch einmal Daten veröffentlich, wonach 89% aller gespielten Kampagnen in Warhammer 2, "Mortal Empires" waren und die Vortex Kampagne gerade einam auf 11% der gespielten Spiele gekommen ist.

        Was macht man dann also bei Teil 3, als Lehre daraus?
        Richtig, man baut wieder eine eigene Kampagne um Ursun dazu und gibt dieser wieder recht nervtötende Mechaniken.

        Wenn man wenigstens noch alternativ den Spielern angebtoten hätte die Karte auch direkt mit einem simplen Eroberungssieg Ziel (ohne Ursun) spielen / starten zu können.
        Aber nein, dazu muss man immer erst die Ursungeschichte durchspielen und dann im Anschluss (etwa 80-120 Runden), darf man, wenn man dann überhaupt noch motiviert ist (wo die meisten wohl mit, "nö Danke keine Lust mehr", abgeschaltet haben), auf Eroberung spielen.

        Entsprechend war Warhammer 3, bis zum Release der großen "Immortal Empires" Kampagne Beta, auch bereits drei bis vier Wochen, nach Release, von den Spielerzahlen, fast komplett tot (1-2 mal Ursun-Kampagne durch, aus) und kam erst mit der großen "Immortal Empires" Kampagne wieder etwas Leben rein (auch wenn jetzt auch wieder viele darauf warten, dass viele der "Beta-Probleme" von "Immortal Empires" behoben werden und frischer Content / DLCs für kommt.

        Entsprechend aber wird auch Warhammer 3, in Bezug auf die eigens für ertellte Ursun-Kampagne, das gleiche Schicksal ereilen, wie schon die Vortex Kampagne, in Warhammer 2.
        Sie wird kaum jemand je nochmal wieder spielen.

        Im Grunde irgendwo damit völlig verschwendete Enticklungsenergie (mit dieser Art von Umsetzung der Kampagne um Ursun), die man auch genauso gut direkt in ein besseres und fertigeres Erlebnis der "Immortal Empires" Kampagne hätte investieren können.

        Zitat

        Doch insbesondere in letzter Zeit habe ich den Eindruck, als verkomme die Technik und die Grafik und das Raytracing auf dem PC immer mehr zum Mittel eines einzelnen Zwecks: Nämlich teure High-End-Grafikkarten zu verkaufen, für welche die besagte Grafikpracht dann gar noch zusätzlich erschaffen werden muss.
        ...
        Ist das noch PC-Gaming oder schon verschrobene Extravaganz? Natürlich lassen sich auch Spiele-Hersteller lobbyieren, um die Hardware ins rechte Licht zu rücken; dies machen sowohl Nvidia als auch AMD, doch auch hier ist das eigentliche Spiel nicht für die Fähigkeiten der Oberhammer-High-End-Schlachtschiffe ausgelegt, sondern für den kleinsten gemeinsamen Hardware-Nenner: Die Konsolen und - noch oft genug - gar die letzte Generation der Daddelkisten. Alles Weitere ist im Grunde schmückendes Beiwerk, ganz gleich, wie schön es strahlt.
        Könnte man meinen, wenn es nur den High-End Bereich treffen würde, aber selbst im Einstiegssegment, der Gaming-Mittelklasse, ist es inzwischen preislich völlig absurd und da ist Raytracing so und so kein "großes" Thema.

        Wenn eine RTX 4070Ti im Januar für 980 Euro kommt, die RTX4060Ti vermutlich auch um die 800 Euro plus, ist nicht mehr nur die Raytracing-Oberklasse "verschrobene Extravaganz", sondern inzwischen bald schon das gesamte Gaming am PC, wo man sich bald, nur für den Preis einer Mittelklasse Karte, bereits beim Zahnarzt 3-4 Beißer genauso gut eine Goldkrone von verpassen lassen könnte, die länger hält als jede Karte.

        Zitat

        Ich sehe Raytracing - zumindest in aktueller Form - zu weiten Teilen als Verkaufsargument für überteuerte High-End-Grafikkarten. Ist Raytracing die Zukunft? Wahrscheinlich schon, aber es ist eben immer noch Zukunft.
        Im Gegensatz zu Physx auf der GPU, dürfte Raytracing sicher bessere Chancen haben sich langfristig und breitflächig durchzusetzen, aber wie aktuell, bei den Preisen, für akzeptable 4k und 8k Monitore und der notwendigen Rohlseitung der Karten dafür, ist das halt nichts was im Moment eine breite Masse erreichen kann, oder bei den momentanen Prognosen, für den Markt, auch nur in näherer Zukunft.

        Dazu läuft es auf, viel zu teuren, Mittelklasse Karten, ohne extrem harte Kompromisse und niedrige Auflösungen (FullHD), zu schlecht und sind Oberklassekarten einfach viel zu teuer, vor allen vor dem Hintergrund das auch neben den Preisen, der Energiekonsum der Karten, bei der Entwicklung der Energiekosten, in den letzten 2 Jahren, ehr abschreckend ist.

        Ich teile da also deine Ansichten, zur langfristigen Entwicklung bei Raytracing.

        Zitat

        Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden. Ich kann verstehen, dass einige PC-Gamer angesichts der stetig himmelsstrebenden Kosten mit einer Anschaffung einer Konsole liebäugeln und sich von PC-Gaming abwenden.
        Dito, hatte ich ja schon eingangs was zu gechrieben.
        Kamen vor 2-3 Jahren noch so kurzsichtige Kommentare, auf die absurd steigenden Preise, wie "dann kauf keine 2080, wenn du sie dir nicht leisten kannst / willst, die 2060 kostet ja nur 450 Euro" (ebenso ein damals schon völlig absurder Preis, für eine Karte, die keine 2 weitere Jahre zuvor im Bereich um 250 bis 320 Euro debütierte).

        Können die selben "Kasperköpfe" heute ihr "bescheuertes Argument", von damals, nur noch als Servierte nach dem Essen benutzen, wo selbst 3060 lange Zeit um die 600-700 Euro rumschwirten und die 4060 vermutlich ebenso nicht unter 600 Euro kommen wird.

        Als ich vor 3 1/2 Jahren die aktuelle RTX2060 Super gekauft habe, übergangsweise, weil die 980Ti nicht mehr wollte und damals, Custom mit 469 Euro, was fast noch ein "guter Deal" war, mit etwas mehr Leistung und 2GB mehr VRAM, gegenüber der 980Ti, bei ca. 50-70Watt weniger Verbauch, dachte ich nicht das sie, damals Crypto Boom seis gedankt, mal 3 1/2 Jahre im PC bleiben wird und eigentlich möchte ich sie inzwischen los werden.
        Weil die fehlende Leistung, trotz "nur" FullHD (jaja, ich bin Dinosaurier diesbezüglich), in einigen Spielen, mich inzwischen auch stört.

        Leider nur bleibt ja fast nur, ohne Erwägung einer Konsole, in den sauren Apfel zu beißen und für ein relativ spürbares Plus bei der Leistung und moderat mehr VRAM um die 1000 Euro auf den Tisch zu packen für entweder RTX4070Ti, oder Radeon 7900XT, wenn man auch sein 850W Netzteil nicht gleich am besten noch mit austauschen möchte und beim Preis der Karte völlig "schmerzbefreit" ist.

        Absurd, mehr fällt mir dazu ehrlich nicht mehr ein...

        Zitat

        Oder überlassen wir das jetzt Intel?
        Scheinbar will AMD und Nvidia das, anders ist es momentan fast, mit dem eingeschlagenen Kurs, nicht mehr interpretierbar.
        Intel selbst hatte sich dazu ja schon geäußert, die eigene Marktnische im Bereich von 180-250W Karten zu sehen und bei Karten die P/L-technisch preislich attraktiv sein sollen und wenn dann allem vorran die Treiber besser wären / würden, könnte Intel damit durchaus punkten, weil es den Nerv vieler Spieler / Käufer aktuell genau treffen würde.

        Zitat

        Ich habe nach einer gewissen (und mehrfach begonnenen) Einspielzeit das etwas unterbewerte Mad Max für mich entdeckt, das ich hin und wieder spiele.
        Kann dem eigentlich nur zustimmen.
        Die Story ist etwas aprupt zuende, als sie gefühlt gerade so richtig in Fahrt kommt, aber in Punkto genereller Stimmung im Spiel und Grafikstil und auch dem Gameplay, ist es eine wirklich gute spielerische Adaption der Filme geworden (gerade gegenüber der ersten drei, Fury Road fand ich persönlich auch ehr mäh, nicht so toll, aber glücklicherweise diente der Film dem Spiel auch weniger als direkte Vorlage für).

        Besonders die Umsetzung der Autokämpfe hat mir dabei im Spiel sehr gut gefallen, lies dieses "Mad Max" Feeling gut rüberkommen und war, neben dem upgraden des eigenen Wagens (ein sogar mal recht gutes System allgemein, was nicht nur Upgrades kannte bis man irgendwann am Ende, wie sonst üblich, einfach das Beste hatte, sondern mehrere Optionen mit validen Vor- und Nachteilen bot), recht spaßig.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Und allgemein kann man ja leider nicht oft / immer von Spielen sagen, die zu und in ähnlichen Zeiträumen wie (neue) Filme, zu einem Frenchise, rauskommen, dass sie auch als Spiel gut sind, oder auch nur so halb etwas taugen, aber Mad Max ist dahingehend definitiv einer der besseren Titel, die "trotz Filmvorlage / Lizenz" unerhaltsam und ordentlich umgesetzt sind und mich dann entsprechend auch rund 60h gut unterhalten konnte.

        Entsprechend würde ich gerne auch einen Teil 2 zu sehen wollen, von Avalanche Studios.
        Aber scheinbar steht der (leider) nicht (auf absehbare Zeit) auf dem Program.

        Zitat

        Und wenn ich ein wenig mehr geistige Herausforderung möchte, spiele ich eins der Paradox-Strategiespiele, darunter Stellaris, Crusader Kings 3 oder aktuell bevorzugt Victoria 3.
        Crusader Kings 3 entwickelt sich wirklich gut, seit Release und ich bin schon gespannt auf die nächsten großen DLCs.

        Bei Victoria 3 sehe ich eine gute Basis, aber noch viele Baustellen und notwendige Pflege, dann könnte es auch ein richtig guter Nachfolger zu Victoria 2 werden.
        Aktuell ist der Release, meiner persönlichen Meinung nach, gerade im Vergleich zu Crusader Kings 3, doch mehr durchwachsen und weniger "rund" gewesen.

        Bei Stellaris bin ich momentan, nach Patch 3.6 und der überarbeiteten Raumkampfbalance, völlig zwigespalten, ob ich die Änderungen mögen, oder fast schon hassen soll und dort lieber den Zustand vor Patch 3.6 zurück hätte.
        Aber zumindest die neu dazugekommen Galaxietypen sind fein (das Wagenrad mag ich sehr) und ich mag das sie die Aufstiegspfade (Biologisch, Roboter, Psi und nun neu Cyborg) jetzt von den Ascension Perks (teilweise), in die Traditionsbäume, verlegt haben.

        Das gibt endlich etwas mehr Raum andere Ascension Perks zu picken und nicht so sehr immer das selbe zu nehmen, weil 2 von 8 Perks bereits durch den Aufstieg belegt sind, welcher im Grunde ja immer gewählt wird.

        Etwas entäuscht bin ich aber das es wohl bei "Imperator: Rome" nach 2021 angekündigten Einstellung, mit vorbehalt, 2022 und somit wohl auch künftig, nicht mehr weitergehen wird.
        Dabei war das Spiel nach Patch 2.0 grundsätzlich endlich wirklich an dem Punkt angekommen wo es vom Zustand zufriedenstellend wurde und man sich über weiteren Content gefreut hätte.
        So ist, abseits des lateinischen und helenistischen Raums, leider wenig Motivation, welcher, zumindest bis Einstellung 2021, noch einige DLC-Pflege erfahren hat.
        Im keltischen, germanischen, spanischen, persischen und indischen Raum aber merkt man halt sehr stark, das es da an gezielten Content zu fehlt und sich das Gameplay daher noch ehr recht "rudimentär" anfühlt.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        Überraschend ehrlicher Artikel. Gerne mehr davon. Und danke für den Raytracing-Rant. Da geh ich 100% mit. Es ist immer noch ein Gimmick wie vor fast 5 Jahren, nur jetzt noch wesentlich teuerer.
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Zitat

        Wo also sind die Grafikkarten für die Masse?
        ...
        Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll von preistreiberischen Eskapaden.
        Jow! Sehe ich auch so.
        Auch was die Spiele angeht: nett, gut, aber nichts überragendes dabei.
      • Von czk666 Software-Overclocker(in)
        Das meiste ist mir genauso ergangen. Es gibt allerdings doch bezahlbare Karten mittlerweile. Die neue Generation ist ja noch überhaupt nicht raus.
        Zudem ist im Kapitalismus nunmal Gewinnabsicht die Triebfeder für Fortschritt.
        Ich kaufe unfertige Spiele einfach nicht und kann warten.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Toller Artikel. Ich habe nicht ein einziges neues Spiel aus dem Jahr 2022 gezockt.
        Doch einen Moment... eins doch: "Return to Monkey Island".
        Aber das habe ich bisher nur angespielt und bin dann bei "Titan Quest" hängen geblieben und zocke schon einen DLC dafür. 2 andere warten noch mit ihren Abenteuern auf mich. Auf große Triple A Spiele habe ich im Moment nicht so viel Lust. Die sind mir zu aufgeblasen.
        Aber mal gucken wie es nächstes Jahr aussieht. Dann rüste ich meine Grafikkarte auf und es kommen Spiele wie "Diablo 4", "Dragon Age 4" und "Max Payne Remake" raus. Natürlich auch noch jede Menge andere aber die hier interessieren mich im Moment am meisten.
        Ich wünsche der Community schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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