Spider-Man Remastered: AA- & Upscaling-Vielfalt
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Spider-Man Remastered: AA- & Upscaling-Vielfalt

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Spider-Man Remastered bietet am PC zahlreiche Verfahren, um Pixel zu glätten oder einzusparen - schauen wir sie uns an!

Spider-Man Remastered: Anti-Aliasing & Upscaling

Spider-Man Remastered verfügt am PC über die drei Anti-Aliasing-Optionen SMAA, TAA sowie Nvidias DLAA. Ersteres können wir direkt abhaken, denn es ergibt keinen Sinn: Der simple, rein spatial agierende Postfilter Marke "FXAA, nur ohne die Unschärfe" ist machtlos gegen das allgegenwärtige Flimmern und erfreut somit nicht einmal Anhänger (über)scharfer Bilder. Das spieleigene Temporal-AA (TAA) hinterlässt einen wesentlich besseren Eindruck: Es beseitigt Aliasing jeder Art, zeichnet ein weitestgehend sauberes und ruhiges Bild und ist beinahe genauso günstig zu haben wie SMAA. TAA führt naturgemäß zu einer leichten Unschärfe durch die zeitlich versetzte Zusammenmischung aufeinander folgender Bilder, lässt in Spider-Man Remastered jedoch kaum Wünsche offen.

DLAA, die dritte Anti-Aliasing-Option, steht nur auf Geforce-RTX-Grafikkarten zur Verfügung. Dabei handelt es sich um DLSS ohne das Pixelsparen, ergo Upsampling bei nativer Auflösung für die ultimative Bildqualität - natürlich mit einem kleinen Leistungsverlust gegenüber TAA. Tatsächlich erzielt DLAA in Spider-Man Remastered die mit Abstand beste Detailabbildung. Egal, ob Skyline, Antennen, Bäume oder Gewässer, DLAA rekonstruiert Feinheiten ähnlich gut wie hochstufiges "echtes" Supersampling. Allerdings stören zwei Kritikpunkte die Glückseligkeit. Erstens erfolgt bei DLAA eine zusätzliche Schärfung, welche mitunter störendes Ringing (helle Umrandungen) verursacht, die bei TAA wesentlich schwächer auftreten. Zweitens basiert DLAA, wie erwähnt, auf DLSS und erbt eine damit verbundene Nebenwirkung: Schmieren, auch bekannt als Smearing. Dieses Artefakt betrifft zwar nur wenige Bildteile, wirkt jedoch immersionsbrechend und trübt den ansonsten guten Eindruck daher nachhaltig. Dazu gleich mehr.

Spider-Man Remastered bietet am PC gleich drei Upscaling-Verfahren, um (Raytracing-)geplagte Grafikkarten zu entlasten: AMDs FSR 2.0, Nvidias DLSS 2.4.12 sowie Insomniacs eigenes Verfahren namens IGTI ("Insomniac Games Temporal Injection"). In jedem Fall handelt es sich um zeitlich agierende Verfahren, welche nicht nur das jeweils aktuelle Bild hochrechnen, sondern Informationen aufeinander folgender Frames clever vermengen. Wir haben uns die drei unterschiedlichen Ansätze genau angesehen und würden Ihnen gerne eine klare Empfehlung geben, allerdings geht das Triell nicht eindeutig aus. Das heißt, doch, was IGTI betrifft: Auf der Playstation die erste (und einzige) Option des Upsamplings, steht Insomniacs Algorithmus bei unseren Stichproben sowohl FSR 2.0 als auch DLSS 2.4 nach. Das Bessere ist hier des Guten Feind. IGTI wirkt im Vergleich mit den AMD- und Nvidia-Methoden ein wenig wie FSR 1.0: Je höher der Upscaling-Faktor, desto instabiler das Bild und desto stärker der interpolationsbedingte Ölgemälde-Look. Man muss IGTI aber zugutehalten, dass die besten Modi Ultra Quality und Quality ein weitgehend sauberes, weiches Bild zeichnen. Das könnte für den einen oder anderen Spieler am Ende doch den Ausschlag geben - neben der Tatsache, dass IGTI (wie FSR 2.0) auf jeder Grafikkarte funktioniert.

Spider-Man Remastered (PC): Anti-Aliasing & Upscaling
Spider Man Remastered 1× (no) AA
Spider Man Remastered 1× (no) AA Spider Man Remastered SMAA Spider Man Remastered TAA Spider Man Remastered DLAA Spider Man Remastered DLSS Q Spider Man Remastered FSR 2.0 Q Spider Man Remastered IGTI Q Spider Man Remastered DLSS P Spider Man Remastered FSR 2.0 P Spider Man Remastered IGTI P

FSR 2.0 und DLSS 2.4 haben andere Stärken. Bei unseren Stichproben fallen sowohl die Stabilität als auch die Detailtreue meist höher aus als bei IGTI. Allerdings neigen die spatiotemporalen Verfahren von AMD und Nvidia stärker zum Aufpixeln als Insomniacs Ansatz. Das liegt vor allem daran, dass sie pixelfeine Details besser rekonstruieren - sogar besser als das nativ arbietende TAA. Klicken Sie sich ruhig durch unsere 200-Prozent-Zooms (ohne Resampling) und vergleichen Sie die verschiedenen Bildteile. Egal, ob Antennen oder Fenster, sowohl FSR als auch DLSS trumpfen auf. Das Nvidia-Verfahren hat ein weiteres Mal die Nase vorn, hier schmeicheln besonders viele Feinheiten dem Auge und es tritt besonders selten Flackern auf. Der AMD-Algorithmus punktet allerdings in Bildteilen durch das etwas sauberere Bild mit weniger sichtbaren Sägezähnchen. Am Ende entscheidet der persönliche Geschmack - und oft auch die Tatsache, dass DLSS nur auf RTX-Grafikkarten zur Verfügung steht.

Eingesparte Pixel haben bei Raytracing-Effekten besonders große Auswirkungen, da Raytracing pixelbasierend arbeitet. Je weniger Bildpunkte, desto weniger Strahlen werden verschossen. Da heutige RT-Effekte bereits stark leistungsoptimiert sind - hier wird garantiert kein Strahl zu viel verschossen -, wirkt sich Upscaling sichtbar auf die Qualität aus. In Spider-Man Remastered sind es vor allem die großflächigen Fenster, bei denen man Pixelschwund beobachten kann. Wir haben ein markantes Beispiel herausgesucht, bei dem Spidey an einer gläsernen Fassade klebt, in welcher sich die Umgebung spiegelt. Vergleichen wir zunächst nativen Darbietungen (wie gehabt mit zweifacher Vergrößerung): Sowohl TAA als auch DLAA zeichnen Feinheiten wie Metallstreben, erneut mit Vorteilen für Nvidias KI-Upsampling. Noch stärker als im obigen Vergleich sieht man hier jedoch die nicht veränderbare Nachschärfung bei DLAA, welche Kontraste anhebt und somit etwas bröseliger wirkt.

Spider-Man Remastered (PC): AA & Upscaling @ RT Reflections
Spider Man Remastered DLAA 2
Spider Man Remastered DLAA 2 Spider Man Remastered TAA 2 Spider Man Remastered DLSS Q 2 Spider Man Remastered FSR 2.0 Q 2 Spider Man Remastered IGTI Q 2

DLSS, FSR und IGTI arbeiten hingegen prinzipiell mit sub-nativer Auflösung, es werden Pixel gespart - mit anderen Worten: Raytracing-Flächen wie Fensterscheiben werden grobpixeliger dargestellt, da für dieselbe Fläche weniger Bildpunkte zur Verfügung stehen. Im Vergleich der jeweiligen Quality-Modi (Qualität, Q) kann sich erneut DLSS 2.4 an die Spitze setzen, gefolgt von FSR 2.0 und IGTI. Alle drei lassen sichtbar Federn gegenüber der nativen Auflösung, im üblichen Spielgeschehen voller Action kann man mit dieser Qualität aber gut leben. Auch hier zeichnet DLSS mehr Details als die Konkurrenz (das sind die im Vergleich hinzukommenden Pixelfetzen an den Wassertürmen und Kränen), die Reflexionen wirken in Bewegung aber manchmal unruhiger. IGTI fällt im Triell deutlich zurück, was uns spätestens jetzt schließen lässt, dass hier möglicherweise nicht mit der gleichen räumlichen Auflösung gearbeitet wird. Wir werden weitere Tests anstellen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Spider Man Remastered (PC): Nvidia DLAA/DLSS Smearing Quelle: PC Games Hardware Spider Man Remastered (PC): Nvidia DLAA/DLSS Smearing

Zum Bild oben: Nein, wir sind nicht zu Ornithologen geworden oder haben UFOs fotografiert. Obwohl Spider-Man Remastered von Nvidia technische Unterstützung erhalten hat und eine neue Iteration von DLSS/DLAA verwendet, tritt auch hier das berüchtigte Smearing (Schmieren) auf. Davon sind zwar nur wenige Bildinhalte betroffen, allerdings fallen die Schmieren deutlich ins Auge, sobald es passiert. Vögel, also feine, dunkle Objekte vor hellem Hintergrund, sind besonders stark betroffen - Death Stranding lässt grüßen. Dieses Problem ließe sich mithilfe sogenannter Masken angehen, allerdings scheint Nvidia das vermeiden zu wollen, da eine Maskierung gegen die temporal angehäuften Daten vorgeht und somit die Glättung negativ beeinträchtigt. Wenn es nach uns ginge, hätten wir jedoch lieber leichtes Federflimmern als kometenhafte Schmutzfinken - was meinen Sie?

Spider-Man Remastered: Upscaling-Benchmarks

Zeit, die soeben getätigten Qualitäts-Aussagen ins Verhältnis zur Leistung setzen. Sehen wir uns an, was sich mithilfe von Upscaling an Fps herausholen lässt - mit maximalen Details ist eine Entlastung selbst bei High-End-Grafikkarten sehr willkommen.

Für die Benchmarks verwenden wir die fast finale Spielversion 1.809.1.0 vom 10. August und eine händisch auf hohe Effizienz getrimmte Geforce RTX 3090 Ti, welche in Ultra HD das volle Ausmaß aller Upscaling-Modi aufzeigt. Die Grafikkarte erreicht im getesteten Ultra-Low-Voltage-Setting mit knapp 200 Watt in etwa die Leistung einer Geforce RTX 3080. Egal, welcher Modus, die Wirkung ist in jedem Fall spürbar. Bereits die kleinstmögliche Entlastung in Gestalt von IGTI Ultra Quality steigert die Bildrate im Beispiel um rund 33 Prozent (in niedrigeren Grundauflösungen etwas weniger). Vergleicht man DLSS, FSR und IGTI bei gleicher interner Auflösung - etwa die Quality-Modi untereinander - fällt erneut auf, dass die DLSS-Berechnungen minimal Leistung kosten, obwohl die Tensor-Spezialkerne der RTX-GPUs für das Upsampling eingespannt werden.

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  1. Seite 1 Spider-Man Remastered: Technik-Details
  2. Seite 2 Spider-Man Remastered: Raytracing
  3. Seite 3 Spider-Man Remastered: AA- & Upscaling-Vielfalt
  4. Seite 4 Spider-Man Remastered: GPU- und CPU-Benchmarks
  5. Seite 5 Spider-Man Remastered: Bilder und Fazit
    • Kommentare (119)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Tripleh84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von bonesai
        RTX OFF Für den Fotomodus kann man es dann ja eh wieder aktivieren
        Ja normal mache ich es ja aus, wenn ich es nicht sehe. Aber bei Spiderman macht es schon was aus.. Aber es liegt eigentlich nichtmal an meiner Karte beim Spidey sondern am CPU Limit. Ohne Hyperthreading geht einiges an FPS hoch. Aber das stell ich doch nicht ab wegen einem spiel.
      • Von Tripleh84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von bonesai
        RTX OFF Für den Fotomodus kann man es dann ja eh wieder aktivieren
        Ja normal mache ich es ja aus, wenn ich es nicht sehe. Aber bei Spiderman macht es schon was aus.. Aber es liegt eigentlich nichtmal an meiner Karte beim Spidey sondern am CPU Limit. Ohne Hyperthreading geht einiges an FPS hoch. Aber das stell ich doch nicht ab wegen einem spiel.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Schwingt Spidey eigentlich immer noch an den Wolken wie bei den älteren Titeln oder wurde das mal realistischer gemacht?
      • Von Rivellon Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Finde die 1080ti von der Platzierung etwas überraschend, hätte sie eher bei der 2070 Super gesehen.
      • Von Darkearth27 BIOS-Overclocker(in)
        Heute das erste mal zu mehr als nur zum benchen gekommen, also auch mal 4 Stunden am Stück gespielt, inklusive Streaming und keine Probleme gehabt.

        Abstürze nur dann, wenn ich die GPU zu weit übertaktet habe.
        Somit gehe ich davon aus, dass wenn es zu Crashes kommt es an instabilen OC Settings liegt (was bei den Boosts heutzutage auch mal @ stock passieren kann).

        RT auf MAX und 1440p geht auch über einen längeren Zeitraum.

        Probleme die vom GPU Treiber ausgehen mal außen vorgelassen...
      • Von Blackvoodoo Lötkolbengott/-göttin
        Sagt mal läuft das Spiel bei euch Stabil? Bin bei fast 29 Stunden spielzeit. Aber ich habe bei jeder Runde die ich spiele 1-2 Abstürze. Das ist dank sehr fairer Checkpoints zwar nicht so tragisch aber trotzdem.
        Mein PC ist nicht übertaktet (tu ich schon lange nicht mehr), Treiber sind aktuell. Und andere Spiele laufen ja auch stabil.
      Direkt zum Diskussionsende
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