Serious Sam Ray Traced: Benchmarks & Upscaling
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Serious Sam Ray Traced: Benchmarks & Upscaling

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Auf dieser Seite geht es ans Eingemachte: Wie läuft Sam "Serious" Stone mit Raytracing und inwiefern helfen DLSS sowie FSR 1.0?

SeSam TFE Ray Traced: Upscaling-Benchmarks

Wie bereits Doom RT (PrBoom) kann der Raytracing-geboosterte Klassiker in maximaler Qualität jede moderne Grafikkarte niederstrecken. Die umfassende Modernisierung ist trotz diverser temporaler Effizienzkniffe außerordentlich teuer und eine Herausforderung für alle verfügbaren Grafikkarten. Jedes hinzukommende Pixel bedeutet zusätzliche Strahlen, sodass die Auflösung signifikante Auswirkungen auf die Bildrate hat. Daher schießen derzeit auch neue Upscaling-Verfahren wie Pilze aus dem Boden.

Wie erläutert, bietet Serious Sam TFE Ray Traced zwei Optionen, um Pixel zu sparen: einen simplen Upscaler, der die interne von der externen (Monitor-)Auflösung entkoppelt, AMDs FSR 1.0 und Nvidias DLSS 2.4. Werfen wir vor den vergleichenden GPU-Benchmarks einen Blick darauf, was sich hier an Fps herausholen lässt. Dazu verwenden wir eine händisch optimierte Geforce RTX 3090 Ti, welche in Ultra HD das volle Ausmaß aller Upscaling-Modi aufzeigt:

Egal, welcher Modus, die Entlastung ist in jedem Fall spürbar. Bereits die kleinstmögliche Entlastung in Gestalt von FSR Ultra Quality steigert die Bildrate der Grafikkarten um fast zwei Drittel (in niedrigeren Grundauflösungen etwas weniger) - von flüssigen Bildraten ist Ultra HD mit FSR UQ aber noch weit entfernt. Vergleicht man die Modi DLSS Quality und FSR Quality miteinander, wird deutlich, dass FSR die Leistung bei gleicher interner Pixelmenge, wie immer, etwas stärker erhöhen kann. Faktor 2 erreichen beide, die bei DLSS deutlich bessere Bildqualität kostet jedoch etwas Leistung - behalten Sie diese Differenz für die gleich folgenden Grafikkarten-Benchmarks im Hinterkopf.

SeSam TFE Ray Traced: Grafikkarten-Benchmarks

Die obigen Werte lehren uns eines: Maximale Qualität und Auflösung ist in SeSam TFE Ray Traced sehr teuer. Wir sehen daher von Benchmarks mit nativer Auflösung ab - niemand würde so spielen, zumal SeSam TFE bei geringen Bildraten einen ausgeprägten Maus-Lag aufweist, der jede Form von Spielspaß vergällt. Stattdessen aktivieren wir stets einen kompatiblen "Quality"-Upscaling-Modus auf den Grafikkarten: DLSS Q auf Geforce RTX 20 und RTX 30, FSR Q auf Radeon RX 6000. Dabei gilt das soeben Gesagte: DLSS 2.4 ist insgesamt deutlich hübscher als FSR 1.0, steigert die Bildrate aber nicht ganz so stark. Da intern mit der gleichen räumlichen Auflösung gearbeitet wird (66 Prozent), ist der Vergleich ausreichend fair und vor allem praxisnah.

Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 512.95 WHQL und die AMD Software 22.5.2 WHQL. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse.

Falls Ihnen die Ergebnisse irgendwie bekannt vorkommen: Richtig, insgesamt erinnert die Vorstellung an Doom Ray Traced, das vom selben Entwickler stammt. Auch diese Raytracing-Implementierung harmoniert am besten mit RTX-30-GPUs. Das Ausmaß dieser Vorliebe ist weit überdurchschnittlich, tatsächlich gibt es kein anderes Spiel, welches der Ampere-Architektur eine derartige Überlegenheit attestiert (neben Doom RT). Die Ergebnisse erinnern stark an den ART-Mark, welcher einen Raytracing-Showcase auf Basis der Unreal Engine 4 darstellt.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur das starke Abschneiden von Ampere, sondern auch der Abstand zum Vorgänger Turing. Dass eine Geforce RTX 3060 vor einer RTX 2080 Ti rangiert, ist außergewöhnlich. Wie bei Doom RT haben wir auch diesmal eine maximal übertaktete Radeon mitgetestet, um den AMD-Bestfall aufzuzeigen. Tatsächlich sieht der RDNA-2-Topdog gegen die GA102-GPUs kein Land und wir sind sehr gespannt auf die mit RDNA 3 einziehenden Raytracing-Fortschritte. Spezialfälle wie SeSam TFE Ray Traced und Doom RT, bei denen die Raytracing-Fertigkeiten der GPUs mehr gefragt sind als klassische Funktionen, zeigen ein mögliches Szenario auf, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen könnte.

Da wir niemals alle Grafikkarten testen können, staffeln wir das Testfeld stets sinnvoll. Sie vermissen bestimmt so manche Grafikkarte, daher hier ein paar immer anwendbare Faustregeln. Die Geforce RTX 3080 Ti findet sich stets zwischen RTX 3090 und RTX 3080, während die RTX 3070 Ti um circa zehn Prozent vor der RTX 3070 liegt. Ähnlich sieht es bei AMD aus, hier findet sich die Radeon RX 6900 XT (Air) stets auf halbem Weg zwischen RX 6800 XT und RX 6900 XT LC. Letztere ist minimal schneller als die neue Radeon RX 6950 XT, relevant ist die Leistungsdifferenz von höchstens zwei Prozent zu keiner Zeit. Die Radeon RX 6650 XT und RX 6750 XT überbieten ihre Vorgänger 6600 XT und 6750 XT um jeweils rund fünf Prozent. Grundsätzlich lassen sich viele Grafikkarten relativ genau einschätzen - werfen Sie dazu einfach einen Blick auf die Grafikkarten-Rangliste respektive die große Übersicht in diesem Artikel (Bonusindex).

SeSam TFE Ray Traced: Fazit

Ein weiterer Shooter-Klassiker bekommt ein umfassendes Facelifting. Das erste Abenteuer von Sam "Serious" Stone profitiert deutlich von der Strahlverfolgung, verspeist aber - wie sein Artgenosse Doom RT - Grafikkarten zum Frühstück. Das ist der Preis, den wir für kompromissloses, nicht zu Tode optimiertes Vollbild-Raytracing zahlen müssen. Interessant ist die Performance-Charakteristik, welche Nvidias Raytracing-Bestrebungen eindrucksvoller aufzeigt als Triple-A-Produktionen. Was halten Sie von der Raytracing-Umsetzung in Serious Sam: The First Encounter? Falls Sie den Shooter-Klassiker noch nicht kennen, schlagen Sie am besten DRM-frei bei GOG.com oder bei Steam zu. Das Raytracing-Upgrade steht kostenlos zum Download bereit. Wir warten gespannt auf das bereits in Arbeit befindliche Raytracing-Update für Half-Life und hätten einen weiteren Wunsch an den Entwickler: Duke Nukem 3D Ray Traced!

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HyperBeast Software-Overclocker(in)
        Tolle Sache, ich brauche keine Raytracing Mod für ein mittlerweile sehr hässliches Spiel. Erinnere mich noch an die Ruckelorgie von damals auf dem alten System.

        Wer Sam in schön spielen will, zockt die aktuellen Titel es ist "TADA" genau das gleiche Spiel .....
      • Von HyperBeast Software-Overclocker(in)
        Tolle Sache, ich brauche keine Raytracing Mod für ein mittlerweile sehr hässliches Spiel. Erinnere mich noch an die Ruckelorgie von damals auf dem alten System.

        Wer Sam in schön spielen will, zockt die aktuellen Titel es ist "TADA" genau das gleiche Spiel .....
      • Von Two-Face Lötkolbengott/-göttin
        Vielleicht kommt das nur mir so vor, aber die Beleuchtung (zumindest in der Szene an dem Schwimmbecken) sieht im HD-Remaster/Remake von 2009 auch nicht viel anders aus - bei erheblich besserer Texturierung, natürlich.

        Warum nicht gleich da Raytracing reinklatschen?
      • Von Lichtspieler2000
        Zitat von Schinken
        Der ganze Artikel dreht sich um RT, da braucht du keinen Bezug herstellen.
        Der Artikel war nicht die Grundlage meines Postings, sondern der Beitrag von Krabonq und das sich permanente Einreden von wegen, dass das alles gar nichts bringe. Natürlich tut es das nicht, wenn man es entweder nicht performant oder gar nicht nutzen kann. Wen soll das auch nur geringfügig wundern?
        Es ist doch offensichtlich.
        Zitat von Schinken
        Trotzdem war der Sarkasmus unangebracht, denn es stimmt ja weiterhin: Wer kein Ampere hat, steht nicht wirklich vor der Entscheidung RT oder nicht, die Performance-Einbrüche sind es nicht wert.
        Wie konnte ich dann RT auf meiner Notebook RTX 3050 nutzen, wenn man eine hochgezüchtete Ampere benötigt?

        Zitat von Schinken
        Dein Argument war aber ein anderes: Du meintest es sei klar, dass er nichts auf RT gebe weil seine 6900LC nur auf 3070 Niveau rumdümpelt. Nun kann man aber mit 3070er Leistung RT doch einigermaßen nutzen, was dein Argument ad absurdum führt.
        Jetzt gehts um einen anderen User und da bezog ich mich hauptsächlich auf die angeblich so sträflich vernachlässigte Optimierung, die aber einfach primär von weniger RT Leistung der Hardware herrührt.

        Zitat von Schinken
        Es bezieht sich rein auf RT: Wieviel % Leistung kostet es? Wieviel % sieht das Spiel dadurch besser aus?
        Wie viel % sieht ein Spiel auf Ultra besser aus, als eines auf Mittel?
        Zitat von Schinken
        Eine andere Optik, die ich(!) subjektiv nicht besser finde ist doch kaum ein Grund viel Geld in die Hand zu nehmen.
        Es ist generell nicht nötig für Durchschnittsgrafik viel Geld in die Hand zu nehmen.
        Natürlich kann ich sagen ich kaufe lieber eine RX 6700XT, weil mich die das Aufwand/Nutzen Verhältnis nicht überzeugt. Das ist ja etwas ganz etwas anderes als zu behaupten, dass das alles sinnfreier Müll und kein Argument sei und jedes mal diese Grundsatzdebatten auf Basis einer kostenlosen Modifikation loszutreten.
        Und ich bleibe dabei: Es liegt primär an der verwendeten GPU. Hätte er eine Geforce GPU oder wären die Vorzeichen anders, wäre es das geilste der Welt, so ist das natürlich Müll.
      • Von raPid-81
        Zitat von belle
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich habe Raytracing in den entsprechenden Singleplayer-Titeln Cyberpunk und Metro Exodus: Enhanced (DLSS 2.4.0 injiziert) auch sehr genossen und bin froh eine RTX 3060 statt damals wesentlich teurerer RX 6700 XT genommen zu haben. Wer viele Multiplayer-Titel mit hohen Bildraten genießen will, ist aber bei den gesunkenen Preisen mit der Radeon zurzeit besser dran. Ich hatte mich vorher zum Glück nie mit hohen Bildraten verwöhnt, aber mit DLSS auf "balanced" oder "quality" und womöglich auch FSR 2.0 ist Raytracing ganz brauchbar.
        Dem widerspreche ich ja gar nicht, aber den aktuellen Ampere Karten abzuerkennen dass sie für RT leistungsfähig genug sind ist einfach falsch.

        Wer seinen Fokus auf hohe FPS in reinen Rasterizing Games hat, der ist P/L technisch bei RDNA2 gut aufgehoben. Wer das neueste "eye-candy" will (und das gibt es eh nur in Singeplayer Titeln...), der greift zu Ampere.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich habe Raytracing in den entsprechenden Singleplayer-Titeln Cyberpunk und Metro Exodus: Enhanced (DLSS 2.4.0 injiziert) auch sehr genossen und bin froh eine RTX 3060 statt damals wesentlich teurerer RX 6700 XT genommen zu haben. Wer viele Multiplayer-Titel mit hohen Bildraten genießen will, ist aber bei den gesunkenen Preisen mit der Radeon zurzeit besser dran. Ich hatte mich vorher zum Glück nie mit hohen Bildraten verwöhnt, aber mit DLSS auf "balanced" oder "quality" und womöglich auch FSR 2.0 ist Raytracing ganz brauchbar.
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