AMD Ryzen 9 7950X und Ryzen 7 7700X im Test: Die Kerne der Zukunft
Ryzen 7000 ist 60 Prozent schneller als Alder Lake und 50 Prozent effizienter - so wurde der Launch von PCGH zu Zen 4 eingeläutet. Wir liefern Ihnen jetzt das Ergebnis von über 4.000 Messungen in Form des neuen CPU-Index, der alle Vorteile der neuesten CPU-Generationen, wie DDR5 und PCI-Express 5.0 berücksichtigt. Wie schnell ist Zen 4, Codename Raphael?
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- Seite 1 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Die Kerne der Zukunft
- Seite 2 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Architektur und Mainboards
- Seite 3 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Benchmarks, neue Grundlagen
- Seite 4 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Tuning und Eco-Mode
- Seite 5 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Effizienz, Fps pro Watt
- Seite 6 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Kaufberatung + Aussicht
- Seite 7 Ryzen 7950X und 7700X im Test: Wertung + Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Etwas in eigener Sache: Leider sind die Prozessoren erst relativ spät im PCGH-Testlabor angekommen. Die Zeit hat daher "nur" für den Test, jedoch nicht für einen umfangreichen Tuning- oder Mainboardartikel gereicht. Wir behandeln in diesem Test zwar die Optimierungsmöglichkeiten, weisen aber darauf hin, dass Sie in der kommenden Zeit den gewohnten Tuning-Artikel zu Zen-4-CPUs vorfinden werden. In dieser Zwischenzeit finden sich sicher auch noch mehr AM5-Mainboards im Testlabor ein, sodass Sie sich ebenfalls auf einen Vergleichstest zum neuen Sockel AM5 freuen können. Wir haben dennoch unser Bestes gegeben, Ihnen einen umfangreichen Überblick über die neue Ryzen-7000-Generation zu verschaffen. Viel Spaß beim Stöbern im größten bislang verfassten PCGH-CPU-Test.
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Ryzen 7000 im Test: Mitten in der Nacht...
Morgens um 1 Uhr, am 30.08.22, wo andere Menschen schlafen, hat sich unser CPU-Fachredakteur hingesetzt und die Launch-News für Ryzen 7000 abgetippt. Am 27.09.2022 schließlich bringt AMD in Form von Zen 4 eine komplett neue CPU-Generation auf den Markt. Jetzt, einen Tag vorher, fällt offiziell das Test-Embargo und Tester auf der ganzen Welt dürfen ihre Reviews präsentieren. Wie Sie bereits erkannt haben, behandelt dieses Review das neue Topmodell Ryzen 9 7950X und den Achtkerner Ryzen 7 7700X. Die beiden anderen Prozessoren aus der Zen-4-Generation, der Zwölfkerner Ryzen 9 7900X und der Sechskerner Ryzen 5 7600X folgen schon sehr bald, Sie dürfen gespannt bleiben.
Quelle: PCGH
Mit dem Sockel AM5 veraschiedet sich AMD von den Pins unter der CPU. Die sind jetzt auf dem Mainboard, im Sockel zu finden.
Mit Ryzen 7000, Codename Raphael, beginnt laut den Kaliforniern eine neue Ära des PC-Gamings. Nicht ganz unpassend ist daher auch unser Titel zum Test gewählt worden. Die Schlagworte dafür lauten: die Fertigung in 5 nm (TSMC N5) für die CPU-Kerner, ein neuer I/O-Die in 6-nm-Fertigung (TSMC N6), der neue AM5-Sockel mit 1.718 Pins, die Unterstützung für PCI-Express 5.0 (sowohl für Grafikkarten als auch SSDs), sowie die Unterstützung von DDR5-Speicher. Die Ryzen-7000-Generation soll insgesamt 29 Prozent gegenüber Ryzen 5000 zulegen. Diese setzen sich zu 13 Prozent aus der höheren IPC-Leistung und zu 16 Prozent aus dem höheren Single-Core-Boost von bis zu 5,7 GHz zusammen. Die Zahlen beruhen auf der Präsentation von AMD, aus der weiter oben verlinkten Launch-News. Die Effizienz will AMD dagegen sogar um bis zu 74 Prozent gesteigert haben. Verglichen wurde hier mit einem Ryzen 9 5950X: Bei einer TDP von 65 Watt soll ein Ryzen 9 7950X bis zu 74 Prozent und bei einer TDP von 170 Watt um bis zu 35 Prozent effizienter sein. Generell selbstbewusst zeigt man sich auch gegenüber der Konkurrenz: Alle Ryzen-7000-Prozessoren sollen den Core i9-12900K überflügeln. Das sind starke Worte und starke Zahlen. Wir haben Ryzen 9 7950X und Ryzen 7 7700X im Testlabor ordentlich auf die Megahertz gefühlt und klären jetzt, was davon der Wahrheit entspricht und wo das Marketing von AMD zugelangt hat.
Ryzen 7000 im Test: 7950X und 7700X vorgestellt
Das neue Topmodell, Ryzen 9 7950X, setzt wie die Vorgänger 3950X und 5950X auf 16 Kerne, die dank Simultaneous Multithreading bis zu 32 Threads bereitstellen können. Die neue Fertigung in 5 nm erlaubt viel höhere Taktraten, als beim Vorgänger mit 7 nm. Ein Ryzen 9 7950X boostet daher ohne Eingreifen auf bis zu 5,8 GHz. Natürlich gilt dieser Boost nur für einen, maximal zwei Kerne. Den Basistakt gibt AMD mit 4,5 GHz an und dieser wirkt erstaunlich hoch, wenn man mal an die Konkurrenz oder den Vorgänger-Prozessoren aus dem eigenen Hause denkt. Die TDP beträgt beim Ryzen 9 7950X 170 Watt. AMD führt demnach tatsächlich eine neue TDP-Klasse ein. Es gab lange Diskussionen darum. Wir führen das weiter unten noch einmal genauer aus. Insgesamt kann der 16-Kerner auf einen Cache von 80 MiByte zurückgreifen, AMD rechnet hier den L2- und L3-Cache zusammen. Der L3-Cache trägt mit 64 MiByte den gleichen Anteil daran, wie der Vorgänger.
Das AM5-Topmodell setzt auf die neue RDNA2-IGP, die mit 2 CUs ausgestattet ist, mit bis zu 2,2 GHz taktet und unterstützt offiziell bis zu DDR5-5200 Arbeitsspeicher mit ECC-Support (DDR5-3600 bei Vollbestückung bei vier DIMMs). Anders als Intel setzt die erste DDR5-Generation von AMD ausschließlich auf den neuen Speicher-Standard, es ist nicht möglich, Ryzen 7000 mit DDR4-RAM zu betreiben. Der 16-Kerner unterstützt den Curve Optimizer sowohl für die CPU-Kerne, als auch die RDNA2-IGP und kommt ab Werk mit einer Unterstützung für AVX512. Nativ bringt der Prozessor die Unterstützung für USB Type-C, vier USB 3.2 Gen und 24 nutzbare PCI-Express 5.0 Lanes mit. Der 16-Kerner Ryzen 9 7950X ist ab dem 27.09.2022 erhältlich und kommt mit einer UVP von stattlichen 849 Euro.
| Modell | Kerne | Takt | RAM | IGP | L3-Cache | TDP / PPT in Watt | Preis in Euro |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 7950X | 16c/32t | Bis zu 5,7 GHz | DDR5-5200 | RDNA 2, 2 CU | 64 MiByte | 170 / 230 | 849 |
| Ryzen 9 5950X | 16c/32t | Bis zu 5,0 GHz | DDR4-3200 | - | 64 MiByte | 105 / 142 | 540 |
| Ryzen 9 7900X | 12c/24t | Bis zu 5,6 GHz | DDR5-5200 | RDNA 2, 2 CU | 64 MiByte | 170 / 230 | 669 |
| Ryzen 9 5900X | 12c/24t | Bis zu 4,8 GHz | DDR4-3200 | - | 64 MiByte | 105 / 142 | 399 |
| Ryzen 7 7700X | 8c/16t | Bis zu 5,4 GHz | DDR5-5200 | RDNA 2, 2 CU | 32 MiByte | 105 / 142 | 479 |
| Ryzen 7 5800X3D | 8c/16t | Bis zu 4,5 GHz | DDR4-3200 | - | 96 MiByte | 105 / 142 | 444 |
| Ryzen 7 5800X | 8c/16t | Bis zu 4,7 GHz | DDR4-3200 | - | 32 MiByte | 105 / 142 | 275 |
| Ryzen 7 5700X | 8c/16t | Bis zu 4,4 GHz | DDR4-3200 | - | 32 MiByte | 65 / 76 | 249 |
| Ryzen 5 7600X | 6c/12t | Bis zu 5,3 GHz | DDR5-5200 | RDNA 2, 2 CU | 32 MiByte | 105 / 142 | 359 |
| Ryzen 5 5600X | 6c/12t | Bis zu 4,6 GHz | DDR4-3200 | - | 32 MiByte | 65 / 76 | 179 |
| Ryzen 5 5600 | 6c/12t | Bis zu 4,4 GHz | DDR4-3200 | - | 32 MiByte | 65 / 76 | 149 |
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Um die Hälfte der Kerne beraubt, erinnert AMD mit dem Ryzen 7 7700X an alte Ryzen-7-3700X-Tage zurück und hält den "7800X" offenbar noch in petto. Das sorgt allerdings für ein wenig Verwirrung. Ryzen 7 3700X und 5700X setzen nämlich auf eine TDP von 65 Watt. AMDs neuer Ryzen 7 7700X hingegen kommt mit einer TDP von 105 Watt. Das hängt ziemlich sicher mit dem hohen Single-Core-Boost von bis zu 5,5 GHz und dem Basistakt von 4,5 GHz zusammen. Insgesamt verfügt der Achtkerner über 40 MiByte Cache, 32 MiByte fallen dem L3-Cache zu. An den grundsätzlichen Daten hat sich also gegenüber Zen 3 nicht viel verändert.
In Sachen IGP und Arbeitsspeicher herrscht einheitliche Struktur, auch ein Ryzen 7700X packt offiziell bis zu DDR5-5200 und bei Vollbestückung bei vier DIMMs nur noch magere DDR5-3600. Auch diese CPU bietet AVX512, ECC-Support und alle anderen Extras, wie 24 PCI-Express 5.0 Lanes. Der Prozessor ist ab dem 27.09.2022 erhältlich und kostet laut UVP 479 Euro. Schaut man sich diese Preise an, wird einem schnell klar, dass nicht nur Intel von Preiserhöhungen betroffen ist. Bei AMD kommt der Launch-Status dazu: Die neueste Generation ist zum Start immer kostspielig. Wer auf ein Schnäppchen hofft, muss warten. Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Zen-4-Architektur.
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Ja aussagekräftig war etwas der falsche begriff. Eher ein anhalts punkt wo man sich etwa bewegt.
Aktuell in warzone (1) ist es möglich mit 15 spielern eine eigene lobby zu eröffnen und so ungestört spielen zu können.
In Warzone 2 (november) ist dies mit weniger aufwand möglich.
Gruß
Maurice
Ich lese viele eure beiträge über cpu test und die sin immer gut und ausführlich.
Leider fehlt mir immer COD Warzone.
Ich finde grade in shootern sind die FPS so essenziell und aussagekräftig.
Ich würde mir wünschen das künftig Warzone mit in den Test aufgenommen wird.
Grade für spieler die nicht nur zum spaß spielen dürfte das hoch interesant sein.
Gruß Maurice