AMD Ryzen 7000: CPU mit Zahnseide und Bügeleisen geköpft

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AMD Ryzen 7000: CPU mit Zahnseide und Bügeleisen geköpfthttps://youtu.be/BQ00B93w8hY
Quelle: Screenshot / 타씨햄 @ YouTube

Normalerweise gilt die Entfernung des Heatspreaders bei CPUs als heikle Prozedur. Doch ein aktuelles YouTube-Video zeigt, dass es auch ganz einfach gehen kann.

Extremübertakter und Enthusiasten "köpfen" bekanntlich gerne CPUs, um direkt den Chip statt des integrierten Heatspreaders (IHS) als Kühlfläche nutzen zu können und so die bestmögliche Temperatur herauszuholen. Der bekannte deutsche Hardware-Experte Roman "der8auer" Hartung nutzt für das sogenannte "Delidding", das auch leicht mit Beschädigungen am Prozessor einhergehen kann, sogar maßgeschneiderte Werkzeuge und bietet diese auch für andere Interessierte zum Kauf an.

Doch dass es zuweilen auch deutlich einfacher geht, beweist ein südkoreanischer YouTuber mit einer raffinierten Methode, die sich die Eigenheit der "achtarmigen" Heatspreader-Gestaltung bei AMDs Ryzen-7000-Reihe zunutze macht. So wird Zahnseide jeweils durch alle Aussparungen gefädelt und mit der entstehenden Schlaufe fest angezogen, wodurch sich die dort verklebten Verbindungen lösen.

CPU auf Bügeleisen

Im zweiten Schritt wird ein haushaltsübliches Bügeleisen erhitzt sowie der CPU-Heatspreader mit Wärmeleitpaste versehen und anschließend für 30 Sekunden auf die Bügelfläche gelegt. Anschließend lässt sich der Heatspreader beim verwendeten Ryzen 7 7700X dann offenkundig ganz einfach ohne Kraftanstrengung vom Chip lösen, wie das untenstehende Video zeigt, das bereits letzten November veröffentlicht wurde.

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Dem Augenschein nach (abseits der fallen gelassenen CPU) entstehen durch das ebenso ungewöhnliche wie schonende Verfahren keine potenziellen Schäden an kritischen Bauteilen. Wer das Gezeigte nachahmen will, sei wie üblich darauf hingewiesen, dass solche Arbeiten auf eigene Gefahr geschehen und für gewöhnlich auch die Garantie verwirken.


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Dabei zeigte sich im Test von "der8auer" bereits letztes Jahr, dass die ersten Modelle aus AMDs Ryzen-7000-Reihe in Sachen Temperaturen deutlich von einer "Enthauptung" profitieren können, während die neueren Modelle ohne X-Suffix per se weniger warm werden. Auch ein neuerer Ryzen 7 mit 3D-V-Cache wurde erst kürzlich geköpft und übertaktet.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am 11900K, sondern am verwendeten Kühler gelegen haben. Wie geschrieben: Man braucht einen entsprechend optimierten. Sehr gut für den Betrieb mit IHS geeignete Lösungen stehen ohne in der Regel vor einem Problem, darüber haben wir schon bei Skylake berichtet. In späteren Tests mit anderen Kühlern und anderen CPUs hat Roman wieder klare Vorteile für eine direkte Kühlung gefunden, ohne dass bei der Wärmeabgabe der Prozessoren grundlegend andere Prinzipien zu erwartenn wären. Aber es wurden halt deutlich andere Kühler genutzt.

        Optimiert vs. optimiert hat Direct Die jedenfalls nur dann einen thermischen Nachteil, wenn das Wärmeleitmittel zwischen Kühler und Chip deutlich schlecht ist als das, was sonst zwischen Chip und Heatspreader genutzt werden würde. Deswegen wurden Heaspreader ja mal eingeführt: Weil der Hersteller dann selbst ein hochwertiges Wärmeleitmittel oder noch besser eine saubere Verlötung an der kritischsten Stelle der Kühlkette garantieren kann. Aber das ist bei Romans Flüssigmetall kaum zu erwarten. (Zwischenzeitlich wurde diese Idee mit Intels "Zahnpasta" komplett pervertiert.^^)
        Ok. Danke für die Aufklärung
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am 11900K, sondern am verwendeten Kühler gelegen haben. Wie geschrieben: Man braucht einen entsprechend optimierten. Sehr gut für den Betrieb mit IHS geeignete Lösungen stehen ohne in der Regel vor einem Problem, darüber haben wir schon bei Skylake berichtet. In späteren Tests mit anderen Kühlern und anderen CPUs hat Roman wieder klare Vorteile für eine direkte Kühlung gefunden, ohne dass bei der Wärmeabgabe der Prozessoren grundlegend andere Prinzipien zu erwartenn wären. Aber es wurden halt deutlich andere Kühler genutzt.

        Optimiert vs. optimiert hat Direct Die jedenfalls nur dann einen thermischen Nachteil, wenn das Wärmeleitmittel zwischen Kühler und Chip deutlich schlecht ist als das, was sonst zwischen Chip und Heatspreader genutzt werden würde. Deswegen wurden Heaspreader ja mal eingeführt: Weil der Hersteller dann selbst ein hochwertiges Wärmeleitmittel oder noch besser eine saubere Verlötung an der kritischsten Stelle der Kühlkette garantieren kann. Aber das ist bei Romans Flüssigmetall kaum zu erwarten. (Zwischenzeitlich wurde diese Idee mit Intels "Zahnpasta" komplett pervertiert.^^)
        Ok. Danke für die Aufklärung
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht am 11900K, sondern am verwendeten Kühler gelegen haben. Wie geschrieben: Man braucht einen entsprechend optimierten. Sehr gut für den Betrieb mit IHS geeignete Lösungen stehen ohne in der Regel vor einem Problem, darüber haben wir schon bei Skylake berichtet. In späteren Tests mit anderen Kühlern und anderen CPUs hat Roman wieder klare Vorteile für eine direkte Kühlung gefunden, ohne dass bei der Wärmeabgabe der Prozessoren grundlegend andere Prinzipien zu erwartenn wären. Aber es wurden halt deutlich andere Kühler genutzt.

        Optimiert vs. optimiert hat Direct Die jedenfalls nur dann einen thermischen Nachteil, wenn das Wärmeleitmittel zwischen Kühler und Chip deutlich schlecht ist als das, was sonst zwischen Chip und Heatspreader genutzt werden würde. Deswegen wurden Heaspreader ja mal eingeführt: Weil der Hersteller dann selbst ein hochwertiges Wärmeleitmittel oder noch besser eine saubere Verlötung an der kritischsten Stelle der Kühlkette garantieren kann. Aber das ist bei Romans Flüssigmetall kaum zu erwarten. (Zwischenzeitlich wurde diese Idee mit Intels "Zahnpasta" komplett pervertiert.^^)
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Story mit der Dicke wurde leider sehr weit verbreitet. Nachgemessen hat sie meinem Wissen nach niemand (und uns fehlen auch überzählige CPUs, um es selber zu machen). Es gibt zwar Tests ganz ohne Heatspreader, die belegen, dass Direct-Die-Kühlung mit einem entsprechend optimierten Kühler und gutem Wärmeleitmittel leistungsfähiger ist (was für absolut jeden Prozessor gilt, da braucht man nicht zu testen), aber keine die den originalen Heatspreader mit einem dünneren vergleichen. In der Theorie ist die Aussage "Ryzen 7000 wird wegen der Heatspreader-Dicke so heiß" jedenfalls ziemlich absurd:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wie gesagt. Ein Test mit einem 11900K ohne Heatspreader belegt das Gegenteil, dass eben NICHT jeder Prozessor mit direkter DIE Kühlung besser gekühlt werden kann. Vielleicht hat Roman auch irgendwas falsch gemacht, keine Ahnung
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Maasl
        Ich hatte ja schon in der Vergangenheit davon gehört, dass die neuen Heatspreader aufgrund ihrer Stärke die Wärme nicht so gut leiten sollen. Gibt es irgendwo Vergleiche zwischen den Temperaturen von geköpften und ungeköpften Prozessoren ?
        Die Story mit der Dicke wurde leider sehr weit verbreitet. Nachgemessen hat sie meinem Wissen nach niemand (und uns fehlen auch überzählige CPUs, um es selber zu machen). Es gibt zwar Tests ganz ohne Heatspreader, die belegen, dass Direct-Die-Kühlung mit einem entsprechend optimierten Kühler und gutem Wärmeleitmittel leistungsfähiger ist (was für absolut jeden Prozessor gilt, da braucht man nicht zu testen), aber keine die den originalen Heatspreader mit einem dünneren vergleichen. In der Theorie ist die Aussage "Ryzen 7000 wird wegen der Heatspreader-Dicke so heiß" jedenfalls ziemlich absurd:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von blautemple
        Das ist halt auch schon wieder absolut nicht vergleichbar...
        Ein geköpfter 11900K mit Flüssigmetall unter der Haube hat halt echt so gar nichts mit einem Stock Zen 4 zu tun...
        Darum ging es in dem Fall auch nicht. Es ging darum, dass der 11900K mit Heatspreader besser zu kühlen ist als ohne. Wo habe ich denn die beiden miteinander verglichen ?
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