Vom Pentium-Bug, Alan Wake und 3dfx' größtem Fehler (PCGH-Retro, 14. Dezember)
Vom Pentium-Bug und 3dfx' größtem Fehler - das geschah am 14. Dezember. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1994: So langsam wird der Pentium-Bug zum PR-Desaster für Intel: Am 14. Dezember 1994 startet Jon Noring eine Petition mit dem Ziel, den Hersteller zum Umtausch aller Pentium-Prozessoren zu bewegen. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass der Chip unter einem Fehler in der FPU leidet. Nur wenige Tage später beginnt Intel tatsächlich mit dem Rückruf aller Pentium-Exemplare - allerdings weniger wegen der Petition als vielmehr durch den Druck großer PC-Hersteller wie IBM.
...1998: Es ist ein entscheidender Kurswechsel für 3dfx Interactive - und der vielleicht größte Fehler des Unternehmens: Am 14. Dezember 1998 gibt 3dfx die Übernahme des US-amerikanischen Grafikkartenherstellers STB Technologies bekannt. Das Geschäft im Wert von ungefähr 140 Millionen US-Dollar ändert die Stellung des 3D-Pioniers auf dem Markt: Hatte man bislang lediglich Grafikchips entwickelt, fertigen lassen und diese dann an verschiedene Grafikkartenhersteller geliefert, wie es auch der damalige Hauptkonkurrent Nvidia tat (und bis heute tut), kann 3dfx nun Karten unter eigenem Namen verkaufen - dank der STB-Fabrik in Mexiko. Damit allerdings verliert 3dfx viele wichtige Partnerschaften mit bisherigen Chipkunden wie Diamond oder Creative Labs, die sich nun an Nvidia binden. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Präsenz STBs auf dem europäischen Markt. Der Schritt wird unterschiedlich bewertet: 3dfx verbessere die Kundenbindung und spare Geld beim Vertrieb der Karten, sagen die einen; andere bezeichnen den STB-Kauf später als ersten Sargnagel des einstigen Marktführers. Als besonders erfolgreich erweist sich der Schritt jedenfalls nicht: Zwei Jahre später verkündet 3dfx, die Fabrik zu verkaufen und zum ursprünglichen System zurückzukehren - leider zu spät, um die Firma zu retten.
… 2011: Auf einer Pressekonferenz in London bestätigen die Entwickler von Remedy Entertainment Ltd., dass ihr aktuelles Vorzeigeprojekt Alan Wake nach langem hin und her nun doch noch auf dem PC erscheinen soll. Die vertragliche Bindung des oft als spielbarer Mystery-Thriller bezeichneten Spiels an Microsofts Xbox-360-Konsole sorgte im Vorfeld für viele Kontroversen insbesondere in den PC-affinen Communities wie unserer eigenen. Das ging soweit, dass die User PCGH das Versprechen abnötigten, nicht mehr über Alan Wake in der Konsolenfassung zu berichten.
Weitere Informationen
• Der Pentium-Bug
• Die wichtigsten 3dfx-Karten von Voodoo Graphics bis Voodoo5 6000

und jetzt stellt euch mal vor 3dfx hätte damals nicht diese Firma übernommen, was jetzt abgehen würde... Nvidia wär immer noch mickrig, vll. gäbe es jetzt Grakas mit Kyro IV Chip ^^
Ich denke das Problem war nicht unbedingt die Übernahme an sich.
Warum sollten sie nicht eigene Grafikkarten bauen und verkaufen?
AMD und Nvidia machen das mit der FE, usw. auch.
Das Problem war, dass sie keine Chips mehr an andere geliefern haben, bzw. herstellen liessen, und dadurch viele potenzielle Kunden aussenvor gelassen haben.
Aber das ist meine Meinung.
Ich musste zwar etwas betteln, aber meine Eltern kauften mir dann im Sommer 1997 eine Diamond Voodoo 1.
Jedi Knight lief mit der Voodoo 1 so schnell und flüssig, dass mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen waren.
Ich bin dann aber auf Nvidia umgestiegen, weil sie 3dfx überholten... RIP 3dfx.
Ich hab ca. 1997 bei einem Gewinnspiel von Nintendo wahlweise einen Tag im Flugsimulator der Lufthansa in Frankfurt oder glatte 1000 DM gewonnen. Hab mich für letzteres entschieden https://extreme.pcgamesha... 12-, 13-jähriger Bengel erst recht ein Vermögen. Zu der Zeit hatte ich mir Jedi Knight geholt und es lief nur via Softwarerendering und da selbst in 320x240 wie Grütze. Also sind wir mit dem Gewinn losgezogen und haben uns die Diamond Monster 3D gegönnt. Das war eine wahre Offenbarung! Jedi Knight sah plötzlich scharf und sauber aus, lief mit flüssigen Bildraten. Hach ja, geile Zeiten waren das!
Es grieselte und flackerte nicht mehr auf dem NEC 2 und die wände hatte glatte Texturen statt matschigem Pixelbrei:
DOS:
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3dfx:
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Man sieht vom 2. zum 3. oder 4. Screenshot die neu Qualität.
Und schneller, als unter DOS war das Spiel auch noch.
Schade, daß 3dfx so schnell den Löffel abgegeben hat.
Schöne Grüße an alle ehemaligen Mitarbeiter.