Microsofts Griff nach der Macht und 3Dfx' Voodoo Graphics (PCGH-Retro, 06. November)
Microsofts Griff nach der Macht - das geschah am 6. November. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1980: Es ist Microsofts wichtigster Schritt auf dem Weg zur Macht über den Computermarkt (Microsofts Weg zur Macht: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4): Am 6. November 1980 unterzeichnen Microsoft und IBM den Vertrag über die Lieferung von Software und Betriebssystem für den kommenden "Personal Computer", der als IBM-PC berühmt werden soll. Das Betriebssystem DOS, das Microsoft kurz zuvor für 50.000 Dollar gekauft hatte, wird an den IBM-Rechner angepasst und in PC-DOS umbenannt, darüber hinaus liefert Microsoft eine BASIC-Variante und Compiler.
All das soll bis Januar 1981 erledigt sein, wofür Microsoft insgesamt angeblich 700.000 Dollar erhält - doch die Angaben über die Höhe dieser Zahlung variieren. Mancherorts heißt es, Microsoft solle für jeden verkauften DOS-Computer eine kleine Lizenzgebühr erhalten, andere widersprechen dieser Darstellung - doch letztendlich ist das gar nicht von Belang: Der wichtigste Passus im Vertrag mit IBM ist Microsofts Recht, das Betriebssystem unter dem Namen MS-DOS auch an andere zu liefern. Gates sieht voraus, dass andere Hersteller den IBM-PC nachbauen und für Softwarekompatibilität dasselbe Betriebssystem brauchen werden - und genau das passiert auch. Damit setzt sich Microsofts System als branchenweiter Standard durch, und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
… 1995: Obwohl sie erst im Folgejahr so richtig durchstarten konnte, ist ihr offizieller Geburtstag schon 1995. Denn an diesem 6. November stellt die noch junge Firma 3Dfx (noch mit großem "D") ihr Erstlingswerk SST-1 vor. Besser bekannt wird das Chip-Duo und die darauf basierenden Produkte allerdings unter dem Namen Voodoo Graphics und Entwickler 3Dfx wird damit zur Legende.
Während theoretisch Multi-Chip-Konfigurationen mit bis zu vier parallel arbeitenden Chips aus einem Pixel- und drei Texel-Chips möglich sind, beschränken sich die im Handel üblichen Modelle auf je einen der beiden 3Dfx-Künstler und kombinieren diese mit je 2 MiByte Bildschirmpuffer und 2 MiByte Texturspeicher - jeweils mit einem eigenen 64-Bit-Pfad an die Chips angebunden. Hierzulande am bekanntesten ist die oben zu sehende Diamond Monster 3D, gefolgt von der Orchid Righteous 3D mit ihrem charakteristischen Knack-Geräusch beim Umschalten in den 3D-Modus und der Miro HiScore, welche als so ziemlich einzige frei verfügbare Karte über die vollen 6 MiByte VRAM-Ausbau verfügt, was dem Texturspeicher zugute kommt. Der Framebuffer bleibt bei statischen 2 MiByte wie bei allen anderen Voodoo-Graphics-Karten, welche dadurch auf (Z-gebufferte) 640x480 oder 800x600 Pixel in damals noch fortschrittlichen 16 Bit Farbtiefe beschränkt bleibt. SLI ist schon damals technisch möglich, hält bei den Endkunden aber noch keinen nennenswerten Einzug.
Weitere Informationen haben wir in einem separaten Special für Sie zusammengetragen, um die Bedeutung dieser Karte für die 3D-Spielewelt angemessen zu würdigen.

Gut das es Linux gibt!
Sonst hätten wir alle eine Apple-ID und Betribssystem-DVDs wären bei Todesstrafe verboten.
Noch was:
Was genau meinst du mit abgekupfert?
Im übrigen hat man den Mouse Treiber typicherweise über die Autoexec.bat als .com geladen.
Ist doch wurscht, ob Programmieren oder nicht, damals galt nur "Sieg oder Blut im Stiefel" und ausprobieren, erst recht, als ich noch nicht wirklich ne Ahnung hatte, was ich da so angestellt habe