Sammelklage: Intel könnte wegen Raptor Lake rechtliche Konsequenzen fürchten

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Sammelklage: Intel könnte wegen Raptor Lake rechtliche Konsequenzen fürchten
Quelle: PCGH

In den USA wurde eine Sammelklage gestartet, mit der Käufer eines Raptor-Lake-Prozessors gegen das Unternehmen vorgehen können. Wie viel Substanz diese hat, ist allerdings unklar.

Nachdem monatelang immer wieder Berichte über Probleme mit Intels Raptor-Lake-Prozessoren aufgetaucht sind, war es wohl unvermeidlich, dass das Unternehmen irgendwann auch rechtlich belangt werden könnte. Ebendies versucht in den USA nun eine Anwaltskanzlei namens Abington Cole + Ellery. Dazu wurde ein Anmeldeformular online gestellt, in dem sich Käufer eines betroffenen Prozessors, also ein Modell der Reihen Core 13000 oder Core 14000, für eine Sammelklage registrieren können.

Mit welchem Grund?

Dabei können sich sowohl Nutzer mit als auch solche ohne bereits aufgetretene Instabilitäten registrieren. Inwiefern daraus später ein begründeter Rechtsstreit mit Intel entstehen kann, ist allerdings unklar. Abington Cole + Ellery ist offenbar selbst noch mit der Untersuchung des Falls beschäftigt. Passend dazu werden auf der Website keine konkreten Anschuldigungen gemacht. Stattdessen ist dort die aktuelle Situation beschrieben, die Intel kürzlich in einem Statement dargelegt hat.

Rechtliche Konsequenzen könnten sich womöglich ergeben, falls Intel betroffene Prozessoren nicht austauscht. Berichte auf Reddit sprechen allerdings dafür, dass die RMA von Raptor-Lake-CPUs weitgehend reibungslos funktioniert. Ob die Anwälte trotzdem eine Möglichkeit finden werden, um Intel rechtlich zu belangen oder gar zu einem Rückruf zu zwingen, bleibt deshalb abzuwarten.

Auch interessant: Neue Intel-CPUs für den Sockel 1700: Was steckt hinter Core i9-14901KE & Co.?

Gleichzeitig ist auch nicht auszuschließen, dass bald weitere Sammelklagen folgen werden. Beispielsweise könnten sich Aktionäre von Intels Umgang mit dem Fehler gestört fühlen und auf einen Ausgleich hoffen. Vergleichbare Fälle gab es in der Vergangenheit schon gegen alle großen Chipschmieden, auch wenn die Klagen natürlich nicht immer erfolgreich waren.

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Quelle: Abington Law via Tom's Hardware

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    • Kommentare (82)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        achso so war das also damals gewesen,nun weis ich das auch.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        achso so war das also damals gewesen,nun weis ich das auch.
      • Von AchtBit Software-Overclocker(in)
        Interessant wäre mal zu wissen, wie der Sterbevorgang abläuft.

        Normalerweise wird im Thermal Design festgelegt, wann welche Sicherheitsfunktion, den Betriebszustand anpasst damit die CPU keinen Schaden nimmt. Ich kann mir eigentlich nur einen Umstand erklären, welcher die CPU grillen kann. Wenn eine Kombination von Steuerbefehlen einen Fehler erzeugen, in dem die CPU hängenbleibt, dann reagiert der Schutzmechanismus auch nicht mehr. Und wenns dumm läuft und der Fehler Last erzeugt, dann ratz fatz gehört die CPU der Katz.

        Solche Fehler gabs schon. Die Häufigkeit solcher Fehler bestimmt auch die Dauer, bis Intel den reproduzieren und fixen kann. Für den Core 2 6800 Quad Extreme existiert eine Fehler, der den 2lv Cache durchbrennen ließ. Das betraf nur diese eine Extreme CPU und der Fehler trat so selten auf, dass Intel ihn nicht reproduzieren und fixen konnte, bis heute.
      • Von Axel12 Software-Overclocker(in)
        Entspricht denn die neue reduzierte Leistung überhaupt
        dem Preis?
      • Von gruffi PC-Selbstbauer(in)
        Ich finde eine Klage wäre gerechtfertigt. RMA alleine reicht eben nicht. Intel hat bewusst unfertige und nicht ausreichend validierte Prozessoren auf den Markt gebracht. Die Intel Ingenieure wussten über die Probleme und haben schon damals gewarnt. Diese jetzt mit BIOS-Updates einzudämmen, die auch einen Verlust der Performance zur Folge haben, ist bewusster Betrug am Kunden. Und das ist nun mal strafbar.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Grestorn
        Das wird Intel nicht nachprüfen können. Also werden sie alle CPUs zurücknehmen, Punkt. Eventuell machen sie anfangs noch eine einfache Funktionsprüfung, aber selbst das wird mittelfristig eher mehr Kosten verursachen als einfach zu tauschen.

        Ich glaub auch, dass die meisten "Normalanwender" noch keine Probleme haben. Aber es werden über die Zeit sicher mehr, und dann ist da der psychologische Aspekt, eine "weniger als perfekte" CPU zu haben... Das alleine wird viele zum Tausch drängen. Aber nicht alle.
        Können sie Nachprüfen .

        Und werden sie auch .

        Ein Instabiles System kann Gott Weiß auch sehr viele andere Ursachen haben .

        Meiner Erfahrung nach zu 95% den Nutzer

        Ansonsten könnten sie gleich alle Verkauften CPU,s zurücknehmen , was dann auch noch sehr warscheinlich Rechtliche und andere Probleme nach sich ziehen würde.

        Intel wird die paar CPU,s die ohne Verschulden des Nutzer,s Defekt wurden ersetzten und das wars dann auch schon .

        In ein paar Monaten kräht kein Hahn mehr danach .
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