Instabile Intel-CPUs: Kein Rückruf und kein Fix für defekte CPUs [Update]
Wie Intel jetzt bekannt gegeben hat, wird es keine Lösung in Form eines Fixes für instabile Core-CPUs der 13. und 14. Generation geben, denn die Schäden sind dauerhaft. Ein Rückruf der Prozessoren ist trotz alledem nicht vorgesehen.
Originalmeldung vom 27. Juli 2024:
Wie Intel jetzt in einer Stellungnahme gegenüber der Website The Verge bekannt gegeben hat, wird es keine Lösung in Form eines Fixes für die instabilen Core-CPUs der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake-S" und "Raptor Lake Refresh" geben, denn die Schäden sind dauerhaft und irreversibel. Ein Rückruf soll trotz alledem momentan nicht vorgesehen sein, so das Unternehmen aus Santa Clara. Das angekündigte Mikrocode-Update, welches "voraussichtlich" Mitte August veröffentlicht wird, soll lediglich weiteren defekten CPUs vorbeugen.
Intel droht ein Worst-Case-Szenario
Unter Berufung auf unbenannte Quellen berichtete die Website Tom's Hardware zuvor, dass jede Verschlechterung der Stabilität der betroffenen Core-Prozessoren "unumkehrbar" sei, und ein Intel-Sprecher leugnete das nicht, als The Verge noch einmal explizit nachfragte. Intel gibt hier keine besonders souveräne Figur ab.
Intel zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit
Intel sei "zuversichtlich", dass der neue Mikrocode verhindern wird, dass die Degeneration überhaupt auftritt. Als weitere vorbeugende Maßnahme sollte das BIOS so schnell wie möglich aktualisiert werden. Aber wenn die CPU bereits beschädigt wurde, sei es die beste Option, diese zu ersetzen, anstatt die BIOS-Einstellungen anzupassen, um die Instabilität damit zu reduzieren.
Das wirft viele Fragen auf. Wird Intel diese Chips zurückrufen? Ihre Garantie verlängern? Ersetzen Sie sie ohne Fragen? - The Verge -
Aus diesem Grund hat The Verge noch einmal explizit bei Intel nachgefragt und schickt bereits vorweg, dass die Antworten des Unternehmens den betroffenen Kunden voraussichtlich nicht gefallen werden.
Intel hat den Verkauf nicht gestoppt oder die Inventarbestände zurückgefahren. Es wird keinen Rückruf geben, Punkt. Das Unternehmen kommentiert derzeit nicht, ob oder wie es seine Garantie für die betroffenen CPUs verlängern wird. - The Verge -
Auch kommentierte das Unternehmen nicht, weshalb es noch immer CPUs in den Handel schicken würde, die potenziell von einem Defekt durch Degenration und der damit einhergehenden Instabilität betroffen sind, ohne aktuell eine Lösung des Problems anbieten zu können, so The Verge.
Zumindest Intel ist noch zuversichtlich
Wenn Kunden derzeit keine Probleme haben, sei der Patch "eine effektive vorbeugende Lösung für Prozessoren, die bereits in Betrieb sind", gibt Intel sich bislang noch zuversichtlich. Betroffene Anwender sollen sich hingegen an den Support des Unternehmens wenden.
Wie eine aktuelle Umfrage der Redaktion belegt, sind allein in der Community aus dem PCGH-X-Forum rund 80 Leser von dem Problem betroffen.