Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 RDNA 4: Unter der Haube (Technik)
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Pathtracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 6 Leistungsaufnahme, Effizienz & Tuning
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Das PCGH-Fazit zur Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9070 - inklusive eines Blicks auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für die RX 9070 XT lautet hierzulande 689 Euro, für die RX 9070 werden 629 Euro fällig. Zwar sehen die UVPs freundlich aus, wir haben dennoch eine schreckliche Vorahnung: Die meisten Angebote werden sich in höheren Preisregionen abspielen, da die Händler am großen Interesse mitverdienen möchten. Das Fehlen offizieller Referenzkarten, welche sich direkt bei AMD zur UVP bestellen lassen, ebnen diesem Gebaren den Weg. Immerhin ist von großen Liefermengen auszugehen, da AMD seit Monaten Ware anhäuft. Je nachdem, wie lange der Vorrat reicht, werden die Preise früher oder später der Nachfrage entsprechend angepasst.
Radeon RX 9070 (XT): Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung der Radeon RX 9070 & XT sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen respektive UVPs gesetzt (Stand: 5. März 2025).
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:
Sie kennen unseren Standardtext mittlerweile: Wer eine Radeon RX 9070 oder Radeon RX 9070 XT zur UVP ergattern kann, darf sich glücklich schätzen. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis findet sich nirgendwo, wenn man den Gebrauchtmarkt ausklammert. Das Gefühl, dass die RX 9070 neben der RX 9070 XT ein wenig zu teuer ist, wird hier von Zahlen untermauert. Ursächlich dürfte sein, dass beide Grafikkarten weitestgehend die gleiche Hardware nutzen, ergo eine sehr ähnliche Bill of Materials (BOM). Hinzu kommt die hohe Effizienz der RX 9070, welche AMD offenbar eingepreist hat. Ob der Wind beim Raytracing dreht, zeigt der folgende Chart:
Wir können uns nicht erinnern, dieses Bild schon einmal gesehen zu haben: Gleich zwei AMD-Grafikkarten führen eine Raytracing-Rangliste an. Hier geht es zwar "nur" um das Preis-Leistungs-Verhältnis und nicht um die absolute Leistung, dennoch ist dieses Ergebnis bemerkenswert. Abhängig von der Preisübertreibung im Handel sinkt das starke Fps/Euro-Verhältnis jedoch. Bis ungefähr 700 Euro für die "Kleine" und 800 Euro für die "Große" sehen wir als tolerierbar an.
Radeon RX 9070 (XT): PCGH-Fazit
AMD meldet sich mit einem Knall zurück im Markt der Gaming-Grafikkarten. Dabei sahen die Vorzeichen für einige Monate nicht gut aus. Gerüchte rund um das eingestellte High-End, gefolgt von einer mauen CES-Präsentation ließen befürchten, dass es um RDNA 4 grundsätzlich nicht gut bestellt ist. Zwei Monate später wischt AMD mit allen Zweifeln den Boden. Je besser wir die Radeon RX 9070 und RX 9070 XT während der vergangenen 13 Test-Tage kennengelernt haben, desto heller wurde unsere Miene. Zwar handelt es sich "nur" um Oberklasse-Grafikkarten, allerdings zweifellos um die besten Radeon-Grafikkarten, die je gebaut wurden. Die Hardware macht nicht nur einen enormen Schritt in Sachen Effizienz pro Transistor, der sich nicht vor Intels Battlemage verstecken muss, sondern räumt auch mit jahrelangen Problemen auf: Der teils unerhörte Stromdurst im Leerlauf ist passé - und damit einer der gewichtigsten Kritikpunkte von Radeon-Grafikkarten. Dies wird flankiert von einem ungewohnt reibungslosen Testalltag, die RX 9070 (XT) bereiteten uns so gut wie keine Probleme. Alles läuft weich und flüssig, es gibt keine Anomalien (etwa mit PCI-Express 5.0 oder der Stromversorgung) - bis auf zwei Kleinigkeiten: Metro Exodus EE und Cyberpunk mit Pathtracing zeigen (nur) auf RDNA-4-GPUs eine Absturzneigung auf zwei Testsystemen. Wir werden das Verhalten mit künftigen Treibern prüfen.
Radeon RX 9070 & XT: Impressionen aus dem Test
Die Radeon RX 9070 XT ist eine flotte Grafikkarte, der Star ist aus unserer Sicht jedoch ihre kleine Schwester. Die Radeon RX 9070 vollbringt ein Kunststück, das AMD seit der Radeon R9 Nano nicht mehr vollzogen hat: Sie räumt die Effizienzkrone ab. Der clever gewählte Betriebspunkt bei 220 Watt erlaubt eine fantastische Energieeffizienz, für die bei anderen Grafikkarten Undervolting nötig ist, und bringt der RX 9070 sogar beim Raytracing eine gute Bilanz ein. Und ganz nebenbei zieht die Radeon RX 9070 beim Rasterizing der Geforce RTX 5070 davon, während es beim Raytracing für einen knappen Gleichstand reicht. Einzig beim Pathtracing ruckelt die RTX 5070 etwas schneller als die RX 9070. Neben dieser ausgefeilten Vorstellung sieht die Radeon RX 9070 XT etwas blass aus. Zwar rennt sie leichtfüßig an der RX 7900 XT vorbei und gelangt in Schlagdistanz zur Geforce RTX 5070 Ti, die Skalierung ausgehend von der RX 9070 ist jedoch mau. Rund 15 Prozent mehr Leistung bei 35 Prozent höherem Energiebedarf riecht stark nach "Brecheisen" - und das ist es auch, damit man der Geforce RTX 5070 Ti etwas entgegenzusetzen hat. Navi 48 hat jedoch weitere Reserven, welche sich mittels Tuning (speziell Undervolting) freisetzen lassen. Unsere Simulation einer "Radeon RX 9070 XTX" gibt einen Ausblick auf den Spaß, welchen passionierte Tuner haben werden.
Neben der Hardware ist FSR 4 (PCGH-Praxistest) das wichtigste Puzzle-Teil zum Erfolg. Die Qualität des erstmals KI-gestützten Verfahrens entscheidet bei vielen Interessenten darüber, ob sie sich für eine Radeon oder Geforce entscheiden. Glücklicherweise liefert AMD auch hier: FSR 4 und die überarbeitete (Single) Frame Generation machen einen sichtbaren Sprung nach vorn, die allermeisten FSR-3-Ärgernisse gehören der Vergangenheit an. Dieser positive Ersteindruck kommt jedoch mit mehreren "Abers". Erstens: FSR 4 erfordert eine RX-9000-Grafikkarte, da der Algorithmus exzessiven Gebrauch von den aufgebohrten "AI Accelerators" und deren FP8-Durchsatz macht. Zweitens: FSR 4 lässt sich nicht über jedes Spiel stülpen, sondern setzt FSR 3.1 voraus. Drittens: Das neue (Beta-) Transformer-Modell von DLSS 4 sieht in den meisten Fällen noch etwas besser aus, wobei hier auch der eigene Geschmack hineinspielt. Wir halten sowohl FSR 4 als auch DLSS 4 für großartige Iterationen der steinigen Upsampling-Geschichte.
Bei aller Euphorie darf man somit eines nicht vergessen: AMD hat Nvidia in den meisten Disziplinen nur eingeholt, nicht überholt. Ein Gedankenspiel: Nehmen wir an, Radeon RX 9070 XT und Geforce RTX 5070 Ti wären gleich teuer und lieferbar. Die Grafikkarten sind vergleichbar schnell, bieten 16 GiByte Speicher, arbeiten mit rund 300 Watt und bieten KI-gestützte Upsampling-Verfahren sowie Treiber-Frame-Generation für alle Spiele. Die AMD-Grafikkarte punktet im Duell mit ihrer Sparsamkeit im Leerlauf - viele weitere Punkte sprechen jedoch für das Nvidia-Produkt. Eine RTX 5070 Ti bietet nicht nur optionale Multi Frame Generation (MFG), sie holt außerdem mehr aus dem gegebenen Speicher heraus und performt in Pathtracing-Spielen fühlbar besser. Dem gegenüber steht eine Reihe von mehr oder minder lästigen Problemen, welche Nvidias Blackwell-Generation plagen; angefangen bei Grafikfehlern, über Blackscreens, bis hin zu schmelzenden Stromkabeln. AMD leistet sich keinen dieser oder anderer Schnitzer, womit das Gedankenspiel - in Kombination mit den tatsächlichen Preisen - der Realität nicht standhält. Wir halten sowohl die Radeon RX 9070 als auch Radeon RX 9070 XT für empfehlenswert und würden uns sehr wundern, wenn jemand nach dem Kauf unglücklich wäre.
Ab Donnerstag, den 6. März 2025 wird die Radeon RX 9070 XT ab 689 Euro erhältlich sein, die Radeon RX 9070 startet ab 629 Euro. Was halten Sie von den neuen AMD-Grafikkarten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
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Daran hatte ich nicht gedacht, wahrscheinlich, weil ich die FPS in die Karte unterfordernden Spielen auf 120 oder 60 FPS begrenze. Außerdem Denkfehler, weil die 9070 in Auslastung nicht mehr Strom verbraucht, als die 6700 XT. Da hat sich ja in Sachen Effizienz schon was getan.
Was soll ich sagen: RT benutze ich nicht. Mit einer 6900 XT und 4K macht das einfach keinen Sinn, weil es für die Karte einfach viel zu viel ist.
Aber mit WaKü Block nicht so einfach.
Würde auch gerne meine 4070ti super wechseln, aber 5070ti, 9070xt können sich nicht spürbar absetzen. Selbst eine 5080 wäre eher als absolutes minimum, um es merken zu können anzusehen. Das aber zu Aufpreisen, das man doch wieder keinen Spaß hat. Steht für bis zu 25% mehr Leistung, in keinem Verhältnis.