Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
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Die Radeon RX 7900 GRE ist seit dem Sommer 2023 in Gestalt einer "Made By AMD"-Referenzkarte (MBA) verfügbar, allerdings nur in Komplett-PCs (mit vereinzelten Einzellistungen jenseits davon). Mit dem offiziellen Retail-Start der Radeon RX 7900 GRE am 27. Februar verbessert sich die Verfügbarkeit deutlich, ab sofort ist die AMD-Grafikkarte in diversen Farben und Formen erhältlich.
An dieser Stelle werfen wir erneut einen Blick auf die Ergebnisse der (OEM-)Referenzkarte und fühlen außerdem zwei Custom-Designs auf den Kühler, der Asrock Radeon RX 7900 GRE Steel Legend und der Sapphire Radeon RX 7900 GRE Pulse. Die beiden Interpretationen der Radeon RX 7900 GRE ergänzen sich farblich hervorragend: Während Asrocks Steel Legend auf ein schneeweißes Antlitz mit bunter RGB-Beleuchtung setzt, liefert Sapphires Pulse ein LED-freies, dunkles Design. Weitere Impressionen zu den beiden Karten liefert unser Testvideo.
Lautheit
Seit der Radeon VII verwenden AMD-Referenzkarten kein Direct-Heat-Exhaust-Kühldesign (DHE) mehr, das die Abwärme mithilfe eines Radiallüfters aus dem Gehäuse befördert. Stattdessen kommt - wie bei Nvidia-Grafikkarten seit 2018 - ein Kühlsystem mit Axiallüftern zum Einsatz. Diesem Pfad folgt auch die Radeon RX 7900 GRE. Sehen wir uns an, welche Lautheit die AMD-Grafikkarte erreicht:
| Lautheit | RX 7900 GRE | RX 7800 XT | RX 6800 XT | RTX 4070 Super | RTX 4070 | RTX 3080 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (UHD-Desktop) | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| 2 LCDs (UHD + FHD) | 0,0 – 0,1 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| UHD-Youtube-Video | 0,0 – 0,1 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone | 0,0 Sone |
| Gaming (MAXIMUM) | 1,8 Sone | 1,9 Sone | 2,1 Sone | 2,1 Sone | 1,7 Sone | 3,4 Sone |
| 100 % Fan Speed (manuell) | 7,8 Sone | 8,2 Sone | - | 10,0 Sone | 10,2 Sone | 10,8 Sone |
| Coil Whine (Fiepen allein) | ~0,4 Sone | ~0,4 Sone | ~0,5 Sone | ~0,6 Sone | ~0,4 Sone | ~0,3 Sone |
Messung der Lautheit im schallarmen Raum aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis mit ein. Referenzkarten unter sich.
Im Leerlauf stehen die Lüfter je nach Anwendungsszenario entweder still oder sie drehen niedertourig - mehr als gut 500 U/min und somit 0,1 Sone Lautheit sind nicht zu befürchten. Gibt man der Grafikkarte etwas zu tun, steigt die GPU-Temperatur und die Lüfter beginnen um 58 °C mit ihrer Arbeit. Mit einer maximalen Lautheit von 1,8 Sone (rund 1.600 U/min) ist die AMD Radeon RX 7900 GRE eine angenehme Spielpartnerin. Das Surren der Lüfter ist zwar aus einem gewöhnlichen Gaming-PC deutlich herauszuhören, wegen des moderaten Frequenzbereichs jedoch nicht störend.
Quelle: PCGH
AMD Radeon RX 7900 GRE: "Made By AMD"-Referenzdesign (MBA)
Spulenrasseln respektive -fiepen ist bei modernen Gaming-Grafikkarten immer, aber in deutlich unterschiedlicher Ausprägung zu hören. Wenig überraschend stimmt die Radeon RX 7900 GRE in diesen Chor mit ein. Bei üblichen, zweistelligen Bildraten ist ein leises Zischen wahrnehmbar, bei vierstelligen Bildraten (welche man mittels Framelimit vermeiden sollte) schließlich ein Fiepen. Das Phänomen unterliegt der Serienstreuung, wir geben dennoch die Ausprägung der uns vorliegenden Muster standardmäßig an.
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Leistungsaufnahme
PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool (PCAT). Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Radeon RX 7900 GRE im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads. Beachten Sie zum Thema Leerlauf-Leistungsaufnahme bitte den Artikel AMD Software 23.7.1 im Test: Fixt der Treiber die hohe Leistungsaufnahme im Leerlauf?
| Leistungsaufnahme | RX 7900 GRE | RX 7800 XT | RX 6800 XT | RTX 4070 Super | RTX 4070 | RTX 3080 10GB |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (UHD-Desktop) | 10 – 53 Watt* | 9 – 33 Watt* | 8 Watt** | 9 – 10 Watt* | 10 – 12 Watt* | 12 Watt** |
| Dual-Display (UHD + FHD) | 32 – 54 Watt* | 30 – 59 Watt* | 39 Watt** | 16 – 17 Watt* | 15 – 17 Watt* | 21 Watt** |
| UHD-Youtube-Video | 39 – 60 Watt* | 35 – 65 Watt* | 49 Watt** | 17 – 19 Watt* | 15 – 18 Watt* | 31 Watt** |
| Gaming (MAXIMUM) | 252 Watt | 248 Watt | 302 Watt | 233 Watt | 208 Watt | 330 Watt |
| Full-HD-Gaming @ 60 Fps | 95 Watt | 88 Watt | 101 Watt | 53 Watt | 49 Watt | 80 Watt |
| Anno 1800 (Full HD) | 250 Watt | 244 Watt | 296 Watt | 224 Watt | 202 Watt | 321 Watt |
| Control (WQHD + RT) | 249 Watt | 246 Watt | 285 Watt | 231 Watt | 203 Watt | 329 Watt |
| Mexodus EE (WQHD + RT) | 252 Watt | 247 Watt | – | 233 Watt | 208 Watt | – |
| Starfield (WQHD) | – | 246 Watt | – | 227 Watt | – | – |
Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate (angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz). Freesync ist nicht aktiv. *Ausschließlich mit 4K60 (Ultra HD mit 60 Hz) gemessen.
Die Radeon RX 7900 GRE arbeitet mit einer offiziellen Boardpower von 260 Watt, Tools wie Hwinfo melden jedoch 254 Watt. Beim Spielen erweist sich die Golden Rabbit Edition als stark powerlimitiert, stets mit dem Ziel, unterhalb von 250 Watt zu bleiben. Wie Sie den Benchmarkbeschriftungen entnehmen, erreicht unser Muster rund 2,23 GHz beim Rasterizing und nur 2,2 GHz beim Raytracing. In den schlimmsten Fällen - allen voran der Heiz-Klassiker Anno 2070 - fällt der Takt unter 2 GHz bei Spannungen um 0,75 Volt. Damit ist die 7900 GRE die power-limitierteste Radeon-Grafikkarte der aktuellen Generation. Das ist gut für die Effizienz, aber schlecht für Übertakter. Manuelle Optimierung ist hier besonders lohnenswert: Mit maximalem Powerlimit (+15 Prozent), höchstmöglichem Speichertakt (2.316 MHz) sowie handgeschnitztem Undervolting konnten wir unseren Hasen zu rund 2,3 GHz Kerntakt motivieren. Gegenüber den werkseitig erreichten 1,95 GHz ergibt das eine messbar höhere Leistung bei real anliegenden 295 Watt Leistungsaufnahme.
Energie-Effizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir die Energie-Effizienz berechnen. Dafür setzen wir den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Radeon RX 7900 GRE im Vergleich abschneidet:
Dank ihres engen Power-Korsetts erzielt die Radeon RX 7900 GRE eine höhere Energie-Effizienz als die meisten ihrer Verwandten - nur der 7900 XTX gelingt das Kunststück, minimal effizienter zu sein. Vergleicht man RX 6000 mit RX 7000, zeigt sich ein deutlicher Effizienzgewinn. Dennoch weisen Nvidias RTX-4000-Modelle durchweg eine bessere Bilanz auf. So erreicht die Geforce RTX 4070 Super ein um 16 Prozent besseres Fps/Watt-Verhältnis als die gleich schnelle Radeon RX 7900 GRE. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:
Die relativ schwache Raytracing-Leistung aller Radeon-Grafikkarten führt zu einem deutlich größeren Abstand gegenüber dem Rasterizing. Nvidias Geforce RTX 4070 Super ist nicht nur um 39 Prozent schneller als die Radeon RX 7900 GRE, sondern benötigt außerdem 35 Watt weniger Energie, sodass sie ein um 62 Prozent besseres Fps/Watt-Verhältnis erzielt. Die Radeon RX 7900 XTX erreicht indes zwar die Bildraten der Geforce RTX 4070 Super, benötigt dafür jedoch deutlich mehr Energie.
Radeon RX 7900 GRE: Asrock Steel Legend & Sapphire Pulse
Zwei Herstellerdesigns auf Basis der Radeon RX 7900 GRE haben das PCGH-Lab bereits erreicht und erste Messungen durchlaufen. Beide Grafikkarten steigern die Kühlleistung gegenüber der AMD-Referenzkarte mithilfe eines höheren sowie längeren Kühlers: Für die Asrock Radeon RX 7900 GRE Steel Legend werden 30,3 Zentimeter sowie 2,5 Einbauplätze im Gehäuse fällig, während die Sapphire Radeon RX 7900 GRE Pulse sogar 32,2 Zentimeter und ebenfalls 2,5 Slots veranschlagt. Beide Karten weisen eine dreifache Axialbelüftung sowie eine werkseitige Übertaktung auf, welche maßgeblich durch das erhöhte Powerlimit erreicht und gehalten werden kann. Die folgenden Bilder fassen die Ergebnisse zusammen:
Zu sehen ist unser Test der AMD MBA, Asrock Steel Legend und Sapphire Pulse mit der neuen UE5-Grafikperle Nightingale. Neben den Powerlimits und Temperaturen lässt sich auch die Lautheit ablesen. Die Sapphire Pulse liefert knapp das beste Gesamtpaket des Trios: Die Karte liefert Temperaturen im Mittelfeld bei einer niedrigen Lüfterdrehzahl und hoher Leistung. Letztere fällt bei Asrock und Sapphire gleich aus, beide Karten liefern rund drei Prozent bessere Bildraten als die AMD-Referenzkarte (mehr dazu im Video).


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579.- is scho sehr guter Preis. Unter 749 bekommst die nicht neu. https://geizhals.de/sapph...
Es handelt sich nicht um Originalfotos des Artikels, sondern um Standardbilder des Herstellers."
Das finde ich in diesem Fall nicht gut.
MfG
Raff