Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
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Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit

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Radeon RX 7700 XT: Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachdem die Leistung der AMD Radeon RX 7700 XT sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 06. September 2023) gesetzt.

Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):

Die Radeon RX 7700 XT startet im Heimatland von AMD ab 449 US-Dollar. Diese Zahl hätte sich auch in Euro gut gemacht, allerdings führt unsere 19-prozentige Mehrwertsteuer zu 489 Euro. Bleibt es dabei, weist die Radeon RX 7700 XT ein relativ schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Auch diesmal haben wir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht nur mit dem UVP, sondern auch mit unserem Preisvorschlag - 450 Euro - berechnet. Sie können diesen Wert optional einblenden, ebenso bei der Radeon RX 7800 XT. Für 450 Euro fiele das PLV der Radeon RX 7700 XT deutlich konkurrenzfähiger aus. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:

Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten - ebenso wie Intels Arc-Modelle - eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu deutlich veränderten Platzierungen, bei denen AMD Federn lässt. Zum UVP von 490 Euro rangiert die Radeon RX 7700 XT nur im unteren Mittelfeld und muss sich der Geforce RTX 4060 Ti 16GB geschlagen geben. Letztere fiel in den vergangenen Wochen deutlich im Preis und rangiert nun fast auf dem Preisvorschlag von 450 Euro. Auch hier würde der Radeon RX 7700 XT ein Preisschild von höchstens 450 Euro gut stehen (Wert optional einblendbar), wenngleich auch das nicht für das Spitzenfeld ausreicht.

Wir vermuten, dass AMD sich bei den Preisen auf Starfield beruft, denn jeder Käufer eines aktuellen Radeon- oder Ryzen-Produkts erhält einen Game-Code für Bethesdas Sci-Fi-Epos gratis dazu. Entscheiden Sie sich für eine Radeon RX 7800 XT oder Radeon RX 7700 XT, erhalten Sie die Starfield Premium Edition, welche bei Steam derzeit 100 Euro kostet. Zieht man diese Summe vom Kaufpreis der Grafikkarte ab, verbessert sich das Preis-Leistungs-Verhältnis signifikant. Das hilft allerdings wenig, wenn Sie das Spiel gar nicht haben möchten, denn die Summe wird in jedem Fall fällig.

AMD Radeon RX 7800 XT und Radeon RX 7700 XT: Beim Kauf gibt es bis zum 30. September Starfield in der Premium-Edition dazu. Quelle: AMD (Screenshot: PCGH) AMD Radeon RX 7800 XT und Radeon RX 7700 XT: Beim Kauf gibt es bis zum 30. September Starfield in der Premium-Edition dazu.

Radeon RX 7700 XT: Fazit

Neue Grafikkarten unter 500 Euro braucht das Land - und AMD liefert. Obwohl die Radeon RX 7700 XT beileibe kein schlechtes Produkt ist, fehlt der besondere "Kick", das Alleinstellungsmerkmal, der sogenannte Unique Selling Point. Moderne Grafikkarten müssen unzähligen Disziplinen standhalten, denn der Spieler und Kunde von heute erwartet längst mehr als einen flotten 3D-Tapezierer. Blickt man rein auf Rasterizing, welches nach wie vor die meisten Spiele praktizieren, liefert die Radeon RX 7700 XT kaum Anlass für Kritik. Sie lässt ihre eigene Vorgängerin, die Radeon RX 6700 XT, um durchschnittlich 27 Prozent hinter sich und liefert damit einen fühlbaren generationalen Sprung - etwas, das weder die Radeon RX 7800 XT, noch die Geforce RTX 4060 liefern. Mit dieser Leistung kann sich die Radeon RX 7700 XT um rund 20 Prozent von Nvidias Geforce RTX 4060 Ti 16GB absetzen. Tatsächlich besetzt die RX 7700 XT eine Leistungsnische zwischen RTX 4060 Ti und RTX 4070, mit Nähe zum größeren Modell. Die gebotene Speicherkapazität von 12 GiByte ist genau richtig, um Rasterizing ohne Kompromisse nutzen zu können.

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Verlässt man jedoch den Rasterizing-Korridor, wird die Radeon RX 7700 XT in den meisten Fällen von der direkten Konkurrenz überboten. Da wäre Raytracing, das sich in immer mehr Spielen findet: Im brandneuen "Next-Gen"-Leistungsindex 2023/2024 berechnet die Geforce RTX 4060 Ti 16GB durchschnittlich elf Prozent mehr Bilder pro Sekunde. Damit nicht genug, sie benötigt bei alldem auch deutlich weniger Energie, es steht rund 165 (Nvidia) zu 230 Watt (AMD), sodass die Nvidia-Grafikkarte um rund 50 Prozent energieeffizienter arbeitet. Momentan spricht außerdem das Feature-Set für eine Geforce. DLSS ist nicht nur das verbreitetste Upsampling-Verfahren, sondern auch das insgesamt hübscheste. Frame Generation ("DLSS 3") gibt es in einigen Spielen als Bonus obendrauf. Zwar hat AMD mittlerweile FSR 3 an die Startlinie gebracht und entsprechende Updates sowohl für Immortals of Aveum als auch Forspoken versprochen, bislang ist dieses Feature aber noch Zukunftsmusik - während Nvidias Frame Generation längst nutzbar ist. Doch AMD hat ein weiteres Ass im Ärmel: Man verspricht Fluid Motion Frames - also Frame Generation - als Treiberfunktion für alle erdenklichen Spiele. Sofern dieses Feature zum angedachten Release Anfang 2024 (!) gut funktioniert, wäre das ein starkes Alleinstellungsmerkmal für Radeon-Grafikkarten.

Ein weiterer Punkt betrifft die Speicherkapazität. 12 GiByte passen laut unseren Messungen der neuesten Spiele perfekt zu Rasterizing bis inklusive WQHD. Darüber hinaus kann es jedoch eng werden, wie wir bei den neuen Raytracing-Benchmarks erläutern. Nvidia-GPUs mit 12 GiByte neigen in VRAM-Schinder-Spielen wie Hogwarts Legacy zu Abstürzen, während AMD-GPUs mit 12 GiByte - wie die RX 7700 XT eine ist - starke Slowdowns zeigen. Ursächlich ist in beiden Fällen Speichermangel. Diese Beobachtungen spielen der Geforce RTX 4060 Ti 16GB (und auch der Radeon RX 7800 XT) in die Karten. Das einzige Problem der Nvidia-Lösung war ihr hoher Start-Preis um 540 Euro. Nun, mit Marktpreisen um 470 Euro und somit günstiger als die Radeon RX 7700 XT, spricht fast nichts mehr gegen eine Geforce RTX 4060 Ti 16GB. Diese Karte ist somit unsere neue Allrounder-Empfehlung für alle, die selbst in einigen Jahren noch alle Optionen haben möchte, um flüssig zu spielen. Wer hingegen ausschließlich Rasterizing betreiben möchte (auch 2024), fährt mit einer Radeon RX 7700 XT etwas besser.

Bildergalerie

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  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
  4. Seite 4 Leistungsaufnahme & Energie-Effizienz
  5. Seite 5 Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Amd,s Rx 7700 Xt ist ein schlechter Witz oder wohl eher Kundenverar...e !!

        Die alte Rx 6800 ist ca. gleich schnell braucht insgesamt gesehen eigentlich weniger Strom hat aber 4GB mehr Vram und kostet ca. dasselbe !

        So sieht bei Amd der Fortschritt aus Bravo.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Amd,s Rx 7700 Xt ist ein schlechter Witz oder wohl eher Kundenverar...e !!

        Die alte Rx 6800 ist ca. gleich schnell braucht insgesamt gesehen eigentlich weniger Strom hat aber 4GB mehr Vram und kostet ca. dasselbe !

        So sieht bei Amd der Fortschritt aus Bravo.
      • Von endorph1ne
        Die doppelte Leistung einer 5700 XT für den doppelten Preis. So sieht Fortschritt aus, bravo!
      • Von Prozessorarchitektur Lötkolbengott/-göttin
        Es ist logisch das amd die chips so teuer verkaufen wil wie möglich nur war eben rdna3 anders geplant
        man hatte 3,0ghz als boost Takt anvisiert und ne tbp von 300w n31 und 200w n32
        Daraus wurde nix da ein Fehler in der Architektur ist der dafür sorgt das bei höheren Frequenzen Bildfehler kommen.
        Und nein das liegt nicht am vram sondern viel früher beim sram der den Takt nicht schafft in der transistordichte.
        Folglich musste man stromspar Mechanismen deaktivieren und die vcore erhöhen damit keine Bildfehler kommen
        Da dann zudem der Takt rapide sinkt macht die arch insgesamt langsamer als sie sein müsste.
        Das der aktuelle stand
        geplant war auch ein refresh mit tdna3+ daraus wird ne apu rdna3,5
        Folglich hat amd nach release der rx7900xtx komplett den plan verworfen rdna3+ gestrichen und rdna4 neu designt mit Fehlerkorrektur
        Den n41 n42 gestrichen und die letzten beiden in monolithischen design geplant in n4x
        Das ist quasi ein komplettes redesign von mcm mit rdna5 auf n3 mit glück auf n2x
        Was wäre wenn
        n31 Vollauasbau mit 3,2ghz alu Auslastung von 17% ergeben knapp 46tf das reicht nicht für rtx4090 aber man wäre nah dran Da sowieso ab solchen tf die cpu limitiert.

        Den n32 wäre ab 28,7tf was in etwa der rtx4070ti entspräche
        So war es geplant . Daraus wurde nix
        jetzt macht man Schadensbegrenzung und verkauft die chips so nah an nvidia sku wie möglich.
        amd hat anfangs gedacht nen Kostenvorteil zu haben aber daraus wurde nix amd mcm sku sind deutlich teurer als nvidia monolithischen ad104 ad103
        Die höchsten kosten sind aktuell beim pcb und vram amd bom bei min 150$ nvidia maximal gleiche chipklasse 75$
        Der n32 dürfte bei 60$ n5 chiplet 4 mal 15$ mem chips und packaging bei 10$
        nvidia ad103 chip 110$ , ad104 90$ und nvidia kann diese noch teurer verkaufen da amd nicht angreifen kann.
        Das mcm hätte geklappt ab 3,0ghz chip und min alu Auslastung von 30%

        Es ist wieder 2012 wo amd gcn nvidia nicht ran kommen konnte
        high end chip vsmittelklasse chp
        Erst ein Wundertreiber mantle später vulkan hatte gcn etwas befreit daraus folgte dx12 und heute hat gcn etwa 60% gpu arch load. maximal 70% in gcn5,1
        Rdna generell ist eine reine fp32 arch und somit 1-1 zur Formel
        Erste gen war ok
        zweite gute Ergänzung
        dritte völliger Fehlschlag da man vom fp32 zu einen fp32 +fp32 geändert hatte.
        Die Idee dahinter ist gut mehrere gcd in reihe mit den zusatz fp321 einheite die auslastung aller gcd nahe der 100% zu erreichen.
        Das problem ist das 3d packaging die tsv reichen nicht aus es braucht zwingend eine aktiven interposer der die daten schnell verfügbar macht auf mehreren gcd
        ideal ist es den cache auf den gcd zu setzen und die daten im rendere unter den gcd zu setzen also alles was nicht skaliert mit shrinks die chips zu stapeln. das geht aber erst in n1,8
        n2x schafft es durch gaa die chifläche zu halbieren.

        Das mcm kam einfach zu früh. Wie immer bei amd man hat ideen setz die um und merkt das die Fertigung noch nicht soweit ist.
      • Von Gast1705533002
        Danke für die super Tests zu 7700 XT + 7800 XT sowie den damit verbundenen, sicher nicht unerheblichen Aufwand, [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Erstmal ist die 7700 XT ja ein schönes Upgrade für alle 6700 XT Besitzer und mit OC scheint ja auch ordentlich was zu gehen. Dennoch verstehe ich einfach nicht, was Nvidia und AMD diese Generation reitet. AMD fast noch mehr, denn sie könnten diese Gen so richtig schön den Markt unterhalb der 4090 abgrasen, würden sie ihre Produkte leistungsgerecht benamsen und v.a. bepreisen.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Der schon unverschämte Stromverbrauch der Amd Rx7700Xt gemessen an der Mehrleistung zur NVIDIA RTX4060TI ist wohl ein schlechter Witz !!

        Zumal die RTX4060TI 8GB noch ca. 90 Euro günstiger ist .
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