Geforce RTX 4060 im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check
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Geforce RTX 4060 im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check

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Wie schlägt sich die Nvidia Geforce RTX 4060 8GB insgesamt? Fazit mit Preis-Leistungs-Analyse und Kaufempfehlungen.

Geforce RTX 4060: Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachdem die Leistung der Geforce RTX 4060 sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 28. Juni 2023) gesetzt.

Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):

Hier hat sich in den vergangenen Wochen wieder einiges bewegt, viele Grafikkarten wurden etwas günstiger. Das ist gut für aufrüstwillige PC-Spieler, aber schlecht für die Geforce RTX 4060. Nvidia hat sich auch bei der neuesten Grafikkarte für einen selbstbewussten Preis entschieden, welcher neben den etablierten Modellen keine gute Figur macht. Dass das nicht nur ein Gefühl, sondern Fakt ist, zeigen unsere Charts. Zur unverbindlichen Preisempfehlung von 329 Euro erreicht die RTX 4060 das gleiche Preis-Leistungs-Verhältnis wie die zwischenzeitlich auf 400 Euro gefallene RTX 4060 Ti 8GB und liegt damit im unteren Mittelfeld. Unser Test-Feedback an Nvidia beinhaltete daher auch eine Preiskorrektur, wie sie AMD im Vorfeld des RX-7600-Launches vorgenommen hat: 299 Euro UVP stünden der Geforce RTX 4060 wesentlich besser zu Gesicht. Wer möchte, kann im Drop-down-Menü das Preis-Leistungs-Verhältnis mit 300 Euro und außerdem 280 Euro einblenden. Ab 270 Euro, also 60 Euro weniger als tatsächlich verlangt, wäre die RTX 4060 der Preis-Leistungs-Sieger. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:

Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten - ebenso wie Intels Arc-Modelle - eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu deutlich veränderten Platzierungen mit Nvidia-Dominanz. Zwar erreicht die Geforce RTX 4060 zur offiziellen UVP von 329 Euro ein besseres Ergebnis als beim Rasterizing, doch auch hier weist die RTX 4060 Ti 8GB ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis (PLV) auf. Das ergibt wenig Sinn, denn traditionell liefern günstigere Grafikkarten der Mittelklasse mehr Fps pro Euro. Daher werfen wir auch hier einen Blick auf den PCGH-Preisvorschlag von 299 Euro, den Sie optional einblenden können: Das sieht schon deutlich besser aus, allerdings wird die Karte auch dann von Abverkaufsangeboten der RTX 3060 Ti geschlagen. Mit einer Preissenkung auf 280 Euro würde sich die RTX 4060 den PLV-Thron mit der Arc A750 teilen, ab 270 Euro wäre sie unangefochten und somit eine würdige 60er-Grafikkarte.

Geforce RTX 4060: Fazit

Die Leistung einer Geforce RTX 2080 zum Verbrauch einer GTX 1060: Damit ist die Geforce RTX 4060 durchaus treffend zusammengefasst und, dem Anschein nach, eine tolle Grafikkarte. Allerdings verschweigt diese Zusammenfassung das Problem der aktuellen Grafikkarten-Mittelklasse, welcher auch die Geforce RTX 4060 Ti 8GB und Radeon RX 7600 angehören: Das Leistungsplus gegenüber der Vorgeneration ist auf einem historischen Tief angekommen. Während die Geforce RTX 2060 6GB die GTX 1060 6GB im zeitgenössischen PCGH-Leistungsindex noch um 60 Prozent distanzieren konnte, erreichte die RTX 3060 12GB gegenüber der RTX 2060 6GB nicht einmal 25 Prozent. Nun steht die Geforce RTX 4060 8GB auf der Matte und scheitert an der 20-Prozent-Hürde gegenüber der RTX 3060 12GB. Damit nicht genug, die neue Mittelklasse weist außerdem weniger Speicher auf als das bald zweieinhalb Jahre alte Ampere-Modell. Dieses Ergebnis unterstreicht, warum Nvidia die Geforce RTX 4060 als attraktive Option für Nutzer älterer Grafikkarten bewirbt. Wer von einer GTX 1060, GTX 1650 oder vergleichbarem Modell kommt, für den stellt eine RTX 4060 in jeder Hinsicht ein Upgrade dar, auch beim Speicher.

Ein PCI-Express-×8-Konnektor hat Seltenheitswert, ist bei der Geforce RTX 4060 (oben) aber anzutreffen. Quelle: PC Games Hardware Ein PCI-Express-×8-Konnektor hat Seltenheitswert, ist bei der Geforce RTX 4060 (oben) aber anzutreffen.

So enttäuschend der generationale Sprung auch ist, so klar ist eine andere Tatsache: Die Geforce RTX 4060 ist der Radeon RX 7600 in nahezu allen Belangen überlegen und die bessere Grafikkarte. Das Nvidia-Angebot ist bei gleicher Rasterizing-Leistung um 25 Prozent sparsamer und somit effizienter, beim Raytracing um 38 Prozent schneller und führt außerdem den "RTX-Bonus" ins Feld. Dieser besteht in modernen Spielen vorwiegend aus den zusätzlichen Anti-Aliasing-Optionen DLSS (höhere Leistung), DLAA (höhere Qualität), Frame Generation (Fps-Multiplikator) sowie Reflex (Latenzreduktion). Während der Nutzen von DLSS und Reflex zweifelsfrei ist, stehen DLAA und die RTX-40-exklusive Frame Generation auf wackligen Beinen. Beide Features sind nicht nur selten anzutreffen (siehe Liste), sondern benötigen zusätzlichen Grafikspeicher - und diesen hat die Geforce RTX 4060 keineswegs im Übermaß. 8 GiByte sind, das wissen treue PCGH-Leser und Abonnenten unseres Youtube-Kanals längst, im Jahr 2023 das absolute Minimum für eine Gaming-Grafikkarte.

Unter dem Strich haben Geforce RTX 4060 und Radeon RX 7600 die gleichen Probleme: Zwar sind beide attraktiv zum Aufrüsten betagter Grafikkarten, aber zu teuer, um Begeisterung und Kauflust zu verbreiten. Die Lösung wäre so einfach: Preissenkungen! Für 250 Euro wäre die Geforce RTX 4060 der oft zitierte "No-Brainer", ein großartiges Angebot für alle, die eine moderne Grafikkarte für Full HD suchen. Diese Chance lässt Nvidia jedoch verstreichen und verweist stattdessen auf die geringen Betriebskosten und Frame Generation. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als Ihnen unsere Preis-Leistungs-Tipps ans Herz zu legen. Mit einer Radeon RX 6700 XT (ab ca. 340 Euro) erhalten Sie rund 15 Prozent mehr Rasterizing-Leistung und 50 Prozent mehr Speicher, was die Karte zum zukunftstauglichen Allrounder macht. Die Stromkosten fallen hier zwar deutlich höher aus, allerdings lässt sich das ein Stück weit durch manuelle Optimierung korrigieren. Wer hingegen auch Raytracing, DLAA und Frame Generation ohne Kompromisse nutzen möchte, dem raten wir zu einer Geforce RTX 4070 um 600 Euro. Unsere Grafikkarten-Tipps kranken außerdem nicht an einer halbierten PCI-Express-Anbindung und eignen sich somit optimal zum Aufrüsten älterer PCs mit PCI-E 3.0 - im Gegensatz zur RTX 4060 (Ti) und RX 7600. Wie stark dieser Beschnitt bremst, lesen Sie morgen in einem gesonderten Artikel.

Bildergalerie

Die Geforce RTX 4060 geht ab dem 29. Juni in den offiziellen Verkauf. Nvidias Board-Partner haben zahlreiche Eigendesigns am Start, welche wir uns derzeit genauer ansehen. Damit ist die Reise der Ada Lovelace noch nicht zu Ende, bereits im Juli steht die Geforce RTX 4060 Ti mit 16 GiByte Speicher an. Nvidia hat hier eine weitere Chance, Spielern ein Angebot zu machen, das sie nicht ablehnen können - idealerweise für 450 Euro. Bis dahin: Was halten Sie von der Geforce RTX 4060? Top oder Flop? Diskutieren Sie mit!

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  1. Seite 1 Spezifikation & Übersicht
  2. Seite 2 Ada-Technik im Detail
  3. Seite 3 Benchmarks in 4 Auflösungen
  4. Seite 4 Raytracing-Benchmarks inkl. DLSS 3
  5. Seite 5 Leistungsaufnahme & Effizienz
  6. Seite 6 Fazit und Preis-Leistungs-Check
    • Kommentare (121)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Bobhais
        Für das Geld bekommt man damit eine recht potente Karte.
        solange man die "kaputte" Powerregelung hat, ja
        aber
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        Mit "korrekter" Powerregelung siehts im worstCase halt Anders aus.
        ... kaum besser als ne 2060, ... für den Preis!?

        btw.
        Bitte net vergessen, das in ollen PC`s@PCiE 3.0 auch noch ein paar Prozent flöten gehen.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Bobhais
        Für das Geld bekommt man damit eine recht potente Karte.
        solange man die "kaputte" Powerregelung hat, ja
        aber
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        Mit "korrekter" Powerregelung siehts im worstCase halt Anders aus.
        ... kaum besser als ne 2060, ... für den Preis!?

        btw.
        Bitte net vergessen, das in ollen PC`s@PCiE 3.0 auch noch ein paar Prozent flöten gehen.
      • Von Bobhais Software-Overclocker(in)
        Nun ist die Karte also bei 300 Euro angekommen.
        Wenn das Ding nochmal 20 bis 30 Euro im Preis fällt, wäre das Angebot ganz okay.
        Dann muss man auch die Kritik etwas zurückfahren.
        Für das Geld bekommt man damit eine recht potente Karte.
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Vielleicht kriegt man mit 200+ Watt und 20 TFLOPS ja die Ti-Variante, aber mehr nicht.
        Darum gings ja im Grunde genommen. Das Würde das Preis/Leistungsverhältnis der Karte ja auf den Bereich "in Ordnung" bringen.
        Deine Anmerkung, dass die besten Chips in den Notebooks landen stimmt in der Regel, das ist ja üblich. Eine Einschränkung des Powerlimits und Untersuchung des Takts bzw. der Stabilität könnte da allerdings Klarheit verschaffen. Irgendwo mit muss man ja das Hochlabeln gerade im Desktopbereich rechtfertigen; das würde zumindest in Teilen die nicht gerade gelungene Produktpolitik von NVidia rechtfertigen.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Moin!

        Wie kommst du darauf, dass auf der RTX 4060 die Sahneteilchen der AD107-Fertigung zum Einsatz kommen? So weit ich weiß, kommt die GPU auch in Notebooks zum Einsatz - und zwar mit vollem Cache. Da im Mobilbereich die Energie-Effizienz besonders wichtig ist, würde ich hier die besten Exemplare vermuten. Wobei "beste" debattier- und selektierbar ist; möglicherweise pflanzt Nvidia die am höchsten taktbaren Chips auf die Grafikkarten. Das können wir von außen aber nicht bewerten. Und 3.072 FP32-ALUs sind auch mit 3,3 GHz (+10 % ausgehend vom realistischen Maximum) nur 3.072 FP32-ALUs. Vielleicht kriegt man mit 200+ Watt und 20 TFLOPS ja die Ti-Variante, aber mehr nicht.

        Zitat von seahawk
        Die 306012GB lag bei 170W, eine Karte ohne Stromanschluss muss mit 75W auskommen. Wir brauchen also 54% weniger Stromverbrauch gesamt. Da beim Speicher praktisch nichts geht, müsste die GPU also alleine mehr als 60% weniger verbrauchen. Das gibt die Fertigung gar nicht her.
        75 Watt sind eigentlich schon zu viel, wenn man die ATX-Spezifikation nicht mit Füßen tritt - dieser Wert ist inklusive aller Toleranzen und eigentlich nicht für den Dauerbetrieb. Deswegen ist es auch so schwierig, ganz ohne Stromkabel auszukommen, man muss den Verbraucher stark kastrieren.

        MfG
        Raff
      • Von MyticDragonblast Software-Overclocker(in)
        Wie sieht es bei dem Krüppel eigentlich mit Brechstangen-OC aus? Laut Igor von igorslabs.de ist da ja statt des Shunts je nach Hersteller nur eine einfache Brücke installiert. Wenn man den gesparten NVVDD-Mosfet ergänzt und der Karte die Sporen gibt sollte sich da doch einiges machen lassen, immerhin sind das vermutlich AD107-Golden-Samples auf der 4060.
      Direkt zum Diskussionsende
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