Radeon RX 6900 XT im Test: Kühlung, Lautheit, Verbrauch, Effizienz
Quelle: PC Games Hardware
Seite 4:

Radeon RX 6900 XT im Test: Kühlung, Lautheit, Verbrauch, Effizienz

507
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf der dritten Seite unseres Tests der Radeon RX 6900 XT geht es um wichtigen Messwerte zu Kühlung, Taktraten, Lautheit und Verbrauch.

Zum Start der Radeon RX 6900 XT am 8. Dezember wird es ausschließlich Referenzdesigns geben, während die Partner noch fleißig an ihren Eigendesigns feilen - lange dauert es jedoch nicht mehr, bis Asrock Taichi, Sapphire Nitro, Powercolor Red Devil & Co. erscheinen. PCGH-Tests haben ergeben, dass der Mangel an Custom-Designs keinen Beinbruch darstellt, denn das Referenzdesign der RX-6000-Grafikkarten ist zweifellos das beste in der Geschichte des Unternehmens - auch wenn die einst gern gesehenen Dual-BIOS-Schalter schon eine Weile der Vergangenheit angehören.

Egal ob Radeon RX 6800, RX 6800 XT oder RX 6900 XT, das Blower-Design hat ausgedient. Optisch erinnern die neuen AMD-Referenzkarten an die Geforce RTX 2080 & Co., setzen jedoch eigene Akzente. Bereits die Radeon VII tauschte Anfang 2019 das auf Radialbelüftung setzende "Direct Heat Exhaust"-Prinzip (DHE) gegen einen Kühler mit mehrfacher Axialbelüftung - allerdings ohne den letzten Schliff bei Qualität und Leistung. Das RX-6000-Referenzdesign wirkt im Vergleich nicht nur deutlich höherwertig, sondern nimmt sich auch der Kritikpunkte an. Da wären die drei kleinen 08/15-Lüfter der Seven, welche AMD bei den neuen Karten gegen zwei 80-mm-Rotoren mit angepasster Schwingenform tauscht.

Die RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 verfügen allesamt über die gleichen Lüfter, eine Vapor-Chamber im Boden und das grundlegend gleiche Design. Die schlankeste Umsetzung findet sich auf der mit 250 Watt Boardpower (TBP) spezifizierten Radeon RX 6800, hier verrichtet ein Dual-Slot-Design mit 3,5 Zentimeter Kühlerhöhe seinen Dienst. Die beiden XT-Modelle werden mit jeweils 300 Watt spezifiziert (wie die Radeon VII), sodass der Kühlung eine wichtigere Rolle zukommt. AMD begegnet der zusätzlichen Abwärme von immerhin 20 Prozent mit einer vergrößerten Oberfläche: Die Radeon RX 6900 XT und RX 6800 XT verfügen über 2,5-Slot-Kühllösungen mit höheren Lamellenblöcken. Somit entfällt die Not, die gleichen Lüfter höhertourig zu betreiben, außerdem wertet der Hersteller seine beiden Flaggschiffe der jeweiligen Segmente effektiv auf.

Die Lamellenrichtung zeigt es klar: Die Abwärme landet vollständig im Gehäuse, wobei im eingebauten Zustand die meiste Hitze an der Oberseite der Grafikkarte entweicht. AMD stellt dieses Layout als klare Stärke dar - ebenso die Kartenabmessungen von jeweils 26,7 Zentimeter -, allerdings gilt hier das Gleiche wie bei Nvidias Ampere-Grafikkarten: Ohne ordentliche Gehäusebelüftung, die auf der einen Seite kühle Frischluft einbringt und an der gegenüberliegenden Seite abführt, kommt es zum Hitzestau. 300 Watt sind kein Pappenstiel, das lehrt die Praxis. In Letzterer funktioniert das neue AMD-Design gut.

Auch die RX-6000-Reihe verfügt wieder über mehrere Temperaturfühler im Kern. Neben der "GPU-Temperatur", einem Mittelwert über alle Messpunkte, lässt sich auch bei der Radeon RX 6900 XT wieder der berüchtigte "Hotspot" alias "Junction Temperature" auslesen und anzeigen. Dabei handelt es sich um den heißesten Punkt im Navi-21-Chip, welcher offiziell bis zu 110 °C verträgt, bis die Notbremse gezogen wird. Das Delta zwischen Mittelwert und Hotspot liegt, wie bei gut gekühlten RX-5700-Grafikkarten, auch diesmal bei circa 15 bis 20 Kelvin. Je heißer der gesamte Chip wird, desto kleiner die Differenz. So erreicht unser Muster der Radeon RX 6900 XT beispielsweise schlimmstenfalls 83 °C Kerntemperatur bei einer Junction-Temperatur von 101 °C - in den allermeisten Fällen bleibt der Hotspot jedoch zweistellig.

Leistungsaufnahme

Die erzielte Lautheit ist stets ins Verhältnis zur Abwärme zu setzen, denn eine stromdurstige Grafikkarte wird immer wärmer als eine sparsame und stellt daher größere Anforderungen an den Kühler. Bei den Emissionen gibt es viel Gutes zu berichten, allerdings leisten sich alle RX-6000-Grafikkarten Patzer in Teildisziplinen. Fangen wir vorne an: Die Leistungsaufnahme im Leerlauf fällt mit rund 7 Watt hervorragend gering aus. Ermöglicht wird dies laut AMD durch rigoroses Clock- und Power-Gating; alles, was nicht benötigt wird, wird schlafengelegt. Der sparsame GDDR6-Speicher trägt ebenfalls einen Teil zum Ergebnis bei. Zwar arbeiten auch die Ampere-Modelle Geforce RTX 3080 und RTX 3070 mit rund 12 und 10,5 Watt sparsam, am Ende des Jahres kommt bei vielen Betriebsstunden im Leerlauf jedoch einiges zusammen.

Das Blatt wendet sich, sobald mehr gefordert wird. Egal ob die Wiedergabe eines (Ultra-HD-)Videos bei Youtube oder der Anschluss eines zweiten Monitors, auch die Radeon RX 6900 XT begegnet der höheren Last mit einer alten Unsitte: Der Speichertakt wird vom Low-Power- auf den Lastzustand hochgefahren, was in deutlich höherer Abwärme und somit Leistungsaufnahme resultiert. Nvidias Geforce-Grafikkarten absolvieren derartige Aufgaben deutlich effizienter. AMD ist das Problem seit Wochen bekannt, ein Treiber-Update soll's (nach wie vor) richten. Warum man hier nicht aus alten Fehlern lernt und damit das unschöne Déjà-vu verhindert, ist uns ein Rätsel.
Radeon RX 6000: Nach wie vor voller RAM-Takt beim Multi-Monitoring Quelle: PC Games Hardware Radeon RX 6000: Nach wie vor voller RAM-Takt beim Multi-Monitoring Die Boardpower ist bei den RX-6000-Grafikkarten nach wie vor flexibel. Nvidia protokolliert die durch das gesamte Board fließenden Ströme mithilfe von Shunt-Widerständen, woraus sich eine Obergrenze ergibt. Bei Radeon-Grafikkarten wird lediglich das maximale Power-Budget respektive die TDP des Grafikchips festgelegt. Daraus ergibt sich automatisch eine relativ zuverlässig erreichte Leistungsaufnahme für die gesamte Grafikkarte, wenngleich spezielle Workloads besondere Ansprüche an die Spannungswandlung oder den Speicher stellen und somit hier und da plus oder minus zehn Watt anfallen.

Sowohl die Radeon RX 6900 XT als auch die RX 6800 XT arbeiten mit einem Power-Budget von 255 Watt. AMD gibt auf Nachfrage an, dass man der RX 6900 XT zum Erhalt möglichst stabiler Boosts etwas mehr Freiraum bei den Peaks lasse, was in der Theorie zu messbar höheren Ampere-Werten in Ultrakurzzeitbereich führt. In der Praxis ergeben sich die in der Tabelle abgebildeten Leistungsaufnahmewerte - die RX 6900 XT benötigt im Mittel genauso viel elektrische Energie wie die RX 6800 XT.

Effizienzabriss

Setzt man die erzielte Leistungsaufnahme ins Verhältnis zum PCGH-Leistungsindex, erreicht die Radeon RX 6900 XT einen guten, wenn auch nicht herausragenden Wert. Das effizienteste RDNA-2-Modell bleibt die 230-Watt-Radeon RX 6800 mit 3,28 Watt pro Indexpunkt, gefolgt von der 300-Watt-Karte RX 6900 XT mit 3,49. Abgeschlagen ist die RX 6800 XT mit ebenfalls 300 Watt Leistungsaufnahme (3,69 Watt pro Indexpunkt). Nvidias Geforce-RX-30-Grafikkarten rangieren auf einem vergleichbaren Niveau, hier ergeben sich die Werte 3,20 (RTX 3070), 3,55 (RTX 3090) und 3,69 Watt pro Indexpunkt (RTX 3080).
Radeon RX 6800 XT, RX 6800, RX 6900 XT #2 Quelle: PC Games Hardware Radeon RX 6800 XT, RX 6800, RX 6900 XT #2

Lautheit: RX 6900 XT

Je mehr Abwärme, desto höher fällt potenziell die Geräuschemission aus. Sieht und hört man sich die Radeon RX 6800 (XT)/6900 XT an, hat AMD offenbar das Flehen und Klagen bezüglich der Vorgänger-Generationen vernommen. Zwar gab es auch früher die eine oder andere leise AMD-Referenzgrafikkarte, im High-End-Bereich jedoch nur in Kombination mit Fluidkühlung (siehe Fury X und Vega 64 LCE). Bei der Radeon RX 6000 klappt das Unterfangen auch mit Luftkühlung. Besonders glücklich sind wir darüber, dass AMD und Nvidia beinahe gleichzeitig ein zuvor nur bei Custom-Designs zu findendes Feature in ihre Referenzdesigns überführt haben: Fan Stop alias Zero Fan. Somit bleiben nicht nur die RTX-30-Gründereditionen im Leerlauf still, auch die Radeon RX 6900 XT gibt beim Nichtstun keinen Laut von sich. Angesichts der erzeugten Abwärme im einstelligen Wattbereich wäre alles andere Unsinn. Apropos: Beim Rechnerstart und ohne installierte Radeon Software rotieren die drei Axiallüfter, allerdings sehr niedertourig und somit praktisch nicht wahrnehmbar. Ist ein Treiber installiert, beginnen die Lüfter knapp unter 60 °C Kerntemperatur langsam mit ihrer Arbeit.

Die erhöhte Leistungsaufnahme beim Videokonsum und mehreren angeschlossenen Bildschirmen lässt die Temperatur der Platine deutlich ansteigen, führt jedoch nur unter ungünstigen thermischen Bedingungen im Gehäuse zu drehenden Grafikkartenlüftern. Unter ungebremster (Spiele-)Volllast fallen schließlich die erwähnten rund 300 Watt an, sodass der Kühler zeigen kann, was in ihm steckt. Hier kommt es nur auf den ersten Blick zur Überraschung: Die RX 6800 XT erzeugt eine geringere Lautheit als die sparsame RX 6800 - und die RX 6900 XT unterbietet sie sogar noch. Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, ob wir ein Modell mit besonders hoher elektrischer Güte erwischt haben, die Lüfter laufen jedenfalls ruhig und im Mittel meist mit etwas geringerer Drehzahl als bei der RX 6800 XT.

  RX 6900 XT RX 6800 XT RX 6800 Radeon VII RTX 3090 FE RTX 3080 FE RTX 3070 FE
Lautheit (50 cm Entf.)              
Leerlauf (Desktop) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,1 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone
2 LCDs (UHD + FHD) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone
UHD-Youtube-Video 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone
Gaming (MAXIMUM) 1,9 Sone 2,1 Sone 2,5 Sone 5,7 Sone 2,6 Sone 3,3 Sone 1,9 Sone
Leistungsaufnahme              
Leerlauf (Desktop) 8 Watt 8 Watt 7 Watt 11 Watt 14 Watt 12 Watt 10,5 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 40 Watt 39 Watt 38 Watt 12 Watt 25 Watt 21 Watt 15 Watt
UHD-Youtube-Video 52 Watt 49 Watt 44 Watt 17 Watt 28 Watt 31 Watt 17 Watt
Gaming (MAXIMUM) 301 Watt 302 Watt 232 Watt 303 Watt 355 Watt 330 Watt 221 Watt
Control (WQHD + RT) 296 Watt 289 Watt 214 Watt - 355 Watt 328 Watt 218 Watt
Anno 1800 (Full HD) 296 Watt 296 Watt 203 Watt - - 329 Watt 219 Watt
Wolfenstein @ 60 Fps (FHD) 112 Watt 101 Watt 93 Watt 89 Watt 92 Watt 80 Watt 51 Watt

Messung der Lautheit aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis mit ein

Leistungsaufnahme pro Zuleitung

Mithilfe von PCAT sind wir seit diesem Sommer in der Lage, die Ströme und somit die Leistungsaufnahme pro Versorgungsleitung abzubilden - und zwar parallel, in Quasi-Echtzeit, anstelle von sequenziellen Messungen. Was fließt im Falle der Radeon RX 6900 XT durch die Strombuchsen, wie groß ist die elektrische Belastung des PCI-Express-Slots auf dem Mainboard und welche Spitzen muss das Netzteil verkraften?

Radeon RX 6900 XT: Power Draw (Watt + Ampere)
AMD Radeon RX 6900 XT Test Review Power Draw Ampere
AMD Radeon RX 6900 XT Test Review Power Draw Ampere AMD Radeon RX 6900 XT Test Review Power Draw Watt

Bei der Radeon RX 6900 XT ist alles im grünen Bereich. Die Auslastung der beiden Strombuchsen ist ausgewogen und zu keiner Zeit kritisch. Besonders hervorzuheben ist die geringe Last auf dem Mainboard-Slot; das Gros der Energie wird durch die Versorgungsstecker vom Netzteil angeliefert

Overclocking: Garantie vs. eigene Gefahr

Etwas, das wir bisher nur am Rande gestreift haben, ist Overclocking. Selbstverständlich lässt sich auch der Navi-21-Chip noch höher treiben, als er es werkseitig bereits tut. AMD bewirbt in diesem Kontext sogar ein neues Feature, das in die Fußstapfen von "Uber Mode", "Lethal Boost" und Konsorten tritt: der Rage Mode. Dahinter steckt nicht etwa ein Betriebsmodus, der ein von starkem Dithering geplagtes 16-Bit-Retrobild simuliert (Insider!), sondern eine Neuerung im Tuning-Menü des Radeon-Treibers, auch bekannt als Wattman(ager). Wer eine Radeon RX 6900 XT oder 6800 XT gekauft hat, findet dort nach dem Abnicken der Nutzungsvereinbarung einen neuen Button namens "Laut". Hinter der wenig schmeichelhaften Übersetzung steckt ein OC-Modus, welcher das GPU-Powerlimit und die Lüfterleistung leicht anhebt. Das Power-Plus aufseiten der GPU beträgt sechs Prozent. Die Komplettübersicht der Power-Limits, von PCGH anhand der vorliegenden Muster ermittelt:

Navi 21 - ASIC/GPU Power RX 6900 XT RX 6800 XT RX 6800
Standard (Balanced) 255 Watt 255 Watt 200 Watt
Quiet 240 Watt 240 Watt 185 Watt
Rage 270 Watt 270 Watt -
Manual (Maximum) 293 Watt 293 Watt 230 Watt

Bahnbrechend ist weder die Idee noch die Umsetzung, doch immerhin garantiert AMD die Funktion des Rage-Mode. Das ist ein wichtiger Punkt, denn manuelles Overclocking, auch im Wattman, stellt bei AMD-Grafikkarten offiziell einen Verstoß gegen die Garantiebedingungen dar. Der Rage Mode darf bei RX 6900 XT und RX 6800 XT hingegen nach Herzenslust genutzt werden - fehlt jedoch auf der Radeon RX 6800 (Non-XT). Wir haben aus diesem Anlass bei Nvidia nachgefragt und die folgende Stellungnahme zum Overclocking von Founders Editions erhalten: Alles, was Sie in Tuning-Tools wie dem Nvidia Inspector, MSI Afterburner, EVGA Precision & Co. einstellen können, stellt keinen Garantieverstoß dar. Ein solcher liegt erst dann vor, wenn Sie die Firmware Ihrer Grafikkarte modifizieren. In diesem Sinne: Feuer frei!
AMD Radeon RX 6900 XT Briefing Presentation 20 Quelle: AMD AMD Radeon RX 6900 XT Briefing Presentation 20

507
  1. Seite 1 Radeon RX 6900 XT im Test: The biggest Navi
  2. Seite 2 Radeon RX 6900 XT im Test: Technik-Zusammenfassung
  3. Seite 3 Radeon RX 6900 XT im Test: Benchmarks & Index
  4. Seite 4 Radeon RX 6900 XT im Test: Kühlung, Lautheit, Verbrauch, Effizienz
  5. Seite 5 Radeon RX 6900 XT im Test: Fazit und Empfehlungen
    • Kommentare (507)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Hofnaerrchen
        Angesichts des real existierenden Klimawandels würde ich jedoch lieber neue Produkte sehen, die bei deutlich gesteigerter Leistung HÖCHSTENS den selben Verbrauch des Vorgängermodells aufweisen.
        Marketing hin oder her ist die 3070 der Nachfolger der 2080 (Super). Und siehe da: Spürbar schneller bei quasi dem selben Verbrauch.
        Die letzte große Karte von AMD war die Vega64, gegenüber der legt die 6900XT auch nur 5W TDP, also < 2% drauf und liefert dafür mehr als 100% Leistungssteigerung.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Hofnaerrchen
        Angesichts des real existierenden Klimawandels würde ich jedoch lieber neue Produkte sehen, die bei deutlich gesteigerter Leistung HÖCHSTENS den selben Verbrauch des Vorgängermodells aufweisen.
        Marketing hin oder her ist die 3070 der Nachfolger der 2080 (Super). Und siehe da: Spürbar schneller bei quasi dem selben Verbrauch.
        Die letzte große Karte von AMD war die Vega64, gegenüber der legt die 6900XT auch nur 5W TDP, also < 2% drauf und liefert dafür mehr als 100% Leistungssteigerung.
      • Von Hofnaerrchen Software-Overclocker(in)
        Zitat von Spinal
        Für mich greift da auch das Argument mit den Nvidia-unterstützten Spielen nicht, denn das war nicht das Auswahlkriterium.
        Das Entscheidungskriterium sollte heutzutage ein anderes sein: Ich halte sowohl Ampere als auch RDNA2 für eine Fehlentwicklung was deren Stromhunger betrifft. Gerne wird mit gesteigerter Effizienz argumentiert. Angesichts des real existierenden Klimawandels würde ich jedoch lieber neue Produkte sehen, die bei deutlich gesteigerter Leistung HÖCHSTENS den selben Verbrauch des Vorgängermodells aufweisen. Dafür wäre ich dann auch gerne bereit einen angemessenen Preisaufschlag zu bezahlen.

        Unabhängig von der aktuellen Marktlage sollte man diese Generation daher einfach ignorieren und auf eine hoffentlich vernünftigere Nachfolgegeneration bauen.
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Ja, da gehört sie eigentlich hin. Aber ich würde nicht behaupten, PCGH macht etwas, was nicht richtig ist.

        Sie haben einfach den Benchmark Parcour genommen den sie VOR Release der neuen Grafikkarten festgelegt haben. Das gerade dort die Radeons dann schlecht abschneiden war nicht vorhersehbar.
        Für mich greift da auch das Argument mit den Nvidia-unterstützten Spielen nicht, denn das war nicht das Auswahlkriterium.

        Da könnte man aber auch genau so gut fragen, warum ist das so? Warum unterstützt Nvidia die Hersteller so sehr? Warum macht AMD das nicht?
        Denn das kann man doof finden, muss aber nicht unfair sein. Nvidia investiert halt viele Ressourcen in die Unterstützung was eben auch zu einer besseren Unterstützung führt. Dafür sind die Grafikkarten auch teurer. Man kauft das eben mit ein. In meinen Augen ist es sowieso ein Irrglaube, dass man "nur" die Hardware bezahlt. Treiberentwicklung, Entwicklung von tools (eben auch für Entwickler) gehört ebenso dazu.
        Sieht man an den Konsolen gut, die Hardware wird quasi zum Selbstkostenpreis abgegeben, Geld wird mit der Software verdient.
      • Von Lanto-Guardian
        Zitat von deady1000
        Eine RX6900XT gehört meiner Meinung nach im FPS-Ranking über die RTX3080.
        Da finde ich, dass du recht hast.
        Danke, dass finde ich eben auch.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Eine RX6900XT gehört meiner Meinung nach im FPS-Ranking über die RTX3080.
        Da finde ich, dass du recht hast.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk