Sapphire Radeon RX 570: 16-GiByte-Grafikkarte für Miner verfügbar [Update]
AMDs Boardpartner Sapphire wird eine Radeon RX 570 mit 16 GiByte GDDR5-Speicher anbieten. Diese ist nicht primär für Spieler gedacht, sondern für GPU-Miner. Obwohl es Krypto-Währungen wie Bitcoin und Ether (Ethereum-Blockchain) nicht gerade gut geht, sieht Sapphire Potenzial im Markt und speziell dem Grin-Coin, dessen Mainnet jüngst live ging.
Update vom 21.04.19:
Was bislang unbemerkt blieb: Sapphire bietet die Radeon RX 570 mit 16 GiByte GDDR5-Speicher bereits über einen hauseigenen Store an. 329 US-Dollar kostet die Grafikkarte in den USA, womit sie günstiger ausfällt als früher erwartet. Umgerechnet inklusive deutscher entspricht das knapp 340 Euro. In Spielen wäre der Speicher in Relation zur Leistung natürlich überdimensioniert. In Anwendungen, die lediglich Speicher benötigen, stellt das Custom-Design jedoch eine willkommene Alternative dar. Die nächst günstigere GPU mit 16 GiByte RAM ist die Radeon VII, die in Deutschland ab rund 670 Euro verkauft wird.
Originalartikel vom 18.01.19:
Normalerweise wird die Radeon RX 570 mit 4 GiByte Grafikspeicher ausgeliefert, die sich aus acht 4 Gigabit großen GDDR5-Chips zusammensetzen. Einige Custom-Designs - mehr als noch bei der Radeon RX 570 - nutzen 8-Gigabit-Module mit insgesamt 8 GiByte RAM. Sapphire hat über einen Blog-Beitrag auf medium.com nun eine Radeon RX 570 angekündigt, welche die Speichermenge noch einmal auf 16 GiByte verdoppelt. Zum Einsatz kommen dort folglich 16 8-Gigabit-Chips mit Speicher-Interleaving.
Adrian Thompson, Sapphires Marketing-Leiter, sieht die Radeon RX 570/16G explizit für den Einsatz als Mining-Grafikkarte. Trotz der aktuellen Talfahrt bei quasi sämtlichen Krypto-Währungen, allen voran Bitcoin (von ca. 17.500 auf 3.200 Euro) und Ether (von ca. 1.100 auf 110 Euro), sehe man Potenzial bei den Blockchains. Die Radeon RX 570/16G kommt, nachdem das Mainnet von Grin am 15. Januar live ging - das heißt, der Coin befindet sich jetzt in einer Art Beta statt einer Alpha, um im Spielejargon zu bleiben. Transaktionen können vorgenommen werden, die Blockchain ist aber noch nicht final.
Grin nutzt speicherlimitierte POW-Algorithmen
Um den Sinn von 16 GiByte RAM bei einer solch vergleichsweise schwachen GPU zu verstehen, muss man sich den Aufbau von Grin ansehen. Grundsätzlich handelt es sich um eine sogenannte Second-Layer-Blockchain oberhalb von Monero auf Basis des Mimblewimble-Protokolls. Beide fokussieren sich auf das Thema Privatsphäre/Anonymität. Grin konzentriert sich explizit darauf, die Datennutzung zu reduzieren. Statt die Versender- und Empfängeradressen zu verschleiern ("Stealth Addresses"), gibt es bei dem Coin gar keine erst. Ebenso werden in den Blöcken die Transaktionsgrößen nicht gespeichert.
Mittelfristig soll Grin eine Proof-of-Work-Blockchain für spezialisierte ASIC-Miner werden. Um Pool-Bildungen wie bei Bitcoin, wo Bitmain ein Quasi-Monopol für entsprechende Chips innehat, zu verhindern, gibt es zum Start neben einem "ASIC-freundlichen" Algorithmus (Cuckatoo) auch einen "ASIC-resistenten" (Cuckaroo Cycle). GPU-Miner der Cuckaroo-Cycle-Variante bekommen zum Start 90 Prozent der Blockbelohnungen, die in den nächsten zwei Jahren graduell abnimmt, bis es voraussichtlich Anfang 2021 nur noch ASIC-Miner geben wird. Das soll GPU-Minern weltweit einen Anreiz geben, selbst zu schürfen und so ein dezentralisiertes Netzwerk aufzubauen. Gleichzeitig bekommen verschiedene Chipentwickler Zeit, spezialisierte Dies zu entwerfen. An dieser Stelle interessant: Die Entwicklung von Grin ist Open-Source ohne Unternehmen dahinter. Ein Pre-Mining, bei dem vor dem Start des Mainnets zur Finanzierung bereits Coins geschürft werden, gab es nicht.
Die Radeon RX 570/16G kann Grin doppelt minen
Kommen wir zur Radeon RX 570/16G zurück. Cuckaroo Cycle berechnet zum Start Graphen mit einer Million Nodes. Das belegt bis zu 8 GiByte Speicher. Mit dem restlichen RAM können Nutzer den Cuckatoo-Algorithmus auf derselben Grafikkarte laufen lassen. Denn obwohl dieser für ASICs gedacht ist, kann das Mining auf einer GPU profitabel sein, wenn es schlichtweg noch keine solchen spezialisierten Chips gibt - auch Bitcoin konnte früher zum Beispiel effizient mit Grafikkarten geschürft werden. In Zukunft, wenn die Anzahl der Nodes angehoben wird, weist die Radeon RX 570/16G genug RAM auf, um weiterhin effizient minen zu können.
Die beiden Algorithmen sind indes so ausgelegt, dass sie, soweit möglich, speicherlimitiert sind. Kritisch sind durch die vielen Zufallszugriffe vor allem die Bandbreite und Latenzen. Deshalb bringen die 16 GiByte GDDR5 auch noch Vorteile bei der vergleichsweise schwachen Polaris-10-XL-GPU - Letztere wird schlichtweg wenig ausgelastet, was Grin übrigens zu einem vergleichsweise energieschonenden POW-Coin machen soll. Die kommenden ASICs sollen SRAM-Monster mit niedrigen Latenzen werden.
Weitere Mining-Kuriositäten von Sapphire: AMD-Boardpartner baut Dual-RX-470
Sapphires Radeon RX 570/16G soll rund ein Drittel von dem kosten, was zurzeit Profi-Grafikkarten mit 16 GiByte Speicher kosten. Damit wäre ein Preis von 400 bis 500 Euro realistisch. Als Mining-Grafikkarte - bei Sapphire üblicherweise mit einem einzelnen HDMI-2.0-Anschluss (auch hier so abgebildet) - erscheint ein Verkauf im Endkundenhandel unwahrscheinlich. Spannend wird in diesem Zusammenhang, wie AMDs Radeon VII abschneiden wird, die bekanntlich 16 GiByte HBM2 nutzt und 699 US-Dollar kosten wird.


Meine 390, ähnlich alt, versägt beide Karten in aktuellen Spielen ohne Mühe. Gerade weil eben 4GiB mehr Ram vorhanden sind. Rein von der GPU her, sind die nicht so weit auseinander.
4GiB waren vielleicht vor 4 Jahren noch ausreichend, heute würde ich nichts mehr unter 8GiB kaufen.
Das Spiel nutzt in 1080p 2,3GB Speicher.
Auch die GTX970 hat damit also keine Probleme.
Im ersten Jahr ging es noch sehr gut in Titeln wie BF1, teilweise sogar mit mittleren Texturdetails. Spiele wie das derzeit neu erschienene CoD hatten bereits viele matschige Stellen in den Texturen am Boden, das war schon sehr störend, sah aus wie ein unfertiges Indy-Spiel.
Spätestens BF5 oder die größeren Karten von BF1 machten in der letzten Zeit dann Probleme mit Nachladerucklern, matschigen Stellen bei 2020MB+ Speicherauslastung. -Da war es dann entgültig vorbei für das Leistungsfähige Gespann.
Ne, "die Leute" sind sehr wohl fähig die Details zu reduzieren um mit ihren alten Karten weiter zocken zu können. Bloß sehen "die Leute" es eben nicht ein dies bei einer neuen Karte für FHD zu einem saftigen Preis zu tun.
Wenn man FHD als untersten Standard für neue Rechner ansieht, dann wollen eben "die Leute" nicht gleich mit reduzierten Details anfangen. Wie lange soll so ne Karte halten, wenn sie nicht mal zu Anfang den Standard hält?
Meine 390, ähnlich alt, versägt beide Karten in aktuellen Spielen ohne Mühe. Gerade weil eben 4GiB mehr Ram vorhanden sind. Rein von der GPU her, sind die nicht so weit auseinander.
4GiB waren vielleicht vor 4 Jahren noch ausreichend, heute würde ich nichts mehr unter 8GiB kaufen.
Schau z.B. in den Thread World War Z: Radeon VII und Vega 64 LC laut Benchmarks in Vulkan vor RTX 2080 Ti
User haben Screenshots mit ner Speicherauslastung von ~2,3GB gepostet => noch lange hin bis zur "4 GB zu wenig" Grenze
Finde eher man sollte die Grundleistung der Karte betrachten und diese mit ner sinnvollen Speicherbestückung versehen.
Meine 390, ähnlich alt, versägt beide Karten in aktuellen Spielen ohne Mühe. Gerade weil eben 4GiB mehr Ram vorhanden sind. Rein von der GPU her, sind die nicht so weit auseinander.
4GiB waren vielleicht vor 4 Jahren noch ausreichend, heute würde ich nichts mehr unter 8GiB kaufen.