RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

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RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor (1)
Quelle: SK Hynix

Die chinesischen Behörden werfen den drei marktdominierenden Speicheranbietern Samsung, Hynix und Micron vor, Preisabsprachen vorgenommen zu haben, um so die Preise bei RAM hoch zu halten. Auch in den USA gibt es solche Vorwürfe, die bislang noch in einem Verfahren anhängig sind.

Zuletzt wurden die hohen Speicherpreise stets auf eine knappe Versorgung geschoben, weil der Smartphone -Markt nach immer größerem Hauptspeicher fragt und die Hersteller nicht mit der Produktion hinterherkamen. Chinesische Behörden könnten nun aber auch einen anderen Grund gefunden haben. Demnach sollen sich Samsung, Hynix und Micron abgesprochen haben.

Die chinesischen Kartellbehörden haben angeblich ernstzunehmende Hinweise darauf gefunden, dass sich die drei marktdominierenden Anbieter bei der Preisgestaltung abgesprochen haben. Zusammen stellen Samsung, Hynix und Micron für 95 Prozent des Marktvolumens. Entsprechend ist eine Absprache zwischen diesen drei Anbietern marktbeherrschend.

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Gestützt werden die chinesischen Behörden durch eine Sammelklage in den USA. Zwar läuft beides unabhängig voneinander, aber offenbar glaubt man auch in den Vereinigten Staaten daran, dass es nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Sollten die chinesischen Behörden aus den Hinweisen Beweise formen können, drohen hohe Strafzahlungen für die drei Unternehmen - insbesondere Samsung, wo man angeblich insbesondere von der Absprache profitiert haben soll.

Auf der anderen Seite wird aber auch der Verdacht geäußert, die chinesischen Behörden könnten ihre eigene Agenda verfolgen und die drei Unternehmen unter Druck setzen, um sie zur Zusammenarbeit mit chinesischen Elektronikunternehmen zu drängen, um den Technologietransfer zu beschleunigen. So oder so dürfte der Ausgang interessant sein.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Zitat von sterreich
        Wenn man sich die Zahlen ansieht ist es eine ziemlich eindeutige Sache. SK Hynix hat 2017 seinen Umsatz fast verdoppelt und den Gewinn verdreifacht im Vergleich zu den 2 Jahren davor, die recht konstant waren. Micron hat nach einem Seuchen-Jahr seinen Umsatz fast verdoppelt und statt einem kleinen Minus mehrere Milliarden Gewinn gemacht. Im Vergleich zu den vorigen 2 guten Jahren war es eine Umsatzsteigerung um ca. 30% und Gewinnsteigerung um knapp 100%
        Das ist kein normales Geschäftsergebnis. Das letzte Mal, als deren Zahlen ähnlich ausgesehen haben war der selbe Zeitraum, für den sie verurteilt wurden. Bei Samsung wirds nicht anders sein.
        Der Punkt ist, dass es einen Beweis braucht, keine Verdächtigungen. Durchaus möglich, dass sich irgendjemand in irgendeinem Hinterzimmer abgesprochen hat, allerdings ist es auch möglich, dass das ganze eine (für die Unternehmen) erfreuliche Marktentwicklung ist, die sie jetzt nutzen (da RAM an der Börse gehandelt wird, bleibt da auch recht wenig übrig). Gerade in den USA sind die Strafen so hoch, dass quasi alle großen Unternehmen ein Auge drauf haben, dass ihre Mitarbeiter keine krummen Dinge drehen, denn das kann wirklich kritisch werden.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Zitat von sterreich
        Wenn man sich die Zahlen ansieht ist es eine ziemlich eindeutige Sache. SK Hynix hat 2017 seinen Umsatz fast verdoppelt und den Gewinn verdreifacht im Vergleich zu den 2 Jahren davor, die recht konstant waren. Micron hat nach einem Seuchen-Jahr seinen Umsatz fast verdoppelt und statt einem kleinen Minus mehrere Milliarden Gewinn gemacht. Im Vergleich zu den vorigen 2 guten Jahren war es eine Umsatzsteigerung um ca. 30% und Gewinnsteigerung um knapp 100%
        Das ist kein normales Geschäftsergebnis. Das letzte Mal, als deren Zahlen ähnlich ausgesehen haben war der selbe Zeitraum, für den sie verurteilt wurden. Bei Samsung wirds nicht anders sein.
        Der Punkt ist, dass es einen Beweis braucht, keine Verdächtigungen. Durchaus möglich, dass sich irgendjemand in irgendeinem Hinterzimmer abgesprochen hat, allerdings ist es auch möglich, dass das ganze eine (für die Unternehmen) erfreuliche Marktentwicklung ist, die sie jetzt nutzen (da RAM an der Börse gehandelt wird, bleibt da auch recht wenig übrig). Gerade in den USA sind die Strafen so hoch, dass quasi alle großen Unternehmen ein Auge drauf haben, dass ihre Mitarbeiter keine krummen Dinge drehen, denn das kann wirklich kritisch werden.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Zitat von Pu244
        Es gibt nach wie vor keine Beweise, von daher riecht es, in den USA nach einer Sondersteuer für erfolgreiche Unternehmen und bei China nach einem Druckmittel, damit sie die TEchnologie nach China auslagern.

        Der Kunde wird, wie immer, davon nicht profitieren. Das abgeschöpfte Geld geht in die Staatskasse und mehr RAM gibt es dadurch auch nicht.
        Wenn man sich die Zahlen ansieht ist es eine ziemlich eindeutige Sache. SK Hynix hat 2017 seinen Umsatz fast verdoppelt und den Gewinn verdreifacht im Vergleich zu den 2 Jahren davor, die recht konstant waren. Micron hat nach einem Seuchen-Jahr seinen Umsatz fast verdoppelt und statt einem kleinen Minus mehrere Milliarden Gewinn gemacht. Im Vergleich zu den vorigen 2 guten Jahren war es eine Umsatzsteigerung um ca. 30% und Gewinnsteigerung um knapp 100%
        Das ist kein normales Geschäftsergebnis. Das letzte Mal, als deren Zahlen ähnlich ausgesehen haben war der selbe Zeitraum, für den sie verurteilt wurden. Bei Samsung wirds nicht anders sein.

        Aber du hast Recht, der Kunde hat von der Klage nicht viel, vielleicht sinkende Preise durch wieder erstarkten Wettbewerb. Allerdings verfolgen die Chinesen wie bereits erwähnt sicher eine andere Agenda

        Hab nachgesehen für Samsung, Sparte "Device Solutions" (Semiconductor), da ist allerdings die gesamte Chipfertigung (also auch Prozessoren usw.) drin. Umsatzsteigerungen
        2013 -> 2014: 6,1%
        2014 -> 2015: 19.9%
        2015 -> 2016: 7,6%
        2016 -> 2017: 44,9%
      • Von Rotkaeppchen
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Zitat von PCGH-Redaktion
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor
        Wenn man doch ein so starkes Kartell hat, wäre es sinnvoll, jeden weiteren Export von RAM Bausteinen nach China zu unterbinden. Es geht nur darum, Wissen abzugreifen. Das Chinesen es mit Kartellrecht und Erpressung gut beherrschen, zeigten z.B Bestimmungen zu seltenen Erden. Chinesen waren, sind und bleiben keine seriösen Geschäftspartner. Das einzige, was man jederzeit mit Freude tun sollte, ist es, Chinesen nach Strich und Faden zu betrügen, zu belügen und zu hintergehen. Nichts anders fordern sie heraus. Meine Meinung nach zwanzig Jahren Projekten mit chinesischer Beteiligung. Ich habe da eine ganz persönliche Hasskappe entwickelt.
      • Von banned4life PC-Selbstbauer(in)
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Was die Chinesen haben Hintergedanken? Das ist ja was total neues und richtig überraschend
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: RAM: Chinesische Behörden werfen Samsung, Hynix und Micron Preisabsprachen vor

        Es gibt nach wie vor keine Beweise, von daher riecht es, in den USA nach einer Sondersteuer für erfolgreiche Unternehmen und bei China nach einem Druckmittel, damit sie die TEchnologie nach China auslagern.

        Der Kunde wird, wie immer, davon nicht profitieren. Das abgeschöpfte Geld geht in die Staatskasse und mehr RAM gibt es dadurch auch nicht.

        Zitat von bschicht86
        (Im Gurunde irgendwie das gleiche, ob jetzt einer seine Monopolstellung ausnutzt oder 3 andere ein Preismonopol absprechen)
        Nein, ist es nicht, eine Absprache ist illegal, während es vollkommen erlaubt ist, für sein Produkt hohe Preise zu nehmen, wenn es überlegen ist.

        Im übrigen wäre AMD längst platt, wenn Intel zu FX Zeiten und Nvidia einen Preiskrieg vom Zaun gebrochen hätten. Die wären 5 Jahre auf ihrem schwachen FX Gerümpel sitzen geblieben und mit den Vegakarten hätten sie gigantischen Verlust gemacht, eine GTX 1060 6GB, für unter 200€, wäre AMD auch nicht gut bekommen. Von daher hat das AMD gut getan und tut es immernoch, es bleibt nur zu hoffen, dass sich die GPU Sparte wieder halbwegs erholt.

        Zitat von The_Rock
        Das Tragische ist ja, dass das in dem Fall eben rechtlich erlaubt ist, obwohl es einen noch größeren Vorteil für nVidia bedeutet, als für Samsungf & Co (weil sie in dem Fall mit keinem Teilen müssen und die Preise nach Lust und Laune bestimmen).
        Nennt sich Marktwirtschaft.

        Zitat von Killer-Instinct
        Die Chinesen wollen wahrscheinlich weiteren Technologietransfer, umsonst würden sie nicht so viel Druck machen. Das Trio würde eher die Strafzahlungen zahlen, als sich einen billig produziernden staatlich subventionierten Konkurrenten in China aufzubauen.
        Kommt darauf an, neuerdings bieten die Chinesen den Unternehmen an, dass sie weiterhin die Herren in ihrem Unternehmen bleiben und keinen Partner mit ins Boot holen müssen. Wenn man für die Strafzahlungen je Hersteller, ein oder zwei Werke bauen könnte, dann werden sie sich das wohl gut überlegen.
      Direkt zum Diskussionsende
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