PCGH-Plus Label [PLUS] DDR4- vs. DDR5-RAM: So viel Leistung verliert man wirklich mit "altem" Speicher

PCGH Plus: Die Speicherkrise wirft die Frage auf, ob sich Prozessoren lohnen, die auch mit günstigerem DDR4-RAM betrieben werden können. Doch wie viel Leistung verliert man gegenüber DDR5? PCGH hat's getestet. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2026.

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 DDR4- vs. DDR5-RAM: So viel Leistung verliert man wirklich mit "altem" Speicher
Quelle: PC Games Hardware

Raptor mal 4 oder 5?

RAM ist derzeit teuer. Das ist keine neue Erkenntnis und möglicherweise können Sie es schon nicht mehr hören. Die aktuelle Marktlage eröffnet jedoch die Chance, Hardware aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Der AM4-Sockel von AMD gewinnt wieder an Attraktivität, da er weiterhin mit DDR4-Speicher betrieben wird. Auch Intels Core-Generationen 12 bis 14 auf Basis von Alder Lake und Raptor Lake lassen sich wahlweise mit DDR4 kombinieren. Ein Core i5-14600K liefert nach wie vor eine hohe Anwendungs- und Spieleleistung. Wer ein entsprechendes System plant oder aufrüsten möchte, steht daher vor einer zentralen Frage: Lohnt sich der Umstieg auf DDR5 oder genügt noch DDR4? Und falls Sie bei DDR4 bleiben, wie groß fällt der Leistungsunterschied tatsächlich aus? Um das zu klären, vergleichen wir zwei nahezu baugleiche Mainboards von Asrock mit Z790-Chipsatz, jeweils einmal mit DDR4- und einmal mit DDR5-Unterstützung.

Insgesamt sechs Speicherkits treten gegeneinander an. Die Bandbreite reicht von 2.133 MT/s bis 7.200 MT/s und umfasst sowohl ein einfaches OEM-Modul als auch Enthusiasten-Varianten mit SK Hynix A-Die. Eine vollständige Übersicht aller eingesetzten Speicher inklusive Timings finden Sie am Ende dieses Artikels. Begleitet wird der Test jedoch primär durch Benchmarks und Frametime-Diagramme, welche in der Lage sind, die Unterschiede darzustellen.

Der große Einfluss des RAM

Wenn Sie die Bedeutung der RAM-Leistung für Spiele verstehen wollen, müssen Sie zwei Faktoren strikt voneinander trennen: Bandbreite und Latenz. Die Bandbreite beschreibt, wie viele Daten pro Zeiteinheit übertragen werden können, die Latenz gibt an, wie viel Zeit vergeht, bis angeforderte Daten bereitstehen. Der Speichertakt definiert zunächst die Rohdatenrate. "DDR4-3200" oder "DDR5-6000" stehen jeweils für eine theoretische Bandbreite. Gleichzeitig gilt: Timings werden in Zyklen angegeben. Mit höherem Takt verkürzt sich die Dauer eines einzelnen Zyklus. Ein nominell höheres Timing kann daher in Nanosekunden identisch oder sogar günstiger ausfallen als ein niedrigerer Zykluswert bei geringerem Takt (Zugriffszeit [ns] = [Timing × 1.000] ÷ DRAM-Takt [in MHz]). Im Zusammenspiel mit einem Prozessor übernimmt der integrierte Speichercontroller (IMC) die zentrale Rolle. Er entscheidet maßgeblich darüber, wie viel von der theoretischen Speicherleistung im Alltag ankommt.

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