Arbeitsspeicher: DDR4-RAM soll weiter im Preis sinken
Arbeitsspeicher ist derzeit recht günstig und das soll wohl auch so weiter gehen. Marktanalysen rechnen bis Ende des Jahres mit weiter fallenden Preisen. Dabei sind Kits mit 16 und 32 GiByte bereits gut bezahlbar, wenn man nicht wert auf besonders hohe Geschwindigkeiten und/oder Timings legt.
Die Speicherpreise haben in den letzten Monaten eine wahre Rally hingelegt, wobei sich die Lage seit dem Höhepunkt im Winter 2017entspannt hat. 2018 und 2019 ging es eigentlich durchweg bergab für die Preise von RAM-Kits in Standard-Geschwindigkeiten. Teils so deutlich, dass sich der Preis für 32-GiByte-Kits mitunter nahezu halbiert hat. Wer also Speicher braucht, sollte zuschlagen.
Aber es gibt auch Vorhersagen, die mit weiter sinkenden Preisen rechnen. Er also spekulieren will, kann sich noch etwas gedulden und auf noch niedrigere Preise hoffen. Marktanalysten sehen einen Abwärtstrend, der aufgrund von deutlichen Überkapazitäten bis zum Jahresende anhält. Kalkuliert man den üblichen kleinen Aufschlag um die Weihnachtszeit ein, könnte also Ende des Jahres ein neuer Tiefpunkt erreicht werden. Bis zu 42 Prozent solllen noch mal drin sein.
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Kleine wirtschaftliche Querelen wie die zwischen Japan und Südkorea sollen dabei am Ende keine Auswirkungen auf den Endkundenmarkt haben. Der Preisverfall bei Flash-Speicher hat aber sehr wohl Auswirkungen auf die Quartalsergebnisse der Anbieter. So vermeldete SK Hynix, einer der drei marktbeherrschenden Anbieter neben Samsung und Micro, einen Gewinneinbruch um 68 Prozent.
Entsprechend sind auch Reaktionen der Anbieter zu erwarten, um diesen Trend aufzuhalten. SK Hynix hatte ein ganzes Maßnahmenpaket angekündigt, darunter auch eine Verzögerung der Errichtung weiterer Kapazitäten. Ähnlich hält es auch Micron, wo man Investitionen aussetzt.
Wer will, bekommt aktuell 32 GiByte Arbeitsspeicher in einem Kit für rund 150 Euro. Das mögen nicht die schnellsten Kits sein, aber DDR4-3200 mit CL16-18-18 ist vollkommen alltagstauglich. Auch bei SSDs wird sich das bemerkbar machen, auch wenn sich hier die Preisentwicklungen nicht ganz so direkt im Endkundenmarkt bemerkbar machen. Bei Grafikkarten indes reagiert der Markt nur stark verzögert.
Quellen: Gartner, Trendforce, IC Insights

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Wesentlich wichtiger ist, dass, durch geringere Preise, die durchschnittliche Speicherausstattung wächst. Wenn statt 16Gb gleich 32Gb und statt 32GB 64 GB verbaut werden, dann macht das einen gewaltigen Unterschied. Wenn das mit dem Preisverfall stimmt, dann bekommt man durchaus Lust auf 128GB.