RAM: Samsung, SK Hynix & Micron verlangsamen Preisverfall durch sinkende Investitionen
Die Preise für DRAM und damit auch DDR4-Arbeitsspeicher sollen dieses Jahr weiter fallen, aber nicht so weit, wie es eigentlich möglich wäre. Die drei Marktführer Samsung, SK Hynix und Micron sollen die geplanten Investitionen gekürzt haben, um so das Angebot zu verknappen. Die Margen blieben so auf einem sehr hohen Niveau.
Überstieg vor einem Jahr beim DRAM die Nachfrage das Angebot bei Weitem, ist diese inzwischen abgeflacht. Die Gründe dafür sollen unter anderem beim rückläufigen Mobile-Markt und dem Handelskrieg zwischen den USA sowie China zu suchen sein. Wegen der Einfuhrzölle verhielten sich die OEM-Hersteller verhalten, um erst einmal die Entwicklung abzuwarten. Der Marktforscher DRAM Exchange skizziert in einer Pressemitteilung nun das weitere Jahr 2019 im DRAM-Umfeld.
Weniger Investitionen, trotzdem sinkende DDR4-Preise
Ursprünglich planten alle drei großen Speicherhersteller dieses Jahr weitere Expansionen, um die Produktion zu erhöhen. Diese Pläne wurden inzwischen weitgehend gestrichen, um ein Überangebot möglichst zu umgehen und so die Preise künstlich hochzuhalten. Mit Investitionen von 8 Milliarden US-Dollar, vorwiegend in feinere Fertigungsprozesse, wolle Samsung seinen jährlichen Wafer-Output um circa 20 Prozent erhöhen - ein so kleines Plus soll es laut der DRAM Exchance schon seit einigen Jahren nicht mehr gegeben haben. SK Hynix habe seine Investitionen auf 5,5 Mrd. USD zurückgestuft und plane eine Kapazitätserhöhung von 21 Prozent. Micron liege bei 3 Mrd. USD beziehungsweise 15 Prozent. Unterm Strich gäben die Hersteller 2019 rund zehn Prozent weniger Geld aus als noch 2018. Die Margen sollen im Falle von Samsung und SK Hynix bei fast 80 Prozent verweilen, Micron bleibe bei gut 60 Prozent.
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Insgesamt sollen die Preise für DRAM in diesem Jahr trotzdem noch sinken. Bislang gebe es keine Zeichen, dass sich die Nachfrage in absehbarer Zukunft erhöhen werde. Die DRAM Exchange erwartet im jetzt laufenden, ersten Quartal einen Rückgang von 15 und im zweiten von knapp zehn Prozent. Im dritten und vierten Quartal sollen die Preise noch einmal um je fünf Prozent zurückgehen, solange sich an der Marktsituation nicht etwas "signifikant" ändere. Da DRAM-Module den größten Anteil am Preis von DDR4-Arbeitsspeicher ausmachen, sollte dieser im Jahr 2019 erneut günstiger werden.

Der Standort hilft nur, wenn sich die Unternehmen auf den jeweiligen Markt beschränken und nicht weltweit aktiv sind.
Das Problem ist, dass wir nun ganz offensichtlich ein Oligopol haben und das ist ein Marktversagen, da muß der Staat dann eingreifen und die Marktwirtschaft wieder herstellen.
Langsam nähern wir uns einer Zukunft die von ein paar großen Unternehmen regiert wird, ala Cyberpunk etc.
Preisabsprachen und künstliche Verknappung, war mal illegal, ist es noch und denoch kommt man damit durch.
Es muss ja schließlich Wachstum generiert werden, sonst würde das Kartenhaus ganz schnell zusammenfallen.
Kapitalismus at its best.
Dann wird eben kein RAM gekauft.
Ich finde es auch höchst verdächtig, dass alle Hersteller zugleich planen, weniger zu investieren. Normaler Weise hätten die alle Gründe in einem gesunden Markt, in ihre Fertigung zu investieren um der Konkurrenz voraus zu sein. Aber wie es aussieht haben sie das ja nicht nötig. Offensichtlich herrscht da eine gewisse Einigkeit unter den Herstellern, so dass sie keine Wettbewerbsnachteile zu fürchten haben, wenn sie nicht investieren.
Wenn das mal nicht nach Preisabsprachen schreit, weiß ich auch nicht.
Sind die nicht aus Süd Korea bzw Micron Amerikanisch?
Der Standort hilft nur, wenn sich die Unternehmen auf den jeweiligen Markt beschränken und nicht weltweit aktiv sind.
Für ein Unternehmen ist es natürlich besser, weniger Produktionkosten mit höheren Gewinn zu haben....statt andersrum. Würde NIEMAND anders machen, weil kaum jemand den Hals voll genug bekommt.
Hört sich für mich aber ganz klar nach Absprache an