Handelsstreit: Samsung erwägt erste Konsequenzen, um Produktion abzusichern

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Handelsstreick gefährdet südkoreanische Technikkonzerne.
Quelle: PCGH (Screenshot)/Micron

Lange befanden sich die Preise von Arbeitsspeicher und SSDs im Sinkflug, was durch den nicht enden wollenden Handelsstreit zwischen Südkorea und Japan immer mehr gefährdet wird. Um die Produktion am Laufen zu halten und hohe Verluste zu vermeiden, denkt Samsung über neue Investitionen nach, die langfristig für mehr Unabhängigkeit sorgen sollen.

Bei dem Handelsstreit zwischen Südkorea und Japan scheint noch kein Ende in Sicht und die betroffenen Firmen müssen sich zwangsläufig nach Alternativen umschauen, um mögliche Verluste bei der Herstellung von Speicherchips zu minimieren. So entstand letzte Woche das Gerücht, Samsung würde in ihren Fabrikstandort in Austin, Texas investieren wollen und damit die Produktion in die USA verlagern.

Am Wochenende dementierte Samsung dieses Gerücht allerdings. Es gab zwar Gespräche mit dem US-Präsidenten Donald Trump, diese seien aber eher theoretischer Natur gewesen und es wurden keine konkreten Abmachungen getroffen. Ein Ausbau der Fabrik in Austin würde für Samsung nur Sinn ergeben, wenn die Nachfrage tatsächlich ansteigt. Das erscheint plausibel, denn würde der Handelsstreit enden, besteht die Gefahr, dass plötzlich Kapazitäten brachliegen. Die Einschränkungen in Südkorea kann man momentan anscheinend gerade noch kompensieren.

Doch lange will Samsung diesen Zustand nicht tatenlos ertragen. Ein ausschlaggebender Rohstoff für die Produktion ist Fluorwasserstoff, welchen die südkoreanischen Technikkonzerne bisher immer aus Japan importiert haben. Japan lässt den Export jetzt aber nur noch nach einem strengen und zeitraubenden Genehmigungsverfahren zu, sodass das Fluorwasserstoff, wenn überhaupt, nur mit mehreren Wochen Verspätung am Zielort eintrifft.

Passend zum Thema: Speicher und Displays könnten teurer werden: Handelsstreit zwischen Japan und Korea eskaliert

Statt die Produktion von Speicherchips zu verlagern, hält Samsung es für sehr viel sinniger, sich von Japan ein Stück weit unabhängiger zu machen und ihre eigene Produktionsstätte für Fluorwasserstoff aufzubauen. Solch eine Fabrik würde auch nach dem Handelsstreit noch Sinn ergeben, sehr zum Schaden der japanischen Unternehmen. Auf die auch bei uns anstehende Preissteigerung werden diese Pläne wahrscheinlich erst einmal keinen Einfluss haben. Bis solch eine Fabrik steht, geht einige Zeit ins Land.

Hintergrund des Handelsstreits ist ein südkoreanisches Gerichtsurteil, nachdem die japanischen Firmen Mitsubishi und Nippon Steel Entschädigungen an Koreaner zahlen sollen, die während der Kolonialisierung im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter gehalten wurden. Japan ist mit diesem Urteil alles andere als einverstanden und sieht alle Schuld mit einem Vertrag aus dem Jahr 1965 beglichen.

Quellen: The Korea Herald, Reuters, Handelszeitung

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Handelsstreit: Samsung erwägt erste Konsequenzen, um Produktion abzusichern

        Hmm, das wäre schlecht.
        Ich will eigentlich noch dieses Jahr aurüsten.
        2. 2TB SDD & 32 GB Ram.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Handelsstreit: Samsung erwägt erste Konsequenzen, um Produktion abzusichern

        Hmm, das wäre schlecht.
        Ich will eigentlich noch dieses Jahr aurüsten.
        2. 2TB SDD & 32 GB Ram.
      • Von B00ya PC-Selbstbauer(in)
        AW: Handelsstreit: Samsung erwägt erste Konsequenzen, um Produktion abzusichern

        "Lange befanden sich die Preise von Arbeitsspeicher und SSDs im Sinkflug" ... RAM ist eher von "exorbitant teuer und übertrieben" auf "teuer und undurchsichtig" gefallen
      • Von Pilo Software-Overclocker(in)
        AW: Handelsstreit: Samsung erwägt erste Konsequenzen, um Produktion abzusichern

        Das hören die Hersteller von Fluorwasserstoff in Japan bestimmt gern, dass sie einen Kunden wie Samsung für immer verlieren könnten.
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