Rambus - der Anfang vom Ende (PCGH-Retro, 25. Juli)

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Rambus - der Anfang vom Ende (PCGH-Retro, 25. Juli)
Quelle: PC Games Hardware

Rambus und der Anfang vom Ende - das geschah am 25. Juli. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

…1990: Am 25. Juli 1990 verkündet Microsoft für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz, der erstmals seit Firmengründung im Jahre 1975 bei über einer Milliarde Dollar liegt - und vor allem dank Windows wird es weiter aufwärts gehen.

…2000: Nvidia stellt am 25. Juli 2000 die Quadro-2-Grafikkarten für Grafik-Workstations auf Basis des NV15 (Geforce 2) vor. Exklusiver Partner für den Retail-Vertrieb in Europa ist die Firma Elsa, die allerdings nicht mehr lange am Markt bleiben wird.

…2000: Intels neuer Prozessor, der Pentium 4 mit Willamette-Kern, ist noch nicht auf dem Markt - doch so viel steht schon fest: Für ihn sieht Intel den Speicherstandard auf Basis der RDRAM-Chips der Firma Rambus vor. Der einzige bislang angekündigte Chipsatz i850 unterstützt nur diese Technik, das viel günstigere SDRAM bleibt nach anfänglicher Planung außen vor. Damit der Pentium 4 nicht ausschließlich in teuren PCs steckt, beginnt am 25. Juli 2000 das Umdenken: Intel verkündet, an einem Chipsatz zu arbeiten, der SDRAM-133 unterstützt. Aus diesem Projekt wird im Sommer 2001 schließlich der i845 - der jedoch auch nicht sonderlich populär wird, denn dank AMD ist mit DDR-SDRAM längst ein ähnlich günstiger, aber viel schnellerer Speicherstandard angesagt und gerade der auf Intels Netburst-Architektur basierende Pentium 4 ist bekannt dafür, sein Potenzial nur mit einer hohen Speicherleistung zu entfalten. Immerhin: Für RDRAM im PC ist dieser Tag der Anfang vom Ende.

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    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lighting-Designer Freizeitschrauber(in)
        Hab noch 2 RDRAM- Module im Schrank liegen.
      • Von Lighting-Designer Freizeitschrauber(in)
        Hab noch 2 RDRAM- Module im Schrank liegen.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        RD-RAM ist deutlich besser als sein Ruf gewesen. Es werden häufig Apfel mit Birnen verglichen, bzw. RD-RAM Technologie der Anfangsphase mit späteren DDR Speichern. Solange RAMBUS aktiv weiter entwickelt wurde, waren die Systeme immer schneller, als DDR zum gleichen Zeitpunktpunkt.
        Auch die Latenzangaben der unterschiedlichen Technologien lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Was zählt ist die praktische Anwendung, da waren P4 Systeme auf RD-RAM Basis im Alltag einfach wesentlich schneller.
        Ja, sie waren teuer. Wenn man Leistung/Euro rechnet sicherlich keine Kaufempfehlung. Spielte Geld eine untergeordnete Rolle hatte man allerdings ein paar Jahre Ruhe mit dem aufrüsten.
        Ich hatte seiner Zeit sowohl Athlon als auch P4 High-End Systeme. An das übertaktete i850E System kam so schnell keine Konkurrenz heran. (FSB = 150 MHz x Quadpumped = 600 MHz und das ganze dann auf 1 GB Dual Channel OCZ RD-RAM mit 1200 MHz. Dadurch lief der P4 dann auch auf 3,2 GHz)
        Durch die Abhängigkeiten der unterschiedlichen Busse vom FSB, hat das Gesamtsystem erheblich von einer Übertaktung profitiert und die Gesamtleistung hat traumhaft damit skaliert.

        Ich finde es schade, dass die Entwicklung von RAMBUS eingestellt wurde, die Roadmap sah damals sehr vielversprechend aus. Dass der Preis bei Enthusiasten und im Professionellen Bereich teilweise eine untergeordnete Rolle spielt, zeigen heutzutage Grafikkarten die sich trotz horrender Summen gut verkaufen.
      • Von Echo321 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Ripcord
        Hatte zwar nie RDRAM, trotzdem vermisse ihn. Arbeitsspeicher ist so ziemlich die einzige Komponente wo sich seit 20 Jahren nie wirklich etwas groß geändert hat, mal abgesehen von der stetigen aber doch gefühlt langsamen und langweiligen Weiterentwicklung.

        Bei CPU's gab es mehr Kerne
        Bei HDD's später SSD und nvme
        Bei Grafikkarten mehrere Hersteller mit immer neuen Technologien, angefangen von SLI, PhysX, DLSS, Gsync bis Frame Generation plus schnellere Entwicklung vom Vram als beim Arbeitsspeicher. Inzwischen steht GDDR7 schon in den Startlöchern, währen DDR5 erst seit diesem Jahr eine größere Rolle spielt.
        Bei Monitoren war zu Zeiten von DDR1 noch die Röhre angesagt, später LCD mit TN, danach IPS und VA bis zu OLED.

        Ich vermute mal, hätte Intel an RDRAM festgehalten wären wir durch den Konkurrenzkampf mit DDR schon ein gutes Stück weiter. So einen kleinen Schritt wie von DDR3 zu DDR4 hätte es dann vielleicht nicht gegeben. Vermute mal das Jedec-Konsortium bremst aus welchen Gründen auch immer aus. Da kann ja nicht jeder machen was er will und aus der Reihe springen, während CPU's einfach nach belieben vom Hersteller einen neuen Sockel bekommen und an allen Ecken stets weiterentwickelt werden.
        Es ist schon ein Unterschied ob eine Weiterentwicklung ihren Vorgänger ablöst oder eben parallel zwei unterschiedliche Techniken entwickelt werden. Hinzu kommt das unterschiedliche Techniken nicht unbedingt Vorteile für uns Kunden bringen da nicht zwangsläufig ein Wettbewerb entsteht. Das können wir doch im Hardware Bereich gut beobachten wenn man sich damals GSync und Adaptive Sync anguckt oder heute noch aktueller FSR und DLSS. Eine Technik setzt sich durch und das muss nicht die Bessere sein.
        Ich bin ein Fan von Standardisierung denn durch Standardisierung werden eine Menge Ressourcen (Zeit, Geld, Rohstoffe,..) eingespart. Leider beißen sich Kapitalismus, Konsumgesellschaft und Standards.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Threadripper?
      • Von Neo1972 PC-Selbstbauer(in)
        RD Ram habe ich damals ignoriert, weil das Preis Leustungsverhältnis hinten und vorne nicht stimmte.
        Da fand ich die spätere Idee des 4 Channel Betriebs von DDR 3 schon wesentlich besser. Schade das nur noch 2 Channel gibt. Sollte AMD mal aufgreifen 😏
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