GTX 980 Ti Test: Benchmarks & Fazit
In diesem Artikel
Nvidia Geforce GTX 980 Ti im Test: Spiele-Leistung
Kommen wir nun zum wohl spannendsten Abschnitt dieses Artikels, der Spieleleistung. Hier bieten wir Ihnen eine umfangreiche Vorschau, die komplette Berichterstattung mit weiteren Tests, Frame-Verläufen, Thermografie-Aufnahmen sowie Lautheits- und Verbrauchsmessungen finden Sie auf einem Dutzend Seiten der kommenden PCGH-Ausgabe 07/2015. An dieser Stelle können Sie in den Benchmarks die GTX Titan X, die GTX 980, GTX 970, GTX 780 Ti und die R9 290X dazuwählen sowie neben Ultra HD auch 1440p anzeigen lassen. Hervorheben möchten wir die Bitte beachten Sie: In unseren neuen dynamischen Benchmarks haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Grafikkarten in den Benchmark einzublenden.
anstehende Renovierung des Grafikkarten-Parcours, für die wir bereits mit der ausführlichen Evaluierung begonnen haben. Die ersten Früchte der Bemühungen sind neue Benchmarkspiele: Call of Duty: Advanced Warfare, Far Cry 4, GTA 5 und The Witcher 3 kommen erstmals in einem PCGH-Referenztest wie diesem zum Einsatz, werden aber noch nicht im Index verrechnet. Sie finden diese Spiele unter den bewährten Probanden des PCGH-Parcours 2014/2015. Weitere Details zu den dynamischen Online-Benchmarks erläutern wir auch im Video. Die Werte in Full HD, viele weitere Spiele und Vergleichskarten sowie Infos zu den neuen Benchmarks gibt's exklusiv im neuen Heft.
Selbstverständlich haben wir für alle Benchmarks die jeweils neuesten Grafiktreiber von AMD und Nvidia verwendet, um das Bild nicht zu verfälschen. Aufseiten AMDs kommt der Catalyst 15.4.1 Beta zum Einsatz und bei Nvidia der Pressetreiber Geforce 352.90 Beta. Gerade Nvidias Maxwell-GPUs haben zuletzt in einigen Spielen teils deutlich durch neuen Treibercode zulegen können, daher sollten Sie keine Ergebnisse mit älteren Treibern direkt vergleichen - weder hier bei unseren älteren Tests noch woanders im Internet.
Die Quintessenz aller hier und im Heft zu sehenden Zahlen: Die Geforce GTX Titan X ist nach wie vor die schnellste Grafikkarte (PCGH-Index: 100,0), doch die GTX 980 Ti ist ihr mit einem PCGH-Index von 94,5 dicht auf den Fersen - mit Höchstboost um 1.150 MHz, erzielt durch optimale Kühlung, kommt sie manchmal sogar an der Titan X vorbei.
Nvidias neueste Grafikkarte kann sich im Mittel um 15 Prozent (12,3 Indexpunkte) von der GTX 980 mit 1.216 MHz absetzen (PCGH-Index: 82,2), sofern man die typischen Boosts vergleicht. Rechnerisch erzielen hochgezüchtete 980-Partnerdesigns mit Boosts um 1,4 GHz die gleiche Leistung wie die GTX 980 Ti mit 1.075 MHz. Letzterer genügen laut unseren Tests etwa 1.150 MHz, um mit der Titan X @ 1.075 MHz gleichzuziehen.
Nvidia Geforce GTX 980 Ti im Test: Pro-Takt-Vergleich mit Titan X
Titan X und GTX 980 Ti verfügen beide über einen Basistakt von 1.000 MHz, was der Minimalleistung selbst unter erschwerten (Kühl-)Bedingungen entspricht. Doch was trennt GM200-400 und GM200-310 wirklich bei gleichem Takt? Davon handeln die folgenden Benchmarks. In Prosa: Die Differenz beträgt vier bis sechs Prozent.
Nvidia Geforce GTX 980 Ti im Test: Overclocking
Wie bereits die Geforce GTX Titan X wird auch die GTX 980 Ti stark von ihrer maximalen Leistungsaufnahme limitiert. Der Chip unseres Samples verkraftet via Offset-Übertaktung 1.400 bis 1.450 MHz, kann diese Frequenz jedoch nur in "powerarmen" Spielen wie Crysis 3/Warhead länger als ein paar Sekunden halten. Anno 2070, Risen 3 und viele andere Spiele zwingen die Karte nach Erwärmung zu Frequenzen knapp oberhalb von 1.300 MHz. Das ist zwar ansehnlich und die Leistung der GTX 980 Ti steigt messbar an, richtige Overclocking-Freude kommt jedoch erst mit verbesserter Kühlung auf, die den Takt etwas stabilisiert. Im Falle einer simultanen Speicher-Übertaktung - unsere Karte verkraftet die fast obligatorischen 4.001 MHz - fällt der GPU-Boost noch tiefer, da natürlich auch der Speicher vom knappen Strombudget nascht. Da die GTX 980 Ti wie eingangs erwähnt nicht nennenswert speicherlimitiert ist, raten wir Käufern dazu, das Powerlimit von der GPU ausnutzen zu lassen.
Nvidia Geforce GTX 980 Ti im Test: Sind 6 GiByte genug?
Apropos speicherlimitiert: Der Geforce GTX Titan X bleibt ihr gigantisches Speicherpolster als Pluspunkt - zumindest auf dem Papier. Nach unzähligen, mehr oder minder extremen und teilweise konstruierten Tests kommen wir zu dem Schluss, dass die GTX 980 Ti mit 6 GiByte den perfekten Mittelweg einschlägt: 4 GiByte (GTX 980) können in Ernstfällen schon mal überlaufen, doch 6 und 12 GiByte sind kaum zu füllen, ohne die Rechenleistung von gleich zwei Grafikkarten zu haben. SLI-Nutzer sollten daher besser zu Titanen greifen, während Single-GPU-Spieler mit den 6 GiByte einer Geforce GTX 980 Ti bestens bedient sind, selbst in Ultra HD.
Werfen wir zur Festigung dieser Aussage einen Blick auf Watch Dogs. Das Spiel gilt wegen seines großen Hungers nach Grafikspeicher als guter Indikator für RAM-Mängel - vor allem in Ultra HD und mit 4× TXAA, wie nachfolgend abgebildet:
Quelle: PC Games Hardware
Frametimes GTX 980 Ti Watch Dogs UHD (Auszug aus PCGH 07/2015)
Beachten Sie, dass es sich um ein Frametime-Diagramm handelt, nicht um Fps-Zahlen. Klar ersichtlich ist, dass die Geforce GTX 980 schwer zu kämpfen hat, ihr 4 GiByte großer Speicher genügt nicht für einen flachen Verlauf, also ausgewogene Frametimes. Die GTX 980 Ti, mit 50 Prozent größerer Speicherkapazität und höherer Rechenleistung gesegnet, hat keine Probleme, ihre Frametimes sind relativ ausgewogen und es gibt keine "Spikes" (Ausschläge). Die GTX Titan X zieht keinen Nutzen aus ihrem nochmals doppelt so großen Speicher, allein ihre höhere Rechenleistung verhilft ihr zu besseren Bildraten. Das ist ein übliches Szenario: Bevor 6 GiByte nicht ausreichen, ist der Grafikprozessor längst mit dem Aufwand überfordert. Watch Dogs belegt in den getesteten Einstellungen übrigens 4,5 (Anfang der Fahrt) bis etwa 5,0 GiByte (Ende der Fahrt) Grafikspeicher.
Nvidia Geforce GTX 980 Ti im Test: Fazit
Mit einem PCGH-Indexwert von 94,5 erringt die Geforce GTX 980 Ti den Titel "Zweitschnellste Single-GPU-Grafikkarte auf dem Markt", allein die GTX Titan X ist schneller (PCGH-Index: 100,0). Der Abstand zur GTX 980 (Index: 82,2) beträgt im Mittel über die 15 Indexspiele und drei Auflösungen 15 Prozent; im Haupteinsatzgebiet derartiger High-End-Grafikkarten - 1440p und 2160p, wie hier abgebildet - wächst der Abstand auf bis zu 22 Prozent an. Das Referenzdesign der GTX 980 Ti hat folglich Schwierigkeiten, sich von hochgezüchteten Versionen der GTX 980 mit ihren Boosts auf bis zu 1,4 GHz abzusetzen (u. a. Evga GTX 980 Classified). Hier ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen - im Gegenteil, denn jetzt, wo allmählich die Nvidia-Partner mit ihren Custom-Designs der GTX 980 Ti an die Öffentlichkeit gehen, wird es richtig spannend. Wir erwarten in den kommenden Wochen diverse "Titan-X-Killer" dank werkseitiger Übertaktung und werden diese Karten natürlich ausführlich testen. Etwas Geduld tut jedoch gut, da alle Nvidia-Partner für ihre Designs auf Nachfrage Starttermine gegen Mitte, eher Ende Juni angeben.
Die Luft für die GTX Titan X wird derweil immer dünner, ihr bleiben nur zwei weitgehend psychologisch wertvolle Vorteile: die voll ausgebaute GM200-GPU und ihr beinahe unfüllbarer Speicher - hier ist das im Gegensatz zur GTX 970 positiv . Wie zuvor erläutert, lohnen sich 12 GiByte nur für Enthusiasten, die neben DSR-Auflösungen auch mit hochstufigem Multisampling und niedrigen Bildraten spielen. In Watch Dogs, Shadow of Mordor und Assassin's Creed Unity lassen sich mit entsprechenden Einstellungen 6 GiByte zwar (über-)füllen, die Bildrate liegt dann jedoch selbst mit auf 1,5 GHz übertakteten GM200-Karten im 20- bis 30er-Bereich. Wer zwei Grafikkarten im SLI mit diesen oder noch höheren Einstellungen nutzen möchte, profitiert aber definitiv von 12 anstelle von 6 GiByte Speicher. Alle anderen seien entwarnt: Mit 6 GiByte, zu finden auf der Geforce GTX 980 Ti, ist selbst Ultra HD kein Problem. Indes ist nicht zu erwarten, dass kommende Spiele einen noch größeren Speicherhunger aufweisen werden.
Kaufen oder nicht kaufen, das ist hier die Frage. Grundsätzlich ist die GTX 980 Ti ein gelungenes Produkt, mit hoher Leistung und - mit High-End-Maß - gemäßigter Last-Lautstärke. Wer kann, sollte auf Tests der Partnerdesigns warten. Bis dahin dürfte sich auch geklärt haben, welche Leistung die neueste Radeon aus dem Hause AMD bieten wird. Zahlreiche Gerüchte ranken sich um dieses Produkt, das dank neuer HBM-Speichertechnologie nur schwer einzuschätzen, aber potenziell sehr leistungsfähig ist.

Hydro Series HG10 N980 GPU Liquid Cooling Bracket (980, 980Ti, TitanX)
Hydro Series HG10 N970 GPU Liquid Cooling Bracket
Im Gegensatz zur Kraken G10 deckt die große Frontplate auch den Speicher/VRMs ab, ist dadurch aber nur zu dem Referenz-PCB kompatibel. Der Lüfter ist jetzt auch bereits dabei.
Das Bracket ist sicher auch anstatt einer AiO-Wakü auch mit einem Alphacool HF14 Smart Motion Universal Copper Edition (11378) kombinierbar.
Gruss wolflux
Inno3D iChill GeForce GTX 980 Ti Black Accelero Hybrid S
So langsam frage ich mich warum ich mir eigentlich noch die Print kaufe wenn kurz danach hier gleich alles zu lesen ist
Ist echt unschön!
Seit kurzem gibt es auch die
Hydro Series HG10 N980 GPU Liquid Cooling Bracket (980, 980Ti, TitanX)
Hydro Series HG10 N970 GPU Liquid Cooling Bracket
Im Gegensatz zur Kraken G10 deckt die große Frontplate auch den Speicher/VRMs ab, ist dadurch aber nur zu dem Referenz-PCB kompatibel. Der Lüfter ist jetzt auch bereits dabei.
Das Bracket ist sicher auch anstatt einer AiO-Wakü auch mit einem Alphacool HF14 Smart Motion Universal Copper Edition (11378) kombinierbar.