PCGH-Plus Label [PLUS] Geforce RTX 5070 Ti: Sechs Custom-Modelle auf Temperatur und Lautstärke geprüft

Wir haben sechs Custom-Designs der Geforce RTX 5070 Ti auf Temperaturen und Lautheit geprüft und verraten, welches Modell von fünf unterschiedlichen Herstellern sich lohnt und worum man eher einen Bogen machen sollte.

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 Geforce RTX 5070 Ti: Sechs Custom-Modelle auf Temperatur und Lautstärke geprüft
Quelle: PCGH

Während die RTX-5000-Familie mit 5090 und 5080 zwei muskelbepackte Ziegelsteine beheimatet, kommt mit der RTX 5070 Ti ein Modell, das auch in kleineren Abmessungen zu haben ist und in kompaktere Hardware-Käfige passt. Doch nicht jeder Hersteller setzt auf Understatement; im Test ist von der kompakten Ventus bis zur Aorus Master im 5090-Format alles vertreten. Wir lassen sechs Custom-Karten unseren Testparcours durchlaufen und messen die Kühlleistung. Welche Temperatur erreichen Chip und VRAM, wie laut werden die Lüfter dabei und hat die Karte störendes Spulenfiepen? Wir prüfen jede Karte und jedes einzelne BIOS und testen mittels lautheitsnormiertem Test auch das Tuningpotenzial.

Testmethodik

Wie bei allen Custom-Karten der RTX-5000-Generation nutzen wir unser Passiv-Testsystem, um den Modellen ordentlich einzuheizen. Mittels Passiv-CPU-Kühler, semi-passivem Netzteil und Cortex-Analyzer-NC-10-Lautheitsmessgerät können wir bei absoluter Stille die reine Geräuschabgabe der Grafikkarte messen. Das Messmikrofon wird im 50-cm-Abstand zur mittleren Lüfternabe des GPU-Modells positioniert und die Grafikkarte unter Volllast gesetzt. Der Raytracing-only-Blockbuster Metro Exodus Enhanced Edition dient hierbei als Heizungssteuerung. Das Spiel konnte sich in der lichtberechnungsintensiven Kultistenkirche im Wolga-Abschnitt als ultimative GPU-Auslastung herausstellen. Hier konnte jede der getesteten Grafikkarten ihr volles Powerlimit ausreizen - so auch jedes Design der RTX 5070 Ti. Alle Modelle - auch wenn meist manuell erhöhbar - verfügen über ein Standard-Powerlimit von 300 Watt. Mögliche Performance- und Silent-Modi eingeschlossen.

Wir erfassen nach einer 20-minütigen Einpendelphase in unserem auf circa 21 Grad Celsius geregelten Raum die Temperatur der GPU und des Grafikspeichers, die dabei entstehende Lautstärke und die daraus resultierende Taktrate. Da fast alle der getesteten Karten über ein Dual-BIOS verfügen, durchläuft jedes dieser Modelle den Test in beiden Konfigurationen.

Ergebnisse

Ganz nach dem Motto viel hilft viel, setzt sich Gigabyte, was die Temperaturen angeht, an die Spitze. Mit 59 °C im Performance- und 60 °C im Silent-BIOS erhält die Karte den Bestwert im Test. Das Modell bleibt dazu noch angenehm leise mit 1,1 respektive 0,6 Sone. Auch die Taktrate ist entsprechend hoch. Von einem derart wuchtigen Design hätten wir uns jedoch auch kein anderes Ergebnis erwartet. Umso überraschender verhält sich die Konkurrenz von MSI und Asus. Denn verglichen mit der Größe liefern TUF und Gaming Trio erstaunlich gute Werte. Zwar können die Temperaturen nicht auf das Niveau der Gigabyte-Karte sinken, jedoch arbeiten beide Karten sehr leise und können hier die Aorus Master sogar unterbieten. Gigabyte liefert den wuchtigsten und stärksten Kühler, den man mittels eigener Lüfterkurve ausreizen kann, ohne händisches Optimieren hat man jedoch nicht besonders viel davon. Denn auch die Taktrate des Asus- und MSI-Modells ist mit einer Differenz von circa 50 MHz kaum, geschweige denn spürbar niedriger als die der Gigabyte-Karte. Eine bessere BIOS-Optimierung auf der Herstellerseite hätte der Karte mit dem stilisierten Greifvogel gutgetan.

Mit dem zweiten besonders wuchtigen Modell im Test, der Zotac AMP Extreme Infinity zeigt sich: Masse ist kein Garant für ein gutes Temperatur-zu-Lautheits-Verhältnis. So kann das Modell den Chip zwar relativ weit herunterkühlen, macht dabei jedoch übermäßig viel Lärm. Selbst wenn das Silent-BIOS ausgewählt ist, erreichen die Lüfter einen Wert von über 1,3 Sone. Überbieten kann das nur PNY mit ihrem namenlosen RTX-5070-Ti-Modell und MSI mit der Ventus. Während die PNY durch ihren kompakten Kühler an hohen Temperaturen und hoher Lautstärke leidet, sonst jedoch einen hohen Takt erzielen kann, merkt man bei der Ventus deutlich, dass es sich hierbei um ein MSRP-Budget-Modell handelt. Die Karte ist im Vergleich zur gesamten Konkurrenz sehr kompakt und handlich. Der Kühler wurde stark abgespeckt und benötigt eine sehr hohe Lüfterdrehzahl, um eine angemessene Chip- und VRAM-Temperatur zu halten. Dabei muss man eine Lärmbelastung von 2,6 Sone ertragen. Wer dieses Modell entsprechend günstig ergattern kann, hätte aber eine gute Grundlage für einen Wasserblock-Umbau.

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Folgende Produkte finden Sie im Test: 

- Asus TUF Geforce RTX 5070 Ti Gaming OC
- Gigabyte Aorus Geforce RTX 5070 Ti Master
- MSI Geforce RTX 5070 Ti Gaming Trio OC Plus
- MSI Geforce RTX 5070 Ti Ventus 3X
- PNY Geforce RTX 5070 Ti
- Zotac Geforce RTX 5070 Ti AMP Extreme Infinity

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