Nvidia GC-Briefing: RTX Games, Remix und G-Assist
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Nvidia kündigte zudem einige neue Kooperationen mit Spiele-Entwicklern an. Prominent vertreten ist etwa Capcom. Der japanische Entwickler wird auf der Gamescom die neue IP Pragmata vorstellen, das Sci-Fi-Abenteuer wird neben DLSS 4 Raytracing erhalten, das ebenfalls auf der Gamescom vertretene und von Capcom entwickelte Resident Evil Requiem hingegen DLSS 4 und sogar Pathtracing. Vermutlich kommen Letzterem die begrenzten Umgebungen, engen und düsteren Gänge zugute. Bislang einziger weiterer neuer Pathtracing-Titel, den Nvidia ankündigte, ist Directive 8020 von Bandai Namco. Dieser soll allerdings erst 2026 erscheinen.
Neue RTX Games mit DLSS, Ray- und Pathtracing
Neben einigen weiteren Raytracing-Titeln wurde auch der DLSS-4-Support für Borderlands 4 angekündigt. Insgesamt ist DLSS 4 nun laut Nvidia in 175 Spielen zugänglich, wobei dies natürlich all jene DLSS-3-Titel einschließt, die sich via Nvidia App und der Override-Funktion mit DLSS 4 aufwerten lassen.
Apropos Nvidia App: Diese wird zur Gamescom ebenfalls ein Update erhalten, das einige Verbesserungen enthält, als kleine Besonderheit allerdings auch mit einem Feature für die RTX-4000er-GPUs aufwarten wird. Mit dem Update wird Smooth Motion, die Treiber-Frame-Generation von Nvidia auch für Ada-Lovelace ermöglicht, wenn auch ohne Multi-Frame-Generation. Letztere bleibt weiterhin Blackwell vorbehalten. Wenn Sie sich für Nvidias Smooth-Motion-Treiber-FG interessieren: Wir haben die Frame Generation bereits anhand eines Beta-Treibers getestet. Sie finden den Artikel in der kommenden PCGH 10/2025.
Quelle: NVIDIA
Die Nvidia App wird zur Gamescom ebenfalls ein Update erhalten. Zu den interessantesten Features zählt der neu hinzugekommene Smooth-Motion-Support für RTX-4000er-Modelle. Die Smooth Motion ist die im Treiber zuschaltbare Frame Generation, die Sie in prinzipiell jedem Spiel nutzen können. Bislang Blackwell-exklusiv wird der Support nun auch auf Ada Lovelace ausgedehnt.
Indy mit neuem Haarschopf
Recht spannend ist eine weitere Ankündigung: Indiana Jones und der Große Kreis wird als erstes Spiel Nvidias neues und auf der CES 2025 vorgestelltes RTX Hair erhalten. Die neue Darstellung via Linear Swept Spheres benötigt gegenüber polygonbasiertem Strand-Hair weniger Speicher und ist insbesondere für Ray- und Pathtracing effizienter, da es weniger kompliziert abzutasten ist respektive deutlich weniger Rays benötigt, um die einzelnen Haare zu erfassen. Neben Performance-Vorteilen soll RTX Hair laut Nvidia sauberer von Beleuchtung und Verschattung erfasst werden können. Das Update soll im September erscheinen. Wir sind bereits gespannt!
Auf der Gamescom wird obendrein der Gewinner des RTX-Remix-Wettbewerbs verkündet. Es wird eine Reihe Demos zu sehen geben und vermutlich auch angespielt werden können. Die Sieger stehen bereits fest und wir könnten diese gar an dieser Stelle nennen, da das NDA für das Nvidia-Briefing nun gefallen ist und den entsprechenden Slide enthält. Doch überlassen wir Nvidia die Ernennung der Siege des mit 50.000 US-Dollar Preisgeld honorierten Wettkampfs.
RTX Remix mit neuer Partikeldarstellung
Wir haben uns im Übrigen ebenfalls schon mit einigen der RTX-Remix-Kandidaten beschäftigt und unter anderem das erste Unreal in Pathtracing-Grafik bestaunt. RTX Remix wird außerdem neue Partikeleffekte erhalten, welche in die Pathtracing-Berechnung eingebunden werden können und so etwa in RTX Portal in Reflexionen widergespiegelt werden können - definitiv ein nettes Feature. Es gibt obendrein einige zusätzliche Erweiterungen für RTX Remix, die von Moddern selbst geschrieben wurden, aber auch für andere Hobby-Entwickler nützlich sein dürften.
Nvidias ACE und G-Assist mit neuen Features
Es gab auch einige Neuigkeiten zu Nvidias KI-basierter Spracherkennungs-Schnittstelle ACE. So wurde mit The Oversight Bureau ein neuer Titel angekündigt, der Nvidias ACE nutzen wird. Das KI-Tool G-Assist wird ebenfalls mit einigen Updates versehen und wird obendrein optimiert, sodass das KI-Tool weniger Grafikspeicher benötigt. Laut Nvidia liegt die Einsparung beim Grafikspeicher bei immerhin 40 Prozent. Nun können Sie G-Assist auch auf Geforce-GPUs mit mindestens 6 GiByte nutzen.
Neues zu Nvidia ACE und G-Assist
Das Tool kann obendrein dank Launchpad-Funktion die Verwaltung verschiedener Game-Services wie Steam, Epic-Games-Launcher oder GOG Galaxy erleichtern, sodass Sie sich lediglich mit einer Oberfläche herumschlagen müssen. Zudem können Sie nun aufgrund einer Kooperation zwischen Nvidia und Mod.io G-Assist dazu nutzen, beispielsweise Ihre RGB-Settings verschiedener Hardware-Hersteller einzustellen und aufeinander abzustimmen.
Kurzfazit zum Pre-Briefing
Nvidia wird auf der Gamescom einige spannende Neuigkeiten bieten. Der Fokus der Gamescom-Vorab-Informationseinweisung lag dabei klar auf Geforce Now, der dort ab September im Ultimate-Abo buchbaren RTX 5080 sowie den neuen Blackwell-Features, welche bei diesem Abonnement inklusive sind. Darunter etwa 48 GiByte Framebuffer, Support für höhere Bildraten, die "Cinematic Streaming Quality" respektive HDR-Support sowie ein neuer KI-Filter.
Quelle: Nvidia
Zu Neural Rendering bzw. -Shading gab es im GC-Pre-Briefing nahezu nichts Neues. Schade, doch vermutlich ist der Support für die Rendertechnik, sind Grafik-Engines und -Tools bislang schlicht nicht ausgereift, verbreitet genug. Eine mangelnde Hardware-Basis bzw. ein bisher tendenziell lückenhafter (oder gerade erst Beta-)Support durch APIs könnte ein weiterer Grund sein. Vermutlich wird es noch ein wenig dauern, bis erste Spiele umfassend auf Neural Rendering setzen.
Wir werden uns auf der Gamescom primär auf die neuen RTX-Spiele konzentrieren. Wir sind der guten Hoffnung, dass wir einige der genannten Spiele - sowie vermutlich einige weitere - bei Nvidia begutachten und hoffentlich, zumindest teilweise, auch selbst anspielen können. Nett sind auch die RTX-Remix-Demos, welche Modder im Rahmen des Remix-Wettbewerbs erstellt haben und von denen Nvidia auf der Gamescom ebenfalls eine Auswahl präsentieren wird. Wir haben allerdings zuvor schon selbst Hand angelegt. Eine wirkliche Neuerung sind die schicken Pathtracing-Demos für uns also nicht.
Etwas schade fanden wir, dass es zudem praktisch keine Neuigkeiten zu Neural Rendering respektive Neural Shading gab - zumindest nicht im Pre-Briefing. Vermutlich fehlt schlicht und einfach noch die Verbreitung, die Implementierung in diverse Grafik-Engines, die korrekten Tools und nicht zuletzt eine entsprechend weitverbreitete Hardware-Basis. Doch wir werden sehen und sind gespannt - vielleicht hat Nvidia auch noch die eine oder andere Überraschung für uns in petto.


RTX Hair basiert im Grunde nur auf einem anderen Primitive. Solang diese Form der Haardarstellung gewissermaßen "offen" bleibt, hat diesbezüglich und mW nicht wirklich ein "Vendor" die Nase vorn.
Ist einfacher, die Linear Swept Spheres mir RT abzutasten. Deshalb. Und dann kann man mehr und feineres Haar abbilden, statt weniger und dafür ineffizienter. Natürlich geht es insbesondere um das "Mehr". Wir sollen ja auch mehr Grafikkarten kaufen. Oder zumindest: "Für mehr".
EDIT: Es gibt bislang meines Erachtens wenige Hinweise auf eine Art Hairworks 2.0. Das hat gezielt eine Radeon-Schwäche ausgenutzt. RTX Hair tut das nicht, es nutzt allerdings vielleicht einen (noch) Vorteil.
Gruß,
Phil
Ne, habs heute Morgen schon installiert. Bisher nichts Negatives.