Nothing Phone (4a) gegen (4a) Pro: Leistung & Kamera im Check
Obwohl sich das Nothing Phone (4a) und (4a) Pro in ihren Specs sehr ähnlich sind, liegen einige nennenswerte Unterschiede wie so häufig im Detail.
Inhaltsverzeichnis
Größer, heller, ausdauernder
Bei alldem fällt auf, dass weder das (4a) noch das (4a) Pro handliche Geräte sind - mit einer Hand lässt sich keines davon entspannt bedienen. Ersteres ist dabei sogar noch etwas größer, wogegen das Pro den größeren und höher aufgelösten Bildschirm besitzt. Über ein schickes AMOLED-Display verfügen beide, wodurch die Farben kräftig und satt und das Schwarz auch wirklich schwarz ist. In puncto Helligkeit hat das Pro-Modell seinem kleinen Geschwister ebenfalls leicht etwas voraus, wobei es sich bei den angegebenen Daten lediglich um Spitzenhelligkeiten handelt. Im Alltag waren beide Handys hell genug, um sie selbst bei Sonnenschein problemlos zu verwenden. Im direkten Vergleich ist der Unterschied nicht allzu groß, doch für sich betrachtet, liefern beide Smartphones hier ein ausgezeichnetes Ergebnis ab.
Quelle: PCGH
Das (4a) Pro hat ein helleres, höher aufgelöstes Display, hielt im Test aber zugleich spürbar länger durch als das reguläre (4a).
Der Akku überzeugt
Um den 5.080-mAh-Akku auf die Probe zu stellen, haben wir beide Nothing Phones nicht nur regulär im Alltag verwendet, sondern sie zusätzlich mithilfe von Video-Loops von 100 auf 0 % leerlaufen lassen. Die Bildschirmhelligkeit war dabei auf die mittlere Stufe fixiert. Für die Verbrauchsüberwachung kam die App Charge-Meter zum Einsatz, deren Werte allerdings nur teilweise repräsentativ sind, da außerdem Faktoren wie die unterschiedliche Bildrate eine Rolle spielen.
So ergab sich in unserem Testfall beim (4a) ein geschätzter Durchschnittsverbrauch von 6 % pro Stunde, während es beim (4a) Pro 10 % waren. Dennoch hielt Letzteres mit knapp 20,5 Stunden ein Stück länger durch als Ersteres mit über 18,5 Stunden. Obwohl der verbaute Akku im Vergleich zu den Vorgängern verbessert wurde - wenn auch nur minimal -, dürfte vor allem die höhere Gesamteffizienz für diese guten Ergebnisse verantwortlich sein. Denn in beiden Fällen sollte man problemlos einen oder sogar zwei Tage mit einer vollen Ladung auskommen, bevor den Nothing Phones der Saft ausgeht.
Von 0 auf 100 in einer Stunde
Aufgeladen haben wir beide Handys jeweils zweimal: einmal im ausgeschalteten Zustand von 0 auf 100 % und ein weiteres Mal während eines erneuten Loop-Durchlaufs, gestartet bei 20 % Akkustand. Geladen wurden sie dabei mit ihrem beiliegenden USB-C-Kabel. Da jedoch kein Netzteil mitgeliefert wird, haben wir unseres mit 67 Watt genutzt - unterstützt wird aber ohnehin "nur" 50-W-Schnellladen. Allzu groß fielen die Unterschiede in der Dauer allerdings nicht aus. Im ausgeschalteten Zustand benötigten beide Smartphones fast genau eine Stunde für volle 100 %, während nach einer halben Stunde bereits rund 70 % erreicht waren. Mit laufendem Video waren es nach 30 Minuten dagegen erst 56 bzw. 59 %. Den einzig größeren Unterschied zeigte das (4a) Pro, das eingeschaltet rund 80 Minuten und damit 20 Minuten länger als das (4a) benötigte.
Leistung oder Design
Um die Leistung zusätzlich zur üblichen Alltagsanwendung zu beurteilen, haben wir die Benchmark-Tools Geekbench 6 und 3DMark verwendet. Letzteres bietet zusätzlich eine Tabelle mit einigen weiteren Smartphones, unter denen die (4a)-Reihe eingeordnet wird. Da es sich dabei jedoch um High-End-Modelle handelt, haben wir als Vergleichsprodukte noch Nothings aktuelles Flaggschiff, das Phone 3, sowie ein etwas älteres Samsung Galaxy S20 FE herangezogen.
| Benchmark | Nothing Phone (4a) | Nothing Phone (4a) Pro | Nothing Phone (3) | Samsung Galaxy S20 FE |
|---|---|---|---|---|
| Wild Life | 4.228 | 7.597 | 15.355 | 5.081 |
| Wild Life Extreme | 1.102 | 2.088 | 4.180 | 1.504 |
| Wild Life Stress Test | 4.236 (max.) | 4.209 (min.) | 7.598 (max.) | 7.557 (min.) | 14.829 (max.) | 10.090 (min.) | 5.046 (max.) | 3.845 (min.) |
| Geekbench (GPU) | 3.546 | 4.589 | 13.208 | 5.284 |
| Geekbench (CPU - Single-Core) | 1.246 | 1.310 | 2.082 | 1.205 |
| Geekbench (CPU - Multi-Core) | 3.324 | 4.182 | 6.368 | 3.012 |
Erwartungsgemäß liegt das leistungsstärkere Phone (3) in allen Belangen weit vorn. Was dagegen überraschen kann, ist, dass (4a) und (4a) Pro trotz der auf den ersten Blick ähnlichen Hardware sehr unterschiedlich performen. So positioniert sich das Mittelklasse-Modell mit seinem Snapdragon 7s Gen 4 selbstverständlich weiter unten. Das Pro-Gerät mit einem Snapdragon 7 Gen 4 schneidet wiederum etwa doppelt so stark ab, ist gleichzeitig aber etwa halb so stark wie das Phone (3). Obwohl also beide Geräte für typische Alltagsanwendungen und selbst leistungsintensivere Spiele geeignet sind, bringt das (4a) Pro spürbar mehr Reserven mit. Konkret sieht man den Unterschied sehr gut an der Bildrate: Im Wild-Life-Stress-Test schwankt das günstigere Smartphone zwischen 17 und 33 Fps, wogegen das große Geschwister eine deutlich höher angesetzte Spanne von 32 bis 58 Fps erreicht.
Gaming auf den Nothing-Phones
Von den möglichen 120 bzw. 144 Hz, die das Display theoretisch bietet, ist das zwar weit entfernt. Und optisch können beide ebenfalls nicht mit High-End-Smartphones mithalten. Allerdings geht Mobile-Gaming immer mit gewissen Abstrichen einher. Wir haben testweise sowohl via Cloud-Gaming verschiedene Titel als auch das kostenlose Where Winds Meet gespielt, was mit einem Mobile-Controller problemlos funktionierte.
In actionreichen Szenen in The Outer Worlds 2 gab es auf keinem der beiden Smartphones Ruckler oder andere Probleme, wenngleich die Optik auf dem Pro die Nase vorn hat. Sichtbar wird das etwa anhand einiger Schatten - in den Screenshots zu sehen an den Steinen am unteren Bildrand. Where Winds Meet sieht dagegen zunächst sehr ähnlich aus, lief auf dem (4a) aber gefühlt minimal flüssiger bei schnellen Bewegungen. Ernsthafte Aussetzer oder derlei kamen allerdings nicht vor.
Außerdem fallen viele optische Details auf einem solch kleinen Bildschirm ohnehin weniger auf. Und wer eine flexible Alternative zum weiterhin teurer werdenden PC-Gaming sucht, wird vielleicht schon mit dem Gedanken gespielt haben.
Gute Mittelklassekamera mit feinen Unterschieden
Ganz frei von den aktuellen Schwankungen ist aber auch Nothing nicht: Neben dem RAM ließen auch der verbesserte Bildschirm, der Chipsatz und die Periskopkamera den Preis steigen. Die verfügt über einen 3,5-fachen optischen sowie siebenfachen In-Sensor-Zoom, während das Pro-Modell noch einen neuen 140-fachen "Ultra-Zoom" drauflegt. Letzterer "schärft" geschossene Fotos mithilfe von KI nach und ist laut Angaben des Herstellers neu auf dem Markt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen mit dicker Schrift, die tatsächlich gut erkannt wurde, waren die meisten Ergebnisse stark verwaschen.
Der optische Zoom macht dagegen, wie man anhand unserer Beispielbilder sehen kann, einen ausgezeichneten Job. Das (4a) wirkt durch den von Haus aus höheren Kontrast etwas knackiger, das Pro-Modell wirkt auf der anderen Seite sichtbar natürlicher, lichtstärker und konsistenter, was die Farbgebung zwischen Ultraweitwinkel- und Hauptkameras angeht.
Dabei liegen die technischen Unterschiede zwischen beiden Smartphones wirklich im Detail und generell lässt sich sagen, dass man mit beiden selbst mit wenig Licht wirklich gute Ergebnisse erzielen kann. Einzig die Frontkamera zieht hier wie üblich den Kürzeren. Details gehen schnell verloren und Bilder wirken äußerst weichgezeichnet. Den Rückkameras, denen man ihre Mittelklasse-Einstufung kaum ansieht, tut das jedoch keinen Abbruch. Übrigens wurden alle Fotos in diesem Test (außer dem Titelbild) mit den beiden Smartphones gemacht.
| Kategorie | Nothing Phone (4a) | Nothing Phone (4a) Pro |
|---|---|---|
| Displaygröße | 6,78 Zoll flexible AMOLED | 6,83 Zoll flexible AMOLED |
| Auflösung | 1.224 × 2.720 Pixel | 1.260 × 2.800 Pixel |
| Bildwiederholrate | 30 bis 120 Hz adaptiv | bis 144 Hz adaptiv |
| Spitzenhelligkeit | bis zu 4.500 cd/m² | bis zu 5.000 cd/m² |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 | Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 |
| GPU | Qualcomm Adreno 810 | Qualcomm Adreno 722 |
| RAM | LPDDR4X 8/12 GiB | LPDDR5X 8/12 GiB |
| Speicher | 128/256 GB | 128/256 GB |
| Hauptkamera | 50 MP | 50 MP |
| Tele/Periskop | 50 MP, 3,5-facher optischer Zoom | 50 MP, 3,5-facher optischer Zoom |
| Ultraweitwinkel | 8 MP, 120° FOV | 8 MP, 120° FOV |
| Frontkamera | 32 MP | 32 MP |
| Video | 4K@30 Fps, 1080p@30/60/120 (Slo-mo) Fps, Zeitraffer | 4K@30 Fps, 1080p@30/60/120 (Slo-mo) Fps, Zeitraffer |
| Akku | 5.080 mAh, 50 W Schnellladen (nicht Wireless) | 5.080 mAh, 50 W Schnellladen (nicht Wireless), 7,5 W Reverse Wired Charging |
| Konnektivität | Wi-Fi 6, 5G Dual Mode, Bluetooth 5.4, NFC, USB-C | Wi-Fi 6, 5G Dual Mode, Bluetooth 5.4, NFC, USB-C |
| SIM | Dual-Nano-SIM (keine eSIM) | Dual-Nano-SIM (keine eSIM) |
| Betriebssystem | Nothing OS 4.1 (Android 16) | Nothing OS 4.1 (Android 16) |
| Update-Versprechen | 3 Android + 6 Jahre Security | 3 Android + 6 Jahre Security |
| Abmessungen | 163 × 78 × 8,6 mm | 163,6 × 76,6 × 8 mm |
| Gewicht | 204,5 g | 210 g |
| Schutzklasse | IP64 | IP65 |
| UVP | 349, 389, 429 Euro | 479, 549 Euro |

Mein Edge 60 Pro (shadow) hat mehr Dampf.
Nothing kann aber sonst nur empfehlen, ich bin von einem iPhone umgestiegen. Mir gefallen die Geräte optisch sehr gut, das OS ist schlank....und es ist neben Fairphone eines der wenigen Smartphones aus Europa bzw. von einer Firma die ihren Sitz in Europa hat, welches man wirklich brauchen kann.
Alles besser als ein US Gerät (Apple, Google) oder Bloatware verseuchte Flagships wie die von Samsung.
Mein Edge 60 Pro (shadow) hat mehr Dampf.
Ist in allem schneller und fähiger, der Dimensity 8350 (extreme) ist dem ollen SD 7 Gen 4 teils deutlich überlegen.
12gigs RAM und ich hab dazu gleich 512gigs Speicher, der auch noch schneller angebunden ist mit UFS 4 statt 3.1, IP68/69 vs IP64 usw. usf..und das für unter 400Geld.
Das Design ist auch nicht so meins...
Aber naja, iwem wirds gefallen und reichen, aber für das Geld gibts besseres imho.