Nothing Phone (3) im Test: Das Smartphone-Flaggschiff aus London
Das Nothing Phone (3) ist das neue Flaggschiff-Smartphone des Londoner Unternehmens und wartet vor allem mit einer starken Kamera sowie einem kleinen Pixel-Screen auf der Rückseite auf.
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Am 1. Juli hat Nothing im Rahmen eines Events in London das Nothing Phone (3) sowie das bereits von mir vorgestellte Nothing Headphone (1) erstmals offiziell vorgestellt. In den Wochen zuvor hatte es bereits immer wieder Leaks zu den Design-Konzepten und einzelnen technischen Daten gegeben, natürlich kam besonders die Frage auf, was es mit dem kleinen Bildschirm auf der Rückseite des Smartphones auf sich hat. Ich habe das Nothing Phone (3) getestet und stelle es Ihnen vor.
Nothing Phone (3): technische Details
- Display: 6,67 Zoll, AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass 7I
- CPU: Qualcomm Snapdragon 8S Gen Kryo, 8 Kerne
- RAM: 12 bzw. 16 GiB
- Speicher: 256 GB oder 512 GB
- Betriebssystem: Nothing OS 3.5 (Android 15)
- SIM: Dual-SIM (eSIM möglich)
- Kamera: 50 MP (1/2,75″ Sensor), Periscope (50 MP, 3x optisch, 6x in-sensor, 60x digital), Ultra-Wide (50 MP), Front (50 MP)
- Sicherheit: PIN, Fingerprint
- Akku: 5.150 mAh
- Gewicht: 218 g
- Wasserschutz: IP68
- Sonstiges: Essential Key/Space, True Lens Engine 4, durchsichtige Hülle liegt bei
Der Nothing-Style: jetzt mit Zweit-Display auf der Rückseite
Quelle: PCGH-Ratgeber
Auf der Rückseite befindet sich nun die Glyph Matrix, ein kleines, rundes Display.
Nothing hat sich seit seinen Anfängen im Jahr 2020 einen Namen mit der besonderen Optik seiner Produkte gemacht. Auch die kürzlich veröffentlichten ersten Over-Ear-Kopfhörer Nothing Headphone (1) machen da keine Ausnahme und bleiben dem Retro-Robo-Style mit durchsichtigen Elementen treu. Das Nothing Phone (3) ist nun das erste Smartphone der Londoner, das auf der Rückseite keinen stilisierten Roboter und Glyphs hat. Die sogenannten Glyphs waren zuletzt eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale. Sie konnten Anrufe und Nachrichten durch Aufleuchten ankündigen oder auch Timer abbilden.
Mit dem neuen Flaggschiff läutet Nothing eine neue Ära ein. Es gibt hinten keinen Roboter mehr, der Look bleibt aber futuristisch. Selbstverständlich gibt es ein neues Alleinstellungsmerkmal, das die bisherige Form der Glyphs ersetzt: die Glyph Matrix, ein rundes LED-Display auf der Rückseite neben den Kameras. Dieses LED-Display mit 489 Micro-LEDs erfüllt zum einen die Aufgabe der ehemaligen Glyphs, aber etwas individualisierbarer. So kann man nun zum Beispiel einstellen, wenn eine bestimmte Person anruft, dass für diese dann ein passendes Symbol angezeigt wird. Außerdem fungiert es direkt als Taschenlampe oder Licht fürs Fotografieren.
Zusätzlich dazu hat Nothing noch ein bisschen Spaß hineingebracht. So gibt es für die Glyph Matrix Mini-Games, wie beispielsweise Flaschendrehen. Das, so Nothing CEO und Gründer Carl Pei, kann man zum Beispiel nutzen, um unter Freunden zu bestimmen, wer die Runde zahlt. Stein-Schere-Papier ist ebenfalls dabei, hier können Sie gegen Ihr Handy spielen. Zu guter Letzt dient die Glyph Matrix des Nothing Phone (3) auch als kleines Selfie-Display. Wer gerne Weitwinkel-Selfies mit der Hauptkamera schießt, der weiß ab jetzt, ob er im Bilde ist. Durchgeschaltet werden die zuvor in den Einstellungen festgelegten Funktionen der Matrix mittels des Buttons auf der Rückseite des Handys.
In der Summe bleibt Nothing seinem Stil treu und entwickelt sich dennoch weiter - einer der Gründe, warum die Londoner mittlerweile auf eine enthusiastische Community bauen können, die sie mit Ideen und Wünschen versorgt.
Quelle: PCGH-Ratgeber
Auch Stein-Schere-Papier gegen die Glyph Matrix ist drin.
Nothing Phone (3): Display & Material
Das 6,67-Zoll-AMOLED-Display des Nothing Phone (3) arbeitet mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und ist damit auch fürs Zocken bestens geeignet. Dank einer Spitzenhelligkeit von bis zu 4.500 cd/m² kann man damit auch draußen bei Sonne noch alles sehr gut erkennen. Nicht standardmäßig aktiviert, aber meiner Meinung nach praktisch und sinnvoll ist die adaptive Helligkeit. Die finden Sie im gut verständlichen Einstellungen-Menü unter der Rubrik Bildschirm. Generell ist das Display farblich wieder schön und scharf, es ist angenehm und macht Spaß, darauf Dinge anzusehen oder zu lesen.
Ab Werk sind Rückseite und Display übrigens bereits mit Gorilla Glas überzogen, heißt, es ist sehr robust. Trotzdem empfehle ich allen, die vielleicht schon öfter ihren Handy-Bildschirm zerstört haben, immer gern zusätzlich noch das Aufklebe-Display.
Die Ränder des Nothing Phone (3) bestehen aus Aluminium. Dem Smartphone liegt außerdem eine durchsichtige Schutzhülle bei.
Akku und Hardware
Der 5.150-mAh-Akku hält bei normaler Nutzung für Surfen, Social Media und Videos schauen bzw. Nachrichten schreiben bis zu drei Tage. Wer sein Smartphone nur wenig nutzt, der kann damit sogar noch länger auskommen. Zudem kann der Akku auch beim neuen Nothing Phone (3) dank 65-W-Schnellladung in etwas mehr als einer Stunde wieder vollgeladen werden. Voraussetzung dafür ist, dass man ein passendes Netzteil hat, denn das liegt dem Gerät nicht bei.
In Sachen Hardware werkelt ein Qualcomm Snapdragon 8S Gen (Kryo) gemeinsam mit 12 bzw. 16 GiB RAM im Nothing Phone (3). Die 8 Kerne der CPU verteilen sich auf einen Prime-Core mit bis zu 3,2 GHz Taktrate sowie sieben weitere Kerne mit immerhin bis zu 3,0 GHz. Komplettiert wird das Ganze von einer Qualcomm Adreno-825-GPU. Damit erhält man hier solide Leistung aus dem unteren High-End-Bereich. Nothing hat hier laut eigener Aussage bei der Hardware darauf geachtet, einen Mittelweg zwischen Leistung und Preis zu finden. Das Ziel war, weiterhin unter 1.000 Euro UVP zu bleiben - was mit 799 bzw. 899 Euro dann auch erreicht wurde.
Die beiden Preise orientieren sich daran, ob man zur Version mit 256 GB Speicher und 12 GiB RAM oder zu jener mit 512 GB Speicher in Kombination mit 16 GiB RAM greift. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Speicher nicht per MicroSD erweiterbar ist. Wer also viel Speicher und maximale Leistung möchte, der sollte die 100 Euro Aufpreis für die größere Version in Erwägung ziehen.
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Fotografie mit dem Nothing Phone (3)
Hinten sitzt eine Triple-50-MP-Kamera (Hauptkamera, Periskop und Ultraweitwinkel), vorne die 50-MP-Selfie-Cam. Die Kameras liefern gute, scharfe Bilder. Es hilft hier die Truelens Engine 4, die mit KI und Ultra XDR für lebendige Farben sorgt. Es gibt verschiedene Modi, darunter auch den Profi-Modus, mit welchem Belichtungszeit und Co. manuell eingestellt werden können.
Die ansonsten vorhandenen Funktionen der Kameras entsprechen dem Standard. Selbstverständlich gibt es verschiedene Filter, mit denen man das Bild direkt beim Fotografieren beeinflussen kann. Dazu gehört auch die Retusche-Funktion beim Selfie. Hier hat man die Wahl zwischen keiner Retusche, Natürlich und Stark. Damit kann man das eigene Gesicht glatt um zehn Jahre jünger gestalten.
Erwähnenswert ist, dass die Weitwinkelkamera nun auch statt der bisherigen 8 MP 50 MP stark ist.
Quelle: PCGH-Ratgeber
Action: Auch bei bewegungsreichen Aufnahmen ist das Zoom-Ergebnis, hier 30-fach, noch sehenswert.
Ein Highlight: die Periskop-Kamera
Die Periskop-Kamera ist für alles, was mit Zoom zu tun hat, zuständig. Der dreifach optische sowie sechsfach in-Sensor-Zoom sind tatsächlich wie auch schon beim Nothing Phone (3a) Pro sehr gut. Interessant war für mich vor allem der 60-fach-Zoom. Der war beim genannten (3a) Pro noch etwas unausgereift und lieferte nur bei maximalem Stillhalten halbwegs scharfe Bilder. Mit dem Nothing Phone (3) klappt das nun um Welten besser - vor allem, weil die KI nochmals verbessert wurde. Bei einer 60-fachen digitalen Vergrößerung spielt die Leistung der künstlichen Intelligenz eine große Rolle. Schießt man nun mit maximalem Zoom (und halbwegs stillhalten) ein Foto, sieht das erst einmal aus wie Pixelbrei. Sobald man in der Galerie dann aber das Bild anwählt, wird es nachberechnet. Die Ergebnisse sind erstaunlich gut. Freilich - das möchte ich betonen - handelt es sich hier um kein Teleskop-Objektiv an einer Nikon- oder Canon-Systemkamera. Es bleibt digitaler Zoom, aber der hat noch einmal einen sichtbaren Schritt nach vorn getan.
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Makro-Spielereien inklusive
Exakt diese Kamera und ihre Fähigkeiten sind dann auch für alle, die gerne mit Makro-Fotografie herumspielen, interessant. Mit einem Abstand von 10 Zentimetern kann man recht weit hereinzoomen und damit schöne Fotos von Blütenstempeln, Hummelhintern und anderen hübschen Dingen produzieren.
Die Kameras im Nothing Phone (3) liefern genau das, was man sich im Alltag, aber auch im beruflichen Kontext wünscht: scharfe, schöne Fotos und Videos (4k). Filter und Bearbeitungsfunktionen in der Galerie-App bieten viele Möglichkeiten, die Aufnahmen zu perfektionieren.
Essential Space
Mit der Nothing-Phone-3a-Generation führten die Londoner den Essential Key sowie dazu passend den Essential Space ein. Der Essential Key sitzt rechts an der Seite und gibt dem Nutzer den direkten Zugriff auf verschiedene Funktionen. Das grobe Ziel des Ganzen ist es, einen Ort und die Möglichkeit zu haben, Infos und Gedanken möglichst schnell und unkompliziert festzuhalten.
Quelle: PCGH-Ratgeber
Durch Essential Space soll das Smartphone noch mehr zum täglichen Assistenten werden.
Wie funktioniert das?
Man sieht etwas im Internet und möchte das später gerne noch einmal näher anschauen. Also reicht ein Klick auf den Essential Key, um den Inhalt zu fotografieren, und mit einem weiteren Klick wird das Ganze im Essential Space abgespeichert. Ihnen fällt etwas ein, was Sie auf jeden Fall nicht vergessen wollen? Also drücken Sie den Essential Key lange, um ein Sprachmemo aufzunehmen. Man kann auch ein Sprachmemo zum vom Bildschirm aufgenommenen Inhalt hinzufügen oder bei Nutzung der normalen Kamera durch Betätigen des Buttons ein Foto von seiner Umwelt aufnehmen und das mit oder ohne Memo im Essential Space abspeichern.
Im Essential Space kann man seine Gedanken sortieren, sogar nach Ordnern. Außerdem sorgt hier die KI dafür, dass Sprachmemos transkribiert werden - man muss sich also nicht die eigene Aufnahme wieder anhören, sondern kann den Text lesen.
Die Umwandlung der Audio-Daten findet dabei laut Nothing komplett auf dem Smartphone selbst statt. Ich habe das für Sie ausprobiert: Auch ohne Internetverbindung wurde mein Memo in Text umgewandelt.
Bisher ist es nicht möglich, den Text zu kopieren und dann beispielsweise in einer Nachricht zu versenden. Egal, wie lange man drückt, es wird nichts markiert oder kopiert.
Meetings transkribieren und Essential Search
Teil der neuesten Updates ist, dass man nun Meetings komplett und direkt transkribieren lassen kann. Das ist eine sehr praktische Funktion für alle, die Meeting-Protokolle benötigen oder sich Gesagtes noch einmal ins Gedächtnis rufen wollen. Neu ist ebenfalls Essential Search, eine KI-gestützte Suchfunktion. Da kann man auch so etwas eingeben wie "Telefonnummer von Oma" und Essential Search wird einem diese Nummer aus den Kontakten heraussuchen. Man kann aber auch nach dem Wetter oder den Ergebnissen von Sportereignissen fragen. Laut Carl Pei ist Essential eben nicht nur eine App, sondern soll Schritt für Schritt ein valider KI-Assistent werden.
Die Möglichkeit, mit dem Essential Key, ähnlich dem Action-Button des iPhone 16, die Kamera zu öffnen oder andere Individualisierungen sind nicht angedacht. Ein Manko ist, dass man recht gerne auch mal ungewollt auf den Essential Key kommt und regelmäßig Screenshots macht, die man nicht machen wollte.
Passend zum Nothing Phone (3): Nothing Headphone (1)
Nothing Phone (3): Testergebnis
Das Nothing Phone (3) liefert alles, was man von einem Smartphone seiner Preisklasse und einem "Flaggschiff" erwarten darf. Das Produkt selbst ist hochwertig verarbeitet und bietet mit der Glyph Matrix auf der Rückseite ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Das Display ist scharf und farbintensiv und bietet mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 4.500 cd/m² eine hohe Lesequalität auch bei Sonnenlicht. Das Betriebssystem Nothing OS ist durchdacht und intuitiv in der Handhabe, Sicherheitsupdates werden noch für sieben, Android-Updates für fünf Jahre gewährleistet.
Die Kamera sorgt für schöne, hochwertige Aufnahmen. Ganz besonders zu erwähnen ist die Periskop-Linse, deren bis zu 60-facher digitaler Zoom dank KI-Nachberechnung tatsächlich mit etwas Übung starke Nahaufnahmen liefert. Auch Makro-Aufnahmen sind hier möglich. Der Essential Space, der dem Nutzer als Assistent dienen soll, hat weitere sinnvolle Funktionen erhalten und wird stetig weiterentwickelt. In der PCGH-Ratgeber-Wertung erhält das Nothing Phone (3) 5/5 Sterne.

Der "Essential Key" und dass man diesen bescheuerten Dreck nicht abstellen, oder für etwas anderes belegen kann, ist das, mit großem Abstand, größte KO-Kriterium der 3er Reihe. Was für ein hirnverbrannter Zwang.
Außerdem habe ich mir Glyphify runtergeladen um eine dauerhafte Möglichkeit der optischen Benachrichtigung zu haben. Es ist etwas schade, dass solche Basics von der Community und nicht vom Hersteller selbst kommen. Mein Sony Xperia aus 2017 konnte das von alleine ;]
Bin aber trotzdem mit dem 3a Pro sehr zufrieden, habe es mir vor allem wegen der Kamera gekauft.
Der "Essential Key" und dass man diesen bescheuerten Dreck nicht abstellen, oder für etwas anderes belegen kann, ist das, mit großem Abstand, größte KO-Kriterium der 3er Reihe. Was für ein hirnverbrannter Zwang.
Ggf. hab ichs übersehen, aber mir fehlen die Infos:
Welche Auflösung?
Lautsprecher mono oder stereo?
3.5 Klinkestecker vorhanden?
Mit Sicherheit noch mehr, aber das sind für mich zb wichtige Faktoren.