Google: Wird die Suche durch ChatGPT und Co. um das Zehnfache teurer?

0
News Claus Ludewig Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Google: Wird die Suche durch ChatGPT und Co. um das Zehnfache teurer? (1)
Quelle: Gerd Altmann unter Pixabay-Lizenz

Alphabet-Vorstandsvorsitzende John Hennessy hat Bedenken zum KI-Einsatz bei Suchmaschinen geäußert. So befürchtet der Google-Mutterkonzern, dass durch den Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT die Suchanfragen um das Zehnfache teurer werden könnten.

Seit zwei Wochen können Betatester die Technologie von ChatGPT in Microsofts Suchmaschine Bing nutzen. Noch ist der Zugriff nur freigeschalteten Nutzern möglich. Im Gegensatz zur normalen Suche lässt sich durch das KI-Tool chatten. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters äußert nun der Alphabet-Vorstandsvorsitzende John Hennessy seine Bedenken zum Einsatz von KI bei der Suche. Der Google-Mutterkonzern fürchtet, dass die Suchanfrage wohl um das Zehnfache teurer wird, wenn eine KI genutzt wird.

In welchen Bereichen steigen die Preise durch den Einsatz von KI?

Die gestiegenen Kosten gehen zum einen aufs Konto der Anschaffungs- und Entwicklungskosten für das KI-Tool sowie die benötigte Server-Infrastruktur, zum anderen bedeuten mehr Server auch höhere Energiekosten. Alleine im Kalenderjahr 2022 verarbeitete Google schätzungsweise 3,3 Billionen Suchanfragen. Als eine mögliche Lösung wird ein kleineres KI-Modell vorgeschlagen, das nur für ein paar spezifische Aufgaben genutzt werden kann. Mit LaMDA schraubt Google aktuell für das KI-Tool Bard an einem solchen Modell, das weniger Rechenleistung als ChatGPT benötigt. Microsoft ist ein weiterer Investor in Open AI und stellt unter anderem die Azure-Server für ChatGPT zur Verfügung, darunter einen Server mit 285.000 CPU-Kernen und 10.000 Grafikkarten.

Im Gegensatz zu Microsoft hat Google noch nicht bekannt gegeben, wann ihr KI-Tool Bard in der Google-Suche öffentlich getestet werden kann. Vielmehr enttäuschte die Präsentation, bei der Bard jüngst mit einem Milliarden-Dollar-Fehler auf sich aufmerksam machte. So verlor der Aktienkurs von Alphabet nach dem KI-Vorstellungsevent 100 Milliarden US-Dollar. KI-Tools leben von der Eingabe der Nutzer und der Bewertung der Antworten, um im Laufe der Zeit besser zu werden.

Ebenfalls lesenswert: Bing mit ChatGPT: Darum beschränkt Microsoft das Frage-Antwort-Szenario

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Sammlung zu möglichen Kosten von KI-Tools bei der Google-Suche:

  • Wie Alphabet-Vorstandsvorsitzende John Hennessy zu Protokoll gibt, könnte die Suche durch den Einsatz von KI-Tools künftig deutlich teurer werden.
  • Der Google-Mutterkonzern befürchtet, dass die Kosten um das Zehnfache ansteigen, wenn bei der Suche ChatGPT und Co. genutzt werden.
  • Neben Anschaffungs- und Entwicklungskosten bereitet vor allem die Stromrechnung für die Server-Infrastruktur Kopfschmerzen.
  • Alleine im Kalenderjahr 2022 verarbeitete Google schätzungsweise 3,3 Billionen Suchanfragen. Im Gegensatz zu Googles Bard ist Konkurrent Microsoft mit Bing auf Basis von ChatGPT bereits im Betatest unterwegs.

Quelle: Reuters

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk