Monitor-Kaufberatung: (Ultra-)Breitbild
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Bei den Breitbildformaten ist abseits OLED fast ausschließlich VA vertreten - nur einige wenige Bildschirme für den professionellen Bereich bieten IPS-Panels, etwa der HP Series 7 Pro 734pm für über 900 Euro. VA-Panels können aufgrund der vergleichsweise langen Grau-zu-Grau-Wechsel mit mehr oder weniger deutlicher Schlierenbildung auffallen, allerdings auch sehr günstig produziert werden. Abermals ist Gigabyte bei den günstigen Preisen ganz vorn. Der 34-zöllige Gigabyte G34WQCP ist seit November 2024 gelistet, kommt im 21:9-Format, mit einer Auflösung von 3.440 × 1.440 Pixeln, 180 Hertz, einer Krümmung von 1500R sowie Adaptive Sync samt Freesync-Premium-Zertifikat. Der Monitor bietet 8-Bit-Farbtiefe, eine maximale Helligkeit von 350 cd/m² und kostet weniger als 250 Euro.
Um nicht beständig Gigabyte zitieren zu müssen, greifen wir an dieser Stelle zum 10 Euro teureren MSI MAG 345CQR. Für 260 Euro bietet der Einsteiger-MSI-Gaming-Monitor ebenfalls ein VA-Panel, hier allerdings mit stärkerer Krümmung von 1000R, und ebenfalls Adaptive Sync samt Freesync Premium. Glauben Sie im Übrigen der deutschen MSI-Webseite nicht, die den Monitor trotz offenkundigem 21:9-Format fälschlich als "WQHD-Monitor" ausweist. Unten im Kleingedruckten sowie in den Specs steht dagegen korrekt: 21:9 und UWQHD-Auflösung von 3.440 × 1.440 Pixeln. Auch von dem MSI MAG 345CQR existiert eine technisch gleichwertige Variante für den DACH-Raum, in diesem Fall ist der MSI MAG 345CQRDE mit rund 270 Euro allerdings ein wenig teurer als das internationale Modell.
Bei den Bildschirmen im Kinoformat sind OLEDs auf dem Vormarsch - zumindest zum Teil, denn einige OLED-Monitore im 21:9-Format sind tatsächlich eher auf dem Rückmarsch. Dies betrifft insbesondere 21:9- und 32:9-Monitore mit 2nd-Gen-QD-OLED, von denen Nachfolger in den Startlöchern oder bereits im Angebot stehen. So geschehen etwa mit dem Dell Alienware AW3423DWF, den wir aufgrund des vor kurzer Zeit günstigen Preises (zum damaligen Zeitpunkt rund 560 Euro) ursprünglich zum Test für unsere "Volks-OLEDs, Teil 2" auserkoren hatten. Kurz darauf erfuhren wir allerdings, dass der Alienware AW3423DWF im Sommer 2025 nicht mehr im Angebot sein wird, er ist End-of-Life, Dell macht der zweiten Generation QD-OLEDs den Gar aus. Das Nachfolgemodell mit 240 Hertz und 3rd-Gen-QD-OLED ist mit dem Dell Alienware AW3425DW allerdings bereits erschienen, Kostenpunkt rund 800 Euro.
Das Panel ist mit 1800R gemäßigt gebogen und bietet Adaptive-Sync-Zertifizierungen für AMDs Freesync Premium Pro und Nvidias G-Sync Compatible. Der breite Alienware-Monitor bietet zudem reichlich Anschlüsse inklusive USB-Hub, PiP- und PbP-Funktionen und dank HDMI 2.1 noch genügend Bandbreite für unkomprimierte Befeuerung.
Günstiger geht es abermals bei Gigabyte. Gigabyte bietet den mit 3rd-Gen-QD-OLED ausgestatteten, ebenfalls mit 240 Hertz taktenden MO34WQC2 bereits ab rund 720 Euro an. Die Ausstattung gegenüber dem Angebot von Alienware ist ein wenig abgespeckt, so müssen Sie beispielsweise auf das G-Sync-Zertifikat verzichten, doch für den Preis gibt es wenig zu bemängeln.
Gigabyte bietet wie einige weitere Hersteller obendrein noch ein 2nd-Gen-UWQHD-Panel im 21:9-Format an. Der Gigabyte MO34WQC kommt mit 175 Hertz und 2nd-Gen-QD-OLED zu einem Preis ab rund 640 Euro. Falls Sie sparen, aber nicht auf ein fettes 34-Zoll-Breitbild und OLED verzichten möchten, legen wir Ihnen außerdem die Offerten von Philips und AOC ans Herz. Sowohl der Philips Evnia Series 6000 34M2C6500 als auch AOC Agon AG346UCD bieten 175 Hz und 2nd-Gen-QD-OLED, eine gemäßigte Krümmung von 1800R und sind von uns im Rahmen der "Volks-OLEDs, Teil 1" getestet worden. Sie finden den Artikel in der PCGH 05/2025 oder online als [PLUS-Artikel]. Der Philips ist für knapp über 600 Euro, der AOC für rund 620 Euro erhältlich.
Ultra-Breit im Anflug
Bezüglich des sich steigender Beliebtheit erfreuenden Ultra-Breitbildformats von 32:9 und Dual-Quad-HD-Auflösung (DQHD, 5.120 × 1.440 Pixel) wollen wir uns kurz halten, denn tatsächlich arbeiten wir just an einem Vergleichstest. Wirklich günstige Angebote gibt es hier bislang kaum, los geht es ab knapp 800 Euro, etwa im Falle des Philips Evnia Series 8000 49M2C8900L, dieser verbaut allerdings noch ein 2nd-Gen-QD-OLED-Panel. Gleiches gilt für den ab rund 830 Euro erhältlichen Samsung Odyssey OLED G9 G91SD und den für vergleichsweise heftige 940 Euro erhältlichen MSI MPG 491CQP. Letzteren haben wir in Form des internationalen Modells (ohne -DE-Kennung) bereits im Dezember vergangenen Jahres getestet, den Artikel finden Sie online (oder in Form eines Youtube-Videos). Die für den DACH-Raum angedachte Version ist mit 1.299 Euro allerdings kräftig überteuert. All diese genannten Monitore nutzen noch QD-OLED-Panels zweiter Generation; von allen genannten Monitoren sind 3rd-Gen-Nachfolger erschienen.
Im Falle von Philips, dem günstigsten Angebot unter den 3rd-Gen-Nachfolgern, dem Philips Evnia 8000 Series 49M2C8900, liegt der Preis bei rund 940 Euro. Bei Samsung selbst ist 3rd-Gen-QD-OLED mit dem Samsung Odyssey OLED G9 G93SD für rund 40 Euro mehr zu haben, MSI folgt - abermals mit dem deutlich günstigeren, internationalen Modell - MSI MPG 491CQPX für 1.299 Euro, das DE-Modell MPG 491CQPXDE für den DACH-Raum schlägt mit gesalzenen 1.400 Euro zu Buche. Wir haben alle drei Monitore für unseren Vergleichstest geordert, das Modell von Philips können Sie bereits auf unserem Youtube-Kanal in Aktion erleben.
Wir haben mit dem LC-Power LC-M49-DQHD-120-C-Q obendrein ein etwas kostengünstigeres VA-Modell für unseren Test geordert, der Ultra-Breitbild-Monitor kostet knapp 700 Euro und bietet 120 Hertz. Dieser Monitor ist allerdings schon alt und befindet sich bereits seit 2021 in unserem Preisvergleich. Der LC Power LCM49-DQHD-120-C-Q bietet obendrein lediglich DP 1.4 und HDMI 2.0 - letzterer Anschluss kommt ohne Support für die VESA-Kompression DSC und bietet nicht genügend Bandbreite für die volle Befeuerung des Displays - wollten Sie HDMI 2.0 nutzen, müssen Sie die Refreshrate des Monitors reduzieren.
Nachdem wir den Monitor getestet haben, würden wir dringend dazu raten, stattdessen zumindest einen der 2nd-Gen-OLED-Monitore in Betracht zu ziehen. Während der LCM49-DQHD-120-C-Q beileibe kein Totalausfall ist, stört die starke Schlierenbildung des VA-Panels. Die Farbdarstellung und Kontraste sehen selbst gegenüber OLED-Monitoren zweiter Generation kaum Land. Alles Weitere bald in unserem Test!

Grüsse
Grüsse