Monitor-Kaufberatung: OLED unter 500 Euro
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Zwar ist top-aktuelle Technik oft sehr teuer, allerdings gibt es bei OLED beständige Fortschritte. Im Jahrestakt erscheinen neue Generationen, fast monatlich erscheinen frische Modelle mit erneuerter, effizienterer Technik. Die technischen Fortschritte senken nicht nur die Herstellungskosten für die Panel-Fabrikanten und erhöhen zugleich die Qualität, Effizienz und Lebensdauer der Bildschirme beständig, sondern setzen auch bereits verfügbare Modelle beinahe konstant unter Preisdruck. Die jeweiligen OLED-Generationen wurden bislang zügig von neueren, verfeinerten Techniken abgelöst. Und langsam etabliert sich außerdem so etwas wie eine "OLED-Mittelklasse".
Auf der einen Seite sind OLED-Monitore zum momentanen Zeitpunkt nicht sonderlich lange top-aktuell. Allerdings fallen aus genau diesem Grund und zumindest abseits der (Noch-)Top-Modelle häufig zügig die Preise. Aktuell drängen etwa QD-OLED-Monitore des Panel-Herstellers Samsung mit 4th-Gen-Technik auf den Markt. Einer der frühen Anbieter der 4th-Gen-QD-OLED-Technik ist (wie häufig) Asus. Zu den ersten Vertretern zählt der 27-Zoll messende, in 4K und 240 Hertz auflösende Asus ROG Swift OLED PG27UCDM - einen umfangreichen Einzeltest finden Sie bei PCGH. Während dieser 4K-QD-OLED vierter Generation mit rund 1.150 Euro noch immer sehr kostspielig ist, purzeln, begünstigt durch das Erscheinen der 4th-Gen-Panels, die Preise bei Monitoren mit 3rd-Gen-Technik. Auch bei gerade erst erschienenen Monitoren.
Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle allerdings Gigabyte mit dem MO27Q2. Bei diesem neuen, erst seit dem 14. März 2025 im Preisvergleich gelisteten WQHD-Monitor handelt es sich um ein mit 240 Hertz taktendes QD-OLED-Panel dritter Generation. Neu ist der Gigabyte MO27Q2 bereits ab unter 500 Euro zu haben.
Ein formidables Angebot, zumal der Gigabyte MO27Q2 trotz etwas abgespeckten Features und einem schlichten Design alles andere als "billig" wirkt und obendrein bei der Leistung, insbesondere bei der feinen Farbdarstellung und der hohen Geschwindigkeit, punkten kann. Für knapp unter 500 Euro bekommen Sie mit dem MO27Q2 einen feinen, rasanten WQHD-Monitor mit fescher OLED-Technik und leuchtkräftiger HDR-Darstellung. Allerdings steht Gigabyte nicht allein respektive hat Konkurrenz: AOC bietet mit dem AOC Agon Pro AG276QZD2 ebenfalls ein 3rd-Gen-QD-OLED-Display mit 240 Hz und WQHD-Auflösung an, das es unter 500 Euro gibt.
Ein nochmals etwas schnelleres 3rd-Gen-OLED-Panel, ebenfalls mit ausgesprochen guten Leistungswerten, bietet Panel-Hersteller Samsung selbst. Der Samsung Odyssey G6 G60SD bietet obendrein ein schickes Design mit angenehm hochwertig anmutendem, gebürstetem Aluminium sowie ein nochmals schneller taktendes, 27-zölliges WQHD-Panel mit 360 Hertz. Der Samsung Odyssey G6 G60SD konnte uns im Test außerdem mit sehr geschwinden Reaktionszeiten, einer extrem geringen Latenz sowie prallen, extrem akkuraten Farben beeindrucken. Der Samsung Odyssey G6 G60SD ist für knapp unter 600 Euro erhältlich.
Bei LG steht W-OLED Gen 4 für PC-Gaming-Monitore noch aus, nach aktuellen Informationen sollen die ersten Modelle im dritten Quartal 2025 erscheinen. W-OLED-Panels der dritten Generation geraten daher aktuell etwas weniger unter Preisdruck durch nachrückende "Next-Gen"-Modelle, doch auch bei LGs W-OLED-Panels mit 3rd-Gen-Technik fallen die Preise - schließlich stehen diese in Konkurrenz mit QD-OLED respektive Samsung. Und so hat auch LG einen WQHD-Monitor mit dritter Generation für unter 600 Euro im Angebot.
Der LG Ultragear OLED 27GS95QX-B bietet ebenfalls 27 Zoll, WQHD-Auflösung und taktet mit 240 Hertz. W-OLED-typisch und begünstigt durch die Microlens-Array-Technik des Herstellers (MLA oder MLA+) darf der 27GS95QX-B mit bis zu 1.300 cd/2 strahlen. Dies ist bislang die obere Grenze für W-OLED-PC-Monitore. QD-OLED ist sogar in Gen 4 (bislang, noch) auf maximal 1.000 cd/m² beschränkt. W-OLED-PC-Monitore der Generation 4 werden mit bis zu 1.500 cd/m² und ohne MLA-Technik, dafür mit der neuen "Primary RGB Tandem"-Technik kommen.
Doch zurück zur 3rd-Gen und bezahlbaren Preisen: Auch von Asus gibt es einen empfehlenswerten und relativ günstigen W-OLED-WQHD-Monitor. Der Asus ROG Strix OLED XG27AQDMG bietet ebenfalls 3rd Gen W-OLED, 27 Zoll, WQHD-Auflösung und 240 Hertz. Bei dem Asus-Monitor, im Übrigen knapper Testsieger in unserem Vergleichstest "Volks-OLEDs, Teil 1" (PCGH 05/2025 oder online als [PLUS]-Artikel), ist insbesondere das dicke Zubehörpaket und das insbesondere für Gaming nützliche und reichhaltige Feature-Angebot sehr erfreulich. Darunter befinden sich auch einige KI-Optionen, wie ein "intelligentes Fadenkreuz", ein KI-Nachtsicht-Sniper- oder -MOBA-Modus. Obendrein bietet der ehemals rund 950 Euro kostende X27AQDMG neben VRR, Adaptiv Sync, Freesync Premium Pro außerdem ein Zertifikat für G-Sync Compatible. Aktuell ist der Asus ROG Strix OLED XG27AQDMG für rund 600 Euro erhältlich.
Wer zwar mit OLED liebäugelt, 240 oder 360 Hertz aber noch immer zu langsam sind, kann einen Blick auf Sonys Inzone M10S (ca. 1.150 Euro), Asus' ROG Swift OLED PG27AQDP (ca. 980 Euro) oder LGs Ultragear OLED 27GX790A-B (ca. 800 Euro) werfen. Wir haben die Monitore von Asus und Sony im 480-Hertz-Test gegeneinander antreten lassen. Einen umfangreichen Test inklusive einer Abhandlung zu den End-to-End-Latenzen finden Sie in der PCGH-Ausgabe 01/2025 oder online in Form des [PLUS]-Artikels. Alle drei Monitore bieten 27 Zoll und WQHD-Auflösung und verbauen ein 3rd-Gen-W-OLED des Panelherstellers LG. Der Asus und insbesondere das Modell von LG sind bereits beträchtlich im Preis gesunken.
Mit diesem Takt ist die aktuelle, bisherige Speerspitze bei OLED und WQHD erreicht, allerdings nur für kurze Zeit. Denn auch hier steht bereits Nachfolgetechnik in den Startlöchern, dieses Mal allerdings in Form eines 4th-Gen-QD-Panels von Samsung: Asus' ROG Strix OLED XG27AQDPG wird in Kürze verfügbar sein (ein Test-Exemplar ist bereits zugesichert). Das QD-OLED-Panel von Samsung wird 500 Hertz takten und wird dank der Effizienzsteigerungen der 4th-Gen-QD-OLED-Technik obendrein mit einer höheren gleichmäßigen HDR-Leuchtstärke kommen und mit HDR 500 True Black zertifiziert (die maximale HDR-Leuchtstärke bleibt weiterhin bei 1.000 cd/m²).
Es steht anzunehmen, dass auch dieser neue 4th-Gen-Monitor 3rd-Gen-OLEDs abermals und darüber hinaus außerdem die bisherigen Hertz-Top-Modelle mit LGs 480-Hz-W-OLED-Panels unter gewissen Preisdruck setzen könnte. Kommen wir zu nochmals höher auflösenden Monitoren, 4K und Breitbildformaten.

Grüsse
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