Gaming-Monitor-Kaufberatung: Budget-Tipps von Full HD bis 4K
Wir beginnen mit unseren Budget-Tipps. Von Full HD über WQHD und 4K können Sie viel sparen und dennoch in den Genuss eines modernen Gaming-Monitors gelangen.
Inhaltsverzeichnis
Bei Full-HD-Monitoren wollen wir uns nicht allzu lange aufhalten. Für nur wenige Euro mehr gibt es bereits schnelle WQHD-Bildschirme, die insgesamt das deutlich attraktivere Verhältnis aus Bildfläche, Pixeldichte, Preis und Performance bieten. Falls Sie dennoch einen günstigen Monitor suchen, etwa als Zweit- oder Drittgerät, finden Sie aktuelle Modelle bereits ab rund 60 bis 75 Euro.
Full HD mit 100 Hz ab 65 Euro
Dazu zählen etwa der seit Februar 2026 gelistete Samsung Essential Monitor S3 S33GF mit VA-Panel im 24-Zoll-Format oder der ebenfalls 24 Zoll große AOC 24B3HA2 mit IPS-Technik. Bei 27 Zoll beginnt Full HD bei rund 75 Euro; für etwa 80 Euro ist beispielsweise der Gigabyte GS27FA mit IPS-Panel erhältlich.
60 Hertz sind selbst bei sehr günstigen Monitoren nahezu ausgestorben. Alle genannten Modelle bieten 100 Hertz, der Gigabyte sogar bis zu 180 Hertz. Außerdem bringt er bereits einige Gaming-Features sowie eine Lizenz für AMD Freesync mit. Den VESA-Standard Adaptive-Sync unterstützen alle genannten Geräte.
WQHD: Preisbrecher bis 120 Euro
Spannender wird es in der WQHD-Klasse. Hier finden sich günstige Einsteiger-Monitore für Spieler, häufig bereits mit hohen Refreshraten von 144 Hertz und mehr. Gaming-fokussierte WQHD-Monitore beginnen bei rund 120 Euro. Einige etwas ältere Modelle, etwa der Samsung Odyssey G5 G55C von Anfang 2024, sind inzwischen zu diesem Preis erhältlich. Der 27-Zöller nutzt ein VA-Panel und bietet 165 Hertz bei 8 Bit Farbtiefe.
Allerdings geraten selbst diese reduzierten Angebote durch neuere, technisch modernere Geräte unter Druck. Ein Beispiel ist der AOC Q27G42XE: Er bietet ein 27-Zoll-IPS-Panel, 180 Hertz, Zertifizierungen für Freesync Premium und G-Sync Compatible sowie 8 Bit Farbtiefe — ebenfalls für rund 125 Euro. Die nochmals schnellere Variante, der mit bis zu 260 Hertz taktende AOC Q27G42ZE, wurde von uns jüngst in Ausgabe 05/2026 getestet und kostet aktuell rund 155 Euro.
Diese Monitore sind in einigen Punkten allerdings sehr spartanisch ausgestattet. So bieten weder der AOC Q27G42ZE noch der Q27G42XE einen höhenverstellbaren Ständer. Dieser ist dem Rotstift zum Opfer gefallen und wurde durch ein schlichtes, wenig hochwertiges Kunststoffgestell ersetzt. Nobel ist das nicht — und solche Sparmaßnahmen haben nicht nur optische und haptische Folgen, sondern auch ganz praktische. Eine gesunde oder wenigstens bequeme Ergonomie am Sitz-, Spiel- und Arbeitsplatz adressieren die beiden AOC-Modelle nur unbefriedigend. Für die nicht höhenverstellbaren Monitore gilt "One size fits all" — oder eben nicht.
Da stellt sich die Frage: Sind ein paar Euro Ersparnis beim Kaufpreis es wert, über Monate oder gar Jahre unbequem vor dem Monitor zu sitzen? Abseits dessen sind die verbauten Panels allerdings gut. Der von uns getestete AOC Q27G42ZE überzeugte mit erfreulich guten Farben, schnellen Reaktionszeiten und niedrigen Latenzen. Für wenig Geld erhält man ein gutes, schnelles und selbst für kompetitives Gaming geeignetes Bild.
Dasselbe Panel steckt übrigens auch im Philips Evnia Series 27M2N3501PA. Dieser kommt allerdings mit verstellbarem Standfuß sowie nützlicher Pivot-Funktion und kostet aktuell knapp 170 Euro.
Wer rund 140 Euro ausgeben kann und möchte, sollte sich alternativ den Gigabyte G27Q20 ansehen. Er bietet ein mit 200 Hertz taktendes IPS-Panel mit 8 Bit + FRC, ein schlichtes und angenehm zurückhaltendes Design ohne übertriebene Kunststoffoptik, einen verstellbaren Standfuß samt Pivot-Funktion sowie Zertifizierungen für Freesync Premium und G-Sync Compatible.
Hinzu kommen einige nützliche Gaming-Features. Dazu zählt etwa Gigabytes Aim Stabilizer Sync, ein mit Adaptive-Sync, Freesync und G-Sync kompatibles Backlight-Strobing zur Verringerung von Bewegungsunschärfe und Ghosting-Artefakten bei schnellen Spielen. Außerdem bietet der G27Q20 die dynamische Schwarzaufhellung Black Equalizer 2.0, eine Night-Vision-Funktion samt Zoom sowie einblendbare Anzeigen wie Timer und Fadenkreuz. Damit ist der G27Q20 ein guter, preisbewusster Einstieg in die schnelle Welt des WQHD-Gamings mit hoher Refreshrate.
Preisbewusste Käufer werden jedoch nicht nur bei Gigabyte fündig. Für ebenfalls knapp über 140 Euro ist der LG Ultragear G 27G610A-B erhältlich. Auch er bietet ein 27-Zoll-IPS-Panel mit bis zu 200 Hertz, 8 Bit Farbtiefe, Freesync Premium sowie Display HDR 400. Mit einer typischen SDR-Leuchtkraft von 400 cd/m² ist er zudem heller als die zuvor genannten Monitore. Für ein wirklich überzeugendes, kräftiges HDR-Bild reicht das zwar noch immer nicht aus, abseits davon erhält man mit dem Ultragear G 27G610A-B aber einen guten und günstigen Allrounder, der sich zum Spielen ebenso eignet wie als Arbeits-, Zweit- oder Drittmonitor. Der 27G610A-B ist ebenfalls ein recht junges Angebot und seit November 2025 in unserem Preisvergleich gelistet.
Für noch unter 150 Euro bietet auch MSI mit dem MSI MAG 274QFDE einen 27-zölligen WQHD-Monitor mit spieletauglichen 180 Hertz und IPS-Technik an. Der Monitor besitzt eine Zertifizierung für AMD Freesync Premium und bietet nützliche Picture-in-Picture- sowie Picture-by-Picture-Funktionen, verzichtet wie einige andere sehr günstige Modelle aber auf einen höhenverstellbaren Standfuß.
Der MAG 274QFDE bietet 8 Bit Farbtiefe und erweitert diese per Frame Rate Control beziehungsweise Dithering auf theoretische 10 Bit. Bei den Features hält sich der Monitor insgesamt zurück. Eine KI-unterstützte Schwarzaufhellung, einblendbare Gaming-Extras wie ein dynamisches Fadenkreuz sowie ein Console-Mode für hochfrequentes Spielen über eine per HDMI angeschlossene Konsole unterstreichen dennoch den Gaming-Fokus des MSI MAG 274QFDE.
4K-Preisbrecher ab 200 Euro
Während 4K-Gaming bei Grafikleistung und Speicherbedarf kostspielig ist, müssen 4K-Monitore nicht zwangsläufig teuer sein. Ein echter Preisbrecher, der in den vergangenen Wochen und Monaten nochmals günstiger geworden ist, ist der Titan Army P2712V für aktuell gerade einmal 200 Euro. Der 27-Zoll-IPS-Monitor bietet 4K-UHD mit 160 Hertz, kann auf Wunsch per Dual-Mode aber auch in Full HD mit 330 Hertz betrieben werden. Damit eignet er sich dank seiner schnellen, schlierenarmen IPS-Technik auch für flotte Shooter.
Für seine Preisklasse bietet der Titan Army P2712V zudem erfreulich viele Anschlüsse: jeweils zwei Displayport-1.4- und zwei HDMI-2.1-Buchsen. Pivot-, Picture-in-Picture- und Picture-by-Picture-Funktionen sind ebenfalls vorhanden. Abstriche muss man beim sehr plastiklastigen Design, der etwas fummeligen Tastenbedienung und der insgesamt wenig hochwertigen Haptik machen. Das Panel selbst ist angesichts des Preises allerdings stark. Einen frei verfügbaren Online-Test finden Sie unter diesem Link.
Ebenfalls sehr günstig ist der Samsung Odyssey G7 G70F mit einem aktuellen Preis von knapp über 300 Euro. Wie der Titan Army nutzt auch der Samsung ein 27-Zoll-IPS-Panel und bietet einen Dual-Mode. In 4K erreicht der Odyssey G7 G70F bis zu 180 Hertz, in Full HD bis zu 360 Hertz. Zudem unterstützt er volle 10 Bit Farbtiefe und kommt neben Freesync Premium auch mit einer Zertifizierung für G-Sync Compatible. Offiziell bietet auch der Samsung Display HDR 400. Bei den Anschlüssen stehen jeweils eine HDMI-2.1- und eine Displayport-1.4-Buchse zur Verfügung. Ein kleiner USB-Hub sowie eine Pivot-Funktion erhöhen die Alltagstauglichkeit des Odyssey G7 G70F.

Für Andere ist halt deine Größe sinnlos.
Auf dem Schreibtisch alles über 32" zu gross.