Geschichte der Mainboards: Multifunktionalität und Funktionsvielfalt

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Im heutigen History-Special wagt PC Games Hardware einen Blick auf die Entwicklung der Mainboards. Der Grundbaustein eines jeden Computers hat bereits eine lange Geschichte hinter sich und entwickelt sich stetig weiter.

Multifunktionalität und Funktionsvielfalt
Super-IO-Chip von Winbond. Quelle: http://www.pcgameshardware.de Super-IO-Chip von Winbond. Nobel-Platine aus dem Hause Asus: Maximus Formula Quelle: http://www.pcgameshardware.de Nobel-Platine aus dem Hause Asus: Maximus Formula Abit K8V-Pro (Sockel 754) mit 3rd-Eye - auch bekannt als Guru-Clock Quelle: http://www.pcgameshardware.de Abit K8V-Pro (Sockel 754) mit 3rd-Eye - auch bekannt als Guru-Clock Anfänglich waren Mainboards lediglich der Grundträger für allerlei Komponenten, die den PC an die eignen Bedürfnisse anpassen. Wer einen IDE-Controller benötigte, musste bei alten Mainboards eine entsprechende Erweiterungskarte in einen ISA-Port stecken. Im Zuge der Entwicklung wurden aber viele Funktionen integriert. Was mit den Controllern für Laufwerke begann, endet heute in Multitalenten, die einen Audio- und LAN-Chip onboard haben, neben der Southbridge einen zweiten RAID-Controller mitbringen oder Firewire und WLAN bieten. Auch Grafikkarten fanden den Weg direkt auf das Mainboard, wenn auch aktuell in nur bedingt spieletauglicher Form.

Das führte dazu, dass zum einen die Mainboard-Preise im Laufe der Jahre gefühlt anzogen und es heute meist mehrere Modelle eines Grundlayouts gibt, die sich darin unterscheiden, wie viele Features verbaut sind. Edel-Modelle gehen heute mitunter für über 300 Euro über den Tresen.

Die Multifunktionalität spiegelt sich auch in der Komplexität wieder. Mager ausgestattete Modelle scheinen im ATX-Format fast leer auszusehen, während man bei der Vollausstattung einen Wust an elektronischen Bauteilen wieder findet. Um so wichtiger sind heutzutage gute Mainboard-Layouts, um das Arrangement der vielen Komponenten möglichst sinnvoll zu gestalten. Hin und wieder ist die Positionierung des ein oder anderen Anschluss aber schwierig und so findet man Teils recht interessante Ansätze, die aber weniger praktikabel sind.

Auch bei der Funktionsvielfalt und Bedienfreundlichkeit wurde viel getan. Mussten früher noch ganze Armeen von Jumpern gesetzt werden, nur um den Prozessor mit den richtigen Taktraten zu betreiben, wichen diese später DIP-Schaltern und kurz darauf der Autoerkennung und BIOS-Konfiguration. Moderne Mainboards haben kaum noch Jumper im Layout. Ein Segen für all diejenigen, die sich noch daran erinnern können, wie man einen Prozessor per Jumper übertaktet oder eine Funktion ändert.

Außergewöhnliches UEFI beim Asus Maximus IV Extreme Quelle: Archiv Außergewöhnliches UEFI beim Asus Maximus IV Extreme OC-Optionen gehören heute bereits zum guten Ton - sei es Prozessor, Speicher oder Mainboard selbst. Bei alten Hauptplatinen gestaltet sich solch ein Unterfangen als zeitaufwendig. Die Möglichkeiten waren stark begrenzt oder nicht selten erst gar nicht vorhanden. Schlimmer noch: Alles musste per Jumper gesetzt werden. Je nach Modell lässt sich heute vom CPU-Takt bis zur Southbridge-Spannung eine ganze Reihe Einstellungen vornehmen, die den verbauten Komponenten noch die eine oder andere Leistungsreserve entlocken.

Der Komfort, den heutige Platinen bieten, suchte man früher vergebens. BIOS-Updates können leicht eingespielt werden, verbaute Features lassen sich im BIOS ohne Mühe konfigurieren sowie ein- oder ausschalten; und wenn ein Setting nicht akzeptiert wurde, dann hilft meist ein Recovery-Gedächtnis, dass das BIOS auf die Standard-Werte zurücksetzt.

UEFI-Text-Modus beim Biostar TH67XE UEFI-Text-Modus beim Biostar TH67XE Zudem bieten viele aktuelle Mainboards seit der Sockel-1155-Generation (Sandy Bridge) ein UEFI anstelle des klassischen BIOS. Damit sind Maus-Steuerung und hohe Auflösung sowie weitere Besonderheiten möglich, die bisher allerdings nur zum Teil genutzt werden. So verwenden bisher manche Hersteller lediglich den so genannten Text-Modus, der zwar eine hohe Auflösung hat, aber wie ein gewöhnliches BIOS aussieht. Zudem haben manche Anwender Sicherheitsbedenken bei UEFI. Dennoch scheint sich UEFI (früher nur EFI) endlich durchgesetzt zu haben. Hoffen wir auf einen großen Sprung nach dem langen Anlauf.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Geschichte der Mainboards: Einleitung
  2. Seite 2 Geschichte der Mainboards: Formfaktoren und Peripherieanschlüsse
  3. Seite 3 Geschichte der Mainboards: Multifunktionalität und Funktionsvielfalt
  4. Seite 4 Geschichte der Mainboards: Sockel, Kühlung und Chipsätze
    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von mumaker Freizeitschrauber(in)
        ich würde mal iMac sagen......
      • Von mumaker Freizeitschrauber(in)
        ich würde mal iMac sagen......
      • Von Gast1743714602
        Das Maximus Formula x) Mit Supreme FX2 Das war mein liebstes Jetz bin ich bei Maximus Gene-Z mit Supreme FX X-Fi 2 Built-in angelangt Ich liebe Asus seit anfang an Der Sound und die leistung waren mir immer ein guter Partner

        Echt Cooler Artikel!
      • Von kampfschaaaf Software-Overclocker(in)
        Itß a Sönny!


        nä, quatsch, ist kein Sony - is ausem MAC

        http://img.iwascoding.com...

        Aber das mit dem R2D2 fand ich auch toll!
        MfG kampfschaaaf
      • Von Charlie Harper Software-Overclocker(in)
        Interessant wie sich Mainboards von schlichten grünen Platinen zu ansehnlichen, beinahe ästhetischen Komponenten gewandelt haben. Vor allem die neuen Gigabyte-Boards gefallen mir mit dem komplett schwarzen Design, wobei Ich die Killer-Boards deutlich davon ausschließe.
      • Von Sturmtank Freizeitschrauber(in)
        Ich finds schade, dass es für mein P7P55D Deluxe UEFI nicht zum updgraden gibt
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