Mainboards für den Ryzen 7 9800X3D: Die besten Platinen für die beste Gaming-CPU
Die Frage nach der richtigen Gaming-CPU hat AMD mit dem Ryzen 7 9800X3D jetzt eindeutig beantwortet. An der langen Suche nach dem optimalen Unterbau für Ryzen ändert sich dadurch aber nichts - weswegen wir allen Eiligen eine extra kompakte AM5-Kaufempfehlung anbieten.
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Unsere reguläre AMD-Mainboard-Kaufberatung möchte Hintergründe erläutern, Ausblicke geben, Grundlagen sowie spezifische Empfehlungen vermitteln, weiterführende Artikel sowie Tests sammeln - und all das für alle relevanten Sockel zuzüglich Kurzabrisse für weitere Plattformen, die man links liegen lassen kann. Ob das Ergebnis diesem Anspruch gerecht wird, mögen andere beurteilen, aber "kurz und knapp" ist es sicherlich nicht. Dieser Artikel hier schon - wer mehr Zeit hat oder mehr Informationen wünscht, dem sei aber weiterhin die Vollversion empfohlen.
Spielen und Anwendungen ist der Chipsatz (fast) egal
X670? X870E? B650? Egal, in welcher Klasse Sie ein AM5-Mainboard kaufen, Ihr Ryzen 7 9800X3D wird immer mehr oder minder gleich schnell arbeiten. Einige Prozent Unterschied zwischen den Platinen resultieren aus spezifischen BIOS-Optimierungen des Mainboard-Herstellers. Aber ob ein teurer X870E (Chipsatz aus drei Chips) oder ein billiger B650 (Single-Chip-I/O-Hub) verbaut ist, macht keinen direkten Unterschied. Allenfalls erscheinen UEFI-Updates für das Mainboard-Flaggschiff ein paar Wochen vor den Pendants für Budget-Platinen.
Beachten Sie, dass AMD den besonders billigen A620 für CPU-Übertaktung sperrt und nur der X870 sowie die "E"-Modelle PCI-Express 5.0 für Grafikkarten garantieren. Derzeit unterstützt noch keine Grafikkarte diesen Standard, und für die kommenden Modelle erwarten wir, gemäß der Erfahrung mit früheren ersten Generationen, nur wenige Prozent Unterschiede in Spezialfällen. Wer seinen PC nicht aufrüstet oder übertaktet, kann also prinzipiell in jeder Klasse zugreifen.
Extrem günstig ist möglicherweise zu billig
Oder "könnte", denn mit der I/O-Hub-Klasse skaliert auch der Preis und vor allem bei Spannungswandlern kann man viel einsparen. In unserem Test waren drei von drei Platinen der 120-Euro-Klasse nicht geeignet, dauerhaft den maximalen Stromhunger einer 180-W-CPU zu stillen. Zum Glück bleibt auch der für 162 W freigegebene Ryzen 7 9800X3D in der Praxis meist unter 120 W und in Spielen sogar unter 90 W. Im Gegensatz zum Vorgänger 7800X3D, dessen maximale reale Leistungsaufnahme in letzterer Größenordnung lag, kann der 9800X3D aber 150 W in der Spitze knacken. Von besonders billigen Platinen für deutlich unter 100 Euro raten wir daher ab. Deren CPU-Stromversorgung aus Budget-Komponenten muss teils ganz ohne Kühlkörper auskommen und überhitzte Spannungswandler können sich in Leistungseinbußen von 80 Prozent und mehr äußern. Ab circa 150 Euro sind Sie unserer Erfahrung nach auf der sicheren Seite, auch wenn keineswegs alle günstigeren Platinen schlecht sind.
Ausstattung: Alt teils besser denn neu
Macht das Mainboard denn überhaupt irgendwo einen Unterschied? Ja, bei der Ausstattung! Der Wert einzelner Features misst sich dabei aber an Ihrem individuellen Bedarf: Anschlüsse, die man nicht nutzt, sind nutzlos. Achten Sie hierbei auf Stolperstricke in AMDs Produkt- und Namenspolitik: Der X870E ist zwar der Nachfolger des X670E, aber der X870 folgt nicht dem X670, sondern dem B650E. Und beide 800er opfern einen M.2-Slot für die Nachrüstung schneller M.2-SSDs zugunsten von je zwei USB4-Ports, welche ohne schnelle USB-Peripherie wertlos sind. So sind für viele Anwender die alten Angebote günstiger und besser, wie unser Generationen-übergreifender Ausstattungsvergleich zeigt.
Konkrete Empfehlungen
Die kurz-&-knapp-Basics sind immer noch zu komplex? Bitte geben Sie die Schuld AMD. Wir bieten als Ausgleich noch gezielte Modelle aus unseren Tests an:
Asrock A620M Pro RS
Voll Ryzen-7-9800X3D-tauglich, Grafikkarte sowie SSD einbauen und dann einfach drauf loszocken? Der physisch überzeugendste Vertreter unseres A620-Vergleichs packt noch Slots für eine zweite und dritte M.2-SSD obendrauf. All das für nur 100 Euro (120 Euro mit Wi-Fi, sonst auch nachrüstbar). Mehr als USB 3.0 darf man aber nicht erwarten, Erweiterungskarten sind unmöglich und die Audio-Ausgabe sollten besser USB-Headset/-Boxen/-DAC übernehmen, nicht die analoge Onboard-Lösung.
Asrock A620M Pro RS
Gigabyte B650 Eagle AX
Auch für 140 Euro inklusive Wi-Fi darf man noch keine Klangwunder erwarten, aber immerhin hat unser aktueller Spartipp volle ATX-Größe; so passen bis zu drei interne Erweiterungen zusätzlich zur GPU - zum Beispiel einer Soundkarte. Außerdem gibt es USB 3.1 und die Spannungswandler nebst Kühlung sind leistungsfähig genug, um in einer fernen Zukunft auf AM5-CPUs mit beliebiger Verlustleistung aufzurüsten. Alternativ kann man die Übertaktungsoptionen nutzen, um dem Ryzen 7 9800X3D jenseits der AMD-Spezifikationen die Sporen zu geben.
Gigabyte B650 Eagle AX
Asus TUF B650-Plus
Noch einmal 20 Euro höher, für 160 Euro (170 Euro mit Wi-Fi), erlaubt 2,5G-LAN die Nutzung schnellerer NAS via Netzwerkkabel, vor allem aber macht der Onboard-Sound hörbare Fortschritte. Die primäre M.2-SSD darf erstmals offiziell mit PCI-Express 5.0 arbeiten und auch USB 3.2 ist mit an Bo(a)rd. Wichtig: Verwechseln Sie das empfohlene "TUF B650-Plus" nicht mit dem wesentlich schlechter gekühlten "Prime B650-Plus" des gleichen Herstellers.
Asus TUF Gaming B650-Plus
Asus Strix B650E-F
Für satte 50 Prozent mehr, absolut mit 240 Euro im Vergleich zu CPU+RAM und GPU aber immer noch ein kleiner Posten, landet man in der B650(E)-Oberklasse. Die bringt PCI-Express 5.0 auch für Grafikkarten, gute Erweiterungsmöglichkeiten und Spannungswandler, an die man nie wieder einen Gedanken verschenken muss. Neben weiterhin einmal USB 3.2 wird hier auch reichlich 3.1 geboten, insbesondere auch für Gehäuse-Front-Anschlüsse, und der Onboard-Sound kann sich endlich sehen hören lassen.
Asus ROG Strix B650E-F Gaming WiFi
Noch mehr Geld, beispielsweise in ein Gigabyte B650E Master zu investieren, bringt einem noch niedrigere Mainboard-Temperaturen und noch etwas besseren (Stereo-)Sound. Genau wie die besseren Erweiterungsmöglichkeiten auf X670E- und X870E-Mainboards, wie frei platzierbare Temperatursensoren und Fehler-Diagnose-Anzeigen oder wie extravagante Optik-Features, wird das aber nur bei bestimmten Nutzungsszenarien die dreistelligen Aufpreise rechtfertigen. Wir verzichten daher auf allgemeine Empfehlungen für "ich will ASAP einen 9800X3D am Laufen haben"-Käufer oberhalb des B650E-F.


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Für 64GB gibt es zwar nur CL30, aber die kosten unter 250€, andere Marken mit CL30-36-36 Timings sogar nur 200€.
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(die habe ich vor ein paar Tagen noch für 225€ bestellt...)
Das 32er Kit kostet 120€.
Ob die 1% mehr FPS von CL28 auf CL30 >30€ wert sind...naja... Glaub mir den Fehler habe ich schon mal gemacht...
Und ja ich weiß, die 64GB sind Dual Rank. Aber übertakten wollte ich die nicht, die laufen dann mit den Timings die draufstehen.
Wenn man sich übertakten traut, kann man CL28 möglicherweise für weniger als 100€ hinkriegen...
Aber ich keine Erfahrung mit RAM OC.
Grillen passiert aber nicht, wenn man direkt ins BIOS bootet und das gleiche sollte beim 9800X3D nicht passieren.
Der Grund war, das die Kerne zu heiß wurden, das kann aber beim 9800X3D nur passieren, wenn du keinen Kühler verwendest.
Zu den *besten* Boards.
Ich finde das MSI x870 Tomahawk hat die beste Ausstattung.
300€ kostet es und ist so im mittleren Bereich bei den PCIe 5.0x16 Boards.
Es bietet 2x M.2 mit PCIe 5.0x4, wenn man für die zweite die Lanes von den 2xUSB4 Slots abzieht.
2 weitere M.2 mit 4.0x4 und 4.0x2. Sowie 4x Sata.
Dazu kommt noch 5Gbit LAN und Wifi7.
Und ein mittlerweile seltenes Feature, eine Debug-LED mit Postcode... (nur 2 X870 Boards haben dies)
Laut HWUB sind die VRM und der Chipset kühl.
RAM OC war bis 8100MT/s möglich und die Test-CPU lief mit dem höchsten Takt im Test.
Einzig der Audiochip hat etwas schlechter abgeschnitten.
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Das günstigste PCIe 5.0x16 Board ist noch immer das ASRock PG Riptide B650E für 212€, was nun auch nicht schlecht ist. Bietet aber von allem etwas weniger.
Wer RAM OC machen möchte sollte auf jeden Fall zu einem X870 greifen, die sollen wesentlich stabiler laufen, weil sie für Zen5 optimiert sind.
Was macht man, wenn das UEFI zu alt ist? Dann guckt man in die Röhre mit dem 9800X3D. Und hat ein UEFI nicht mal die 7800X3D gegrillt?
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