PCGH-Plus Label [PLUS] Drei A620-Mainboards für Sockel AM5 im Direktvergleich: Asrock vs. Asus vs. Gigabyte

PCGH Plus: Der A620 ist AMDs kleinster aktueller I/O-Hub, darauf basierende Mainboards somit die günstigsten AM5-Angebote. Oder doch eher die billigsten? Wir trennen "für Sparsame" von "sparen um jeden Preis". Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2023.

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 Drei A620-Mainboards für Sockel AM5 im Direktvergleich: Asrock vs. Asus vs. Gigabyte
Quelle: PC Games Hardware

AM5-[A]rmutszeugnis?

Effizient, schnell und je nach Geschmack (X3D, Ryzen 9) der Intel-Konkurrenz in Spielen oder Anwendungen klar überlegen: Dass AM5-CPUs toll sind, hat PCGH oft genug festgestellt. Dass sie nicht immer günstig sind, leider auch. Und so sehnt sich jeder Interessent nach anderen Einsparmöglichkeiten beim Neukauf. Der benötigte DDR5-RAM zählt, trotz gefallener Preise, leider nicht dazu, und auch X670-Mainboards mit ihrer meist luxuriösen Ausstattung sind alles andere als günstig. Selbst AMDs vermeintlicher "Budget"-I/O-Hub B650 ist eher in der Oberklasse aktiv; empfehlenswerte Platinen kosten schnell 200 bis 250 Euro. Wie wir bereits in der PCGH 06/2023 feststellten, rückt durch diese allgemeine Aufwertung die Ex-Einsteigerklasse "A", aktuell vertreten durch den A620, in den Fokus preisbewusster Gamer.

Kein "A" wie Armenhaus

In der Sockel-AM5-Plattform wird ein großer Teil der bei Low-End-Angeboten traditionell fehlenden PCI-E-Ausstattung nicht vom I/O-Hub, sondern von den CPUs bereitgestellt. Da AMD, im Gegensatz zu Intels H610, hier keine quantitativen Beschneidungen vornimmt, können A620-Mainboards klassenuntypisch auf Ressourcen zurückgreifen, die denen der beliebten Kombination aus AM4-CPU und B550-I/O-Hub ähneln. Bei typischerweise je vier SATA-Ports fehlen der moderneren Combo netto nur zwei von ehemals 30 PCI-E-Lanes insgesamt und im USB-Bereich herrscht mit jeweils 6× 3.1 und 2× 3.0 sogar Gleichstand. Umgekehrt punktet der AM5-Einsteiger-I/O-Hub mit PCI-E-Geschwindigkeit - zumindest gegenüber 2020er AM4-Mittelklasse-PCs, denn von den PCI-E-Lanes beherrschen 24 Stück 4.0- statt 3.0-Geschwindigkeit, während B550-System auf 20 der schnelleren Datenleitungen beschränkt waren. Bedenkt man, dass selbst Intels H610-Billigklasse eine 5.0-Freigabe hat, und die gleichen Ryzen-7000-Prozessoren sowie das gleiche Promontory-21-Silizium auch 24-mal PCI-E 5.0 nebst 8 PCI-E-4.0-Lanes bereitstellen können, sobald ein "B650E"-Logo auf dem System prangt, werden die Einschnitte AMDs aber deutlich.

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