Mainboards bei Mindfactory: Siegeszug für AM5 ungebrochen
Beim deutschen Händler Mindfactory haben sich Mainboards mit AMDs AM5-Sockel schon seit etlichen Wochen etabliert und verkaufen sich auch Ende April deutlich besser als alle anderen.
Es ist ein Siegeszug, den AMD bei den Mainboard-Verkäufen über den deutschen Online-Händler Mindfactory fährt. Der aktuelle Sockel AM5 dominiert klar weiterhin bei den verkauften Einheiten und stellt seinen Vorgänger AM4 ebenso wie die Konkurrenz LGA1700 und 1200 von Intel in den Schatten. Das geht aus der Aufschlüsselung der Verkaufszahlen bei Mindfactory hervor, die wie gewohnt vom Twitter-Nutzer TechEpiphany Woche für Woche vorgenommen wird.
AMD weit vorn, Intel abgeschlagen
In Zahlen ausgedrückt, wurden von AM5-Mainboards in der Kalenderwoche 17 1.610 Stück verkauft, gefolgt 725 AM4-Boards, 525 Sockel-1700-Boards und letztlich 20 Sockel-1200-Boards. Für AMD ist das aktuell kein neuer Spitzenwert. Der wurde in der KW47 des vergangenen Jahres eingefahren, als über 4.500 AM5-Exemplare über Mindfactory verkauft worden sind. Im Vergleich zur vergangenen Woche sind die Verkaufszahlen wieder leicht gesunken.
AM4-Mainboards befinden sich Woche für Woche im Sinkflug bei Mindfactory und nähern sich den Sockel-1700-Vertretern von Intel an, die man über ein Jahr lang hinter sich halten konnte. Das spricht für die mittlerweile eingetretene Etablierung der aktuellen AMD-Plattform, die auch für die kommende CPU-Generation (Ryzen 9000) weiter gepflegt wird. Während sich AM4 also langsam, aber sicher in den Ruhestand begibt, befindet sich Intel weit abgeschlagen. Mit circa 380.000 zu 100.000 Euro liegen die Umsätze bei den Mainboards in KW17 bei 80 zu 20 Prozent zugunsten AMDs. Beim Absatz sind die prozentualen Angaben ähnlich.
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Kunden bei Mindfactory tendieren deutlich zu AM5-Mainboards und bevorzugen somit auch AMD vor Intel. Das meistverkaufte Mainboard war laut TechEpiphany das B650 Gaming Plus WIFI von MSI, mit einem Marktanteil von 16,3 Prozent unter allen verkauften Mainboards. Ob das Unternehmen Intel rund um seinen CEO Pat Gelsinger auf diesem Schlachtfeld die Zahlen wieder herumreißen kann, ist derweil fraglich. Bei den kommenden Arrow-Lake-CPUs steht jedenfalls ein Plattformwechsel auf den Sockel LGA1851 auf dem Plan, der wieder frischen Wind in den Zweikampf bringen könnte.
Quelle: TechEpiphany

Leider: Als Ex-Luftkühlungs-Fachredakteur hätte ich sehr gerne von "Sockel Hx" gesprochen statt von "1156/1155/1150/1151(SKL)/1151(CFL)/1200". Versteht aber keiner.
Ich werde nie verstehen, weshalb man bei AMD immer die offizielle Sockelbezeichnung (AM4, AM5, FM2+,...) herannimmt und bei Intel "nur" die Sockel-Technik + Anzahl der Pins, obwohl es bei Intel durchaus ebenfalls offizielle Sockelbezeichnungen gibt (LGA 1700 = V, LGA 1150 = H3, LGA 1200 = H4, LGA 775 = T). 🤷
*: Oder etwas ähnliches. "Sockel 479"-CPUs haben zum Beispiel 478 Pins mit genau dem gleichen Funktionsumfang wie beim den anderen 478-Pinnern Sockel 478, 478m und Sockel T. Bei 1700 habe ich ehrlich gesagt nicht nachgezählt, aber zumindest hat die Pinout-Liste die korrekte Länge.
Die "Lebensdauer" bis heute ist übrigens keineswegs einzigartig. Es ist keine fünf Monate her, da war der AM4 AMDs offiziell neueste APU-Plattform und bis heute übernimmt er das Billigsegment. Klar, dass er sich da weiterhin verkauft. Früher war so etwas Gang und Gäbe. Auch Intel hat erst ab der zweiten Core-i-Generation angefangen, Generationen konsequent bis in die Low-End-Sparte runter neu zu launchen und AMD ist diesen Schritt eben bis heute nicht gegangen. Daher läuft bei denen (und früher allgemein) der alte Krempel einfach weiter, um die untersten Marktsegmente zu bedienen – mögen einige über die Bulldozer-Lücke vergessen haben. Bevor Intel in den 90er den Celeron als ersten expliziten Billig-Prozessor eingeführt hat, wurden alte Plattformen sogar teils über ein Jahrzehnt lang weiter produziert. Die Ex-High-End-CPUs blieben unverändert im Programm, nur die Preise sanken immer weiter bis auf Billig-Ramsch-Niveau. Ich glaube man konnte noch neue (Intel-)Sockel-3-CPUs kaufen, da war schon der Sockel 423 draußen. (Nicht-Intel-486er ggf. bis heute?)
Das muss man aber klar unterscheiden von der "Lebensdauern" zwischen dem ersten (High-End-)Auftritt einer Plattform und dem Erscheinen der letzten echten Weiterentwicklung. Das wären immer noch sehr respektable 2017 bis 2020 für den AM4. (Wenn man den 5950X über dem 5800X3D wertet, wie AMD das macht, oder sich nicht dadurch hereinlegen lässt, dass letzterer einfach 1,5 Jahre unter Verschluss gehalten wurde.) Wirklich wichtig finde ich aber selbst das nicht, sondern die in diesem Zeitraum abgedeckte Leistungsspanne. In der Hinsicht ist der AM4 mit dem Sprung von 8 auf 16 Kernen bzw. auf 8 + extra Cache bei zwei deutlichen Fortschritten in der Kernarchitektur sicherlich ganz weit vorne mit dabei. Berücksichtigt man noch die einseitig gegebene Mainboard-Kompatibilität, dürfte er aus den letzten 20 Jahren keinerlei Konkurrenz haben. (In Gegenrichtung, also "was ist der leistungsfähigste Unterbau, in den man die ältesten CPU einsetzen kann", liegt ebenso klar der 775 vorne.)
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The same prozedre as every 2. year bei Intel. Auch wenn sie ihre Sockel länger nutzen könnten warum sollten sie es tun? Wer immer eine aktuelle CPU will oder braucht kauft auch brav alle 2 Jahre neues MB dazu.
So herrscht zumindest immer frischer Wind beim Konsumenten im Klingelbeutel. Selbst wenn im CPU Zweikampf mit AMD statt frischem Wind aktuell nur Flaute vorherrscht.
1 1/2 Jahre laufen soll für 1x Prozessorgeneration
Da macht AMD alles richtig
Denke, wenn Intel die neue Plattform bringt, werden auch wieder mehr Kunden Intel kaufen.