Ryzen 4000: Zen 3 zwar auch für AM4, aber...
Im Zuge der Vorstellung des B550-I/O-Hubs hat AMD auch ein Update seiner AM4-Roadmap veröffentlicht - und blickt darin schon auf Zen 3 aka Ryzen 4000. Stand jetzt sind nur B550 und X570 offiziell bereit für die am Jahresende erwarteten Prozessoren. Ein BIOS-Update wird aber nötig sein.
Heute ist der Tag des B550 - der preisgünstige I/O-Hub ergänzt den X570 als preisgünstigere PCI-Express-4-Alternative. Im Artikel haben wir schon das Thema AM4-Kompatibilität angesprochen, AMD führt das Thema in einem Blogeintrag weiter aus.
Zen 3 und AM4
Im insgesamt ziemlich euphorischen Beitrag feiert AMD seine Bemühungen, mit dem Sockel AM4 eine möglichst langlebige Basis für Ryzen-Prozessoren zu schaffen. Ein Beispiel:
"Niemand ist in der Geschichte der x86-Prozessoren auch nur annähernd an eine solche Kompatibilitätsanstrengung herangekommen. Bis zum Aufkommen des Sockels AM4 kann man wohl sagen, dass die meisten PC-Hersteller damit rechneten, dass jeder Sockel eine Sackgasse sein würde."
Nach einer langen Einleitung kommt AMD aber auf den Punkt: Die kommenden Ryzen-CPUs mit Zen-3-Architektur werden nur auf X570 und B550 (aufwärts) laufen und das wird dann wie gehabt auch eine BIOS-Aktualisierung erfordern. Details dazu will man zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben, aber AMD erläutert jetzt schon, dass es keine Pläne gibt, Zen 3 auch auf älteren Chipsätzen lauffähig zu machen - zumindest offiziell. Als Begründung verweist AMD darauf, dass die "Flash-Speicherchips, welche die BIOS-Einstellungen und CPU-Unterstützung speichern, Kapazitätsbeschränkungen haben". Das Thema sorgte schon bei Ryzen 3000 für Probleme, sodass Mainboard-Hersteller wie MSI zum Beispiel Neuauflagen der bestehenden 300er- und 400er-Mainboards auf den Markt brachten - mit 32 MiB statt 16 MiB BIOS-Speicher. Richtig nachvollziehbar ist das Support-Ende für ältere Mainboards damit nicht, immerhin war AMD ja nach eigenen Angaben gewillt, "die volle Unterstützung für jeden Prozessor auf jedem Chipsatz zu ermöglichen".
Quelle: AMD
Ryzen 4000: Zen 3 zwar auch für AM4, aber...
AMD sieht die 500er-Chipsätze als Ausgangspunkt, alte Zöpfe abzuschneiden - schauen wir, wie Mainboard-Hersteller mit dieser Vorgabe umgehen. AMD will noch keine Aussage darüber treffen, wie lange der AM4 weiter unterstützt werden kann. Das hänge im Wesentlichen von den Zeitplänen der I/O-Technologien ab. Technologieänderungen sollen demnach "in der Regel Anpassungen der Pin-Zahl oder des Layouts eines Prozessorgehäuses erfordern", was einen neuen Sockel nach sich ziehen würde.
Unschön ist die Rückwärtskompatibilität beim jetzt vorgestellten B550. B550 bietet keine garantierte Unterstützung für ältere Prozessoren aus den Zen- oder Zen+-Generation, also Ryzen 1000, Ryzen 2000, Ryzen 2000G und Ryzen 3000G. Zwar besteht Hoffnung, dass die Mainboard-Hersteller hier auf eigene Faust nachbessern können, aber wie bereits die ein halbes Jahr währende Inkompatibilität zwischen Ryzen 1000 und X570 gezeigt hat, ist das eine riskante Hoffnung.

Aber sicher doch!
Vielleicht nicht aus technischer, wohl aber aus wirtschaftlicher Sicht!
Irgendwann sagen die MB-Hersteller, jetzt ist aber Schluss mit lustig!
Die wollen auch mal neue und teuere Boards verkaufen...
Durch Wiederholungen wird die Anschuldigung nicht weniger falsch.
Naja, warten wir mal den Release ab und was die Boardherstellern machen (dürfen).
Ich hab ein x470 Brett mit 256mb Bios-Speicher.
Könnte man also ruhig den Boardherstellern überlassen ob Sie für ein Brett nochmal Updates rausbringen, Bretter mit genug Platz scheint es ja zu geben