PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht

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PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht
Quelle: PC Games Hardware

PCI Express 7.0 soll noch 2025 mit wie üblich doppelter Geschwindigkeit gegenüber der Vorgängerversion final werden. Jetzt gibt es den letzten Entwurf.

2022 angekündigt, hatte die Spezifikation von PCI Express 7.0 als neuer Hochgeschwindigkeitsschnittstelle zuletzt Anfang des Jahres ein Update bekommen. Nun hat die Peripheral Component Interconnect Special Interest Group (PCI-SIG) den finalen Entwurf in Version 0.9 zur Überprüfung für seine Mitglieder bekannt gegeben, womit die Finalisierung weiterhin auf Kurs für 2025 steht.

Wie PCI-SIG-Präsident und Aufsichtsradmitglied Al Yanes in der Ankündigung mitteilt, ist Version 0.9 der letzte Entwurf der Spezifikation, "in dem die Mitglieder die Technologie für ihre wesentlichen Patente intern prüfen" können. Bis dahin werden keine weiteren funktionalen Änderungen erwartet und man sei auf dem besten Weg, die vollständige Spezifikation noch in diesem Jahr zu veröffentlichen, heißt es.

PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht (2) Quelle: PCI-SIG PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht (2)

PCI Express 7.0 mit bis zu 512 GB/s

Wie gehabt ist das erklärte Hauptziel der Spezifikation (neben weiteren Verbesserungen), die Verdopplung der Datenrate alle drei Jahre fortzusetzen und nunmehr von 64 GT/s der 6.0-Spezifikation auf 128 GT/s Rohbitrate bei PCI-E 7.0 zu steigern. So sollen bis zu 512 GB/s bidirektional über eine Konfiguration mit 16 Lanes (x16) möglich sein. Das soll vor allem datenintensive Marktsegmente wie Hyperscale-Data-Centers, High-Performance Computing (HPC), den Militär- und Luftfahrtsektor sowie Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, 800G-Ethernet und Cloud Computing unterstützen.

PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht (3) Quelle: PCI-SIG PCI Express 7.0: Finaler Entwurf veröffentlicht (3)

PCI Express 7.0: Vom Massenmarkt noch entfernt

Wie Computerbase bezugnehmend berichtet, werden von der finalen Spezifikation bis zu fertigen Endprodukten aber noch einige Jahre vergehen. Erste Konformitätstests sind demnach frühestens 2028 geplant. Nicht erwähnt wird in der aktuellen Ankündigung unterdessen die ebenfalls geplante Umsetzung eines optischen Standards, der ursprünglich auch in die PCI-E-7.0-Spezifikation Einzug halten sollte.

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Oh, stimmt. Den Punkt hatte ich meiner Rechnung gar nicht berücksichtigt.
        Dann ist es ja doch nur ein schnödes 32-GHz-Signal im Worst Case für 7.0.
        Du kannst deine Korrektur oben also zurücknehmen. Du machst es einem nicht leicht, dir Recht zu geben.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Oh, stimmt. Den Punkt hatte ich meiner Rechnung gar nicht berücksichtigt.
        Dann ist es ja doch nur ein schnödes 32-GHz-Signal im Worst Case für 7.0.
        Du kannst deine Korrektur oben also zurücknehmen. Du machst es einem nicht leicht, dir Recht zu geben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Oh, stimmt. Den Punkt hatte ich meiner Rechnung gar nicht berücksichtigt.
        Dann ist es ja doch nur ein schnödes 32-GHz-Signal im Worst Case für 7.0.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        eine Signalrate von 32 GBd/s
        welche bei einem Worst-Case-Signalinhalt, der permanent zwischen dem höchsten und niedrigsten Signalpegel springt (PAM4: 0-3-0-3-0-3-0-3-0-...), zu
        einer Schwingfrequenz des Signals von 32 GHz
        Von 0 auf 3 ist aber nur eine halbe Schwingung. Innerhalb einer Schwingung kann man die "Strecke" vom Minimum zum Maximum zwei mal zurücklegen und dementsprechend auch zwei Symbole übertragen. Man kann also über eine Leitung, die einen Sinus mit n Hz ausreichend sauber übertragen kann, 2n Baud übertragen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Für Baud gilt fast das gleiche, wie für Hertz. Deine Zahlen passen aber allgemein für PCI-E 6.0:
        Eine Datenrate von 64 GBit/s
        ergibt mit 4 verschiedenen Symbolen gleich 2 Bit pro Zeichen
        eine Signalrate von 32 GBd/s
        welche bei einem Worst-Case-Signalinhalt, der permanent zwischen dem höchsten und niedrigsten Signalpegel springt (PAM4: 0-3-0-3-0-3-0-3-0-...), zu
        einer Schwingfrequenz des Signals von 32 GHz
        führt.
        Für PCI-E 7.0 sind es entsprechend 128 GBit/s = 64 GBd/s ~ 64 GHz maximal. (Minimal deutlich weniger; ein 0-0-0-0-3-3-3-3-0-0-0-0-3-3-3-3-...-Inhalt ergäbe ein 16-GHz-Rechteckprofil.) Siehe auch den bereits verlinkten Artikel. Korrekt auseinanderhalten muss man die Begriffe aber natürlich. Vor allem "Bandbreite" wird für alles mögliche oder, genau deswegen, besser gar nicht verwendet.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Kein Wunder, dass du da nichts findet, denn PCI-E ist kein von außen getaktetes System und nutzt somit auch kein DDR.*
        Gut, es ist es nicht DDR, aber wenn du dir z.B. mal anguckst, wie das bei Ethernet aussieht, siehst du vielleicht, was ich meine. Die Symbolrate ist doppelt so hoch wie die Bandbreite und die dürfte eine große Rolle bei der nötigen Signalqualität spielen. Da redet man einfach schnell aneinander vorbei, weil Takt, Symbolrate, Bandbreite, Transferrate usw. oft wild durcheinandergeschmissen werden. Vermutlich habe ich das hier jetzt auch nicht korrekt gemacht, weil Takt auch alles mögliche heißen kann, ich aber von der Bandbreite ausgegangen bin. Ganz korrekt wäre wohl, dass man 64 GBd und dafür eine Leitung, die eine Bandbreite von 32 GHz sauber genug übertragen kann, benötigt.
        Zitat von PCGH_Torsten
        *: Das eigentliche Taktsignal ist bei PCI-E ins Datensignal eingebettet. Es gibt zwar einen Referenztakt (als eine von meiner Erinnerung nach drei Möglichkeiten), um Host und Client zu synchronisieren, aber das ist wirklich grob – halt die im UEFI einstellbaren 100 MHz, wenn ich mich nicht irre. (In den Specs finde ich gerade nur "100 ns"-Angaben zu Takten, aber das wäre die Zykluslänge eines 10-MHz-Signals.) Pro Zyklus dieser Referenz werden dann aber eben nicht eins ("SDR"), zwei ("DDR") oder vier ("QDR") Datenzeichen übertragen, sondern 64.000 ("WTFDR"). Und das bei 6.0 halt mit einem Informationsgehalt von je zwei Bit.
        Es ist auf jeden Fall erwähnenswert, dass PCI-E, wie Kommunikationsprotokolle üblicherweise, kein Taktsignal mitschickt, bzw. nebendran laufen hat. Beide Seiten einigen sich aber auf eine Symbolrate (je nach Version 2,5 bis 64 GBd) und die Daten werden so kodiert, dass die jeweilige Gegenseite die durch die beiden unabhängigen Taktgeber zwangsweise auftretende Phasenverschiebungen korrigieren kann. Also ganz banal gesagt nicht zu oft das gleiche Symbol am Stück. Oft wird das so kodiert, dass der Code auch als simple Fehlererkennung fungieren kann.

        64.000 Symbole pro Zyklus würden bei 64 GBd einer Zyklusdauer von 1 µs entsprechen. Gut, dafür kenne ich mich jetzt mit solchen Protokollen und PCI-E im speziellen nicht genug aus, aber die kann ja prinzipiell, genau wie die Symbolrate mehr oder weniger beliebig aus dem Referenztakt, was auch meiner Meinung nach die 100 MHz aus dem UEFI sind, generieren. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die resultierenden 128 Kb pro Zyklus für ein paketbasiertes Protokoll durchaus noch feinkörnig genug sind.
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