PCI Express 7.0: Einen Doppelten, bitte!
Die PCI-SIG hat die ersten Spezifikationen von PCI Express 7.0 festgezurrt und es wird - Überraschung - schnellere Datenübertragungsraten geben. "Einen Doppelten, bitte!", könnte man meinen.
Die PCI SIG (Peripheral Component Interconnect Special Interest Group) hat die Spezifikationen von PCI Express 7.0 in Version 0.3 auf den Weg gebracht, die für die Implementation in Hardware ab 2027 relevant werden und offenbar von den Mitgliedern der PCI SIG abgesegnet wurden. Erwartungsgemäß wird die Transferrate erhöht - auf dann 128 GT/s pro Pin. Eine weitere Verdopplung der Datenrate von 5.0 mit 64 GT/s und 32 GT/s von 4.0. Ein x16-Slot würde dann 512 GB/s brutto verschieben können.
Um die höheren Datenraten zu erreichen, wird Pulsamplitudenmodulation mit 4 Leveln - PAM-4 - verwendet, wie man es schon von PCI Express 6.0 kennt. Auch Ethernet verwendet für 400G PAM-4. Dazu kommen FLIT Mode und Forward Error Correction (FEC), die mit 6.0 eingeführt wurden.
Wo ist der Haken? Wie schon beim Wechsel von PCI Express 4.0 auf 5.0 sind es die Längen der Signalwege, die sich reduzieren. Längere Strecken kosten Geld, weil sie Komponenten wie Retimer und Redriver benötigen. Generell steigen die Kosten, weil auch der Anspruch an Mainboard-Layer und Verarbeitungsqualität steigt.
Auf der Habenseite steht für Endkunden insbesondere, dass jede PCI-E-Lane höhere Transferleistungen erreicht und sich so zum Beispiel SSDs mit weniger Lanes anbinden lassen. Der Fokus der Entwicklung für PCI Express 7.0 liegt im Moment eher auf Anwendungsfälle in Rechenzentren und Spezialanwendungen.
"Die PCI-Express-Technologie ist branchenweit führend als grundlegende E/A-Verbindung und findet sich in allen Bereichen, vom Auto bis hin zu Servern in Rechenzentren", so PCI-SIG-Präsident Al Yanes. "Mit der zunehmenden Geschwindigkeit der PCI-E-Architektur werden wir unsere traditionellen Branchen weiter ausbauen und gleichzeitig in aufregende neue Branchen expandieren, um die Nachfrage nach einem Interconnect mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz zu befriedigen."
Quelle: Business Wire

Das würde Ressourcen frei machen, die an anderer stelle besser Verwendung finden könnten.
Neue USB Controller, 10/25Gbit NICs oder ähnliches könnten ohne Lane-Sharing direkt angebunden werden.