Gigabyte X299-WU8: Zwei PLX-Switches für 4 × 16 PCI-Express-3.0-Lanes [Update]
Gigabyte hat das X299-WU8 als Workstation-Mainboard für Intels Skylake-X-Prozessoren vorgestellt. Der Aufbau erinnert an Asus' WS X299 Stage: Zwei PLX/PEX-8747-Switches vervielfachen die PCI-Express-3.0-Lanes, sodass sich vier Grafikkarten mit voller x16-Anbindung betreiben lassen. Mit ALC1220-Audio und OC-Funktionen ist es auch für Spieler geeignet.
Update vom 12.12.18:
Inzwischen lässt sich Gigabytes X299-WU8 auch im PCGH-Preisvergleich finden. Viele Händler listen das Workstation-Mainboard noch nicht, Caseking und Computeruniverse gehören jedoch zu den größeren Shops mit zuverlässigen Daten. Die Auslieferung soll demnach in den kommenden Tagen für 650 Euro beginnen.
Originalartikel vom 05.11.18:
Intels Prozessorfamilie Skylake-X beziehungsweise der kommende Skylake-X-Refresh bietet bis zu 44 PCI-Express-3.0-Lanes ausgehend von der CPU. Abzüglich der vier Bahnen zur Anbindung des Plattform Controller Hubs (PCH) X299 bleiben 44 für Grafikkarten und andere Erweiterungen übrig, sodass sich wiederum zwei Pixelschubser mit den vollen 16 PCI-Express-3.0-Lanes anbinden lassen. Wem das nicht genug ist, kann ein Mainboard mit PLX- beziehungsweise PEX-Switches kaufen, welche die Lanes doppeln. Ein solches hatte bisher ausschließlich Asus in Form des WS X299 Sage im Angebot. Weil weder AMD noch Nvidia mittlerweile mehr als Dual-GPU-Konfigurationen in PC-Spielen unterstützen, wird die Platine explizit für Workstations vermarktet.
64 PCI-Express-3.0-Lanes für Grafikkarten
Mit Gigabyte folgt nun der zweite Hersteller, der ein solches Mainboard anbietet. Das X299-WU8 nutzt genauso wie Asus' WS X299 Sage zwei PLX/PEX-8747-Switches. Zwei sind notwendig, weil ein einzelner nur vier Ausgangs-Ports hat, versorgt werden müssen aber sieben PCI-Express-x16-Anschlüsse. Der erste ist immer mit 16 Lanes angebunden. Der dritte, fünfte und siebte bekommen ebenfalls 16, wenn die restlichen Anschlüsse nicht genutzt werden. Das heißt, Nutzer können vier Dual-Slot-Grafikkarten einsetzen. Belegt man die restlichen auch, werden die sechs unteren Slots auf acht Lanes gestutzt (wahrscheinlich mittels Asmedia-ASM1480-Chips).
... mit üppiger Kühlung
Die letztendliche Lane-Verteilung ist übrigens unabhängig von der eingesetzten CPU. Mit einem 44-Lane-Model ab dem Core i9-7900X werden beide Switches mit 16 Lanes versorgt. Mit dem Core i7-7820X oder Core i7-7800X bekommt der untere nur noch acht. Selbst mit Kaby Lake-X funktioniert das Ganze - dann aber nur noch mit acht und vier Lanes für die Switches, was dann doch ziemlich sinnlos erscheint. Weil die PLX/PEX-8747-Switches recht warm werden, haben die Mainboards vergleichsweise üppige Kühllösungen. Gigabyte setzt ein weiteres Mal auf richtige Aluminiumlamellen, was die Oberfläche vergrößert.
Lesenswert: Mainboard-Kaufberatung 2018: Gaming-Boards für Sockel 2066, AM4, 1151 und TR4
Die restliche Ausstattung ähnelt sich derweil. Beide Hersteller stellen USB 3.1 am I/O-Panel per Asmedia-2142-Zusatz-Controller zur Verfügung. Als Audio-Chip dient Realteks High-End-Angebot ALC1220. Übertaktungs-Funktionen runden das Angebot für den PC-Spieler ab - auch wenn sich die Mainboards nicht unbedingt an solche richten. Zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse stehen für LAN zur Verfügung. Asus bietet anders als Gigabyte allerdings noch eine Version mit 10-Gigabit-Ethernet an, die im Workstation-Bereich durchaus sinnvoll erscheint. Das normale WS X299 Sage ist ab 470, die 10G-Version ab 580 Euro erhältlich. In diesem Preisbereich dürfte sich auch Gigabytes X299-WU8 ansiedeln.

Schon geil bei solchen Workstation boards klapst dann plötzlich mit den vrm Kühlern und es soll mir jetzt keiner erzählen das es bei gaming board vor allem um die Optik geht den schliesslich sieht das Bord auch echt geil aus.
Also statt dem Asus-Mainboard mit diesem merkwürdigen Formfaktor und mit nur 2 USB würde ich ja ein ATX-Mainboard aus der H11-Serie von Supermicro empfehlen: Supermicro Motherboard H11SSL- Da braucht man auch keine PLX-Chips
Generell ist Epyc mit den Taktraten aber eher weniger für Workstations geeignet, grade bei UP-Servern gibts eigentlich keinen Grund für Epyc statt TR, außer vielleicht die neuen 64-Kerner. Aber wer braucht das und hat dann eine Workload, die das Auslagern auf einen Server nicht ermöglicht? Hm, ich glaub die Sphere ist dünn.
Wäre nicht schlecht wenn es das auch für TR4 gäbe. Gefällt mir zumindest optisch ganz gut, da nicht so sehr mit Gamer-Müll überladen.
Und ich kenne an die 100 Spiele, die 4 way sli zumindest zulassen. Und noch weitere für die es gute gedmoddete Profile gibt. Xanvast und jemand anderes von guru 3d haben da mal drüber gesprochen. Sonst würden die ganzen 8k+ ultra@40+ fps Videos nie zustande kommen.
@Topic
Viel zu teuer, für zu wenig nutzen.
Gibt ältere Boards mit 4 pcie x16 Slots, an denen man 4 Titan xps voll anschließen kann.