Dpi und Präzision, 8.000 Hz Polling-Rate, Software
Mehr Dpi, höhere Präzision? Details zu 8.000 Hz Polling-Rate und Software.
Inhaltsverzeichnis
- Seite 1 Aktuelle Produkte im Test: Logitech G Pro X Superlight 2c
- Seite 2 Gaming-Maus: Fünf Kaufempfehlungen
- Seite 3 Ergonomie, Gewicht, Mäuse für Linkshänder
- Seite 4 Kabel vs. kabellos und die Griffstile im Detail
- Seite 5 Unverzichtbare Tasten und Elemente, Sensor-Kompendium
- Seite 6 Dpi und Präzision, 8.000 Hz Polling-Rate, Software
- Seite 7 Bildergalerie
Bedeuten mehr Dpi eine höhere Präzision?
Dpi ("Dots per Inch") beschreibt, wie viele Pixel der Mauszeiger zurücklegt, wenn Sie die Maus um 2,54 cm bewegen. Eine höhere Dpi-Zahl bedeutet also vor allem: Der Cursor legt bei gleicher Handbewegung eine längere Strecke auf dem Bildschirm zurück. Häufig wird daraus fälschlich abgeleitet, dass mehr Dpi automatisch eine höhere Präzision bedeuten. Tatsächlich geht es hier in erster Linie um Mausgeschwindigkeit, nicht um die Genauigkeit des Sensors. Mit steigender Bildschirmauflösung wächst der Weg, den der Cursor von links nach rechts zurücklegen muss. Eine höhere Dpi-Rate verkürzt dann den physischen Mausweg, den Sie auf dem Mauspad benötigen, um den Zeiger über die gesamte Breite zu bewegen. Die ideale Mausgeschwindigkeit ist stark von individuellen Faktoren wie Handgröße, Armlänge, Geschicklichkeit und der verwendeten Auflösung abhängig.
Quelle: PCGH
Faustregel: Die Dpi-Rate beeinflusst die Präzision kaum. Je niedriger die Dpi-Rate allerdings ausfällt, desto weiter muss die Maus bewegt werden.
Je niedriger, desto präziser
Wird auf zusätzliche Eingriffe der ARM-CPU wie Pfadbegradigung, Interpolation oder Zeigerbeschleunigung verzichtet, gilt: Je niedriger die Dpi-Rate, desto weiter müssen Sie die Maus bewegen. Das erleichtert präzise, feindosierte Bewegungen, etwa beim exakten Anvisieren in Ego-Shootern. Im Gegenzug verlängert sich die Zeit für große Richtungswechsel, weil der Mausweg größer wird.
Praktisch heißt das: Reagiert die Maus in Ihrem Empfinden zu nervös oder unruhig, senken Sie die Dpi. Wirkt der Mauszeiger oder das Fadenkreuz zu träge, erhöhen Sie die Dpi schrittweise. Moderne Sensoren nutzen dabei in Kombination mit ARM-CPUs teils zusätzliche Funktionen wie Smart Tracking, asymmetrischen Cut-off oder Motion Sync, um das Tracking weiter zu optimieren.
8.000 Hz Polling-Rate - Benötigen Spieler das?
Eine technische Entwicklung bei den Gaming-Mäusen, die mit der Razer Viper 8K ihr Debüt gab und deren praktischer Nutzen nach wie vor heiß diskutiert wird, ist Razers Hyperpolling-Technologie. Diese technische Neuerung nutzt einen schnelleren USB-Mikrocontroller (MCU), der auf die Platine der Gaming-Maus (siehe rechts) gelötet ist und für eine Polling-Rate von 8.000 Hz sorgt. Bei dieser extrem hohen Abfragerate werden bis zu 8.000 Datenberichte über die Bewegung (Sensor) oder das Auslösen der Tasten (Klick) der Razer Viper 8K über den USB-Port an den Rechner geschickt. Dies ist das Achtfache des Standards von 1.000 Hz und die Klicklatenz verringert sich dadurch von einer Millisekunde auf 1/8 Millisekunde.
Quelle: Razer
Anfang Januar 2021 brachte Razer die Viper 8K auf den Markt. Wie der Produktname andeutet, war die für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignete Razer Viper 8K die erste Maus mit 8.000 Hz Polling-Rate.
Spüren wird der Hobbyspieler davon wahrscheinlich nichts. Dennoch ist der theoretische und messbare Vorteil der Hyperpolling-Technologie gerade im Zusammenspiel mit einem Monitor mit hoher Bildwiederholfrequenz nicht von der Hand zu weisen. Hier wird der Mauszeiger flüssiger und ohne "Micro Stuttering" dargestellt, weil dank Hyperpolling Datenberichte bis zu achtmal häufiger pro Sekunde versandt werden können. So fällt die Verzögerung zwischen dem letzten Bericht und der Einzelbildberechnung des Monitors deutlich geringer aus als bei einer Abtastrate von 1.000 Hz. Ein weiterer, teils sogar wahrnehmbarer Vorteil der Technik ist die sehr geringe Peripherielatenz. Die wird dadurch erzielt, dass Hyperpolling die Klickverzögerung minimiert und die Abweichungen von einem Klick zum nächsten auf ein absolutes Minimum reduziert.
Was macht eine gute Software aus?
Die Software ist nicht nur für Funktionen wie die Makro-Erstellung und Profilverwaltung von zentraler Bedeutung. Sie sollte auch ermöglichen, jede Taste einfach mit neuen Funktionen zu belegen und die speicherbaren Dpi-Stufen in 50-Dpi-Schritten für die horizontale und vertikale Achse getrennt einstellen zu können. Eine weitere unverzichtbare Software-Option im Bereich der Leistung ist die Möglichkeit, die Polling-Rate bis zu siebenstufig (8.000/4.000/2.000/1.000/500/250/125 Hz) zu verstellen.
Ist die Gaming-Maus mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet, sollte die Effektpalette nicht zu schmal ausfallen und die Zuordnung der RGB-Lichttricks auf die LEDs oder die Farbwahl für den benutzerdefinierten Modus sollte einfach sein. Eine empfehlenswerte Software muss aber noch mehr können. Da bei einem Großteil aller Gaming-Mäuse eine ARM-CPU bei der Sensorabtastung hilft, sollte die Software dem Spieler auch die Option geben, diese Abtastoptimierungen zu steuern. So sollte stets die Möglichkeit bestehen, die Pfadkorrektur (Angle-Snapping) aus- oder anzuschalten, und weitere Einstellungen sollten vorhanden sein, um die Abtastung des optischen Sensors einfach und mit wenigen Mausbewegungen auf verschiedene Gaming-Mauspads zu optimieren (Untergrundkalibrierung/Smart Tracking).
Eine weitere unverzichtbare Einstellmöglichkeit betrifft die Lift-off-Distanz, auch Hubhöhe genannt. Der Spieler muss in der Lage sein, diese selbst zu bestimmen und an seinen Stil anzupassen. Oft ist es erst nach der Installation der Software möglich, die ab Werk maximierte Lift-off-Distanz zu minimieren. Manchmal finden Sie in der Software auch noch Optionen, um die Tastenreaktionszeit zu verringern. Diese, oft als "Debouncing Time" oder "Button Response Time" bezeichneten Einstellungen, sind ein nettes, aber eher optionales Extra.
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Kannst du was zu Akkulaufzeit sagen ? Passen die Herstellerangaben ?
Kannst du einer höheren Hz Zahl eine bessere Turbo-Gaming Nutzung nachweisen ?
Habe die Superlight 2 und mal die Hz von 1000 auf 2000 und 4000 hochgesetzt, dann ist aber der Mausweg ganz anders geworden und ich hatte keine Lust von Vorne anzufangen das anzupassen.
Momentan spiele ich auf 1000 Hz und 1600 DPI.... Frage mir nur, was bringen mir noch mehr Hz, zumal das ja auch Akkulaufzeit kostet....? Die recht "lange" Laufzeit von knappen 90 Std sind es glaub, sind halt auch ne angenehme Angelegenheit. Möchte nicht alle 20 Std wieder aufladen müssen nur weil ich vielleicht aus psychologischen Gründen auf 4000/8000 Hz spiele, dass im Alltag vielleicht gar nix bringt ?