Unverzichtbare Tasten und Elemente, Sensor-Kompendium
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Unverzichtbare Tasten und Elemente, Sensor-Kompendium

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Wie viele Tasten sind sinnvoll, was ist Pflichtausstattung? Wissenswertes über Sensoren.

Wie viele Tasten sind empfehlenswert?

Für den Büroalltag genügt eine einfache Maus mit zwei Tasten und Mausrad, auch für gelegentliches Spielen. Für gezieltes Gaming sind jedoch zusätzliche, frei belegbare Tasten sinnvoll, um wichtige Funktionen direkt ausführen zu können. Wie viele Zusatztasten Sie benötigen, hängt von Ihrem Spielstil und Ihren Vorlieben ab. Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Aktionen Sie auf die Maus legen möchten, und prüfen Sie, ob das gewählte Modell die passende Anzahl und Anordnung an Extratasten und Funktionen bietet.

Razers Synapse-4-Software ermöglicht es Ihnen, jede Taste einzeln mit Funktionen zu belegen. Dank der Hypershift-Funktion ist sogar die Doppelbelegung möglich. Quelle: PCGH Razers Synapse-4-Software ermöglicht es Ihnen, jede Taste einzeln mit Funktionen zu belegen. Dank der Hypershift-Funktion ist sogar die Doppelbelegung möglich.

Optionale und unverzichtbare Ausstattungselemente

Zu einer Gaming-Maus sollten mindestens Mausrad, zwei Haupttasten und eine oder mehrere Tasten für die per Software festgelegten Dpi-Stufen gehören. Ob Sie darüber hinaus ein Vier-Wege-Mausrad mit abschaltbarer Rasterung, viele Daumentasten oder Zusatztasten am Rand der Haupttasten benötigen, hängt von Ihrem bevorzugten Einsatzgebiet ab.

Taste(n) für die Dpi-Umschaltung

Eine Gaming-Maus sollte Ihnen erlauben, die Abtastrate (Dpi) per Tastendruck zu ändern. Ideal sind zwei Tasten für Dpi+ und Dpi-, wie bei älteren Modellen, etwa der Logitech MX518 Legendary. Damit können Sie die Mausgeschwindigkeit optimal situativ erhöhen oder etwa beim Zielen im Scope senken. Weniger komfortabel, aber mittlerweile Standard, ist eine einzelne Dpi-Taste, meist hinter dem Mausrad als "Dpi-Cycle". Hier ist gerade der Wechsel zwischen sehr niedriger und hoher Stufe umständlicher. Etwas ungünstig wird es für Gelegenheitsspieler, wenn die Taste, wie bei der Razer Deathadder V4 Pro (Bild unten), an der Unterseite liegt. Hier müssen Sie die Maus für den Dpi-Wechsel anheben. Im Gegenzug bevorzugen E-Sportler eine Dpi-Umschalttaste auf der Unterseite, damit diese beim professionellen Einsatz nicht ungewollt an den Dpi-Knopf kommt. Lassen sich alle Tasten frei belegen, können Sie die Dpi-Umschaltung jedoch auf Daumen- oder andere Extratasten legen.

Fluch oder Segen? Ein Dpi-Umschaltknopf auf der Unterseite der Maus verhindert schnelle Dpi-Wechsel, schützt aber auch vor dem ungewollten Auslösen der Taste. Quelle: PCGH Fluch oder Segen? Ein Dpi-Umschaltknopf auf der Unterseite der Maus verhindert schnelle Dpi-Wechsel, schützt aber auch vor dem ungewollten Auslösen der Taste.

Mausrad mit Modifikationsmöglichkeiten

Das Mausrad der Razer Deathadder V4 Pro ist eine technische Innovation. Hier werden die Signale optisch und ohne physikalische Kontaktpunkte verarbeitet. Quelle: PCGH Das Mausrad der Razer Deathadder V4 Pro ist eine technische Innovation. Hier werden die Signale optisch und ohne physikalische Kontaktpunkte verarbeitet. Das Mausrad ist Pflichtbestandteil einer Gaming-Maus. Unterschieden wird zwischen Zwei-Wege-Rad (hoch/runter) und Vier-Wege-Rad mit zusätzlichem horizontalem Scrollen. Für Spiele reicht in der Regel ein Zwei-Wege-Mausrad, ein Vier-Wege-Rad ist eher für Büro und große Monitore interessant. Wichtig sind eine gummierte Oberfläche für Grip und eine klar spür- sowie hörbare Rasterung, etwa beim schnellen Waffenwechsel in Shootern. Einige Logitech-Modelle und die Razer Basilisk V3 (Pro 35K) erlauben das Abschalten der Rasterung für freies Scrollen, was die Kontrolle über einzelne Schritte erschwert. Bei der Basilisk V3 Pro 35K kommt zudem ein digitales Hyperscroll-Rad zum Einsatz: Smart Reel reduziert den Widerstand bei schneller Drehung automatisch, Virtual Acceleration erhöht dabei die Scroll-Geschwindigkeit.

Daumentasten und spezielle Extratasten

Neben Mausrad und Dpi-Umschaltung sind mindestens zwei weitere frei belegbare Extratasten sinnvoll, etwa für Profilwechsel oder Makros. Üblich sind Daumentasten oberhalb der Daumenablage, zwei Stück sind Standard; bei der Logitech G604 Lightspeed sind es sechs. Zusätzliche Bedienelemente finden sich teils direkt im Daumenbereich: Die Asus Chakram X Origin integriert einen Mini-Joystick, bei der Corsair Scimitar Elite Wireless SE sitzt dort ein 12-Tasten-Block für den Daumen. Bei Razer Basilisk V3 (Pro 35K) und Logitech G502X (Plus) ist am vorderen Ende der Daumenablage eine abnehmbare Trigger-Taste platziert.

Ein Großteil der Gaming-Mäuse verfügt lediglich über zwei, teils auch drei oder vier Daumentasten. Asus jedoch bestückt die ROG Chakram X Origin zusätzlich zu den zwei Daumentasten noch mit einem optionalen Mini-Joystick. Quelle: PCGH Ein Großteil der Gaming-Mäuse verfügt lediglich über zwei, teils auch drei oder vier Daumentasten. Asus jedoch bestückt die ROG Chakram X Origin zusätzlich zu den zwei Daumentasten noch mit einem optionalen Mini-Joystick.

Der Sensor: die Leistungszentrale

Der Sensor bildet das Herzstück jeder Maus. Im Gaming-Bereich kommen zwei optisch arbeitende Typen zum Einsatz: klassische optische Sensoren mit Infrarot-LED sowie Lasersensoren. Obwohl beide grundsätzlich spieletauglich sind, wurden Lasersensoren in den vergangenen Jahren weitgehend von IR-LED-Sensoren verdrängt. Ein Grund: Bei Lasersensoren wie dem Avago ADNS-9800 war bei 8.200 Dpi praktisch Schluss, während die maximale Auflösung optischer Sensoren kontinuierlich anstieg.

So steigerten Sensoren wie Roccats Owl Eye (12.000 Dpi), Razers 5G-Sensor, Owl Eye in 2. Generation, Logitechs Hero 16K sowie Pixarts PMW 3366/3389 die Abtastrate zunächst auf 16.000 Dpi. Danach folgten mit Pixarts PMW 3391 (18.000 Dpi, u. a. Corsair Scimitar RGB Elite) und dem Razer Focus+ (20 000 Dpi, modifizierter Pixart PMW 3399) weitere High-End-Modelle. Mit Razer Focus+ hielten zusätzliche, per ARM-CPU gesteuerte Funktionen Einzug, etwa Smart Tracking (Oberflächenkalibrierung), asymmetrischer Cut-off (Rücksetzpunkt des Trackings) und Motion Sync (optimierte Reaktionszeit).

Die aktuell höchste Dpi-Rate bieten die Sensoren Logitech Hero 2 (44.000 Dpi), Asus ROG Aim Point Pro (42.000 Dpi) und Razer Focus Pro 45K Optical Sensor Gen 2. Quelle: Razer Die aktuell höchste Dpi-Rate bieten die Sensoren Logitech Hero 2 (44.000 Dpi), Asus ROG Aim Point Pro (42.000 Dpi) und Razer Focus Pro 45K Optical Sensor Gen 2.

Immer höhere Dpi-Werte

Ende 2020 führte Logitech den Hero 25K als Weiterentwicklung des Hero 16K ein. Der Sensor tastet ohne Glättung, Beschleunigung oder Filterung mit bis zu 25.600 Dpi ab. Per Firmware-Update lassen sich alle Hero-16K-Mäuse auf die höhere Maximalauflösung und den effizienteren Betrieb des 25K-Sensors anheben.

Die Spitzenposition bei der Dpi-Rate hielt der Hero 25K jedoch nur bis 2021. Mit Razers Focus+ (PMW 3399) und Corsairs gemeinsam mit Pixart entwickeltem Marksman 26K traten zwei weitere optische High-End-Sensoren mit bis zu 26.000 Dpi an. Aktuell (Stand Ende 2025) konkurrieren unter anderem Razers Focus Pro 45K Optical Sensor Gen 2 (45.000 Dpi) und Focus Pro 35K (35.000 Dpi), Asus ROG Aim Point Pro (42.000 Dpi), Logitechs Hero 2 (44.000 Dpi) sowie Corsairs Marksman S (32.000 Dpi) um den Einsatz in aktuellen Gaming-Mäusen.

MCUs und ARM-CPUs

Im Zusammenspiel mit der ARM-CPU beherrscht der Razer Focus Pro 45K Optical Sensor Gen 2 innovative Techniken wie Smart Tracking, asymmetrischen Cut-off und Motion Sync. Quelle: PCGH Im Zusammenspiel mit der ARM-CPU beherrscht der Razer Focus Pro 45K Optical Sensor Gen 2 innovative Techniken wie Smart Tracking, asymmetrischen Cut-off und Motion Sync. Mikroprozessoren (MCUs, ARM-CPUs) übernehmen in modernen Gaming-Mäusen eine zentrale Rolle als "Assistenz" für den Sensor. Sie steuern nicht nur Beleuchtungseffekte und verwalten Profile, Makros und Dpi-Stufen, sondern greifen direkt in die Abtastlogik ein. Dazu gehören Funktionen wie Pfadbegradigung (Angle-Snapping) und die Anpassung des Sensors an unterschiedliche Oberflächen (Untergrundkalibrierung/Smart Tracking). Zudem können Sie über die Software die Hubhöhe (Lift-off-Distanz) festlegen, also den Abstand zum Mauspad, ab dem das Tracking stoppt.

Ein weiterer Punkt ist die Polling-Rate: ARM-CPUs erlauben es, die Übertragungsfrequenz zum PC per Software oder - je nach Modell - per Schalter an der Unterseite anzupassen. Diese mikroprozessorgestützte Steuerung von Abtastung und Einstellungen zählt inzwischen zur Standardausstattung einer zeitgemäßen Gaming-Maus.

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  6. Seite 6 Dpi und Präzision, 8.000 Hz Polling-Rate, Software
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Wollte gerade mal tests zu gamingmäusen lesen und bin wieder frustriert. Egal wo, leider auch bei pcgh, wirken mir die tests nicht neutral. Bei razer habe ich meinem kenntnissdtand immer das scheissproblem, dass sie keinen onboardchip haben. Bei so deftigen preisen sparen sie daran und man ist an die software gebunden. Stattdessen hab ich das gefühl, dass sie alle testseiten mit dem bullshit belatschern lassen, dass wieder höhere zahlen für welchen kram auch immer erreicht werden, ohne dass man davon spürbar was hat. Leider ist mir bei pcgh dabei frank stets negativ aufgefallen. Sorry, nicht bös gemeint.
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Wollte gerade mal tests zu gamingmäusen lesen und bin wieder frustriert. Egal wo, leider auch bei pcgh, wirken mir die tests nicht neutral. Bei razer habe ich meinem kenntnissdtand immer das scheissproblem, dass sie keinen onboardchip haben. Bei so deftigen preisen sparen sie daran und man ist an die software gebunden. Stattdessen hab ich das gefühl, dass sie alle testseiten mit dem bullshit belatschern lassen, dass wieder höhere zahlen für welchen kram auch immer erreicht werden, ohne dass man davon spürbar was hat. Leider ist mir bei pcgh dabei frank stets negativ aufgefallen. Sorry, nicht bös gemeint.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Tja, nach mehr als 25 Jahren Logitech Mäuse sag ich mal Pech gehabt Logitech. Nur Win/Mac Unterstützung und nichtmal Einsteller im Browser ist nicht mehr zeitgemäß.
      • Von tigra456 BIOS-Overclocker(in)
        Guter Test, beobachte die Preise dieser Maus auch schon ne Weile.

        Kannst du was zu Akkulaufzeit sagen ? Passen die Herstellerangaben ?

        Kannst du einer höheren Hz Zahl eine bessere Turbo-Gaming Nutzung nachweisen ?

        Habe die Superlight 2 und mal die Hz von 1000 auf 2000 und 4000 hochgesetzt, dann ist aber der Mausweg ganz anders geworden und ich hatte keine Lust von Vorne anzufangen das anzupassen.

        Momentan spiele ich auf 1000 Hz und 1600 DPI.... Frage mir nur, was bringen mir noch mehr Hz, zumal das ja auch Akkulaufzeit kostet....? Die recht "lange" Laufzeit von knappen 90 Std sind es glaub, sind halt auch ne angenehme Angelegenheit. Möchte nicht alle 20 Std wieder aufladen müssen nur weil ich vielleicht aus psychologischen Gründen auf 4000/8000 Hz spiele, dass im Alltag vielleicht gar nix bringt ?
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