Kabel vs. kabellos und die Griffstile im Detail
Quelle: NZXT, Razer, Turtle Beach
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Kabel vs. kabellos und die Griffstile im Detail

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Gaming-Maus mit und ohne Kabel, welche Unterschiede gibt es? Die Griffstile im Deatil

Kabelmaus oder Funk - Wo liegen die Unterschiede?

Bei Sensorpräzision und Signalübertragung gibt es heute praktisch keinen Unterschied mehr zwischen Kabel- und Funk-Gaming-Mäusen. Modelle mit 2,4-GHz-Nano-Receiver oder Bluetooth (LE) arbeiten im Test genauso verzögerungsfrei wie Kabelmäuse. Eine Polling-Rate von 1.000 Hz ist Standard, 8.000 Hz sind mit Lösungen wie dem Razer Hyperpolling Wireless Dongle, dem ROG Polling Rate Booster oder der Keychron M7 8K Wireless, Attack Shark R5 Ultra 8K Wireless und Logitechs Pro X Superlight-2-Modellen auch ohne Kabel möglich.

Kabelmäuse werden dauerhaft über USB mit Strom versorgt, müssen nicht geladen werden und benötigen weder Ladestation noch Batterie. Energieengpässe entfallen, umfangreiche RGB-Beleuchtung ist problemlos realisierbar. Preislich liegen sie meist unter vergleichbaren Funkversionen: So kostet die Razer Basilisk V3 35K mit Kabel deutlich weniger als die kabellose Basilisk V3 Pro 35K, bei der der Preis von rund 75 auf etwa 145 Euro steigt.

Kabellos, leicht und laden - klassische Akkus oder Induktion?

Der große Vorteil kabelloser Gaming-Mäuse ist die Bewegungsfreiheit ohne störendes Kabel. Im Gegenzug erhöhen Akku oder Batterie das Gewicht und müssen regelmäßig geladen oder gewechselt werden. Moderne Leichtbaumodelle wie Razer Viper V3 Pro, Asus Harpe Ace Extreme, Logitech Pro X Superlight 2/2c oder Corsair Sabre V2 Pro zeigen jedoch, dass Funkmäuse beim Gewicht zur Kabelkonkurrenz aufgeschlossen haben - teils auf Kosten von RGB. Gute Wireless-Mäuse starten etwa bei 60 Euro, Spitzenmodelle liegen deutlich darüber.

Zusätzlichen Komfort bieten Mäuse mit Induktionsladung: Ein leichter Kondensator in der Maus wird über ein spezielles Mauspad versorgt, man lädt praktisch nie manuell und das Gewicht steigt kaum. Logitech setzt mit dem Powerplay-2-System unter anderem auf die G-Pro-X-Superlight-Modelle sowie die G903, G703, G502 X Plus, G502 X Lightspeed und G309. Razer nutzt die Hyperflux-V2-Technik bei der Basilisk V3 Pro 35K, Basilisk V3 Pro, Cobra Pro und Naga V2 Pro.

Griffarten im Detail - So fassen Sie die Maus richtig an

Wir sprechen bei unseren Tests oft davon, dass eine Gaming-Maus sehr gut in der Hand liegen muss, damit sie zum "Handschmeichler" wird. Damit meinen wir, dass sie ein "gutes Gefühl", also eine ansprechende und gefällige Haptik, vermitteln muss. Fühlt sich die Maus bequem oder sperrig an? Ist der Korpus vielleicht zu breit, zu hoch oder gar zu kurz oder lang? Wir zeigen Ihnen hier die drei gängigsten Griffarten, die bei einer optimalen Ergonomie auf einen Großteil aller Maus-Designs anwendbar sind. Es kann aber vorkommen, dass Gaming-Mäuse nur auf einen Griffstil hin optimiert werden. Im Gegenzug fasst jeder Nutzer seine Maus individuell an und hält sich natürlich nicht sklavisch an die drei hier vorgestellten Griffstile:

Palm-Grip (Handflächen-Griff):

Beim Palm-Grip liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf. Die Maus wird mit dem Daumen sowie dem Ringfinger und dem kleinen Finger geführt. Quelle: Steelseries Beim Palm-Grip liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf. Die Maus wird mit dem Daumen sowie dem Ringfinger und dem kleinen Finger geführt. Mehr als die Hälfte aller Mausnutzer verwendet den sogenannten Palm-Grip ("Palm" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Handfläche"), der auch bei Spielern sehr beliebt ist. Dabei liegt die Handfläche locker auf dem Mausrücken auf. Der Daumen sowie der Ringfinger und der kleine Finger werden leicht gegen die linke oder rechte Seite der Maus gedrückt oder, falls vorhanden, auf die dafür vorgesehenen Ablagen gelegt. Seitliche Gummierungen oder gummierte Fingerablagen, wie sie viele Gaming-Mäuse bieten, sorgen dabei für rutschfesten Halt, auch dann, wenn die Finger verschwitzt sind. Diese Haltung gewährleistet größtmöglichen Komfort, da die Maus oft nur aus dem Handgelenk heraus bewegt wird - das beugt Ermüdungserscheinungen vor.

Claw-Grip (Klauen-Griff):

Die charakteristischen Merkmale des Claw-Grips sind die angewinkelte, klauenartige Stellung von Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Dazu berührt die Handinnenfläche das Heck nicht. Quelle: Steelseries Die charakteristischen Merkmale des Claw-Grips sind die angewinkelte, klauenartige Stellung von Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Dazu berührt die Handinnenfläche das Heck nicht. Im direkten Vergleich zum Palm-Grip ist der Claw-Grip weniger verbreitet, erfreut sich unter Gamern und E-Sportlern aber immer größerer Beliebtheit. Charakteristisch für diese Griffart ist die angewinkelte Stellung von Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Die Handinnenfläche berührt dabei das Heck der Maus nicht. Daher auch der Name, da diese Handstellung einer Tierklaue ähnelt. Es entstehen dadurch weniger Kontaktpunkte zwischen Maus und Hand. Geübte Spieler können mit dieser Griffmethode sehr schnelle, kurze und präzise Bewegungen ausführen. Im Gegenzug muss die Gaming-Maus für den optimalen Grip mit gummierten oder zumindest angerauten Seitenteilen ausgestattet sein. Außerdem wird bei diesem Griffstil der Unterarm stets mitbewegt.

Fingertip-Grip (Fingerspitzen-Griff):

Beim Fingertip-Grip, der häufig bei kleinen Mäusen zum Einsatz kommt, entsteht nur an den Fingerspitzen Kontakt mit der Gaming-Maus. Quelle: Steelseries Beim Fingertip-Grip, der häufig bei kleinen Mäusen zum Einsatz kommt, entsteht nur an den Fingerspitzen Kontakt mit der Gaming-Maus.

Bei dieser ausgefallenen Griffmethode, die nur von wenigen Spielern praktiziert wird, und oft beim Einsatz von verkleinerten Gaming-Maus-Standardmodellen wie der Razer Viper Mini oder Roccat Kone Pure genutzt wird, kommt es an nur wenigen Stellen zu einem Kontakt zwischen Maus und Hand. Geführt wird die Maus praktisch nur mit den Fingerspitzen. Man kann sich den Fingertip-Grip auch als eine extreme und gestreckte Variante des Claw-Grips vorstellen. Anders als beim Claw-Griffstil krümmen sich hier die Finger kaum. Wer diese anspruchsvolle Griffart kontrolliert einsetzen kann, ist in der Lage, noch schnellere Manöver auszuführen. Gleichzeitig schont er seinen Unterarm, da viele Mausbewegungen aus dem Handgelenk erfolgen.

Welchen Griffstil Sie auch immer bevorzugen. Das Wichtigste ist, dass die Maus bequem in der Hand liegt und Sie alle Tasten - seien es die Seitentasten oder der Dpi-Umschalter auf der Oberseite - ohne Anstrengungen erreichen können. Denn nur so ist ermüdungsfreies Spielen und Arbeiten möglich.

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  1. Seite 1 Aktuelle Produkte im Test: Logitech G Pro X Superlight 2c
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  5. Seite 5 Unverzichtbare Tasten und Elemente, Sensor-Kompendium
  6. Seite 6 Dpi und Präzision, 8.000 Hz Polling-Rate, Software
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Wollte gerade mal tests zu gamingmäusen lesen und bin wieder frustriert. Egal wo, leider auch bei pcgh, wirken mir die tests nicht neutral. Bei razer habe ich meinem kenntnissdtand immer das scheissproblem, dass sie keinen onboardchip haben. Bei so deftigen preisen sparen sie daran und man ist an die software gebunden. Stattdessen hab ich das gefühl, dass sie alle testseiten mit dem bullshit belatschern lassen, dass wieder höhere zahlen für welchen kram auch immer erreicht werden, ohne dass man davon spürbar was hat. Leider ist mir bei pcgh dabei frank stets negativ aufgefallen. Sorry, nicht bös gemeint.
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Wollte gerade mal tests zu gamingmäusen lesen und bin wieder frustriert. Egal wo, leider auch bei pcgh, wirken mir die tests nicht neutral. Bei razer habe ich meinem kenntnissdtand immer das scheissproblem, dass sie keinen onboardchip haben. Bei so deftigen preisen sparen sie daran und man ist an die software gebunden. Stattdessen hab ich das gefühl, dass sie alle testseiten mit dem bullshit belatschern lassen, dass wieder höhere zahlen für welchen kram auch immer erreicht werden, ohne dass man davon spürbar was hat. Leider ist mir bei pcgh dabei frank stets negativ aufgefallen. Sorry, nicht bös gemeint.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Tja, nach mehr als 25 Jahren Logitech Mäuse sag ich mal Pech gehabt Logitech. Nur Win/Mac Unterstützung und nichtmal Einsteller im Browser ist nicht mehr zeitgemäß.
      • Von tigra456 BIOS-Overclocker(in)
        Guter Test, beobachte die Preise dieser Maus auch schon ne Weile.

        Kannst du was zu Akkulaufzeit sagen ? Passen die Herstellerangaben ?

        Kannst du einer höheren Hz Zahl eine bessere Turbo-Gaming Nutzung nachweisen ?

        Habe die Superlight 2 und mal die Hz von 1000 auf 2000 und 4000 hochgesetzt, dann ist aber der Mausweg ganz anders geworden und ich hatte keine Lust von Vorne anzufangen das anzupassen.

        Momentan spiele ich auf 1000 Hz und 1600 DPI.... Frage mir nur, was bringen mir noch mehr Hz, zumal das ja auch Akkulaufzeit kostet....? Die recht "lange" Laufzeit von knappen 90 Std sind es glaub, sind halt auch ne angenehme Angelegenheit. Möchte nicht alle 20 Std wieder aufladen müssen nur weil ich vielleicht aus psychologischen Gründen auf 4000/8000 Hz spiele, dass im Alltag vielleicht gar nix bringt ?
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