Mad Max im Techniktest: Endzeit-Perle mit sehr performanter Engine - 22 GPUs + CPU-Kernskalierung [Special der Woche]

Mad Max, das Open-World-Actionspiel der Just-Cause-Macher, ist seit dem 1. September für den PC erhältlich. Welche Technik unter der Haube steckt und welche Rechnerausstattung Sie für maximal-wahnsinnigen Spielspaß benötigen, klären wir im Techniktest von Mad Max. Diesmal haben wir nicht nur Benchmarkwerte von 22 Grafikkarten der Jahrgänge 2009 bis 2015 für Sie, sondern auch eine Prozessorkernskalierung von 1 bis 6.

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Mad Max (madly maxed & downsampled von 3.840 × 2.400 auf 2.560 × 1.440 Pixel)
Quelle: PC Games Hardware

Nicht nur Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain sorgt dieser Tage für Spielspaß am PC, auch Mad Max ist seit dem 1. September erhältlich. Verantwortlich zeichnen die schwedischen Avalanche Studios, unter anderem bekannt für den Open-World-Actionkracher Just Cause. PC Games Hardware wagt das Endzeit-Abenteuer, in diesem Artikel erfahren Sie alles technisch Relevante inklusive ausführlicher Benchmarks – und alles Weitere zu Mad Max auf unserer Themenseite. Falls Sie nur an Bildern interessiert sind, in der Galerie finden Sie rund 100 Screenshots in maximaler Qualität. Die Originalauflösung beträgt 3.840 × 2.400 Pixel, für die Galerie haben wir die Shots jedoch heruntergerechnet.

Mad Max: Technik und Systemanforderungen

Die Entwickler setzen bei Mad Max auf die hauseigene Avalanche-Engine, welche in einer früheren Version bereits in Just Cause 2 zum Einsatz kam. Die Entwickler sind schon länger im Geschäft und wissen, dass sich PC-Spieler über Menüs mit reichhaltigen Optionen freuen. Vor allem die Grafikabteilung verdient Lob: Auflösung, Texturfilter, Schatten, Lightquellen, Ambient Occlusion, Parallax Mapping, Tiefenschärfe und viele weitere Stellschrauben lassen sich in mehreren Stufen dem eigenen Geschmack und Rechner entsprechend einstellen. Witziges Detail: Einige Optionen lassen sich nicht nur auf "Hoch" oder "Sehr hoch" setzen, die maximale Detailstufe heißt schlicht und ergreifend "Max" – wie passend!

Mad Max: Das offenherzige Grafikmenü Quelle: PC Games Hardware Mad Max: Das offenherzige Grafikmenü Spätestens mit allen Details am Anschlag macht Mad Max eine gute Figur. Von der ersten Minute an kommt ein Gefühl der "Smoothness" auf: Das Intro-Video geht nahtlos in eine rasante Echtzeitgrafiksequenz über, die dank feiner Bewegungsunschärfe und – auf den meisten PCs – sehr hoher Bildrate gut auf das folgende Gameplay einstimmt. Wenige Minuten später steht er da, Mad Max, wie er leibt und lebt. Hier, in den ersten Minuten, setzt sich der gute Eindruck fort, die Engine liefert trotz hoher Sichtweite und ordentlicher Texturen eine völlig ruckelfreie Vorstellung ab. Das Streaming erinnert frappierend an Just Cause 2, welches 2010 demonstrierte, dass ein großer Open-World-Sandkasten nicht zwingend an Nachladeruckeln kranken muss. Im Falle von Mad Max kommt den Entwicklern das Setting entgegen: Im Wasteland gibt es praktisch keine Vegetation und auch keine Gewässer, die vorherrschende Landschaftsstruktur ist Wüstenboden. Dieser und die meisten anderen Texturen sehen dank einer aufgetragenen Detailschicht ordentlich bis sehr gut aus. Dazu gesellen sich sauber gefilterte Schatten sowie ein unauffälliges LoD-System. Kurz: Erwarten Sie keine Wälder voller Detailreichtum in Mad Max, das von rostigen Bauten durchzogene Ödland ist jedoch so hübsch wie möglich.

Mad Max: Vergleich diverser Grafikeinstellungen

Werfen wir ein paar exemplarische Blicke auf die grafische Konfigurierbarkeit von Mad Max am PC:

Min Details
Max Details
SSAO aus
SSAO an
AA aus
AA an

Beim Erstellen der Screenshots für die Bildergalerie waren wir übrigens in 3.840 × 2.400 Pixeln (9,2 Megapixel) mit einer Geforce GTX Titan X @ 1.450/4.200 MHz unterwegs. Obwohl die Pixelmenge aufgrund des 16:10-Seitenverhältnisses weit über Ultra HD (8,3 Mpix) hinausgeht, lag die Bildrate stets über 50, meist sogar über 60 Fps. Slowdowns oder Nachladeruckler begegneten uns keine, die Engine haushaltet offenbar sehr effizient mit den Ressourcen. Selbst in 5.120 × 3.200 Pixel (16,4 Mpix) ist Mad Max noch spielbar, bei den dann vorherrschenden Bildraten im 30er-Bereich geht jedoch die erwähnte, sonst allgegenwärtige Smoothness verloren.

Bildergalerie

Zu den Systemanforderungen: Für Max Max benötigen Sie laut Entwickler mindestens einen Core i5-650 mit 3,2 GHz oder einen AMD Phenom II X4 965 mit 3,4 GHz. Bei der Grafikkarte wird mindestens eine Geforce GTX 660 Ti oder eine Radeon HD 7870 mit jeweils 2 GiByte Speicher benötigt. Weiterhin benötigt Mad Max 6 GiByte Arbeitsspeicher. Wer mit hohen Details spielen möchte, benötigt einen i7-3770 mit 3,4 GHz oder einen FX-8350 mit 4,0 GHz. Bei der Grafikkarte empfehlen die Entwickler eine Geforce GTX 760 oder eine Radeon HD 7970. Beim Arbeitsspeicher sollten Spieler auf 8 GiByte RAM zurückgreifen. Für die Installation werden insgesamt 32 GByte Festplattenspeicher benötigt.

Minimal:

  • Prozessor: Intel Core i5-650 mit 3,2 GHz oder AMD Phenom II X4 965 mit 3,4 Ghz
  • Arbeitsspeicher: 6 GiB RAM
  • Grafikkarte: Nvidia GTX 660 Ti (2 GB RAM+) oder Radeon HD 7870 (2 GB RAM+)

Empfohlen:

  • Prozessor: Intel Core i7-3770 mit 3,4 GHz oder AMD FX-8350 mit 4,0 GHz
  • Arbeitsspeicher: 8 GiB RAM
  • Grafikkarte: Nvidia Geforce GTX 760 oder AMD Radeon HD 7970

Mad Max: Benchmarkszene und -system

PC Games Hardware testet Grafikkarten und Spiele seit wenigen Tagen auf Basis neuer Testrechner: Wir wechseln vom Core i7-4790K (Haswell) und 2 × 4 GiByte DDR3-RAM auf Intels aktuelle Skylake-Architektur mit 2 × 8 GiByte DDR4-RAM. Auf einem Asus Maximus VIII Hero sitzt ein auf 4,5 GHz übertakteter Core i7-6700K mit 4 physikalischen Kernen und dank Hyperthreading/SMT acht Threads. Der insgesamt 16 GiByte große DDR4-RAM mit einer Geschwindigkeit von 2.800 MHz bietet genügend Puffer für aktuelle Spiele. Außerdem setzen wir nun standardmäßig auf Windows 10 x64. Die komplette Abhandlung des neuen Grafikkarten-Testsystems inklusive des überarbeiteten Parcours lesen Sie Anfang Oktober in der Jubiläums-PCGH 11/2015.

Wie immer kommen sowohl bei AMD als auch bei Nvidia die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber zum Einsatz, namentlich der Catalyst 15.8 Beta und der Geforce 355.82 WHQL. Die anisotrope Filterung steht PCGH-typisch auf "Hohe Qualität" (HQ), VSync ist sowohl im Grafiktreiber als auch im Spiel deaktiviert.

Unsere Benchmarkszene stammt aus den ersten Spielstunden. Max und Chum haben gerade im Rahmen der Kampagne den Opus Magnum ergattert, das Gefährt, um welches sich fast alles in Mad Max dreht. Jene Rostlaube gilt es im Laufe des Spiels mit Panzerung, Waffen, Nitro und weiteren Gadgets auszurüsten. In der Benchmarkmission haben die beiden gerade eine Karosserie mitgehen lassen und müssen sich nun in einer rasanten Fahrt ihrer Verfolger erwehren. Staub, Feuer, Explosionen, wir benchen den Alltag in Mad Max, ohne dass es sich um ein Worst-Case-Szenario handelt.

Mad Max: Grafikkarten-Ergebnisse

Im Folgenden sehen Sie die Ergebnisse von 22 Grafikkarten der Jahrgänge 2009 bis 2015 in den drei Auflösungen Full HD, WQHD und Ultra HD, wählen Sie die passende Auflösung im Dropdown-Menü der Benchmarks aus. Die Platzierung der einzelnen Karten wirkt vertraut, wobei das gute Abschneiden der Radeon-Phalanx nicht selbstverständlich ist. Die sehr hohe Grundperformance von Mad Max verdient eine gesonderte Erwähnung: Das Spiel lässt sich selbst auf einer fünf Jahre alten Mittelklasse-Grafikkarte – der Geforce GTX 460 – mit maximalen Details spielen, ohne in eine Diashow zu verfallen. Übertaktete GTX-460-Karten nehmen ebenso die 30-Fps-Hürde in Full HD wie eine unübertaktete Radeon HD 5850. Letztere ist mit ihrem Erscheinungstermin im Winter 2009 die älteste Grafikkarte im Feld.

Somit können wir eine Entwarnung aussprechen: Mad Max läuft auf beinahe jedem PC mit maximalen Details flüssig. Wer höhere Ansprüche in Form von konstanten 60 Fps hat, benötigt etwas mehr Hubraum, diesen Job erledigen sowohl übertaktete Versionen der Radeon R9 280X als auch solche der Geforce GTX 770. Ein Modell mit mehr als 2 GiByte Grafikspeicher zieht in üblichen Auflösungen inklusive WQHD/1440p keine Vorteile daraus. Erst in Ultra HD und, für Downsampler, darüber hinaus, lohnt sich etwas mehr Speicher. Alle Grafikkarten, die diesem Rechenaufwand gewachsen sind, bringen aber sowieso 3 oder mehr GiByte mit.

Mad Max: Prozessor-Kernskalierung

Wie skaliert die Avalanche-Engine mit den ihr zur Verfügung gestellten Prozessorkernen/-threads? Das überprüfen wir anhand eines altehrwürdigen Phenom II X6 1100T, dem Thuban-Topmodell. Hier offenbart Mad Max eine vorbildliche Skalierung und Ausnutzung aller verfügbaren Cores, welche selbst auf diesem fünf Jahre alten Prozessor sehr hohe Bildraten ermöglicht:

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    • Kommentare (119)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von amer_der_erste BIOS-Overclocker(in)
        Hallo zusammen,

        wie / wo finde ich den ripper welcher beim Kauf dabei war?
      • Von amer_der_erste BIOS-Overclocker(in)
        Hallo zusammen,

        wie / wo finde ich den ripper welcher beim Kauf dabei war?
      • Von Healrox Software-Overclocker(in)
        Ich bin jetzt schon locker Zweistellig mit Spielzeit und es macht immer noch Spaß.
        Ich bin auch arg der Meinung, das viele Tester (muß ja auch fertig werden) durch die Story gerushed sind und da vieles übersehen haben.
        Das Spiel belohnt einen sehr für die Missionen, auch visuell.
        Wenn man z.B. die Mission für Gutgash macht, in der er guten Stahl verlangt, sieht man, nachdem die Mission beendet ist, wenn man in seine Festung zurückkehrt, wie die Einwohner einen Teil der Seitenwand der U-Bahn in den Tanker (das Kontainerschiff?) einbauen.
        Generell finde ich den Ausbau der Festungen sehr cool, dazu gibt es meist noch eine Hintergrundstory, usw.
        Ich finde, Mad Max ist seit längerem mal wieder eins der Spiele, bei denen es sich lohnt, Zeit reinzustecken. Nicht nur, das reine Aufgaben erfüllen wird geboten, sondern man kommt immer wieder in Ecken, wo man lustiges, trauriges, neues, schönes, hässliches oder verstörendes findet.

        Ich bleib dabei: Vollpreis hat sich gelohnt!
      • Von amer_der_erste BIOS-Overclocker(in)
        Das Game läuft butterweich. Meine CPU war noch nie über 20% Auslastung
      • Von Nazzy Volt-Modder(in)
        Ich bin bisher recht zufrieden mit dem Spiel. Habe nicht allzuviel erwartet und wurde positiv überrascht. Das " Gemeckere" über die Optik kann ich nicht nachvollziehen. Die Explosionen sehen fantastisch aus, die Texturen sind größtenteils recht knackig.
        Und das beste an dem Spiel, es läuft jederzeit flüssig und hat kaum Bugs. Das ist heutzutage schon fast ein Wunder
      • Von amer_der_erste BIOS-Overclocker(in)
        Verstehe bis heute nicht warum dafür nur 20€ verlangt wird
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