Spieler, welche ihrem liebsten Hobby primär unter Linux nachgehen, erhalten mit den Releases von VKD3D-Proton 3.0.1 und Mesa 26.1.0 jetzt zwei wichtige Updates, welche sich positiv auf die Raytracing-Performance und Ray Reconstruction sowie das Frame Pacing auswirken. Hinzu kommen Vulkan-Optimierungen, ein neuer Shader-Compiler und ein Test-Framework, um die Stabilität zu erhöhen, in Kombination mit den zahlreichen Bugfixes und Spiele-Optimierungen.
Nachdem zuletzt mit Linux 7.0, Wine 11.8 und Proton-Cachy 11.0 bereits wichtige Updates für das Spielen unter Linux erschienen sind, werden nun auch der quelloffene Grafikstack Mesa 3D und VKD3D-Proton, eine Softwarebibliothek, die Direct3D 12 in Echtzeit in die Vulkan-API übersetzt, abermals entsprechend aktualisiert. Diverse Optimierungen zielen auf Raytracing mit Ray Reconstruction und Vulkan ab.
- Absturz-Simulation für Grafikprozessoren: Eine der markantesten Neuerungen ist ein Test-Framework, das es Entwicklern ermöglicht, gezielt Grafikfehler und GPU-Abstürze zu simulieren. Dies hilft dabei, die Stabilität von Anwendungen und Treibern bei Hardware-Fehlern zu verbessern.
- Neuer Intel Shader-Compiler "Jay": In den Entwicklungszweig von Mesa 26.1 wurde der neue Shader-Compiler "Jay" von Intel integriert. Er soll langfristig die Effizienz bei der Shader-Verarbeitung auf Intels Arc-GPUs steigern, ist jedoch zunächst primär für Testzwecke gedacht.
- Vulkan-Verbesserungen:
- VK_EXT_Present_Timing: Diese Vulkan-Erweiterung verbessert die Begrenzung der Frameraten. In der Kombination mit den kompatiblen Wayland-Compositoren hilft dies, Ruckler und Flimmern bei variablen Bildwiederholraten ("VRR") zu reduzieren.
- RDNA-4-Support: Es wurden weitere Optimierungen für AMDs aktuellen GPUs auf Basis der RDNA-4-Architektur ("GFX12") vorgenommen, um die Leistung direkt zum Marktstart zu sichern.
- Raytracing-Performance: Aufbauend auf den großen Sprüngen von Mesa 26.0, insbesondere für AMDs Radeon-GPUs, enthält 26.1.0 weitere Verfeinerungen, um die Lücke zu proprietären Grafiktreibern beim Raytracing zu schließen.
- Verbesserte Stabilität: Der Release enthält zahlreiche Bugfixes für Treiber wie RADV für AMD, ANV für Intel und NVK für Nvidia, die unter anderem Probleme in aktuellen Titeln wie The Last of Us Part I beheben.
Neben dem freien Grafikstack hat auch VKD3D-Proton, eine auf das Spielen von Windows-Spielen optimierte Abspaltung ("Fork") von VKD3D, ein weitreichendes Update erhalten, welches das Frame Pacing, das Asset-Streaming sowie die Unterstützung für FSR 4 und dessen Features deutlich verbessern soll.
- Flüssigeres Frame Pacing: Durch die Unterstützung von VK_EXT_Present_Timing wird eine präzisere Bildausgabe ermöglicht, was besonders Ruckler bei Framerate-Begrenzungen reduziert.
- Verbesserte Asset-Streaming-Leistung: Das Update nutzt nun echte Vulkan Transfer-Queues anstelle von Compute-Queues für D3D12 Copy-Vorgänge. Dies beschleunigt das Laden von Spielwelten.
- Support für AMD FSR4: Die Integration umfasst jetzt die notwendigen AGS WMMA-Operationen für Ray Reconstruction und Denoiser in FSR 4.
- Experimentelles View Instancing: Dies ist ein wichtiges Feature für moderne Titel wie Crimson Desert, um die Effizienz beim Rendern mehrerer Perspektiven zu steigern.
- Spezifische Spiele-Fixes & Optimierungen:
- Spider-Man 2 & Guardians of the Galaxy: Diverse Workarounds für stabilere Performance.
- Crimson Desert: Ermöglicht den Start auf älteren RDNA-GPUs, indem Features wie Barycentrics und VRS vorgetäuscht werden.
- Monster Hunter Wilds: Ein langjähriger Fehler im Zusammenhang mit dem "NULL SMEM PRT"-Bug auf AMD-Hardware wurde behoben.
- Nvidia-spezifisch: Neue Schnittstellen für aktuellere NVAPI-Versionen verbessern Funktionen wie Nvidia Reflex und DLSS Frame Generation.
Die Vorbereitung auf die Integration von Vulkan Descriptor Heaps zur Verwaltung von Grafik-Ressourcen wie Texturen und Buffern über die neue Vulkan-Erweiterung VK_EXT_Descriptor_Head sowie die gezielten Spiel-Tweak- und -Workarounds und Performance-Verbesserungen wecken großen Optimismus für die Zukunft.
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Quelle: Valve / Mesa via GamingOnLinux [ 1 ] [ 2 ]
Alles meine Spiele auf Steam laufen ohne Probleme auch unter Linux.
---Ironie on---
Ich vermisse ein wenig die Probleme, welche ich ständig unter MS hatte
---Ironie off---
Proton muss ja bereits so krass optmiert sein...