PCGH antwortet: RTX 5090 und 2-3 PCIe-5-SSDs mit Ryzen 7 9800X3D?

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PCGH antwortet: RTX 5090 und 2-3 PCIe-5-SSDs mit Ryzen 7 9800X3D?
Quelle: MEV

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Neue PC-Komponenten wie der Ryzen 7 9800X3D und die Geforce RTX 5090 wecken Begehrlichkeiten bei den Lesern. Aber was ist, wenn man auch noch mehrere PCI-Express-5-SSDs mit "vollen" Lanes betreiben möchte?

PCGHX-User Mike, Frage per Mail:

"Ich möchte in Zukunft gern einen Ryzen 7 9800X3D betreiben, dazu (später irgendwann, wenn verfügbar) eine RTX 5090 und erstmal zwei, später vllt. drei M.2-SSDs. Ich kenne mich aber leider gar nicht mit dem Thema PCI Express-Lanes aus. Welches Mainboard könntest du empfehlen, auf dem man drei M.2-SSDs und die RTX 5090 betreiben kann, ohne dass die RTX 5090 dann nur auf 8 Lanes läuft, sondern alle 16 zur Verfügung hat? Preis spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wenn möglich, nur nicht unbedingt ein 1.000€+-Mainboard.

Falls für diese Frage wichtig, folgende weitere Komponenten hatte ich angedacht:

  • RAM: G.Skill Trident Z5 NEO RGB schwarz DIMM Kit 64GB, DDR5-6000
  • PSU: be Quiet Straight Power 12 Platinum 1000W
  • Gehäuse: Endorfy ARX 500 ARGB
  • M.2: 2x 2TB Crucial T705 M.2 2280 PCIe 5.0 x4 3D-NAND TLC (CT2000T705SSD5)
  • CPU-Kühler: be Quiet Light Loop 360mm

Ich hoffe, ich habe meine Frage verständlich formuliert, und bedanke mich ganz herzlich im Voraus!"

Die Antwort von Torsten Vogel (Fachgebiet Mainboards):

"Die Antwort hängt stark von den weiteren Anforderungen ab. 5.0 ×16 für die GPU und drei davon unabhängige M.2-Slots für sich genommen sind leicht erfüllbar - selbst die von uns getesteten Z690-/Z790-Mainboards könnten das (aber dann halt ohne 9800X3D). Zusammen mit 5.0-Geschwindigkeit an nur einer SSD kommen für AMDs AM5 X870E-, X870-, X670E- und B650E-Boards in Frage. Alle von uns getesteten ATX-Platinen erlauben zusätzlich zwei weitere (4.0-)SSDs mit Ausnahme von vier Gigabyte-Platinen: B650E Master, X670E Xtreme und X870E Pro bieten je nur zwei CPU-unabhängige M.2. Hier können aber in je zwei ×4-Slots zusätzlich M.2-Adapter installiert werden. Nur das X870 Elite wäre tatsächlich unpassend. Aktueller Preis-Leistungstipp aus dieser Gruppe ist das Asus Strix B650E-F Gaming WiFi (siehe PCGH 03/2025). Soll es luxuriöser sein, bietet Asrocks X870E Nova (02/2025) eine ausgeprägte M.2-Fokussierung, aber z.B. weniger Audio-Anschlüsse.

Schwierig wird es, wenn auch eine zweite SSD mit 5.0-Geschwindigkeit gefordert wird. Intels Mainstream-Plattformen sind komplett ausgeschlossen, AMD-X870(E)-Modelle weitestgehend. Unter den von uns getesteten X800er-Platinen erlaubt nur MSIs X870 Tomahawk Dual-5.0-M.2 und ist nicht zuletzt deswegen eine interessante Option zwischen B650E-F und X870E Nova. Für den zweiten schnellen Steckplatz muss aber der USB4-Controller deaktiviert werden (siehe PCGH 03/2025). B850-Mainboards hätten prinzipiell Dual-5.0-Potenzial, AMD garantiert hier allerdings nicht einmal GPU-5.0-Unterstützung. Aus den aktuell für unsere März-Ausgabe in Test befindlichen Platinen scheint Asus Strix B850-F vielversprechend zu sein. Mit B650E bietet nur Gigabytes B650E Master Dual-5.0-M.2 und hat auch allgemein sehr gut abgeschnitten (erneut 03/2025) - hier müsste allerdings, wie erwähnt, die dritte SSD adaptiert werden, und Verfügbarkeit ist miserabel. Diese wird auch bei anderen getesteten 600er-Platinen zum Problem, sodass ich als Maximaloption derzeit nur Asus' Crosshair X670E Hero nennen kann. Trotz des hohen Preises und der schlechten Erweiterbarkeit handelt es sich unter den von PCGH getesteten Platinen klar um die attraktivste für 5.0-GPU plus 2× 5.0-M.2 plus weitere 4.0-M.2-SSDs. (Siehe PCGH 02/2025) Eine dritte 5.0-NVME-SSD ist aber auch hier unmöglich - keine aktuelle Mainstream-Plattform verfügt über die nötigen Ressourcen".

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CHRiSSLYi Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        RX 7900XT in X870 Tomahawk mit 9800X3D, aber nur ×8?
        Das ist mit ziemlicher Sicherheit keine Konfigurationsfrage: Das X870 Tomahawk kann seine GPU-Lanes nicht umleiten. Wenn trotzdem nicht alle bei der Grafikkarte ankommen, liegt ein Defekt (gebrochene Leiterbahn auf Board, ggf. Grafikkarte) oder ein Kontaktproblem vor. (z.B. Staub im PCIe-Slot, verbogener Pin oder zu wenig Anpresskraft im CPU-Sockel)
        Vielen Dank für den Input!
        Hab gestern mal Anpressdruck CPU, PCIe Slot und PINs so gut wie möglich überprüft und ggf. gereinigt. Zwecklos.
        Sieht tatsächlich aus, als wäre da ein Mini Kondensator ab, aber dafür brauche ich eine Lupe und einen professionellen Elektrotechniker .
      • Von CHRiSSLYi Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        RX 7900XT in X870 Tomahawk mit 9800X3D, aber nur ×8?
        Das ist mit ziemlicher Sicherheit keine Konfigurationsfrage: Das X870 Tomahawk kann seine GPU-Lanes nicht umleiten. Wenn trotzdem nicht alle bei der Grafikkarte ankommen, liegt ein Defekt (gebrochene Leiterbahn auf Board, ggf. Grafikkarte) oder ein Kontaktproblem vor. (z.B. Staub im PCIe-Slot, verbogener Pin oder zu wenig Anpresskraft im CPU-Sockel)
        Vielen Dank für den Input!
        Hab gestern mal Anpressdruck CPU, PCIe Slot und PINs so gut wie möglich überprüft und ggf. gereinigt. Zwecklos.
        Sieht tatsächlich aus, als wäre da ein Mini Kondensator ab, aber dafür brauche ich eine Lupe und einen professionellen Elektrotechniker .
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        RX 7900XT in X870 Tomahawk mit 9800X3D, aber nur ×8?
        Das ist mit ziemlicher Sicherheit keine Konfigurationsfrage: Das X870 Tomahawk kann seine GPU-Lanes nicht umleiten. Wenn trotzdem nicht alle bei der Grafikkarte ankommen, liegt ein Defekt (gebrochene Leiterbahn auf Board, ggf. Grafikkarte) oder ein Kontaktproblem vor. (z.B. Staub im PCIe-Slot, verbogener Pin oder zu wenig Anpresskraft im CPU-Sockel)
      • Von CHRiSSLYi Software-Overclocker(in)
        Im Artikel wurde ja das X870 von MSI genannt.

        Nun habe ich einen 9800X3D und 2x NVMe SSD mit 3.0 und 4.0 Gen. in jeweils Slot M2_1 (CPU) und M2_4 (Chipsatz) und eine GPU im ersten Slot PCI_E1.
        Alle 4 SATA Ports sind besetzt.

        Die GPU bleibt, egal was ich mache, laut GPU Z immer auf PCIe 4.0 x8. Der kleine Rendertest in GPU Z als auch ein Spiel holen die Karte nicht auf 4.0 x16.
        Die 4.0 NVME im Slot M2_2 ändert das leider auch nicht.

        BIOS, Chipset und GPU Treiber sind aktuell. Ein Riser wurde ausgeschlossen in dem die GPU direkt am Slot angeschlossen wurde.

        Kann mir jemand sagen, was ich falsch mache?
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        In meinem Test waren und blieben die Ports komplett tot. Ohne PCI-E-Lanes kann der Controller beim start-up gar nicht erkannt werden und somit auch keine eingesteckten Geräte erkennen oder melden. Soweit ich weiß, gibt es da auch kein USB-2.0-Passthrough oder ähnliches; die USB4-Ports werden komplett vom USB4-Controller bereitgestellt. Bindet man den nicht an, hat er auf das System genauso wenig Auswirkungen, wie eine Controller-Karte, die man auf den Rechner legt.
        Ja, hatte mir ja selbst schon gedacht dass die Aussage Quatsch war. Ich bedanke mich für die schnelle Erörterung.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von theGucky
        Ein Fehler gibt es, da USB4 PCIe 5.0 hat.
        Denn USB4 nutzt pro Port 40Gbit/s, also 80Gbit/s für 2.
        PCIe 4.0x4 hat aber nur ~60Gbit/s.
        Der ASM4242 wird zwar bei X870(E)-Boards über 5.0-taugliche Lanes angebunden, beherrscht aber selbst kein 4 GB/s PCI-Express. Die Verbindung läuft über PCI-E 4.0 ×4, was in der Theorie zwar die gleichen 80 GBit/s wie zwei USB4-Ports bietet, aber natürlich müssen über den PCI-E-Abschnitt der Verbindung neben den Nutzdaten und eines Teils des USB4-Overheads auch der gesamte PCI-E-Overhead übertragen werden, sodass es nicht für zweimal unbegrenzte Leistung reicht. Sieht man eine Stufe kleiner auch beim X870-Tomahawk, wenn man den USB4-Controller auf ×2-Anbindung einbremst (oder, bei allen X870er-Platinen, wenn man eine kleine APU einbaut, der die Lanes schlichtweg fehlen): Die maximale (AS-SSD-)Transferrate mit einem Laufwerk fällt auf circa 3 GB/s, obwohl 3,7-3,8 GB/s möglich sein sollten. (Mein Testlaufwerk schafft nur ~3,2 GB/s, daher kann ich es nicht genau sagen.^^)
        Wer wirklich zweimal maximalen USB4-Speed will, muss derzeit eine Z890-Platine kaufen. Da hat man dann native, CPU-interne Controller.

        Zitat von theGucky
        Und so dumm es klingt, wenn du die möglichst niedrigste Eingabelatenz haben willst, müsstest du Maus und Tastatur in die 2x USB3.2 Gen2 Typ-A und C stecken, da neben USB4 nur diese 2 direkt an der CPU sind.
        USB4 ist genauso indirekt wie die via I/O-Hub realisierten Ports – in beiden Fällen wird ein USB-Controller via PCI-E angebunden. Die gängigere Empfehlung für minimale USB-Latenz ist aber die Verwendung getrennter Controller je Eingabegerät. Verglichen mit der Verzögerungen, die durch zwei konkurrierende Geräte am gleichen Controller entstehen können, gilt die der Übertragung der Daten auf der PCI-E-Strecke als klein. (Einen Doppelblindtest, ob irgend eine von beiden spürbar ist, kenne ich nicht.)

        Zitat von Pixy
        Wenn ich jetzt eine M.2 SSD auf M2_1 nutzen würde, hätte ich dennoch PCI 5.0 x16 zur Verfügung, oder verstehe ich gerade was falsch?
        ...
        B850 ist tatsächlich keine Option, die gebotenen Future von X870E werden schon benötigt. Gerade das WLAN.
        Mit Ausnahme des M2_2 kannst du, laut Handbuch, jeden M.2 deines Boards bedenkenlos nutzen.
        WLAN ist bei keinem I/O-Hub inklusive, sondern immer ein getrenntes PCI-E-Modul. Theoretisch könntest du die bei jeder Platine nachrüsten, praktisch sollte man beim Neukauf auf die entsprechende Ausstattung achten. Meiner Beobachtung nach verbauen die meisten Hersteller auf ihren besseren B850-Modellen die gleichen Module wie bei den X870ern. Gegenüber den meist nur auf X870E zu findenden Spitzencontroller werden hier meist keine 320 MHz, sondern nur 160 MHz Kanalbreite unterstützt, was die maximale Datenrate halbiert – aber nur bei Nutzung an einem Router mit 320-MHz-Support. Da die meisten überhaupt keine WiFi7-Infrastruktur zu Hause haben dürften und nur von etwaigen (identischen) Verbesserungen bei der Sende- und Empfangsqualität der neuen Generation profitieren würden, ist das somit ziemlich egal.

        Zitat von Cleriker
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Was passiert denn, wenn man beim Tomahawk USB4 deaktiviert und der M.2 die lanes zuteilt, dann aber ein USB Gerät in besagte ports steckt? Laut so einer Discord-Diskussion vor ein paar Wochen, war dann sein System instabil, weil das board automatisch wieder die ports aktiviert und der M.2 die lanes weggenommen hat.
        Ist das wirklich so? Für mein Verständnis, dürften die USB4-ports dann nicht reagieren und auch nichts passieren. Oder sind die dann auf USB 2.0, oder 3.0 gedrosselt und laufen dennoch, weil im Bios vielleicht alles auf "Auto" steht?
        In meinem Test waren und blieben die Ports komplett tot. Ohne PCI-E-Lanes kann der Controller beim start-up gar nicht erkannt werden und somit auch keine eingesteckten Geräte erkennen oder melden. Soweit ich weiß, gibt es da auch kein USB-2.0-Passthrough oder ähnliches; die USB4-Ports werden komplett vom USB4-Controller bereitgestellt. Bindet man den nicht an, hat er auf das System genauso wenig Auswirkungen, wie eine Controller-Karte, die man auf den Rechner legt.

        Zitat von theGucky
        Als Hinweis an alle die an Blockdiagrammen interessiert sind.

        Gigabyte hat diese meist am Anfang vom Handbuch, z.b. Seite 5
        MSI hat die am Ende vom Handbuch, geführt unter Blockdiagramm im Inhaltsverzeichnis.
        AsRock hat auch ein Blockdiagramm auf den ersten Seiten im Handbuch, z.b. Seite 11.
        Asus hat KEINE Blockdiagramme soweit ich sehen kann.
        Es steht nur etwas verwirrend auf der Specs-Seite und die verweisen auch auf eine FAQ Seite, die schon länger nicht mehr aktualisiert wurde, z.b. stehen ALLE 800er Chipsets nicht drin.
        Meine Empfehlung: Immer Specs auf Website und im Handbuch checken und mit der Grundfunktionalität der I/O-Hubs abgleichen. (So ein Hardware-Magazin mit vier Buchstaben soll hübsche Übersichten haben.^^)
        Ich muss das Material zwar häufiger in Vor-Launch-Fassung sichten, aber eigentlich sind die Dokumentationen da schon final, und trotzdem finde ich mindestens einmal im Quartal Fehler. MSI hat es bei B840 sogar hinbekommen, zwei das gleiche PCB nutzenden Boards ("Pro" und Gaming-Channel), also copy-&-paste-Designs, unterschiedliche Specs (nix c & p) zu spendieren. Insbesondere Blockdiagramme, sofern sie angeboten werden (bei Asus in der Tat nie öffentlich, bei anderen aber auch von Preisklasse und Modell abhängig), sind häufiger betroffen, da diese aus Übersichtlichkeits- und Schludrigkeitsgründen oft vereinfachte Darstellungen wählen.
      Direkt zum Diskussionsende
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