Hohe Strafen: Südkorea will hart gegen Deepfake-Pornos vorgehen

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Hohe Strafen: Südkorea will hart gegen Deepfake-Pornos vorgehen
Quelle: Erzeugt mit Midjourney

In Südkorea wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das neben dem Herstellen auch das Speichern und auch Anschauen von Deepfake-Pornos unter Strafe stellt. Möglich sind Geld- und teils auch lange Haftstrafen.

Mit dem zunehmenden Fortschritt bei der Entwicklung von KI-Bildgeneratoren wird es auch immer einfacher, echte Gesichter einigermaßen glaubhaft in entsprechende Bilder einzubauen. Das sorgt für eine Welle an Deepfakes mit teils diffamierendem oder pornografischem Charakter, die betroffene Personen natürlich aus der Welt schaffen wollen. Aus diesem Grund gibt es in zahlreichen Ländern Bestrebungen, Deepfakes - insbesondere Deepfake-Pornos - unter Strafe zu stellen.

Nicht speichern, nicht anschauen

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hat Südkorea jetzt ein entsprechendes Gesetz verabschiedet - und dieses sieht für Deepfake-Pornos harte Strafen vor. Bereits nach der aktuellen Rechtslage konnte man für die Erstellung von entsprechenden Deepfakes mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe von bis zu umgerechnet rund 34.000 Euro bestraft werden.

Nach der neuen Rechtslage soll die maximale Haftlänge hingegen auf sieben Jahre ansteigen. Gleichzeitig stellt Südkorea damit auch das Speichern und das bloße Ansehen von Deepfake-Pornos unter Strafe. Dafür ist künftig eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 20.500 Euro möglich. Damit diese neuen Strafen wirksam werden, muss es offenbar nur noch Präsident Yoon Suk Yeol unterzeichnet werden. Ein Veto des Präsidenten ist dabei zwar nicht ausgeschlossen, entsprechende Fälle sind aber selten.

Passend zum Thema: Laute Töne aus Bayern: Drastische Gefängnisstrafe für Deepfakes gefordert

Laut Reuters gab es bei Deepfake-Pornos in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg. Bei einer ersten Analyse für das Jahr 2021 war noch von 156 Fällen die Rede, im laufenden Jahr sollen es hingegen bereits 800 sein. Täter und Opfer sind dabei angeblich meistens Teenager. Diese sind in Südkorea ab 12 bedingt und ab 14 voll strafmündig.

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Quelle: Reuters via CBS

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von tallantis Software-Overclocker(in)
        Verdammt, dann muss ich vor dem Korea Urlaub meine Lothar Matthäus Videos löschen.
      • Von tallantis Software-Overclocker(in)
        Verdammt, dann muss ich vor dem Korea Urlaub meine Lothar Matthäus Videos löschen.
      • Von Raffnek30000 Software-Overclocker(in)
        cool, das blosse ansehen kann ein in den knast bringen. mit der regel kann man dann ja massenhaft leute einkerkern die garnichts gemacht haben. man muss ihnen nur ein bild schicken und dann beobachten und nachweisen das sie nachgesehenh haben was sie geschickt bekommen haben. nicht vergessen, wenn man ein bild auf das handy geschickt bekommt, dann weiss man erst um was es sich handelt wenn man es sich ansieht, also gernau das was dich in den kast bringt. rechtsstaat im endstadium ...
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Ich sehe keinen Unterschied zu Deutschland - hier können die gleichen Programme benutzt werden, und Pornos sind sicherlich auch in Deutschland beliebt...
      • Von Ishigaki-kun Freizeitschrauber(in)
        Das haben sie wohl auch nötig. Südkorea ist mit seiner K-Pop Industrie wahrscheinlich sehr anfällig für Deepfake Pornos, eine Industrie die an schon sehr oberflächlich und auf optische Reize getrimmt ist. Hinzu kommen ja noch diverse Machenschaften gewisser Personen (sexueller Belästigung und Ausbeutung, Erfolg gegen Prostitution etc.) welche für eine erhöhte Selbstmordrate in der Industrie sorgen.
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