Laute Töne aus Bayern: Drastische Gefängnisstrafe für Deepfakes gefordert
Die Bayerische Staatsregierung schlägt eine Gesetzesänderung auf Bundesebene vor, um besser gegen missbräuchliche Deepfakes vorgehen zu können. Für schwere Fälle der Verletzung von Persönlichkeitsrechten sind bis zu 5 Jahre Haft möglich.
Der Boom rund um künstliche Intelligenz bringt nicht nur Gaming-Vorteile wie das KI-Upscaling durch DLSS mit sich, sondern wird leider auch missbraucht. Neben dem Enkeltrick, bei dem mithilfe kurzer Tonaufnahmen täuschend echt wirkende KI-Sprachaufnahmen eines Enkelkindes verwendet werden, um Großeltern davon zu überzeugen, dass ein Enkel im Gefängnis sitzt und eine Kaution benötigt, führt insbesondere Deepfake-Pornografie zu erheblichen Verletzungen der Persönlichkeitsrechte.
Bayern beschließt Bundesratsinitiative für neuen Strafrechtsparagrafen
"Immer mehr Menschen - insbesondere Frauen und Mädchen - werden Opfer von Deepfakes, täuschend echt wirkenden Bildern, Videos oder Tonaufnahmen. Diese werden beispielsweise zum Mobben, in Rachepornos oder zur Manipulation der öffentlichen Meinung eingesetzt. Mehr als 90 Prozent missbräuchlicher Deepfakes im Internet betreffen nach Schätzungen die Bereiche Pornografie und Nacktheit - die Opfer sind ganz überwiegend Frauen", heißt es hierzu in einem Bericht aus der Kabinettssitzung vom 14. Mai 2024 der Bayerischen Staatsregierung.
Bayern schlägt daher einen neuen Paragrafen 210b des Strafgesetzbuches vor, um gegen missbräuchliche Deepfakes vorzugehen. Werden Persönlichkeitsrechte durch digitale Fälschungen verletzt, sollen Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen drohen. Die Verbreitung von pornografischen Deepfakes soll als schwerer Fall mit einer Höchststrafe von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe im neuen Paragrafen verankert werden. Deepfakes zu Zwecken der Kunst, der Forschung oder der Berichterstattung sollen laut Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung hiervon ausgenommen sein.
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Quelle: Bayerische Staatsregierung via Golem

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Wenn man als Mann eine Person des öffentlichen Lebens ist, steht man nach einem sexuellen Deepfake doch (je nach Kontext des Deepfakes) genauso schlecht da wie eine Frau
Und ob eine Person so eine Schmach einfach wegsteckt, oder daran zerbricht ist wohl abhängig von der eigenen Persönlichkeit, Lebenssituation usw. , aber meiner Meinung nach nicht abhängig vom Geschlecht.
Wenn man als Mann eine Person des öffentlichen Lebens ist, steht man nach einem sexuellen Deepfake doch (je nach Kontext des Deepfakes) genauso schlecht da wie eine Frau
Und ob eine Person so eine Schmach einfach wegsteckt, oder daran zerbricht ist wohl abhängig von der eigenen Persönlichkeit, Lebenssituation usw. , aber meiner Meinung nach nicht abhängig vom Geschlecht.
Aber noch mehr Sorge macht mir, dass Deepfakes gezielt für die Verbreitung von Desinformationen verwendet werden können oder sogar um Menschen Verbrechen anzuhängen.
Aber noch mehr Sorge macht mir, dass Deepfakes gezielt für die Verbreitung von Desinformationen verwendet werden können oder sogar um Menschen Verbrechen anzuhängen.