Ethereum-, Zcash- & Monero-Mining: Nutzer verkauft Rig für 69.000 US-Dollar
Ein Mining-Rig-Betreiber verkauft im kalifornischen Cupertino sein System bestehend aus 85 Geforce GTX 1080 und 15 Radeon RX Vega 64, mit denen sich zum Beispiel Ethereum, Zcash und Monero schürfen lassen, für 69.000 US-Dollar. Grund dürften die aktuell niedrigen Preise für quasi alle Krypto-Währungen sein. In Deutschland sind einzelne gebrauchte Grafikkarten günstig erhältlich.
Mit einer Marktkapitalisierung von zurzeit knapp 225 Milliarden Euro hat der Markt von Krypto-Währungen in den vergangenen drei Monaten massiv an Wert abgenommen. So gut wie alle Preise liegen unter jenen im Dezember, als der letzte "Bull Run", also der schlagartige Kursanstieg, begann. Ein beinahe geviertelter Markt verunsichert natürlich auch Miner, die in Hardware zum Schärfen von Krypto-Währungen investiert haben. Wer in Deutschland mit einem normalen Stromtarif schürft, kann noch gerade eben die Unterhaltskosten decken - um mit einem nennenswerten Gewinn herauszukommen, muss man auf wieder steigende Kurse spekulieren.
Folglich verwundert es nicht, dass die Preise für gebrauchte Grafikkarten auf Ebay in den vergangenen Wochen spürbar gesunken sind. Kostete eine Radeon RX Vega 64 zum Jahresbeginn beispielsweise gut über 1.000 Euro, sind diese jetzt schon öfters bei der Hälfte angelangt. Auch die Preise für neue Grafikkarten im Endkundenhandel stabilisieren sich wieder. Extrem-Beispiele für das sinkende Interesse am Mining von Krypto-Währungen verdeutlichen die Versteigerungen von ganzen Mining-Rigs bestehend aus Dutzenden Grafikkarten.
Ein solches hat pcgamer.com auf der US-amerikanischen Anzeigenseite Craigslist entdeckt. Ein Nutzer verkauft ein System bestehend aus 85 Geforce GTX 1080 (sowohl Custom- als auch Referenzdesigns) und 15 Radeon RX Vega 64 (Silver-Referenz) für 69.000 US-Dollar (im Fließtext ist von "79k" die Rede, dabei dürfte es sich um einen Flüchtigkeitsfehler handeln). Rechnet man den Preis nur auf die Grafikkarten um, landet man bei 690 US-Dollar pro Modell. Dazu gibt es aber noch 17 Unterbauten - es kamen vergleichsweise viele zum Einsatz, weil keine spezialisierten Mining-, sondern normale Z270-Mainboards mit sechs PCI-E-Slots eingesetzt wurden. Da beim GPU-Mining keine CPU-Leistung und nur wenig RAM benötigt wird, wurden Kaby-Lake-Celerons und -Pentiums sowie je ein 4-GiByte-Riegel (wahrscheinlich DDR4-2133) verbaut. Dazu kommen 18 Netzteile mit einer Ausgangsleistung von 850 bis 1.000 Watt, verschieden große SSDs, die Rig-Schränke, Riser-Kabel für die GPUs, ein Netzwerk-Switch, Router, "smarte" Stromstecker und ein WLAN-Überwachungssystem. Sprich: Alles was ein Miner benötigt, um sofort loslegen zu können. Mit den GTX-1080-Karten lässt sich beispielsweise Zcash gut schürfen, Vega schmecken Cryptonight-basierte Algorithmen wie Monero gut. Bedingt gut kann man zudem Ethereum minen, wenn auch die Grafikkarten dafür im Vergleich zu GDDR5-Modellen teuer sind.

Schaut mal in den Preisvergleich, seit heute gibt es auch bei namenhaften deutschen Händlern wieder Neupreise, fast wie vor dem Miningboom:
1060 6GB ab 300€
1070ti ab 509€
1080 ab 569€
RX580 ab 286€
die 1080ti sind leider immer noch ab 850€+
... aktuell sieht es so aus, als wenn Mining-Karte als Komplett-Rechner an den Mann gebracht werden. Auffällig viel ältere Systeme mit 1080Ti im Angebot
Ich weiß, macht keiner, ist aber so.
p.s.: Falls du eine 580 für nen 50er bekommst, könntest du eine für mich mit erwerben?
MfG
Die Garantieansprüche können vom 1. Käufer an den Gebrauchtkäufer schriftlich abgetreten werden.
Ich weiß, macht keiner, ist aber so.