Intel kauft den Hersteller von Killer-Netzwerkkarten

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Intel kauft Hersteller von Killer-Netzwerkkarten (1)
Quelle: TP-Link

Rivet Networks ist ab sofort ein Teil des amerikanischen Konzerns Intel. Bekannt ist Rivet für die Killer-Netzwerklösungen, die eine besonders stabile Internetverbindung versprechen.

Einige Nutzer und auch ein paar Hersteller wie Alienware nutzen Killer-Netzwerkkarten,die eine besonders stabile Internetverbindung unter anderem für Gaming versprechen. Nun hat Intel verkündet, dass man den Hersteller dieser Karten - Rivet Networks - aufgekauft hat. Seitdem es bei Intel Wi-Fi-6-Netzwerkkarten gibt, setzt auch Rivet Networks bei den hauseigenen Killer-Netzwerkkarten auf Hardware von Intel. So wird Intel wohl keine Killer-Karten unter anderem Markennamen auf den Markt bringen. Laut Intel gehe es dem Unternehmen vielmehr um Software.

Software zur Netzwerk-Priorisierung von Killer kommt nun von Intel

So hat es Intel auf die sogenannte "Killer Prioritization Engine" abgesehen, welche ab sofort ein Teil des Unternehmens ist. Hierbei geht es um die Netzwerk-Priorisierung, welche der Nutzer über das Killer Control Center steuern kann, damit etwa der Spiele-PC samt spezifischer Anwendung vom Netzwerk priorisiert wird und somit mehr Bandbreite bekommt. Ergänzend befindet sich ein spezieller Netzwerktreiber in Entwicklung, welcher mittels Gamefast Technology dafür sorgen soll, dass mehr Bilder pro Sekunde dargestellt werden können. Hierzu sollen die CPU- und die RAM-Last reduziert werden. LAN- und WiFi-Anbindung können im sogenannten Dobuleshot-Pro-Modus kombiniert werden, um so den Datendurchsatz zu erhöhen.

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Neben diesen softwareseitigen Bemühungen gibt es bei Intel auch das für Notebooks vorgesehene Project Athena im Bereich Netzwerklösungen. Hierbei erhalten entsprechend hardwareseitig ausgestattete mobile PCs ein Signet. Um dieses zu bekommen, muss eine WLAN-Karte mit WiFi-6-Unterstützung verbaut sein. Optional können derartige Notebooks auch noch ein Mobilfunkmodem mit 4G-LTE-Support enthalten.

Ebenfalls lesenswert: Intel Project Athena: Kennzeichnung entsprechend ausgestatteter Mobil-PCs

Fakten zum Aufkauf von Rivet Networks durch Intel:

  • Intel hat den Hersteller hinter Killer-Netzwerkkarten namens Rivet Networks aufgekauft. Intel hat es auf die sogenannte "Killer Prioritization Engine" abgesehen, welche ab sofort ein Teil des Unternehmens ist. Hierbei geht es um die Netzwerk-Priorisierung, welche der Nutzer über das Killer Control Center steuern kann, damit etwa der Spiele-PC samt spezifischer Anwendung vom Netzwerk priorisiert wird und somit mehr Bandbreite bekommt.
  • Künftig soll es spezielle Netzwerktreiber von Intel geben, die auf die Technik von Killer setzen.
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Quelle: Intel

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Unter anderem, ja. Technisch betrachtet war es meiner Erinnerung nach ein kompletter Linux-Rechner, der alles mögliche konnte, wenn man ihm das beigebracht hat. Im normalen Betrieb wurde diese Hardware nur zum berechnen des Netzwerkstacks und damit der Killer-spezifischen Optimierungen ohne Belastung des Hauptprozessors benutzt, aber es konnten auch Hintergrundaufgaben unabhängig ausgeführt werden.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Unter anderem, ja. Technisch betrachtet war es meiner Erinnerung nach ein kompletter Linux-Rechner, der alles mögliche konnte, wenn man ihm das beigebracht hat. Im normalen Betrieb wurde diese Hardware nur zum berechnen des Netzwerkstacks und damit der Killer-spezifischen Optimierungen ohne Belastung des Hauptprozessors benutzt, aber es konnten auch Hintergrundaufgaben unabhängig ausgeführt werden.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die originale Killer NIC war ein komplettes ARM-Subsystem auf einer eigenen Platine. Ich glaube auch schon damals war das reine Ethernet-Interface eingekauft, aber es steckte eigene Entwicklung in der Hardware. Aber alle folgenden Generationen bauten auf bestehender Hardware auf und verlegten sich auf Software-Lösungen.
        Stimmt, das aller erste Modell war wirklich etwas Anderes. Konnte das nicht auch so "Gamer spezifische" Dinge wie selbstverwaltet Torrents herunterladen?
      • Von Gast1772925001
        Zitat von PCGH_Torsten
        Dass man auf AMD-Platinen lange Zeit eher Realtek fand, lag nicht am Konkurrenzverhältnis auf dem CPU-Markt, sondern schlichtweg daran, dass Intel-NICs einen Tick teurer sind und für-AMD-Platinen lange Zeit nur im Preis-Leistungssegment abgesetzt werden konnten, wo kaum jemand den Aufpreis für Marken-LAN zahlen wollte.

        Für die meisten Anwender reichen die auch aus, die wenigsten Leute nutzen die zusätzlichen Features der Intel-Treiber.
        Habe selbst nen 8139, reicht mir aus.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Abductee
        Hat Killer wirklich mal selbst Hardware hergestellt?
        Das war doch auch früher nur zugekaufte Chips?
        Die originale Killer NIC war ein komplettes ARM-Subsystem auf einer eigenen Platine. Ich glaube auch schon damals war das reine Ethernet-Interface eingekauft, aber es steckte eigene Entwicklung in der Hardware. Aber alle folgenden Generationen bauten auf bestehender Hardware auf und verlegten sich auf Software-Lösungen.

        Zitat von Isrian
        Auf meinen X570 von MSI hab ich auch Lan und Wlan von Intel drauf.
        Intel-Netzwerkchips sind ein ganz normales Produkt, dass jeder einkaufen kann und sie werden seit Ewigkeiten überall verbaut. Dass man auf AMD-Platinen lange Zeit eher Realtek fand, lag nicht am Konkurrenzverhältnis auf dem CPU-Markt, sondern schlichtweg daran, dass Intel-NICs einen Tick teurer sind und für-AMD-Platinen lange Zeit nur im Preis-Leistungssegment abgesetzt werden konnten, wo kaum jemand den Aufpreis für Marken-LAN zahlen wollte.

        Zitat von TheBadFrag
        Wieso kauft Intel einen Hersteller von Netzwerkkarten, wenn diese schlechter sind als die eigenen?

        Und die Killer Software bewirkt quasi nur das die eigene Netzwerkkarte verkrüppelt wird und nicht mehr volle Bandbreite hat.
        Intel hat keinen Hersteller von Karten, sondern einen Entwickler von Software gekauft. Und in ihrem Bereich gilt diese als die fähigste, die man bekommen kann (wenn auch nur mit kleinem Vorsprung) und marketingtechnisch als am besten aufgestellte (mit großem Vorsprung). Ob man so etwas überhaupt kaufen sollte, steht auf einem anderen Blatt (und hängt natürlich auch vom Preis ab). Qualcomm und Intel sind diesbezüglich wohl unterschiedlicher Meinung. (Ich würde mich Qualcomm anschließen )
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Abductee
        Hat Killer wirklich mal selbst Hardware hergestellt?
        Das war doch auch früher nur zugekaufte Chips?
        Früher Qualcomm, später Intel ist das was ich so im Kopf habe.
        Dazu ein QoS Treiber und besseres Marketing als andere Anbieter solcher Software.
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