GameStop-Chef: Sonys Ende der Disc-Produktion sei "völlig irrelevant" für das Unternehmen

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GameStop-Chef: Sonys Ende der Disc-Produktion sei "völlig irrelevant" für das Unternehmen
Quelle: GameStop, eBay, erstellt mit ChatGPT

Sonys geplanter Abschied von physischen Spielen wirft Fragen zur Zukunft des Handels auf. GameStop-Chef Ryan Cohen sieht darin offenbar keinen Grund zur Sorge und begründet seine Einschätzung mit der Entwicklung des Unternehmens.

Der geplante Ausstieg von Sony aus der Produktion physischer Spielemedien ab 2028 sorgt in der Branche und unter Spielern für reichlich Gesprächsstoff. GameStop Chef Ryan Cohen sieht darin jedoch keine ernsthafte Bedrohung für das Geschäftsmodell des Videospielhändlers. In einem Interview mit Bloomberg Tech erklärte er, dass der Wandel hin zu digitalen Spielen das Unternehmen kaum treffe.

GameStop-Chef bleibt gelassen

Auf die Frage, welche Folgen eine Zukunft mit digitalen Spielveröffentlichungen ohne Datenträger für GameStop habe, antwortete Cohen unmissverständlich. "Das spielt überhaupt keine Rolle. Software war früher wichtig. Heute macht Software weniger als zwölf Prozent unseres Geschäfts aus und Sammlerartikel stehen für mehr als die Hälfte. Deshalb ist das völlig, völlig irrelevant."

GameStop-Umsätze nach Produktkategorien im Geschäftsjahr 2025

Die Angaben aus dem Geschäftsbericht von GameStop für 2025 tabellarisch zusammengefasst. Quelle: Erstellt mit getimg.ai Die Angaben aus dem Geschäftsbericht von GameStop für 2025 tabellarisch zusammengefasst.

Die Geschäftszahlen zeichnen ein anderes Bild

Die Aussage stimmt allerdings nicht vollständig mit den veröffentlichten Geschäftszahlen des Unternehmens überein. Laut des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2025 erzielte GameStop einen Gesamtumsatz von 3,63 Milliarden US-Dollar. Der Bereich Software, zu dem nach Unternehmensdefinition physische Datenträger, Spielmodule und digitale Downloadcodes gehören, steuerte 729,3 Millionen US-Dollar bei. Das entspricht einem Anteil von 20,1 Prozent und ist damit die kleinste der drei Hauptkategorien.

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Den größten Umsatz erwirtschaftete GameStop mit Hardware und Zubehör. Dieser Bereich kam auf 1,84 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 50,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Sammlerartikel erreichten 1,06 Milliarden US-Dollar und einen Anteil von 29,2 Prozent.

Der Trend könnte die Aussage dennoch bestätigen

Der längerfristige Trend könnte dennoch für Cohens Einschätzung sprechen, denn im Vergleich zum Vorjahr brach der Softwareumsatz um 27,5 Prozent ein. Auch Hardware und Zubehör verzeichneten mit minus 12,3 Prozent einen Rückgang. Dagegen legte das Geschäft mit Sammlerartikeln um 47,7 Prozent zu. Zu dieser Kategorie zählen unter anderem Bekleidung, Spielzeug, Sammelkarten, Fanartikel sowie Dienstleistungen zur Authentifizierung und Bewertung von Sammelkarten.

Ein nicht unwesentlicher Teil des Bloomberg Interviews befasst sich außerdem mit GameStops Versuch, den Online-Marktplatz "eBay" zu übernehmen. Der Verwaltungsrat der Plattform lehnte das Angebot jedoch ab und erklärte, der Vorschlag sei "weder glaubwürdig noch attraktiv".

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Quelle: Ryan Cohen via Bloomberg Tech

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