Speicherkrise trifft Steam Machine: "Es wird immer schlimmer"
Valve-Ingenieur Yazan Aldehayyat rechnet im Bloomberg-Interview mit weiter steigenden Hardware-Preisen und einer sich zuspitzenden Speicherknappheit. Für die Steam Machine und PC-Spieler heißt das: Vorerst keine Entspannung in Sicht.
Valve hat im Gespräch mit dem Bloomberg-Journalisten Jason Schreier ungewohnt offen über die angespannte Versorgungslage gesprochen. Valves Hardware-Ingenieur Yazan Aldehayyat, der bereits im PCGH-Interview Rede und Antwort stand, sieht bei den Preisen für Arbeitsspeicher derzeit kein Ende der Aufwärtsbewegung. Die Speicherbausteine ("ICs") verteuern sich auch weiterhin unaufhaltsam.
Das trifft ausgerechnet die kürzlich gestartete Steam Machine (PCGH-Test), deren Produktion sich Valve nach eigenen Angaben nur so weit hochfahren lässt, wie es die gegenwärtig extrem begrenzte Speicherversorgung zulässt.
Speicherknappheit bremst Valves Steam Machine aus
Spieler, die den Kauf einer Steam Machine planen oder ohnehin ein RAM-Upgrade vor sich herschieben, sollte die jüngsten Aussagen aus Bellevue einordnen können. Der US-Unternehmen positioniert den kompakten Wohnzimmer-PC mit SteamOS als Brücke zwischen klassischen Spielkonsolen und Gaming-PCs, muss dieses Versprechen aber in einem extrem ungünstigen Marktumfeld einlösen.
Valve sieht "kein Ende" der Speicherkrise
Nach Beobachtung von Valve hinkt die Verfügbarkeit im Handel der Großhandels-Versorgung um mindestens drei bis sechs Monate hinterher. Yazan Aldehayyat fasst die Lage mit den Worten "Offen gesagt, es wird immer schlimmer" zusammen und stellt klar, dass Käufer das Ausmaß der Knappheit noch gar nicht überblickten.
Was heute in den Regalen ankomme, bilde die Beschaffungssituation von vor Monaten ab. Eine Entspannung ist damit kurz- bis mittelfristig nicht in Sicht, wie der Ingenieur im Interview gegenüber Bloomberg zu bedenken gibt.
Speicher limitiert die Produktion der Steam Machine
Die anfängliche Stückzahl der Steam Machine wurde direkt durch die verfügbare Speicherkapazität gedeckelt, wie Valve-Ingenieur Pierre-Loup Griffais bestätigt. Man baue "schlicht alles, was möglich sei", sei dabei aktuell aber eindeutig durch die Speicherkapazität begrenzt. Valve ist für die Speicherproduzenten nur ein Nebendarsteller, während die KI-Giganten bevorzugt beliefert wird.
Bereits den Release verschob Valve wegen der Speicherlage vom ersten Quartal auf das erste Halbjahr 2026 - wir berichteten. Um überhaupt genügend Speicher für den kleinen Würfel mit maßgeschneidertem AMD-Chip ("Semi-Custom-Silicon") und 8 GiB Grafikspeicher zu sichern, musste Valve nach eigener Darstellung hart verhandeln.
Valve misst den Erfolg nicht an Verkaufszahlen
Konkrete Absatzzahlen zur Steam Machine nennt Valve nicht und bewertet den Erfolg des Geräts ausdrücklich nicht anhand verkaufter Einheiten. Aldehayyat zufolge löse die Steam Machine ein reales Problem, indem sie Spielern eine vollständig offene Plattform fürs Wohnzimmer biete - sei das belegt, gelte das Gerät als Erfolg.
Griffais betont, die Speicherkrise habe an den langfristigen Plänen nichts geändert: Spieler erhielten ihre Steam Maschinen, und die eigentliche Arbeit an SteamOS beginne damit erst. Für Valve zählt weniger die Marge als die Rolle als offene Alternative zu Playstation und Xbox.
Was die Speicherkrise für deutsche Käufer bedeutet
In Deutschland lagen die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher zuletzt rund 420 Prozent über dem Niveau von Mitte 2025, wie das PCGH-RAM-Barometer im Juni 2026 zeigt. Die Steam Machine selbst startet hierzulande bei 1.039 Euro mit 512-GiB-SSD, die Ausführung mit 2-TB-SSD kostet 1.359 Euro.
Zwar sitzt der Arbeitsspeicher der Steam Machine als DDR5-SODIMM fest im Beschaffungspreis, doch dieselbe Knappheit verteuert jeden Selbstbau-PC. Eine Normalisierung des Speichermarkts erwarten Analysten wie auch der AMD-Manager David McAfee frühestens 2028. Wer die Aussagen im Original nachlesen möchte, findet sie im Bloomberg-Interview mit Jason Schreier.
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Wenn es um's funktionale Vergleichen ginge, ging es eher Richtung Selbstbaualternativen für weniger Geld, da wird dann aber wieder diskutiert, dass es nicht standardisiert wäre, der Selbstbau auch Arbeit sei und so weiter. So weit wollte ich da gar nicht reinsteigen...
Am ehsten wird man zusätzlichen aufwand gescheut haben, die 7600m war gut verfügbar und auf ohnehin auf Laptops ausgelegt.
Heißt ja auch nicht das der Laptop für jeden was ist aber für 90-99% der potenziellen Steam Machine Zielgruppe vielleicht schon.
Ach ja... der neue Boden kostet ja eh praktisch nichts. Lächerliche 2.000 bis 5.000 Euro, je nach Qualität. Ein absolutes Schnäppchen – nur damit ich mit dem Laptop am Fernseher zocken kann.
Ich verstehe nicht den Unterschied zwischen dem Teil und einen Laptop. Beides braucht Strom und eine Verbindung zum TV, für ein Laptop geht das scheinbar nur wenn der bei dir am Couchtisch ist und du umarbeiten machst aber die Steam Machine geht einfach so?
kommt die Steam Machine mit eingebauten Atomkern und 6 Ghz übertragung des SteamFrame? Falls ja nehem ich alle aussagen zurück, das teil ist zwar immer noch zu schwach als Konsolenersatz aber ansonsten ein Schnäppchen.
Das gibt es ALLES schon länger.
Mit einem Gamecontroller kann man einen Laptop nun einmal nicht vollständig bedienen. Ich möchte die Bequemlichkeit einer Konsole haben: hinsetzen, Controller nehmen, einschalten und losspielen. Genau das bietet mir der Würfel.
Ich möchte keine zusätzlichen Geräte, die ich wieder irgendwo unterbringen, aufladen und verwalten muss. Es geht mir nicht darum, ob es technische Lösungen mit Funk gibt, sondern darum, dass die Bedienung einfach und unkompliziert sein soll.
Schon jetzt habe ich extra ein 3-fach-Ladegerät mit 65 Watt, 25 Watt und 15 Watt gekauft, um Handy, Tablet und sonstige USB-A-Geräte zu versorgen. Ich möchte nicht noch mehr Zubehör und zusätzliche Geräte herumliegen haben.
Für mich ist der Punkt ganz einfach: Ich möchte das gleiche komfortable Erlebnis wie bei einer Konsole. Controller nehmen, einschalten und spielen – ohne zusätzliche Umwege.
nd hätte man eine abgespeckte Navi-44-Variante genommen (28–32 CU), wenn das technisch möglich gewesen wäre, vielleicht mit 10 GB VRAM, dann hätte ich mir das Teil definitiv geholt und die nächsten fünf Jahre meinen Spaß damit gehabt.
Das wäre für mich der perfekte Kompromiss gewesen: genug Leistung für hohe Auflösungen mit den aktuellen Upscaling-Techniken, ausreichend Speicher für die kommenden Jahre und trotzdem ein vernünftiger Preis. Genau so stelle ich mir eine kompakte Wohnzimmer-Konsole vor.
Samt Verkabelung. 1m HDMI 2.1 Kabel (für 120Hz falls vorhanden) und 1x Strom.
Peripherie ist kabellos. Da gibt es heutzutage ALLES und das alles funktioniert top von der Couch aus.
Man muss nur 1x den Laptop einschalten, danach geht alles von der Couch aus.
Steam Machine nimmt dir aber selbst das ab - alles 1x dran, läuft.